der abstand bis zur clipgrenze nennt sich headroom. gerade unter livebedingungen ist es sehr wichtig, ein bisschen abstand zur verzerrungsgrenze einzuhalten.
natürlich könnte unter optimalen bedingungen auch weniger headroom benutzt werden, aber in anbetracht des grossen dynamikumfangs bei 24Bit ist das doch wirklich vernachlässigbar. ich denke das man die ca20dB hier unter dem gesichtspunkt "safety first" annehmen kann.
der unterschied zu fertig produzierten mp3s, die bereits bis zur clipgrenze ausgesteuert sind, ist daher ganz einfach erklärbar. es ist halt ein rough-livemitschnitt, den man nachbearbeiten kann/muss.
wenn du unbedingt mehr pegel möchtest, könntest du ja auch die summe auf eine matrix legen, diese dann voll aufdrehen und in der matrix noch den kompressor aktivieren und die gainkompensation aufdrehen, und das ergebnis dann postfade aufnehmen (kann man den recorder in der GLD so routen?)
nachteil: wenn der pegel dann aus versehen mal über die grenze geht, kann das fatale klangliche auswirkungen haben!
aber wem erzähle ich das eigentlich....? ich dachte das wäre unter tontechnikern bekannt?