Heute kam eine Endstufe nach 3 Wochen Dauerbetrieb in die Werkstatt, die heute Vormittag erneut für eine Woche in einer anderen Lokalität in Betrieb genommen werden sollte. Soweit nichts ungewöhnliches. Fehlerbeschreibung der Crew war: "defekt, alle LED's an" - meine erste Reaktion war "Alteisentonne".
Hier die Symptome als der Patient zum Doktor kam:
Diagnose: beide Kanäle zeigen gleiches Fehlerbild via LED's. Schon jetzt klar: zentraler Fehler (Netzteil, Vorstufe usw).
Kurz aufgemacht, Ub gemessen - alles da. Beide Kanäle Offset -1,5Volt, dass ist schon mal Mist.
Eingangssignal eingespeist und an den Powerblockeingängen mit Oszi geschaut - tote Hose!
Ab jetzt war alles klar: Betriebsspannung für Eingangsstufe war wohl irgendwie faul, nichts da. Kabel geht nach vorne in die Front, Strom kommt also von da. Also runter mit dem Frontpanel.
Der Fehler war so einfach wie dämlich:
Noch kurz mit Heißkleber fixiert - alles wieder fit. Doch nicht "Alteisentonne". Das Ding ist auch zu gut dafür...
Also, wer mal dieses Problem mit einer Endstufe dieser Baureihe hat: der Stecker hat keinen halt und fällt aus der Buchse. Ich würde es vorsorglich mit Heißkleber fixen - sonst stehen Nutzer dieser Stufe plötzlich etwas verloren auffem Job herum.
Zusammenbauen und fertig.
Wenn es mal immer so einfach wäre. Zur Zeit quillt meine Reparaturbude aus allen Nähten.
Daher @all die noch was hier stehen haben: bitte noch etwas Geduld. Alles ist in der Mache!