Hi!
Wie dimensioniert ihr die Bauteile von Passivweichen Leistungsmäßig?
Oder anders gefragt: Welche BT sind bei welcher Filterschaltung am meißten "strapaziert"? Kann man pauschal sagen das die Serienmglieder mehr abbekommen?
Thx for help
Tobi
Hi!
Wie dimensioniert ihr die Bauteile von Passivweichen Leistungsmäßig?
Oder anders gefragt: Welche BT sind bei welcher Filterschaltung am meißten "strapaziert"? Kann man pauschal sagen das die Serienmglieder mehr abbekommen?
Thx for help
Tobi
Nö, so pauschal geht das nicht.
Saugkreise und Zobelglieder können auch ganz schön viel Wärme produzieren.
Bei Kondensatoren kommt es meist auf die Spannungsfestigkeit an. Hier können in manchen Schaltungen bis zu 6dB über Uin auftreten, insbes., wenn der LS abraucht und keine Last mehr da ist. Wenn man da die relativ preiswerten Q4-Cs von IT einsetzt, ist man mit 400V auf der sicheren Seite.
Widerstände: kosten wenig -> lieber doppelt soviele.
Ansonsten: Punk Noise drauf und mit dem feuchten Finger testen. Wenn´s zischt ist es warm.
Werden Spulen zu warm, muß niedrigerer Serienwiderstand gewählt werden.
Ist der Serienwiderstand nötig, muß er in Widerstände verlagert werden.
Auf den worst case (Dauersinus bei allen Frequenzen) kriegt man es meistens nicht dimensioniert, weil dann die Frequnezweiche 1/4qm groß wird und 10kg wiegt.
Adam
ZitatPunk Noise
und was da so genau? eher tote Hosen oder lieber NoFX?
sorry für OT, ging nicht anders.
Punk Noise mögen die meisten Komponenten sehr viel lieber als andere Musikrichtungen, da da im Vergleich zu vielem "modernem", dynamiklosen, totkomprimierten, Schwingspulen und Bauteile verheizenden Noise ja noch richtige Peaks drauf sind und die Dauerbelastung gar nicht so hoch liegt ![]()
..Also meinen Weichen gefällts......:-)
War jetzt wohl sehr OT.....
Man bekommt ja nicht an jeder Straßenecke fertig "vorgeclipptes" Signal mit 6db Crest nach AES. Verstehe ich eigentlich nicht, dass das nicht mal jemand zum Download anbietet (hint, hint).
Ansonsten bleibt es immer ein Spagat:
Mit der meisten Musi wird immer alles im grünen Bereich sein.
Verlagt man aber, dass die Weiche jede einzelne Audio-Frequenz mit Nennlast beliebig lange aushält (am besten noch mit kaputtem, d.h. eigentlich ohne Speaker), dann kostet so eine Weiche ein Vermögen und ist richtig groß und schwer.
Adam
hm, gibts das auch in classicvoice? ![]()
Unverständlich, oder was soll mir das sagen?
Adam
... eine einfache Möglichkeit, die Belastbarkeit abzuschätzen ist folgende:
Man gibt ein Rauschsignal drauf (idealerweise spektral so, wie sich "typische" Musik - was immer das auch ist ... - zusammensetzt).
Mit einem RMS-tauglichen Multimeter (... ich nehm dafür ein FLUKE 87) die Spannungen an den Bauteilen messen und im Verhältnis zur Eingangsspannung bewerten. Bei Kondensatoren (Folie) und Widerständen (P=U²/R) reicht eine Messung der Spannung - bei Spulen macht es - wenn man sicher sein will - durchaus Sinn, auch den Strom zu messen.
Es geht auch (... wer Spaß an komplexe Zahlen hat ...) mit Rechnen - ist aber etwas zeitaufwendiger. Ein Problem beim Rechnen ist, daß die Lautsprecherimpedanzen absolut besch... zum rechnen sind - geht also nur komfortabel mit speziellen Programmen (ich kenne aber keinen, der sowas macht ...).
Viele Grüsse sendet
Zitat von "Adam Selene"... Verlagt man aber, dass die Weiche jede einzelne Audio-Frequenz mit Nennlast beliebig lange aushält (am besten noch mit kaputtem, d.h. eigentlich ohne Speaker), dann kostet so eine Weiche ein Vermögen und ist richtig groß und schwer.
Adam
Hallo Adam,
sowas kommt ja - zum Glück - praktisch nicht vor. Außerdem: Bei Nennlast würden sich wohl auch die Hörner irgendwann "beschweren" ...
Da Hörner i.d.R. einen höheren Wirkungsgrad haben, läßt sich in den meisten LS-Systemen die Weiche so konstruieren, daß bei Hornausfällen die Weiche NICHT abbrennt (... dies mache ich - sicherheitshalber - grundsätzlich so bei meinen Weichen ...). Außerdem: Es könnte ja auch mal ein Kabelschuh an den LS-Klemmen des Horns abgehen ...
Viele Grüsse sendet
An die Sound-Klinik:
Bezieht sich das jetzt auf Hochton-Hörner oder auf Hörner allgemein?
Und was machst Du bei Direktstrahlern?
12" MT-LS z.B. sind ja ohne Weichen höherer Ordnung meist auch schlecht in den Griff zu kriegen. Und da geht tw. auch gut der Punk ab, wenn der LS hochomig wird.
Adam
Zitat von "Adam Selene"An die Sound-Klinik:
Bezieht sich das jetzt auf Hochton-Hörner oder auf Hörner allgemein?
Und was machst Du bei Direktstrahlern?
12" MT-LS z.B. sind ja ohne Weichen höherer Ordnung meist auch schlecht in den Griff zu kriegen. Und da geht tw. auch gut der Punk ab, wenn der LS hochomig wird.Adam
Das mit dem "abschußsicher machen" bezieht sich schon mehr auf LS mit kleinerer Belastbarkeit - also Mittel-/Hochtonhörner.
Bei HiFi-Kisten kann man sowas auch machen - aber da die ja nicht verliehen werden ...
Grundsätzlich muß bei der Dimensionierung einer Weiche jeder einzelne Lautsprecher (eingebaut !) gemessenwerden - und zwar Amplitude, Phase (auch wg. akustischen Zentrum !) und Impedanz.
Aus diesen Daten wird eine Weiche berechnet, die unter Einbeziehung der Lautsprechereigenschaften erst das gewünschte Filterverhalten ermöglicht.
Der Impedanzanstieg von Konus-Tiefmitteltönern läßt sich mit geeigneten Filtern aber leicht in den Griff bekommen.
Ggf. müssen dann nach der Simulation noch einige Korrekturen gemacht werden.
Viele Grüsse sendet
Zitat von "Sound-Klinik"... eine einfache Möglichkeit, die Belastbarkeit abzuschätzen ist folgende:
Es geht auch (... wer Spaß an komplexe Zahlen hat ...) mit Rechnen - ist aber etwas zeitaufwendiger. Ein Problem beim Rechnen ist, daß die Lautsprecherimpedanzen absolut besch... zum rechnen sind - geht also nur komfortabel mit speziellen Programmen (ich kenne aber keinen, der sowas macht ...).Viele Grüsse sendet
Hallo,
bei Akabak unter Power Density :
mit
Pink noise
White noise
RS 426A
IEC 268
wird die Belastbarkeit der Bauteile einer Weiche geprüft.
Gruß
wg
Zitat von "wg"Alles anzeigenHallo,
bei Akabak unter Power Density :
mit
Pink noise
White noise
RS 426A
IEC 268
wird die Belastbarkeit der Bauteile einer Weiche geprüft.
Gruß
wg
Hallo,
leider habe ich nicht verstanden, worauf Du hinaus willst - meinst Du, daß die auch mit einem Rauschsignal messen ?
Viele Grüsse sendet
Ne, mit einem Rauschsignal vorab SIMULIEREN!
Scheint, man kommt um Akabak nicht herum ....
mfg
JF
Zitat von "JF"Ne, mit einem Rauschsignal vorab SIMULIEREN!
Scheint, man kommt um Akabak nicht herum ....
mfg
JF
Von der Idee ja nicht schlecht - aber dann müßten ja auch die Impedanzkurven aller Lautsprecher in die Simulation rein, damit das Ergebnis paßt - oder simulieren die jeweils mit konstantem Z ?
Viele Grüsse sendet
Daran sollte es bei einem Speakersimulationsprogramm nicht scheitern ![]()
mfg
JF
Zitat von "Sound-Klinik"... - oder simulieren die jeweils mit konstantem Z ?
Natürlich nicht!
Die Impedanz muß genau wie der Schalldruck nach Betrag und Phase gemessen werden.
Diese 4 Werte pro Frequenzpunkt für jedes (eingebaute!) Chassis werden zu einem Vierpol verrechnet, als *.akr File (AKabakRadiator) gespeichert und sind sind in der weiteren Simulation das Chassismodell.
Adam
Nachtrag: Man könnte die Phase der Imp. aus dier Impedanz ableiten, da DIES tatsächlich ein minimalphasiges System ist (die ak. Seite ist das nicht, deshalb MUSS man dort die Phase messen). Das macht aber mehr Arbeit, als sie mit zu messen. Daher stellt es nicht die übliche Vorgehensweise dar.