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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Frequenzverlauf am Boden

  • jan zipper
  • 8. August 2012 um 18:57
  • jan zipper
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    340
    • 8. August 2012 um 18:57
    • #1

    Ich bin mir nicht sicher ob es vielleicht eher zu Messtechnik gehört.
    Aber dem Ziel entsprechend probiere ich es mal hier.

    Da es offensichtlicht keine Frequenz X gibt, an der eine Schallquelle anfängt mit einer anliegenden Wand der Art zu koppeln,
    dass es eine konstante Anhebung hervorruft,
    suche ich eine Art Grafik/Messung die den Verlauf von Pegel und Frequenz darstellt.

    Ich vermute, dass es sich für alle Schallquellen (abgesehen von deren Größe in Bezug auf das Abstrahlverhalten) gleich verhält.
    Von daher glaube ich, dass ich auf der Suche nach einer Differenz von Frei- und Halbraummessung bin.

    Im Lautsprecherbau Buch von Vance Dickason gibt es auf Seite 327 Grafiken zum Verhalten in "kleinen" geschlossenen Volumen (dort Autos).
    Ähnlich stelle ich mir auch die Grafik für die Pegelanhebung bei Kopplung an Boden/Wand vor. Abgesehen von dem unteren Pegelabfall.


    Ich hoffe Ihr versteht meine abstrakte Fragestellung und habt etwas passendes parat.

    Liebe Grüße,
    Jan

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    5.286
    • 8. August 2012 um 19:06
    • #2
    Zitat von "jan zipper"

    Ich hoffe Ihr versteht meine abstrakte Fragestellung


    Leider nein.

  • jan zipper
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    340
    • 8. August 2012 um 19:29
    • #3

    Wenn ich beispielsweise einen Bass in eine Ecke stelle, wird er bei den tiefen Frequenzen lauter.
    Alles was nach oben zu stark bündelt hat nichts mehr von der Reflektion.

    Daher suche ich eine veranschaulichung wie dieser Übergang stattfindet.
    Ziel ist die Dimensionierung eines Bassreflexports der Art sinnvoll zu gestalten, dass sich am Ende ein möglichst linearer Frequenzverlauf ohne Überhöhung ergibt.

  • Fisch
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    2
    • 8. August 2012 um 21:53
    • #4

    Es gibt eine Frequenz X die mit der Wand koppelt. Wird aber, soviel ich weiss, nur im militärischen Bereich eingesetzt.

    Zu deiner Frage hier ein Link der die Komplexizität erahnen lässt:
    http://de.wikibooks.org/wiki/Formelsam…trahlungsgesetz

    Viel Spass

    Staatl. gepr. Legotechniker

  • Sebastian K
    Beiträge
    820
    • 8. August 2012 um 23:02
    • #5

    Spontan würde ich sagen dass sich das Ganze ähnlich wie bei einer Zahnlückenaufstellung verhält.
    Allgemein gilt für die Kopplung, dass der Schallquellenabstand maximal Lambda/2 betragen darf.
    Da es sich beim Boden jedoch um eine Spiegelquelle handelt (Schall muss zum Boden und wieder zurück) sollte der Abstand meiner Meinung nach maximal Lambda/4 betragen.

    Wenn du nun deine Schallquelle als Punktschallquelle approximierst kannst du über die Gehäusemaße den Abstand der Quelle zum Boden bestimmen. Nun kannst du die Wellenlänge und somit die Frequenz berechnen bis zu der die Kopplung funktioniert.


    Falls ich auf die Schnelle etwas übersehen habe bitte ich um Verbesserung

    Gruß Sebastian

    Edit: das Funktioniert natürlich nur im Bereich in der deine Schallquelle noch als Punktschallquelle betrachtet werden kann.
    Diese Grenzfrequenz kannst du dir aber über die Abmessungen der Schallwand berechnen.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 9. August 2012 um 18:13
    • #6

    Manche Hersteller messen die Mufus als Top und als Monitor.
    Wenn ich die Kurven noch richtig im Kopf hab, geht es bis etwa 100Hz mit +6dB und ab 100Hz fällt bis 300-500Hz zu 0dB.

    Nur ein Beispiel (Seite 2, F-Gang in Voll und Halbraum):
    http://www.electro-voice.com/downloadfile.php?i=970181

  • jan zipper
    Beiträge
    340
    • 9. August 2012 um 18:41
    • #7

    Ich glaube der Plancksche Strahlungssatz bezieht sich eher auf höherfrequente Wellen als des uns hörbaren Schalls.
    Jedenfalls sehe ich anhand des Artikels keine Möglichkeit, einen Verlauf daraus abzuleiten.

    Wenn ich davon ausgehe, dass die Kopplung an der Wand bei Lambda/4 auftritt wäre eine Beispielrechnung folgende.
    Ein 8"er mit ca 200mm Durchmesser und nochmal ca 50mm Abstand zwischen Korb und Wand ergibt
    ein Abstand von ca 0,15m zwischen Wand und Zentrum der Schallquelle.
    Damit sollte sich ja eine obere Frequenz von ca 570Hz ergeben, bei der es zu koppeln beginnt.
    Abgesehen von der Bündelung der Schallquelle. Wenn ich mir den Directivity Plot HKs CT108 ansehe, scheint die Bündelung in dem Bereich auch noch kaum eine Rolle zu spielen, währen die CT115 dort bereits zu schnüren beginnt. Leider ist die Messung nur bis 90°. Etwas weiter wäre vielleicht noch interessanter.

    Ab 300Hz beim Monitor ist auf jeden Fall schonmal ne Ansage.

    Edit:
    Danke Jonny das ist ein super Beispiel andem ich mir den Verlauf vorstellen kann.

    Edit2:
    Wenn ich aus der Grafik herauslese, das es bei ca 800Hz zu koppeln beginnt, komme ich auf eine Wellenlänge die bei Lambda/2 ziemlich dem Abstand Mittelpunkt Schallquelle / Boden entspricht.

    Liebe Grüße,
    Jan

  • Volker Holtmeyer
    Profi
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    13
    • 13. August 2012 um 10:53
    • #8

    Wo befindet sich denn das Messmikrofon?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • jan zipper
    Beiträge
    340
    • 13. August 2012 um 16:21
    • #9

    ich vermute Du spielst auf Boden/Stativ an.
    Glaubst Du, dass sich dadurch ein großer Unterschied ergibt?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 13. August 2012 um 22:05
    • #10
    Zitat von "jan zipper"

    Ich glaube der Plancksche Strahlungssatz bezieht sich eher auf höherfrequente Wellen als des uns hörbaren Schalls.Wenn ich aus der Grafik herauslese, das es bei ca 800Hz zu koppeln beginnt, komme ich auf eine Wellenlänge die bei Lambda/2 ziemlich dem Abstand Mittelpunkt Schallquelle / Boden entspricht.


    Bei Onkel Planck geht es um eine thermische (Hohlraum-) Strahlung, mit Temperaturgleichgewicht und Co. KG, die eher wenig mit einem Schallfeld in der Nähe von Begrenzungsflächen (Stichwort: Interferenz) zu tun hat. Natürlich kann man mit viel Phantasie immer irgendwelche Parallelen finden - aber: Stephan Boltzmann und Onkel Planck sind hier eher nicht nötig. :wink:

  • mattias bost
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    • 20. August 2012 um 12:42
    • #11
    Zitat

    Von daher glaube ich, dass ich auf der Suche nach einer Differenz von Frei- und Halbraummessung bin.


    Ich glaube so halbwegs zu verstehen, worauf du raus willst, hoffe ich.

    Eine echte Halbraummessung sieht so auf, daß der Lautsprecher, mit der Vorderseite bündig im Boden eingelassen, gemessen wird, Mikro über dem LS hängend. Nun ist das aber wenig praktikabel.

    Was du gerne wissen möchtest, wie kommt man an die Info, bei welcher Frequenz wieviele dB dazu kommen oder abzuziehen sind, bei üblicher Aufstellung auf dem Boden. Relevant ist hier nur der Tieftonbereich.

    Ist der Abstand das Chassis zum Boden, welcher eine Spiegelquelle darstellt, <(<) lamdba/4, so ändert dies in diesem Bereich den Strahlungswiderstand des Chassis, der "Gewinn" liegt bei 6dB. (Achtung bereits bei lambda/4 gibts die erste recht kräfige Auslöschung, nicht lambda/2)

    Ist der Abstand im Bereich lambda/4 und größer, so ergeben sich destruktive und additvie Interferenzen, das gibt ein mehr oder weniger schönes Berg und Tal im F-Gang bis zu der Frequenz, an der die Lautsprecher bündelnd abstrahlen.

    Stellt man das Teil nun noch vor eine Wand (wie oft der Fall), gibts auch dort nen Einfluß auf den Strahlungswiderstand (wenn der Abstand Chassis/Wand bezogen auf die Wellenlänge sehr klein ist), dann die üblichen Interferrenzen usw.

    Im Wesentlichen ist das schlicht nicht mal eben berechenbar, um ernste Aussagen zu bekommen bräuchtest zu den Lautsprechern die Balloon Daten und dann in ne weitergehende Simu.

    Wenn du leidlich fehlerfrei messen willst, am besten geht das noch mit "Ankippen" des Lautsprechers und Mikrofon auf dem Boden, Boxenmittenachse zielt auf das Mikro. Dann bildet sich bis zum Mikro jedenfalls keine "Wegeinterferenz", die Auswirkungen im Strahlungswiderstand bleiben natürlich. Inwieweit das vergleichbar zu "Freifeldmessungen" ist...

    Grüße
    Mattias

  • sabbelbacke
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    • 11. September 2012 um 20:26
    • #12
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;

    ...aber: Stephan Boltzmann und Onkel Planck sind hier eher nicht nötig. :wink:


    Wieso, wir haben doch jede Menge "Schwarzstrahler" in unserem Business ? :)

    @Threadstarter:

    Wahrscheinlich wirst Du in Joes Buch am fündigsten im Kapitel "Ground Plane Measurement".

    http://www.amazon.de/Lautsprecher-M…e/dp/3895760900

    hornresp

  • sabbelbacke
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    • 14. September 2012 um 17:49
    • #13

    Hab den Ausgangsthread noch mal kurz durchgelesen..

    Ich schmeiss mal noch "Bündelungsmass" und "Baffle Step" mit ins Boot als Suchbegriffe (auch im Buch gut erläutert). Die beiden wichtigen Kenngrößen dabei sind "Wellenlänge" und "Abmessung der anliegenden Flächen (LS-Front, schallharter Boden, Raumecke, usw..).

    hornresp

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