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Phasendreher durch Mono-symetrisches Signal?

  • tobias jäckel
  • 4. August 2010 um 10:40
  • tobias jäckel
    Beiträge
    227
    • 4. August 2010 um 10:40
    • #1

    Also
    Wie schon die Überschrift beweist. Es ist nicht einfach zu erklären:
    Aufbau:
    Yamaha LS9 Omni Out
    XLR Female (symetrische Kabelführung)
    Stereoklinken Buchse (1. Masse 2.Cold 3. Hot)
    betreibt einen Kopfhörer

    Sprich: Hot versorgt eine Seite und Cold versorgt eine Seite.
    Anhören tut sich das Ganze eig Gut.
    Ich habe ja aber einmal die +Welle auf Links und die -Welle auf Rechts..
    Dadurch das ich aber nicht mit einem Ohr beide Schallquellen wahrnehmen kann (Kopfhörer halt)
    Dürfte das doch kein Problem darstellen ODER?

    Das ganze soll als Test für drathgebundenes In-Ear werden.
    Bevor wir in Kopfhörerverstärker investieren.

    PS.: Das LS9 gibt sogar durch die Omni's genug Pegel raus :)

    Danke

    Manchmal frag ich mich was ich hier tue....
    Kost doch nur nen Haufen Kohle und Nerven

    ;)

  • robert müller
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    2.251
    • 4. August 2010 um 11:50
    • #2

    Kurz und knapp:
    - Deine Annahme mit phasenrichtigem Signal links und invertiertem Signal rechts ist richtig.
    - Ja, du wirst es hoeren, da du ja kein Uebersprechen zwischen linkem und rechtem Ohr hast.
    - Der Pegel eines Line Out langt bei den meisten Kopfhoerern, um was zu hoeren.

    ABER:
    - Beim Kopfhoerer auf einer Seite ein phasengedrehtes Signal zu haben, ist auf Dauer fuers Gehirn nicht sehr angenehm. Zumindest ist das mein Empfinden. Das Signal scheint immer irgendwie zur Seite "wegzukippen". In Ear wuerd ich mir damit nicht laenger als 5 Minuten antun wollen.
    - Ein Line Out ist nicht unbedingt zum Betreiben eines Kopfhoerers ausgelegt. Ich weiss jetzt nicht, wie robust die Omni Outs beim LS9 sind, aber ein Kopfhoerer stellt eine deutlich hoere Last als ein Line In dar (fuer dessen Anschluss der Line Out nun mal eigentlich konzipiert ist). Auf Dauer kann man sich den Line Out durch Ueberlastung mit nem Kopfhoerer durchaus zerschiessen.

    Gruss,
    Robert

  • simonstpauli
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    • 4. August 2010 um 12:20
    • #3

    Ich empfehle mal ein altes Tapedeck.
    Die gibt es für ganz wenig Geld, wenn man nicht sogar selbst ein rumliegen hat. Das Laufwerk darf auch gerne defekt sein.
    Auf die Eingänge schickt man das Signal vom Pult, stellt das Laufwerk auf "Record" (geht bei den Alten auch ohne Medium, einfach oben links mit dem Finger die Sperre lösen, Record drücken und dann das Fach zuklappen) und schon hat man einen Kopfhörerverstärker für kleines (im Normalfall gar kein) Geld zum Testen. Und das sogar in Stereo.

    PS: In Ear würde ich immer in Stereo anbieten, wenn das Pult es hergibt. Mit Mono verschenkt man hier viel Potential.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • tobias jäckel
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    227
    • 4. August 2010 um 12:36
    • #4

    Erstmal Danke für die fixen Antworten.
    Das Pult gibt das aus 2 Gründen in dem Fall leider nicht her. Erstmal sind alle weiteren Mix-Busse belegt.
    Desweiteren sind alle Omni's belegt.

    Ich denke ich werde erstmal einen Kopfhörer Amp leihen und damit testen. is auf jeden Fall besser bevor ich mir wirklich das Pult zerlege.
    Wenn das dann nach den Wünschen der Mucker is wird das Ding halt gekauft.

    Manchmal frag ich mich was ich hier tue....
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    ;)

  • audiobo
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    • 4. August 2010 um 13:29
    • #5
    Zitat von "tobias jäckel"

    Ich denke ich werde erstmal einen Kopfhörer Amp leihen und damit testen. is auf jeden Fall besser bevor ich mir wirklich das Pult zerlege.

    Übliche Ausgangsstufen mit OP-Amps sind heutzutage ziemlich kurzschlussfest ausgelegt - wenn da durch einen Kopfhörer etwas kaputt geht, sollte der Hersteller lieber die Branche wechseln und Brötchen backen oder so.

    Viele günstige Kopfhörerverstärker sind übrigens nicht viel anders gebaut, die Spannungsverstärkung ist u.U. einfach anders ausgelegt.
    Fürs Studio haben wir irgendwann günstige Thomann-Endstufen gekauft, nicht wegen der Leistung, sondern lediglich weil diese unseren hochohmigen Kopfhörern mehr Spannung (für vergleichweise wenig Geld) zur Verfügung stellen. Ist ausserdem praktisch dass man auch mal statt dessen einen Lautsprecher anschliessen kann.

  • treibsand
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    1
    • 4. August 2010 um 21:47
    • #6

    Für den Fall, dass das ganze zwar zufriedenstellend läuft, aber der Phasendreher stört, kann man ja eine Seite im Kopfhöhrer wieder drehen - entweder am Schallwandler, oder dort, wo links & rechts getrennt werden...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • tobias jäckel
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    • 5. August 2010 um 00:07
    • #7

    Treibsand:
    Da wo links und rechts aufgeteilt werden; das wäre ja dann da wo das symetrische Kabel auf die Klinkenbuchse trifft oder?
    und wie dreht man da dann eine Seite? Ich hab doch nur Signal und Schirm(Masse) ?
    Verwirrung am Lötkolben :D

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    ;)

  • audiobo
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    • 5. August 2010 um 08:42
    • #8

    oder einfach `nen passenden Adapter basteln ;) - XLR -> Klinkebuchse, intern einfach Pin 2 auf Tip und Ring, sowie 1 auf Sleeve. In der Stereovariante 2 XLR, einen auf Tip, den anderen auf Sleeve. Fettich...

  • treibsand
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    • 5. August 2010 um 17:00
    • #9
    Zitat von "tobias jäckel"

    Da wo links und rechts aufgeteilt werden; das wäre ja dann da wo das symetrische Kabel auf die Klinkenbuchse trifft oder?
    und wie dreht man da dann eine Seite? Ich hab doch nur Signal und Schirm(Masse) ?


    Das hängt ein wenig von deinem verwendeten Kopfhöhrer/Ohrstöpsel ab...
    Die Klinkenbuchse hat ja nur 3 pins - zu jeder Seite des Schallwandlers müssen aber 2 Adern führen. Diese werden dann entweder im Stecker oder weiter hinten im Kabel (an der Stelle wo die Zuleitungs sich aufteilt) oder an einer Höhrerseite aufgeteilt.
    Der Schirm fungiert im Fall des Kopfhöhrers ja nicht als Schirm, sondern nur als 2. Ader - insofern isses also egal, ob der auf Masse oder Signal +/- liegt.
    Sobald du das auf einer Seite drehst, hast du beide Seiten wieder in Phase, weil ein Schallwandler quasi gegenphasig zum gedrehten Signal schwingt; also 360° gedreht.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • tobias jäckel
    Beiträge
    227
    • 9. August 2010 um 22:39
    • #10

    Sooo...
    Es gibt neue Infos in meiner Sache:
    Die Adapter-Bastelei tut nicht mehr not (aber danke an Alle die das mal kurz auseinandergepuzzelt haben. Hilft vllt iwem anders und vermehrt mein Wissen :) )
    Ich hab jetzt nen Kopfhörerverstärker besorgt, und für die Mucker wurde Geld für In-Ear Kopfhörer bereitgestellt.
    Es werden jetzt die Sennheiser IE-4 werden.
    Ich habe die bei der Produktion (musikalische Biografie von Johnny Cash) selbst als FOH-Kopfhörer am Start und hab damit gute Erfahrungen gemacht.

    Der Ein oder Andere wird sich fragen warum nun In-Ear's im FOH Mix. Das ist so: Bei uns im Theater ist die Ton- und Lichtregie unter dem Rang angeordnet. Nich dazu haben wir ein Guckloch mit den Maßen 1,3mx 0,6m oder so. Da kommt nichts mehr davon rüber was die PA da abstrahlt.
    Deshalb mische ich ein sauberes und klares, für mich stimmiges, Summensignal und lass das dann auf die PA los.
    Das Ergebnis ist erstaunlich gut, und deshalb wird das auch weiterhin so verfolgt.

    Das mal kurz als Erklärung.

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    ;)

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