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Motorbässe

  • derautor
  • 6. November 2010 um 03:09
  • derautor
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    • 6. November 2010 um 03:09
    • #1

    Hallo Leute,

    so vor 20 Jahren waren Motorbässe (z.B. Quantum Sound) mal ein ganz heißes Thema, das mittlerweile völlig von der PA-Bildfläche weg ist. Mich würde mal interessieren, warum sich diese Technologie nicht etablieren konnte. Zu teuer? Zu schwer? Zu transportaufwändig? Zu "träge" im Sound? Nicht laut genug? Hat hier jemand früher mal damit gearbeitet und kann ein bißchen was zum Thema erzählen?

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Kracky
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    • 6. November 2010 um 09:13
    • #2

    Ich hatte mal ganz kurz mit diesen Servo Drive zu tun, die hatte sich ein Bekannte zugelegt. Träge war ja gerade das Hauptargument, den genau das waren die nicht, gerade in den unteren Frequenzen. Einsetzbar waren diese aber eher nur als Infra da doch sehr schmalbandig und was ich mich so erinnere waren die immer sehr Reparatur bedürftig. Ich denk mal gerade dadurch das hier eben enorme Kräfte wirkten war das ganze einfach auch anfällig.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • toadie
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    • 6. November 2010 um 12:08
    • #3

    Hallo,

    Motorbass bzw. Servodrive ist nicht von der Bildfläche verschwunden.
    Die Firma sitzt immer noch in Illinois und baut und verkauft diese Bässe immer noch.

    Das Thema ist nach wie vor interessant und findet auch in unseren breiten nach wie vor Einsatz.
    Wie Kracky schon schrieb sind Motorbässe nur als unteres Lowend nutzbar.
    Für kleinere Systeme gibt es heute gute Lösungen im unteren Bereich.

    Bei Grosveranstaltungen sind die Motorbässe jedoch auf Grund des Schalldrucks und der Reichweite konkurrenzlos.

    Das Problem ist aber, wer braucht Infras und wer setzt diese dann auch in dieser Größenordnung ein, und wer stellt sie sich deshalb für 1-3 Einsätze pro Jahr ins Lager...

    Ich bin der Meinung, dass man den Motorbass den heutigen Möglichkeiten der Technik anpassen sollte. Das heißt diese Ansteuerung mit einer Endstufe sollte weichen, und auch der Servo sollte durch einen Linearantrieb ersetzt werden. Damit sind dann ganz andere Beschleunigungswerte möglich und der Bass könnte höher spielen. Auch über die Membran sollte man nachdenken, weg vom herkömmlichen Chassis, hin zu einer großen Flachmembran, die auf Grund des Linearantriebs im Hub nahezu unbegrenzt wäre...

    Ich sehe da für die Zukunft ein ziemlich großes Potenzial, wenn sich jemand findet der hier noch mal Entwickeln möchte und Geld investiert...

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • tufkaklto
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    • 6. November 2010 um 15:37
    • #4

    Ich weiß von einem bekannten Boxenhersteller, der sich mal die Motorbässe geholt hat und diese gemessen.

    Die Werte waren in natura gar nicht so extrem und es kommen viele gute Bässe da heute sehr wohl mit bzw haben sogar bessere Werte.

    Ich erinnere mich an eine Begegnung mit diesen Servo Drive Bässen auf der PLS.
    Da war Guma auch dabei.

    ganz ehrlich, das war nur übel, einfach laut, ja das schon, aber nicht definiert, eher nur wie eine stehende Welle.

    Unter einem schönen Bass stell ich mir was anderes vor.

    Für Diskojungs, die einfach nur Bass wollen, Hauptsache viel und egal wie klingt, sind die sicher Ok.
    Fanta 4 hatten die anfangs meines Wissens mal mit, dürften auch davon abgekommen sein

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • tobias kammerer
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    • 6. November 2010 um 17:12
    • #5

    Hallo Leute,

    als die neu waren, war der enorme Wirkungsgrad und der große Hub das Verlockende. Wirkungsgrad ist nicht mehr wichtig, da Leistung billig und leicht wurde, großen Hub schaffen heute auch normal angetriebene Chassis. Somit fallen Vorteile weg. Da bleibt dann nicht mehr viel als Kaufargument.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • wora
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    • 7. November 2010 um 23:18
    • #6

    eines sollte man bei der betrachtung nicht vergessen:
    diese servodrive-bässe wurden oft falsch betrieben!
    ich habe in den 90ern mehrfach gesehen, das da nur 2-4 bässe aufgebaut waren, und dazu dann manchmal auch noch räumlich getrennt. wenn ich mich recht erinnere, sollter man aber schon min. 6stück zusammen auf einem haufen betreiben - wegen der erforderlichen hornfläche!
    für mich war es jedenfalls kein wunder, warum diese bässe in der versenkung verschwunden sind. als einzelanwendung waren sie nicht brauchbar - und wer braucht davon schon so viele?

    und dann gab es auch ein kleineres teil, das ohne horn arbeitete.
    dieses hatte einen schweren holzdeckel als passiv-membrane. das teil konnte zwar recht tiefe sachen von sich geben, war durch den schweren resonator bei bassdrumsignalen aber hoffnungslos "spät dran" ... ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 8. November 2010 um 08:00
    • #7

    Ich kann mich noch gut erinnern, als ich zu dem Stand von den Jungs ging, um den Stecker zu ziehen, aber ich kam nicht dazu, weil mich guma noch überholt hat :D:D :lol: :lol: :lol:

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  • derautor
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    • 8. November 2010 um 19:43
    • #8
    Zitat

    Ich kann mich noch gut erinnern, als ich zu dem Stand von den Jungs ging, um den Stecker zu ziehen, aber ich kam nicht dazu, weil mich guma noch überholt hat

    Ihr habt denen den Strom abgestellt, echt? :D

    Ja, auch ich kann mich an diverse Plexiglas-Showmodelle mit sichtbaren Pleuel- und Riemenantrieben auf diversen PLS-Messen erinnern. Und manchmal auch an tieffrequentes Dröhnen.....

    Die Krux bei der Geschichte ist tatsächlich wohl die Tatsache, dass man live damit wirklich nur kurzzeitige Bass-Effekte realisieren kann und für Attack und Punch immer normale Subs dazustellen muss. Eingedenk der Tatsache, dass für so ein Gimmick dann auch immer gleich ein ganzes Rudel Motorbässe notwendig ist, ist das natürlich unwirtschaftlich.

    Im Prosoundweb habe ich noch einen Thread zum Thema entdeckt, wer Interesse hat:

    http://srforums.prosoundweb.com/index.php/t/9524/0/

    Und hier ist eine Firma in Amiland, die sowas benutzt (hat?):

    http://www.tritechlightandsound.com/BassTech%207's.html

    es grüßt

    derautor

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  • tufkaklto
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    • 8. November 2010 um 21:06
    • #9

    Nene, Strom haben wir nicht abgestellt.
    Ich bin rübergegangen in der Absicht, denen die LS Stecker einfach auszustecken, Guma rannte an mir vorbei und brachte mit wenigen Worten kurz und präzise, wenn auch sehr energisch Ruhe in die Geschichte.

    ich stand dahinter und mußte schmunzeln :lol: :lol:

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  • wora
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    • 8. November 2010 um 22:48
    • #10

    stimmt, da war ich auch in der nähe... ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • derautor
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    • 9. November 2010 um 01:11
    • #11

    Ich kann's mir lebhaft vorstellen..... :D:D

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  • kurzschluss_meister
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    • 9. November 2010 um 14:33
    • #12

    Möchte mal jemand der jüngeren Generation erzählen was ein Motor in einem Bass zu suchen hat?

    Vielen Dank!

    "Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind."
    "Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen."
    Henry Ford

  • test
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    • 9. November 2010 um 14:56
    • #13

    wenn du motor als oberbegriff nimmst steckt in jedem bass einer. in den besprochenen bässe steckt ein elektromotor. der ist aufgebaut wie ein normaler motor. an der achse ist ein ausleger befestigt. an diesem ausleger ist dann eine membran. der motor 'zuckt' also im bassrhytmus hin und her. das überträgt sich auf die membran. das ist im grunde schon alles.

    damals war auch wohl noch das pronlem das die es nicht mochten mit zuviel leistung betrieben zu werden. die motoren waren nicht sehr spannungsfest, soweit ich das mitbekommen habe.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • derautor
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    • 9. November 2010 um 18:05
    • #14
    Zitat

    damals war auch wohl noch das pronlem das die es nicht mochten mit zuviel leistung betrieben zu werden. die motoren waren nicht sehr spannungsfest, soweit ich das mitbekommen habe.

    Ja, man lese mal den englischen Beitrag auf Prosoundweb. Da gab es wohl einige Leute, die die Motoren zum Glühen gebracht haben....

    es grüßt

    derautor

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  • test
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    • 10. November 2010 um 17:30
    • #15

    in dem beitrag geht es auch explizit darum, das die absoöut kein rechteck mögen. also ist wohl das hauptproblem, das die nicht so einfach im handling sind. die wollen gut ausgesteuert werden und auf keinen fall ein rechteck. also nichts für den normalen wald und wiesen verleiher wie mich.

    http://www.crystal-hannover.de
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  • michael schuster
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    • 14. November 2010 um 22:31
    • #16

    Für das perfekte Rechteck ist kein mir bekannter Tieftöner (genau genommen kein mir bekannter Lautsprecher) gemacht. So ein Rechteck enthält nämlich auch verdammt hohe Frequenzen, umso höhere, je eckiger das Rechteck ist. :D

    Viele Grüße,
    Michael Schuster

  • Jens Droessler
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    • 15. November 2010 um 00:18
    • #17

    Ein konventioneller Basslautsprecher kann ein 100%iges Rechteck zwar nicht komplett reproduzieren, besonders stören wird es ihn aber nicht, solang die thermische Kapazität des Lautsprechers nicht überschritten wird.

  • michael schuster
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    • 16. November 2010 um 18:22
    • #18

    Klar stört es den Lautsprecher nicht. Es kommt insbesondere beim Tieftöner aber nichts raus, dass einem Rechteck besonders ähnlich sieht. Dazu ist die obere Grenzfrequenz viel zu niedrig. Für ein perfektes (!) Rechteck müsste sie aber im wörtlichen Sinne unendlich hoch sein. :shock:

    Viele Grüße,
    Michael

  • Jens Droessler
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    • 17. November 2010 um 07:30
    • #19

    Wie gesagt, von Reproduktion hat hier keiner geredet. Es ging darum, dass die Servodrives kein geclipptes Signal vertragen, was soweit auch stimmt. Konventionelle Lautsprecher haben kein Problem damit, bis auf das thermische Limit. Keines der Konzepte kann ein Rechteck wiedergeben, wozu auch?

  • wora
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    • 17. November 2010 um 10:05
    • #20

    das problem mit den rechtecksignalen bezieht sich hier auf den antrieb, nicht auf die letztendliche wiedergabe.
    ein mechanischer antrieb per elektromotor und pleuelstangen hat mit sicherheit grosse probleme, einem rechteck des ansteuernden verstärkers zu folgen. damit kann man relativ leicht die gelenke des antriebs ruinieren.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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