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Neue dB Normen in Belgien ( Flandern)

  • karel noon
  • 29. Februar 2012 um 13:38
  • karel noon
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    • 29. Februar 2012 um 13:38
    • #1

    Heute wurden die neuen Normen in Flandern offiziell bekannt gegeben.

    Ein link gibt es hier:

    http://www.lne.be/themas/hinder-…iekactiviteiten

    Gut finde ich die Verpflichtung gehörschutz bereit zu stellen, schwierig wird es für Bands die ihren Trommler nicht unter Kontrolle haben ;)

    Mal abgesehen von den Auswirkungen für Rider schreibende, stellt sich für mich auch die frage ob ich mit meinem günstigmessgerät vom T (Digital Sound 8922 ) entsprechende Messungen zuverlässig machen kann, die suche liefert nur fragen, keine Antworten.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • F.A.Bi.A.N.
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    • 29. Februar 2012 um 17:52
    • #2

    ..."dB-messungen" lassen sich wunderbar mit dem zollstock durchführen. eine küchenfeinwaage ist auch klasse. der königsweg führt jedoch nur über einen amtlich geeichten lackschichtendickemesser.
    helau!

  • fabio hermann
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    • 29. Februar 2012 um 20:02
    • #3

    Mein Mischpult zeigt 0db, damit sollte ich auf der sicheren Seite sein.

    Wobei so eine Regelung grundsätzlich zu begrüßen ist, Probleme tauchen dann aber leider fast immer bei der Umsetzung auf.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • karel noon
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    • 29. Februar 2012 um 21:53
    • #4

    Och Kinders.....
    ist doch eigentlich ein ernstes Thema, was die Umsetzung angeht steht die Flämische Regierung auf dem Standunkt das es einfacher wird für die Betreiber,
    zumindest in der argumentation, da es ja eine gesetzliche Vorgabe ist.

    mir geht es vor allem um Stufe 3 veranstaltungen:
    Categorie 3 maximaal geluidsniveau > 95dB(A) LAeq,15min en ≤ 100 dB(A) LAeq,60min

    um diese Messungen geht es mir, also LAeq über einen bestimten zeitraum, mit dem Oben genannten gerät, ist das möglich?

    het maximaal geluidsniveau is hoger dan in de andere categorieën en kleiner of gelijk aan 100 dB(A) LAeq,60min en wordt gemeten ter hoogte van de mengtafel of een andere representatieve meetplaats

    messung am Pult oder an einer "representativen stelle", was auch immer das ist...

    het geluidsniveau wordt gedurende de volledige activiteit (elektronisch versterkte muziek + achtergrondgeluid in de inrichting) gemeten en geregistreerd

    Pausenmusik zählt also auch, also schön leise machen... oder aus, spart geld für die GEMA

    het gebruik van een begrenzer (limiter) die zo afgesteld is dat de norm gerespecteerd wordt, is toegelaten;

    wäre ja auch traurig wenn technische geräte zur einhaltung der norm verboten wären, gerade für Clubs ja fast die einzige option

    duidelijke visuele indicatie van het geluidsniveau minstens zichtbaar voor de verantwoordelijke voor het geluidsniveau

    EIn laptop den ich als verantwortlicher sehen kann reicht also, es braucht keine großflächige anzeige zu sein.

    handhaven en meten: er mag getoetst worden aan 102 dB(A) LAeq15min;

    Kurzeitig darf es lauter sein, realistisch, aber auch nicht so richtig viel

    verplicht gratis ter beschikking stellen van oordopjes voor het publiek

    Ohropax müssen zur verfügung gestellt werden, das finde ich gut, kann aber auch schnell ins Geld gehen bei klammen verantaltern

    Kommen "große laute bands" mit der Vorgabe Klar? Also bei Open Air etc. sehe ich noch nicht die Probleme, aber was sagen die erfahrungen von euch in kleineren Konzertsälen? 100dB (A) in einer Stunde?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • fabio hermann
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    • 1. März 2012 um 00:10
    • #5
    Zitat von "Karel Noon"


    Kommen "große laute bands" mit der Vorgabe Klar? Also bei Open Air etc. sehe ich noch nicht die Probleme, aber was sagen die erfahrungen von euch in kleineren Konzertsälen? 100dB (A) in einer Stunde?

    Grundsätzlich ja, kommt drauf an wie gemischt wird. Auf dem letzten Forentreffen gab es dazu ein paar Interessante Wort, ich meine mich zu erinnern, dass es hier auch mit nen Thread dazu gab.

    Grundsätzlich gibt es vergleichbare Regelungen ja auch bei uns, dass die konsequente Umsetzung in 99% der Fälle nicht stattfindet, steht auf einem anderen Blatt.
    Ich hoffe ich trete damit jetzt niemand auf die Füße, natürlich gibt es auch Kollegen die richtig Messen und sich auch dran halten, aber es sind leider viel zu wenige und die trifft man auch eher auf größeren VAs, die ganze kleinen Läden machen weitgehend was sie wollen.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • Jens Droessler
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    • 1. März 2012 um 19:59
    • #6

    Ich finde nach wie vor, dass solche Regelungen (auch die deutschen) Blödsinn sind. Ja, auf dem Papier siehts toll aus, die Realität ist ganz anders. Was hilft mir 95dB, wenn das Publikum im 2000 Mann-Festzelt schon lauter gröhlt? Wo sind da meine Möglichkeiten? Was hilft mir 95dB, wenn in dem 300 Mann-Club eine Hardcore-Band spielt, wo die Backline schon deutlich über 100dB am Bühnen drückt und die Band die Bitte, leiser zu spielen, mit "dann können wir nicht spielen, uns fehlt das Feeling" quittiert? Ich habe einen Club, da ist die PA tatsächlich auf 99dB begrenzt, und es gibt regelmäßig Schwierigkeiten mit Gastbands, wo sowohl Techniker als auch Band selbst auf mehr Pegel besteht. Hinweise auf bestehende Reglementierungen werden nur als Anfeindung verstanden. Was soll man tun, wenn selbst das Publikum nach mehr Lautstärke schreit? Sollte nicht jeder selbst in der Lage sein, entscheiden zu können, was er mit seinem Körper anstellt? Es gibt schließlich auch keine Regelung, wiviele Zigaretten man am Tag rauchen darf. Zudem, das sind vielleicht mal vier Stunden im Monat, wo man auf Veranstaltungen als Gast solche Pegel abbekommt. Was ist mit dem Dauerlärm in der Öffentlichkeit? Das Ganze hat für mich einen Charakter in Richtung "Wir müssen was machen, egal was, hauptsache wir haben was gemacht", ähnlich der Rechtschreibreform.

    Ich finde aber, dass es generell Pflicht sein sollte, Gehörschutz kostenlos für alle Gäste bereitzuhalten.

  • tufkaklto
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    • 1. März 2012 um 20:17
    • #7
    Zitat von "Karel Noon"

    Och Kinders.....
    ist doch eigentlich ein ernstes Thema, was die Umsetzung angeht steht die Flämische Regierung auf dem Standunkt das es einfacher wird für die Betreiber,
    zumindest in der argumentation, da es ja eine gesetzliche Vorgabe ist.

    mir geht es vor allem um Stufe 3 veranstaltungen:
    Categorie 3 maximaal geluidsniveau > 95dB(A) LAeq,15min en ≤ 100 dB(A) LAeq,60min
    Geht schon, 95 ist halt ok für normalen Pop und so, Also die Ohren tun Dir nicht weh am Feierabend, was auch nett ist und die 100 gehen gut
    um diese Messungen geht es mir, also LAeq über einen bestimten zeitraum, mit dem Oben genannten gerät, ist das möglich?

    het maximaal geluidsniveau is hoger dan in de andere categorieën en kleiner of gelijk aan 100 dB(A) LAeq,60min en wordt gemeten ter hoogte van de mengtafel of een andere representatieve meetplaats

    messung am Pult oder an einer "representativen stelle", was auch immer das ist...

    het geluidsniveau wordt gedurende de volledige activiteit (elektronisch versterkte muziek + achtergrondgeluid in de inrichting) gemeten en geregistreerd

    Pausenmusik zählt also auch, also schön leise machen... oder aus, spart geld für die GEMA
    Pausenmusik hift nicht wenn leise, weil die Gewichtung leiser Passagen kaum berücksichtigt wird gegenüber den lauten Passagen. Das ist eines der vielen Irrtümer, das man sich hilft wenn man leise macht

    het gebruik van een begrenzer (limiter) die zo afgesteld is dat de norm gerespecteerd wordt, is toegelaten;

    wäre ja auch traurig wenn technische geräte zur einhaltung der norm verboten wären, gerade für Clubs ja fast die einzige option

    duidelijke visuele indicatie van het geluidsniveau minstens zichtbaar voor de verantwoordelijke voor het geluidsniveau

    EIn laptop den ich als verantwortlicher sehen kann reicht also, es braucht keine großflächige anzeige zu sein.

    handhaven en meten: er mag getoetst worden aan 102 dB(A) LAeq15min;

    Kurzeitig darf es lauter sein, realistisch, aber auch nicht so richtig viel

    verplicht gratis ter beschikking stellen van oordopjes voor het publiek

    Ohropax müssen zur verfügung gestellt werden, das finde ich gut, kann aber auch schnell ins Geld gehen bei klammen verantaltern

    Kommen "große laute bands" mit der Vorgabe Klar? Also bei Open Air etc. sehe ich noch nicht die Probleme, aber was sagen die erfahrungen von euch in kleineren Konzertsälen? 100dB (A) in einer Stunde?

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    100 dbA leq ist schon sehr OK, Mötörhead oder Ähnliches wird aber lauter, das ist auch klar
    Ich hoff, ich hab das richtig gelesen, kann ja kein Belgisch

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  • marcoboy
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    • 1. März 2012 um 20:49
    • #8

    Ich frage mich für wem das gültig ist? Für die Musiker oder nur für das was aus den Lautsprechern kommt. Ich hatte letzen Freitag Hardcore Matal. Das in einen kleinen Club. Das würde heißen solche Veranstaltungen wären verboten. Wer aber denkt zum Glück. Blasmusik kann genau so laut sein.

    Im ernst ich musste mich wieder Fragen warum schaffen es die Hersteller von Blech nicht das leiser zu bauen? Das legte mal wieder eine Grundnote und ich konnte nicht anderes als Gas geben in einen Gesunden Verhältnis dazu. Vielleicht helfen solche Gesetze dazu die Hersteller zu fordern und die Musiker das auch drauf machen müssen. Sonst Spielverbot.

  • deep-house
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    • 1. März 2012 um 21:11
    • #9
    Zitat von "Jens Droessler"

    Ich finde nach wie vor, dass solche Regelungen (auch die deutschen) Blödsinn sind. .....
    Ich finde aber, dass es generell Pflicht sein sollte, Gehörschutz kostenlos für alle Gäste bereitzuhalten.

    ich auch, ..auch den Gehörschutz als preiswerte Schaumstoffstöpsel bereitzuhalten fänd ich gut, diese Kosten sollten nicht zu hoch sein, wenn der Veranstalter Eintritt nimmt.
    Es gäbe bestimmt die Möglichkeit die Stöpsel verpackt über Getränkehändler in Kommission auch an kleine Veranstaltungen zu liefern

    Vieles ist schon über reguliert, und der Rest kommt dann noch nach und zwar EU weit.
    Das schafft auch sichere Arbeitsplätze in den Normungs- und anderen Ausschüssen und bei den Anwälten und Richtern.

    Ein Zeitgenosse formulierte das etwa so:
    Eine einfache Regelung kann nicht gerecht und eine gerechte nicht einfach sein. (Er bezog das aber auf die Steuererklärung auf dem Bierdeckel)

    Gruß UweS.

  • karel noon
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    • 1. März 2012 um 22:58
    • #10

    Klaus: richtig gelesen;)

    Jens: Schwachsinn ist relativ, auch beim Rauchen gibt es mittlerweile von so gut wie allen akzeptierte regeln, manchmal muß man Menschen vor sich selbst schützen, und das fäng bei den Bands an.

    Es ist ein Unterschied ob ein Club, oder eine komune eine solche Regelung aufstellt, oder ob es ein nationales Gesetz ist, wenn im ganzen Land das gleiche gilt, bleibt für die Band entweder nur noch CDs verkaufen und nicht mehr auftreten, oder sich an das Gesetz halten.

    Marco: das gilt für jegliche verstärkte Musik. Und wie oben schon gesagt, es wird ein Punkt erreicht wo auch Bands sich überlegen müssen ob sie spielen wollen, und unter welchen Bedingungen.

    Ich bin mal gespannt ob das ganze als Vorbild dienen kann, zumindest das es eine landesweite Regelung gibt finde ich Super.

    Bleibt für mich noch die frage nach günstigen Messmethoden.

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  • Jens Droessler
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    • 1. März 2012 um 23:33
    • #11

    Tjaha, ja, beim Rauchen gibt es Regeln. Die gelten aber für Räumlichkeiten. ansonsten kann jeder selbst entscheiden, wieviel er raucht. Darum gehts mir. Wenn zum Beispiel eine Band einen Song übers Rauchen macht, können die Künstler selbst im Club mit Rauchverbot auf der Bühne rauchen. Wenn DAS geht (obwohl dann jeder Raucher im Raum dann auch die Lunte rausholen wird), werden die Künstler genauso sagen können, dass die Lautstärke wichtiges Stilmittel der Musik ist und nicht darauf verzichtet werden kann. Muss ich also damit leben, dass die Backline 120dB drücken darf, die PA aber nicht? Das meine ich mit Schwachsinn. Ja, vielleicht muss sich eine laute Band überlegen, ob sie noch auftreten darf. Aber was ist mit den Fans? Was ist mit den kleinen Bands, die gar keine CDs im großen Stil verkaufen? Ich finde, da hängt einfach so viel dran, was die Regelung kurzsichtig und undurchdacht wirken lässt. Insgesammt sehe ich die Regelung auch als an der falschen Stelle eingesetzt an.

    Ich will ganz sicher nicht sagen, dass 99dB für alle Zwecke zu leise ist, nein, für einen Großteil reicht das locker aus und mir ist es bei so einigen Bands, wo ich Systemer oder Babysitter bin, definitiv zu laut, weil ein Braten gefahren wird, der nicht mal sein müsste, um Druck und Spaß zu haben. Aber dann kommt der Gehörschutz zum Einsatz und gut ist. Das rate ich auch jedem Besucher.

  • treibsand
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    • 2. März 2012 um 12:16
    • #12
    Zitat von "deep-house"

    ich auch, ..auch den Gehörschutz als preiswerte Schaumstoffstöpsel bereitzuhalten fänd ich gut, diese Kosten sollten nicht zu hoch sein, wenn der Veranstalter Eintritt nimmt.
    Es gäbe bestimmt die Möglichkeit die Stöpsel verpackt über Getränkehändler in Kommission auch an kleine Veranstaltungen zu liefern

    Die Kosten für einfache Stöpsel liegen bei ca. 20 ct pro Paar! Das wird sich wohl noch in Eintritts- & Getränkepreisen verstecken lassen.
    Nebenbei bemerkt: es steht in D bisher jedem Veranstalter frei, solchen Gehörschutz -gegen einen Unkostenbeitrag- bereitzuhalten. Ich habe das z.B. bei mehreren Projekten relativ erfolgreich angeregt und war überrascht, wie positiv das Publikum z.T. darauf reagiert.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • skyworker
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    • 2. März 2012 um 13:13
    • #13

    Huiuiui...

    Zitat

    um Druck und Spaß zu haben. Aber dann kommt der Gehörschutz zum Einsatz und gut ist.

    - darf ich dumm fragen? Warum macht mans dann nicht gleich beherzt etwas leiser und alle nehmen den Stöpsel raus? In der Summe kommt das doch aufs gleiche raus. Soll jetzt keiner kommen und sagen, er braucht den physikalischen Druck aus irgendwelchen Bassprügeln... Auch wenn das jetzt kein R&R ist - aber ich begreif das Jahr um Jahr schon bei verschiedenen, elektrischen Tanzveranstaltungen nicht mehr... Jedes Jahr noch eine Kelle mehr, jedes Jahr laufen ein paar mit Stöpseln rum. Der Rest merkt eh nix mehr...

    Zitat

    Die Kosten für einfache Stöpsel liegen bei ca. 20 ct pro Paar!

    - nein, deutlich drunter. Jeder, der angeblich ein Konzert veranstaltet, könnte es sich leisten, diese Dinger zu verschenken!

    Zitat

    Muss ich also damit leben, dass die Backline 120dB drücken darf, die PA aber nicht?

    - nein, du musst die Vorganbe verstehen. Es ist grad egal, aus welcher Pappe der Schall kommt - ob aus dem PA oder der Backline, zu laut ist zu laut.

    Zitat

    Tjaha, ja, beim Rauchen gibt es Regeln. Die gelten aber für Räumlichkeiten. ansonsten kann jeder selbst entscheiden, wieviel er raucht.

    - Kann ich (als Ex-Vielraucher) hi und da eben nicht. Wenn ich raus gehe und dahin will, wo ich früher auch war, ist das jetzt ein Raucherclub. Also rauche ich passiv mit - was mich ank... Aber ich kann den Rauchern ja nicht ihr Recht auf freies Ausleben ihrer Sucht verwehren... oder ähnlichen Blödsinn

    Genau das gleiche passiert sinngemäß beim Konzert: ich muss mir Gehörschutz in die Ohren packen, nur weil ein paar Egomanen meinen, ihre eigenen Grenzen noch ein bisschen weiter hochzuschieben? Nur weil der Gestern auch lauter war??? Oder weil irgendwas drücken muss - und das geht nur ab 385 Tonnenphon? Stuss!!!

    Dieser Thread wird mal wieder zum chicen Beispiel, dass ganz schnell jeder weint, wenn man ihm sein Schäufelchen wegnimmt... Und dem TS ist damit grad gar nicht geholfen...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Jens Droessler
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    • 2. März 2012 um 15:24
    • #14

    Doch, da werden viele kommen und sagen, dass ihnen das Gefühl fehlt (grad bei der elektrischen Musik). Einfach nur den Bass viel lauter drehen und den Rest "leise" lassen finde ich noch viel schlimmer als den Sound mit Gehörschutz. Zudem liegt es, wenn es wirklich übertrieben laut ist, nicht in meinen Händen: Ich bin dann Dienstleister. Wenn der Tontechniker der Band oder der DJ so laut dreht, ist das so. Da kann ich höchstens aus technischer Sicht eingreifen, falls was zerrt oder ähnlich. Wenn jetzt der Veranstalter käme und "Es ist zu laut" sagen würde, oder mir gar vorher den Auftrag erteilen würde, den Pegel im Zaum zu halten ist das wieder was ganz anderes.

    Ich verstehe die Vorgabe sehr gut. Aber um auf die Backline zu kommen: Die gehört zur künstlerischen Darbietung. Wenn die Künstler unter diesem Aspekt im Nichtraucherclub auf der Bühne rauchen dürfen, denkst du nicht, dass sie dann auch mit der "zu lauten" Backline durchkommen? Und ums nochmal anzusprechen: Was soll ich machen, wenn das besoffen gröhlende Publikum schon die 95dB drückt? PA auslassen? Den Publikumsfader runterziehen?^^

    Zitat von "skyworker"

    Aber ich kann den Rauchern ja nicht ihr Recht auf freies Ausleben ihrer Sucht verwehren...


    Aber den "Gerne-Lauthörern" ihr Recht darauf (und auf Selbstverstümmelung) schon? Ab davon stecken sich genug Leute ihre Lunten auch in Nichtraucherclubs an, trotz Rauchverbotsschildern, trotz öffentliches Gebäude etc. Ich hasse das. Stinkende Klamotten, teilweise Kopfschmerzen... aber das ist ein anderes Thema.

    Ich halte mich beim Konzert an den Veranstalter und an das Personal, bekomme oft gesagt, dass es "genau richtig" war, während ich über manch andere Techniker die Ohren vollgejammert bekomme, weil es "ständig zu laut" ist. Damit will ich mir nicht selbst auf die Schulter klopfen, sondern sagen, dass ich es selbst auch nicht übertrieben laut mag und meine Definition einer "guten Lautstärke" nicht absolut weltfremd ist. Mit Verstand und Selbstkritik sollte zumindest von Technikerseite aus eine solche Regelung überflüssig sein. Aber nunja, rechtliche Sicherheit und so...

    Zitat

    Dieser Thread wird mal wieder zum chicen Beispiel, dass ganz schnell jeder weint, wenn man ihm sein Schäufelchen wegnimmt...


    Ja, erwartest du denn, das jede Regelung, jedes Verbot, klaglos hingenommen wird?

    Zitat

    Und dem TS ist damit grad gar nicht geholfen...


    In diesem Thread gehts um

    Zitat

    Neue dB Normen in Belgien ( Flandern)

    . Wir diskutieren über diese dB-Normen. Hab ich was verpasst? :) Ist doch eine lockere Diskussion darüber. Ich glaube, hier interpretieren einige eine gewisse Verbissenheit hinein, die es gar nicht gibt.^^

  • karel noon
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    • 2. März 2012 um 16:25
    • #15

    Mir ist mit einigen Kommentaren sehr wohl geholfen, und zwar deswegen weil am Ende derjenige mehr Jobs haben wird, der es schafft die Normen zu respektieren, und trotzdem dem Publikum etwas zu bieten :D

    Dafür muß man sich eben damit beschäftigen wie man leise und Druck zusammen bringen kann, Bands überzeugen, womit einem eh geholfen ist wenn die backline leiser ist, und Trommler bzw. Die Hersteller werden auch Umdenken müssen, damit es Sets gibt die auch leiser den entsprechenden Klang bieten. Gitarristen haben ja mittlerweile auch häufiger mal ein master volume, und müssen nicht nur mit dem Gain arbeiten;)

    Ich habe das auch deswegen gepostet weil es bestimmt in absehbarer zeit wirklich EU normen zu dem Thema geben wird, und dann sollten wir vorbereitet sein oder? Mal abgesehen von denen die wie ich häufiger in Belgien sind.

    Nur die Frage nach dem Messgerät bleibt unbeantwortet, aber dafür hätte ich, wenn es dringend wäre eine eigenen Thread aufgemacht.

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  • Jens Droessler
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    • 2. März 2012 um 16:52
    • #16

    Das ist ja soweit richtig. Und so wird es auch weitgehend laufen. Gefallen oder für sinnvoll halten muss mans ja trotzdem nicht. Und es wird wiederum Kreise geben, wo man den Job eher kriegt, wenn mans trotzdem lauter macht. So habe ich einen Kollegen, der von einem Veranstalter nicht mehr gebucht wird, weil er sich geweigert hat, über die 99dB zu gehen. Das ist nicht aus den Fingern gesaugt!

  • tufkaklto
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    • 2. März 2012 um 22:47
    • #17

    Ich kenn das, und wen der Veranstalter es haben will, kann er es auch bekommen.

    Es ist seine Verantwortung.......

    Ich kenn sowas auch, da hat ein Kollege auf einem größerem deutschen Festival die Vorgaben vom Ordnungsamt eingehalten, und als der Veranstalter lauter wollte, hat er es nicht gemacht.
    Bis ihm der Veranstalter erklärt hat, das ER seine Gage zahlt und nicht das Ordnungsamt.
    Zu Recht wie ich meine.........
    Wer zahlt schafft an.
    Vertragsverhältnis besteht zwischen Ordnungsamt und Veranstalter und nicht zwischen Ordnungsamt und Techniker

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  • Jens Droessler
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    • 2. März 2012 um 23:20
    • #18

    So ist es. Wie schon gesagt, wir sind Dienstleister, und wer zahlt, bekommt den Dienst. Man kann dem Veranstalter höchstens mit Rat zur Seite stehen und ihn vorsichtig aufklären, alles andere ist seine Sache.

  • tufkaklto
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    • 3. März 2012 um 09:00
    • #19

    Allerdings wenn der Veranstalter will, das man es einhält, dann sollte man sich dazu auch Gedanken machen als Dienstleister

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  • treibsand
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    • 3. März 2012 um 10:43
    • #20

    Naja, ich finde dass das hier auch wiedermal ein Thema von "alles über einen Kamm scheren" ist.
    Natuerlich macht das bei einem groesseren Publikum Sinn - aber in kleinerem Rahmen, wo sich alle Beteiligten einig sind, dass das Murks ist, ist eine allgemeine Verordnung überflüssig, weil sie einfach nicht eingehalten wird.
    Ulis Vergleich mit dem Rauchen passt schon ganz gut; ich geh ja auch nicht in die Kneipe, um bei Lattemacciato und frischer Luft über den gestrigen Besuch im Louvre zu philosophieren.
    Und wenn man mir dann erklären will, dass ein Restaurant rauchfrei zu sein hat, dann leuchtet mir das trotzdem ein.
    So ein Gesetz lässt ja auch immernoch einen relativ großen Spielraum, mit dem man es umgehen kann, wenn für jeden beteiligten Klar ist, was das Umgehen an Auswirkungen mit sich bringt.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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