...und wer stellt für eine Baustelle mit offensichtlich ziemlich komplexem Routing eine R72 hin? Ich sage mal: Rote Karte für die ausführende Company!
LS9 od. M300 od. R72
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Zitat von "4Art"
...und wer stellt für eine Baustelle mit offensichtlich ziemlich komplexem Routing eine R72 hin? Ich sage mal: Rote Karte für die ausführende Company!
Jedenfalls, wenn ein Fremdmischer beteiligt ist.Wenn man das selbst durchführt und mischt, mag eine 72er noch passen. Dieses Surface ist meiner Meinung nach für Fortgeschrittene, die das iLive-System schon kennen. Und für Shows, die keine schnellen Direktzugriffe auf Routings, EQ, Dynamics und/oder viele Fader erfordern. Gerne komplex eingerichtete Shows, die mit wenigen Fadern zu fahren sind und bei denen nicht viel Unvorhergesehenes passiert.
Es gibt übrigens auch die Routing-Seite, auf der man in beide Richtungen die Routings sehen kann, auch auf Aux-Wege.
Insgesamt zeigt das wieder mal eine gewisse Dehnbarkeit der Pult- und Pultbetreuer-Anforderungen, nach dem Motto "Geht schon irgendwie".
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evtl. wären noch ein paar Infos zu der "Show" sinnvoll und wie es
ZitatHatte heute nachmittag einen erzwungenen Erstkontakt ohne Vorabinfo mit der R72
dazu kam...Die ganze Beschreibung klingt mehr nach Kommunikations- als nach technischen Problemen...
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genau, schon allein das kommunikationsproblem lässt sich hier ja ganz schwer ausschliessen

audiobo
wie wär´s mit ein wenig mehr info zu diesem offenbar unglücklichen vorfall? -
Zitat von "simonstpauli"
...Wenn man das selbst durchführt und mischt, mag eine 72er noch passen. Dieses Surface ist meiner Meinung nach für Fortgeschrittene, die das iLive-System schon kennen. Und für Shows, die keine schnellen Direktzugriffe auf Routings, EQ, Dynamics und/oder viele Fader erfordern. Gerne komplex eingerichtete Shows, die mit wenigen Fadern zu fahren sind und bei denen nicht viel Unvorhergesehenes passiert...
Genau! Ich mischte letzten Samstag eine Coverband in einem Club mit dem R72 und der iDR48. 24 Kanäle, 4 Wedges, 2 Stereo InEars und allem PiPaPo. Das geht schon, wenn man ganz System kennt und genau weiss was mann macht. Aber einem ungeübten User möchte ich das nicht zumuten. Das wird halt schon ganz schnell unübersichtlich. -
Zitat von "wora"
wie wär´s mit ein wenig mehr info zu diesem offenbar unglücklichen vorfall?
Türlich.
Nix Babysitter - Job war eine Industrienummer, ein paar Funken, Live-Schalte via Tandberg-Codec und Dolmetscher. Gestern Abend Aufbau, heute Mittag VA. Also alles nix wildes, die Anzahl der Fader ist dabei an sich nicht das Problem. Eigentlich ein genau passendes Pult für den Einsatzzweck. Zuhause am Editor aufarbeiten war bei den paar Stunden Schlaf auch nicht drin.Die Kommunikation war ein Problem und ich hätte auch das sonst immer genutzte 01V96 nehmen können, aber man will ja mal weiter kommen... Außerdem ist das ganze akustisch doch recht heikel mit den Lautsprechern hinter den Rednern usw.
Zitat von "simonstpauli"Es gibt übrigens auch die Routing-Seite, auf der man in beide Richtungen die Routings sehen kann, auch auf Aux-Wege.
Dies gilt aber nicht für die Matrix. Da sieht man nur im Matrix-Weg die Quellen, aber in der Gruppen/Main-Ansicht kann man nicht sehen, wo das Signal überall hingeht - bei den Yammis sieht man das sofort in der Kanalzug-Darstellung, bei Digico übersichtlich in einer Kreuzschienen-artigen Darstellung.
Und das ist der Punkt der mich stört - ich habe lieber alles etwas kleiner und dafür komplett als ständig zwischen verschiedenen Seiten hin und her springen zu müssen.
Auch die Ausführung mit den dedizierten Tastern auf der Oberfläche - für mich gehören seit eh und je, ob analog oder digital, Auxsends und Routing zum Kanalzug. Und wenn es nur in der Übersicht ein Softbutton ist, der die entsprechende Routing-Seite öffnet.Ein paar Dinge sind auch echt angenehm in der Handhabung, z.B. kann man sehr bequem, schnell und genau mit einem Stift die Grafik-EQs bedienen.
Nachteilig empfinde ich wiederum, dass zuletzt angewählte Parameter wie z.B. Treshold nach einem Seitenwechsel wieder neu angewählt werden müssen und nicht markiert bleiben. Auch beim PEQ könnte das ganze noch intuitiver funktionieren, wenn automatisch der Encoder auf den Bandbreitenregler des gerade markierten EQ-Bandes springen würde.Wie das mit dem Ganging funktioniert habe ich auf die Schnelle nicht herausgefunden, ich vermute aber mal, das hat mit der Assign-Taste zu tun, die ich praktisch erst während der VA entdeckt habe.
Das verwirrende mit dem Touchscreen war, dass man bei einigen Darstellungen mit Scrollbalken (z.B. Routing) nicht den Balken anfassen und verschieben kann, sondern auf diese Pfeile drücken muss, was ich normalerweise nie mache. Aber ich habe heute eh die ganze zeit mit Stift gearbeitet, was sowieso wesentlich präziser ist.
Was das Filemanagement von Digico angeht, für mich ist das irgendwie ganz normale Computerprogrammlogik, Save, Load, Save As, Partial Load (was allerdings noch etwas verbesserungswürdig ist, wie Guma im Digico-Thread bereits bemerkte)Vieles ist halt auch wirklich subjektiv und Geschmackssache.
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das ist das dilemma.
wenn man sich auf ein system eingeschossen hat, und sei es noch so komliziert, empfindet man die anderen systeme eher als belastung, einfach weil der arbeitsablauf ein anderer ist.
du hast ein paar punke angesprochen, die mir zu anfang auch nicht so gut gefallen haben. aber ich habe mich daran gewöhnt, für mich spielen diese dinge daher keine rolle mehr. nur die nicht mit dem finger verschiebbaren scrollbalken nerven mich ab und an noch.
beim ganging wählt man einfach im touchscreen das gewünschte ganging aus und drückt an den entsprechenden kanälen die mix-tasten. fertig. im prinzip genau wie bei yamaha, man muss es nur wissen
und genau das war hier das problem: du wolltest dinge machen, die ohne einarbeitung in das system schwer zu erraten sind. da ging es dir genau so wie mir bei dDigico, das wollte ich damit ausdrücken.
das speichern der szenen geht an der iLive übrigens ebenfalls sehr einfach, im prinzip steht alles erforderliche auf dem bildschirm. wenn man nur partielle sachen speichern möchte, sollte man sich erstmal ein bisschen damit auseinandersetzen...aber ich komme mal weg von Digico, hier ging es um einen vergleich zwischen M300, LS9 und R72.
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Zitat von "wora"
beim ganging wählt man einfach im touchscreen das gewünschte ganging aus
Tja, wenn ich das mal irgendwo gefunden hätte... :?Zitat von "wora"wenn man sich auf ein system eingeschossen hat, und sei es noch so komliziert, empfindet man die anderen systeme eher als belastung, einfach weil der arbeitsablauf ein anderer ist.
Jein. Als ich im Dezember plötzlich `ne D-Show vor der Nase stehen hatte, gab es auch ein paar Dinge, die mich gestört haben, aber wenn ich ne schicke, übersichtliche I/O-Kreuzschiene vor der Nase habe, stimmt mich das direkt schon mal versöhnlich :D. Das schöne für mich: man kann praktisch das ganze Pult über den Bildschirm bedienen und muss keine auf der Oberfläche verteilten Taster suchen. Nur etwas unflexibel, das Ganze. (Der Babysitter während der Va war dann übrigens meiner einer :D, jedenfalls für den Supportact)
VI6 hatte ich jetzt auch nicht oft vor der Nase, da sind aber eigentlich die meisten Dinge selbsterklärend - zum Konfigurieren muss man halt den All Busses-Taster kennen. VI1 sah genauso aus, bei der SIcompact gab es fast gar nichts zu suchen, aber die Kiste ist Featuremäßig auch nicht so dolle.Um auf den Vergleich zurückzukommen: M300 kenne ich leider nicht, die Wahl zwischen LS9 und R72 wäre von der Anwendung abhängig. Beide haben da Vor- und Nachteile. Von den Features liegt auf jeden Fall die iLive vorne, ganz klar. Was den Vergleich zusätzlich noch etwas "unfair" macht, ist die Tatsache, dass ich seit eh und je noch meinen Tablet-PC mit an der LS9 hängen habe für Grafik-EQs und Übersicht etc., was sicherlich bei iLive auch geht, da werde ich mir aber noch mal den Editor anschauen müssen.
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wenn man ein system optimal nutzen möchte, dann muss man sich zwingend einarbeiten.
das ist bei allen digitalpulten so - und das wird sich auch nie ändern (zumindest bei den pulten, die komplexe signalbearbeitungsmögkichkeiten bieten). -
Das ist klar. Aber ich weiß mittlerweile recht gut was ich auch nach einiger Einarbeitungszeit nicht mag, die genannten Punkte (abgesehen von den nicht gefundenen Dingen, wie das Ganging) gehören definitiv dazu. Es gibt auch umgekehrt genug Dinge die ich bei Digico trotz genügend Einarbeitungszeit nicht mag. Ebenso Yammi und Soundcraft.
Im übrigens sehe ich sogar bei iLive einen großen Vorteil, wenn man den Editor parallel nutzt kann man zusätzliche Midicontroller nutzen, zumindest hatte das ein Kollege mit seinem Tourpult letztens so im Einsatz. Eine Option, die mir bisher bei praktisch allen Digipulten fehlte. Leider scheint man aber auch hier noch nicht die Effekte regeln zu können, schade. Trotzdem, gute Sache.
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wie gesagt:
jedes pultkonzept hat seine spezifischen vor- und nachteile.
es gibt kein pult am markt, das alle bedürfnisse aller techniker gleichermassen gut bedienen kann. man muss sich also für ein system entscheiden, mit dem man glücklich werden will. -
Zitat von "wora"
wie gesagt:
jedes pultkonzept hat seine spezifischen vor- und nachteile.
es gibt kein pult am markt, das alle bedürfnisse aller techniker gleichermassen gut bedienen kann. man muss sich also für ein system entscheiden, mit dem man glücklich werden will.Ne, ich als Techniker entscheide mich dafür, auf dem Pult zu arbeiten, welches mir meine Kunden hinstellen.
Und ich lebe mit den Vor und Nachteilen.
Was nicht heißt, das ich nicht meine Favoriten habe.
Aber gegessen wird, was am Tisch liegt
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Zitat von "klauston"
...Aber gegessen wird, was am Tisch liegt

genau so, wie es verschiedene pultkonzepte gibt, gibt es in dieser branche auch verschiedene arbeitsverhältnisse
nicht jeder muss mit dem vorlieb nehmen, was da ist. manche können sich das auch heraussuchen, vor allem wenn sie die technik stellen. -