Zitat von "Jens Droessler"Ich finde nach wie vor, dass solche Regelungen (auch die deutschen) Blödsinn sind. Ja, auf dem Papier siehts toll aus, die Realität ist ganz anders. Was hilft mir 95dB, wenn das Publikum im 2000 Mann-Festzelt schon lauter gröhlt? Wo sind da meine Möglichkeiten? Was hilft mir 95dB, wenn in dem 300 Mann-Club eine Hardcore-Band spielt, wo die Backline schon deutlich über 100dB am Bühnen drückt und die Band die Bitte, leiser zu spielen, mit "dann können wir nicht spielen, uns fehlt das Feeling" quittiert? Ich habe einen Club, da ist die PA tatsächlich auf 99dB begrenzt, und es gibt regelmäßig Schwierigkeiten mit Gastbands, wo sowohl Techniker als auch Band selbst auf mehr Pegel besteht. Hinweise auf bestehende Reglementierungen werden nur als Anfeindung verstanden. Was soll man tun, wenn selbst das Publikum nach mehr Lautstärke schreit? Sollte nicht jeder selbst in der Lage sein, entscheiden zu können, was er mit seinem Körper anstellt? Es gibt schließlich auch keine Regelung, wiviele Zigaretten man am Tag rauchen darf. Zudem, das sind vielleicht mal vier Stunden im Monat, wo man auf Veranstaltungen als Gast solche Pegel abbekommt. Was ist mit dem Dauerlärm in der Öffentlichkeit? Das Ganze hat für mich einen Charakter in Richtung "Wir müssen was machen, egal was, hauptsache wir haben was gemacht", ähnlich der Rechtschreibreform.
Ich finde aber, dass es generell Pflicht sein sollte, Gehörschutz kostenlos für alle Gäste bereitzuhalten.
Danke Jens, Danke! Genau dies sind meine auch meine Gedanken! die mittlerweile gesamteuropäische Regulierungswut sprengt alle Sinnhaftigkeiten.
Das ist Repression! Regulieren um des lieben Regulierens willen. Manchmal könnte ich ... könnte ich. Aber auch dies ist streng reguliert... :shock: