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Lautstärkenmessungen und Ihre Auswirkungen

  • tufkaklto
  • 8. April 2012 um 19:57
  • tufkaklto
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    • 8. April 2012 um 19:57
    • #1

    Also ich hab das gerade gelesen:

    Zitat von "orf.at"

    Musik an Schirmbars teilweise viel zu laut

    Nach Anrainerbeschwerden hat die Gewerbebehörde der BH Zell am See die Musik von Schirmbars und Discos gemessen. Bei 30 Kontrollen mussten die Beamten 20 Mal wegen überschrittener Grenzwerte eingreifen. Teilweise wurde sogar der Lärmpegel einer Motorsäge erreicht.

    Die Gewerbebehörde war diesen Winter in wichtigen Fremdenverkehrszentren aktiv: In Saalbach, Kaprun, Zell am See, Mittersill und Saalfelden. Apres Ski wird dort mit Musik gefeiert. Jede Bar, Schirmbar oder jedes Hotel muss sich an eine behördliche Lärmbeschränkung halten, die jedoch oftmals überschritten wurde. Statt genehmigter 65 Dezibel für Hintergrundmusik dröhnten die Laufsprecher mit bis zu 108 Dezibel. Das lässt sich mit tragbaren Messgeräten rasch überrpüfen, schildert der Leiter der Gewerbbebehörde der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, Bernhard Gratz.


    Original in ganzer Länge hier:
    http://salzburg.orf.at/news/stories/2528229/


    Klingt mal sehr reisserisch.

    Aber ich denke, man muß die Kirche auch im Dorf lassen.
    65 db für Hintergrundmusik in einer Schirmbar ist meines Erachtens wirklich zu wenig, da hat das Publikum deutlich mehr,
    Irgendwo muß man ja auch den Mittelweg finden.
    Und vor Allem, wie werden die 108 db gemessen??
    So wie ich das von unseren Behörden und deren mobilen Geräten kenne machen die immer Peak C

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  • wora
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    • 8. April 2012 um 23:55
    • #2

    nun ja, reisserisch muss es in der presse heutzutage wohl immer sein, sonst hört bei dem ganzen datenmüll ja keiner mehr zu...

    es wird aber auch nix davon gesagt, mit welchem messequipment gemessen wurde oder ob die geräte überhaupt kalibriert waren. genau diese art von aussage ist damit auch sehr leicht angreifbar.
    und genau deshalb gibt es normierte messmethoden! 8)

    allerdings kann ich mir schon vorstellen, das bei solchen apres-ski partys gerne mal übertrieben wird, wenn es um vernünftige lautstärkepegel geht. meine begründung dafür: hat das nicht fast immer was mit DJ´s zu tun? :lol: :lol: :lol:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • hermste
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    • 9. April 2012 um 07:59
    • #3

    Ich glaube gerne, dass im Apres-Ski-Bereich zu laut gefahren wird.

    Allerdings, wenn eine Gewerbebehörde zum Messen kommt, heißt das meist, dass sie fachlich keine Ahnung haben, sind ja keine Akustikexperten, sondern Gewerberechtsexperten.

    Ich habe das mal persönlich erlebt, dass dbA Slow (wenigstens das Messgerät war richtig eingestellt) direkt an der Box, also mit 0mm Abstand vom Lautsprechergitter die erlaubten 75dBA gemessen wurden. Dabei befand sich die Box hinter der Bar. Hmm...

    In dem Schirmbar-Fall müsste man mit einer Korrekturwertmessung arbeiten, um den Publikumspegel so gut es geht abzuziehen. - trotzdem, 65dBA ist eine unmögliche Vorgabe.

    Meistens sind diese Dezibelmesser halt gar nicht vom Fach und meine Erfahrung ist, dass, wenn man fachlich korrekt und bestimmt auftritt, die einem das glauben (sie müssen glauben, denn sie wissen es nicht).

  • tufkaklto
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    • 9. April 2012 um 09:11
    • #4

    Also ich habe bist jetzt ALLE Messungen, die ich selbst in Österreich miterlebt habe so gesehen, da die Messer ( Polizei oder Behörde ) das immer 1 M vor den Boxen gemacht hat.

    Mag sein, das die es auch anders machen, aber erlebt habe ich das nie.
    Die haben meist Conrad Geräte um 79.90 ( so hat mir das mal ein Polizist erklärt )
    Ich hab dann meinen NTI AL1 dagegengehalten und mitrgemessen und bekam andere Werte.
    Da meinte er nur neidig, so ein Gerät hätte er auch gerne, aber es gelten trotzdem seine Werte. :D
    Und wenn die direkt vor den Boxen messen, dann relativieren sich die Werte.

    Wobei es natürlich schon zu erwarten ist,das eine Schirmbar durchaus laut ist.

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  • wora
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    • 9. April 2012 um 10:40
    • #5

    na ja, wenn die musikwiedergabe tatsächlich als "hintergrundmusik" deklariert ist, dann finde ich 65dBA Leq nicht so falsch. aber dann muss auch so gemessen werden. eine lösungsmöglichkeit wäre vielleicht, die entsprechnde EN vorschrift ausgedruckt zur hand zu haben um dann fachlich argumentieren zu können.

    nächste idee: wenn die jungs 1m vor den boxen messen möchten, muss man die lautsprecher eben entsprechend hoch installieren;-)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Wulfson
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    • 9. April 2012 um 11:17
    • #6

    ähm...schirmbars sind zu niedrig, um lautsprecher hoch genug zu installieren. der abstand der "hörer" ist oft genug weniger als einen halben meter...und ja-es ist zu oft viieeel zu laut! ich habe in mehr als 95% meiner besuche dort gehörschutz drin und unterhalten mit dem nachbarn ist absolut nicht möglich. keine ahnung, was die damit bezwecken...

  • wora
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    • 9. April 2012 um 12:48
    • #7

    OK, ich muss zugeben, dass ich an sowas noch nie teilgenommen habe.
    und nach den letzten informationen sehe ich auch keine notwendigkeit mir sowas anzutun... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (9. April 2012 um 12:49)

  • Kracky
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    • 9. April 2012 um 12:48
    • #8
    Zitat von "Wulfson"

    ähm...schirmbars sind zu niedrig, um lautsprecher hoch genug zu installieren. der abstand der "hörer" ist oft genug weniger als einen halben meter...und ja-es ist zu oft viieeel zu laut! ich habe in mehr als 95% meiner besuche dort gehörschutz drin und unterhalten mit dem nachbarn ist absolut nicht möglich. keine ahnung, was die damit bezwecken...

    Saufen, net labern!!!

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • karel noon
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    • 9. April 2012 um 20:11
    • #9

    Da lobe ich mir doch die belgische Lösung, da ist wenigstens klar was geht und was nicht, und vor allem wie gemessen werden muß.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • verstärkerberserker
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    • 10. April 2012 um 14:22
    • #10

    Also bei der Kontrolle einer Schirmbar in Österreich war ich noch nicht dabei.
    Dafür habe ich schon einige Überprüfungen von Discos/Clubs in Österreich mitgemacht (in 3 verschiedenen Bundesländern).
    Diese Überprüfungen hat jeweils ein Ingenieur des Umweltamtes mit einem amtlichen, geeichten Meßgerät durchgeführt (Leq) und dokumentiert.
    Ausserdem muß ich sagen, dass in den Auflagen genau dokumentiert war, wie, was unter welchen Bedingungen zu messen ist.

    Bei einem Grenzwert von 65dB (was auch immer) brauche ich auch kein besonderse Messgerät, um festzustellen, dass irgend etwas nicht stimmt, wenn ich über 100dB messe.

    Zu den Werten:
    Welche Höchstwerte zulässig sind, das wird ja irgendwo festgelegt und über die Werte läßt sich natürlich immer Streiten.
    Zu den Limitierungen in den Discos kann ich sagen, dass es sich bei den Vorschriften in Österreich meines Wissens nach im Gegensatz zu Deutschland um GESETZE handelt, was natürlich völlig andere Auswirkungen hat.

    ...Holz ist braun!

  • tufkaklto
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    • 10. April 2012 um 18:12
    • #11

    OK, das ist ein Unterschied, wenn im Rahmen einer behördlichen angemeldeten Komissionierung eine Messung zur Durchführung einer Plombierung stattfindet.
    Da kommen meist wirklich Leute, die eine Ahnung vom Job haben.

    Diese Dinge entstehen auf Grund eines Bescheides der Behörde und haben im Normalfall die Gesetze als Grundlage.

    Aber die von mir erwähnten Kontrollen werden im Normalfall entweder von Polizei oder von normalen Beamten durchgeführt

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  • oton
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    • 10. April 2012 um 23:33
    • #12

    also, ich habe jetzt schon so einige Skiopenings hinter mir .... und ich glaube die 108 dB an Skibars sofort. Sehr viele Skifahren haben ab ca. 2 Promille anscheinend ein sehr starkes Bedürfnis, mit möglichst viel Dezibel ihre Getränke zu genießen und modernen Gassenhauern zu lauschen ... das kann gar nicht laut & zerrend genug sein. Aber wem es gefällt .. ich hatte auf der letzten Hüttenparty Skiopening St.Anton ja immerhin das Glück, das sich der FOH HINTER der vollaufgerissenen C7 befand ... so musste ich das Elend nur sehen & meine Plomben gut festhalten ... :D:D:D

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • Jens Droessler
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    • 14. April 2012 um 01:55
    • #13

    Ich habe den Verdacht, dass man dort nicht recht weiß, was man eigentlich erreichen wollte. Gut vorstellen könnt ich mir, dass die 65dB eher als Anwohner-Lärmschutz gelten und deswegen eher beim nächsten Wohnhaus einzuhalten sind. 65dB für eine Bar jedweder Art direkt beim Publikum würde ich als üblen Witz erachten. Wen soll das innerhalb der Bar schützen bzw. wovor? Ja, deutlich über 100dB sind für diesen Zweck auch etwas übertrieben, aber 80-90dB dürfens doch wohl sein, oder?

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