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frequenzumformer in va-stätten

  • dechnikusch
  • 24. Oktober 2012 um 00:40
  • dechnikusch
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    • 24. Oktober 2012 um 00:40
    • #1

    schönen guten abend
    hat jemand aus der werten technikergilde nähere praktische erfahrungen mit dem einsatz von frequenzumformern ( fu ) in kleinen bis mittleren va-stätten.

    angedacht ist der umbau einer va-stätten-lüftungsanlage von 2-stufen-betrieb auf stufenlose regelung mittels frequenzumformer ( zuluft und abluft ) mit remote vom technikplatz.
    getrennte anspeisungen und geschirmte lastkabel sind natürlich pflicht…

    meine bedenken :
    - das 400 hz singen der lüftungsmotoren stört akustisch bei zb. lesungen oder kabarett ect.
    - die störimpulse der ( vollentstörten ) fu´s versauen trotzdem den tonstrom

    die anlagen für ton / licht und lüftung sind zwangsläufig sehr nahe verbaut
    könnte das was werden ?

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • andi.bt
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    • 24. Oktober 2012 um 09:53
    • #2

    kommt darauf an was für einen FU du verwenden willst ;)
    Siemens G120P ist speziell für Lüfter und Motoren. Die Schaltfrequenz kannst du bei dem soweit hoch drehen das du das Pfeifen nicht mehr hörst. Am besten dann noch ne Ausgangsdrossel hin und alles ist gut =)

    Was den Netzfilter angeht kann ich dir leider nix sagen - ich hab mit dem G120 zwar ziemlich lang in der Berufssschule gearbeitet aber leider nie ne PA im Rucksack gehabt.. Ich kann dir aber sagen ein normales Radio lässt sich davon nicht beeinflussen!

  • niggles
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    • 24. Oktober 2012 um 12:39
    • #3
    Zitat von "dechnikusch"


    - das 400 hz singen der lüftungsmotoren stört akustisch bei zb. lesungen oder kabarett ect.
    - die störimpulse der ( vollentstörten ) fu´s versauen trotzdem den tonstrom


    Bei einer Lüftungsanlage ist die oberste Betriebsfrequenz Netzfrequenz (Dauerbetrieb), daher ist das von manchen Zugwinden bekannte niederfrequente "Singen" des Motors erst mal kein Thema. Wichtig ist dass der Chopper (PWM) des FU möglichst hochfrequent arbeitet, da gibt es inzwischen durchaus Geräte im Bereich weit oberhalb 20 kHz. Störimpulse im Tonstrom deuten in erster Linie auf mangelhafte Abschirmung, Brummschleifen und/oder Erdungsprobleme (Potentialverschleppung) hin. Da haben viele ältere Festinstallationen leider böse Leichen im Keller...
    Klassische Stern/Dreieck-Motoren brauchen im FU-Betrieb ausserdem einen zusätzlichen Kühlungslüfter für niedrige Drehzahlen falls nicht die Kühlung von vornherein völlig überdimensioniert ist (z.B. Motor im Lüftungsstrom).

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • TomyN
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    • 24. Oktober 2012 um 19:11
    • #4

    Hi,

    dazu mal ne Frage: Wo sollte da die Abschirmung aufgelegt werden?

    - Einseitig beim FU
    - Beidseitig (FU + Motor)
    - Direkt einseitig auf (lokalen) PA?
    - Direkt auf eigenen Erder?
    - ....

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • andi.bt
    Beiträge
    709
    • 25. Oktober 2012 um 02:43
    • #5

    Das ist ne Frage wo dein Motor geerdet ist:

    - Wenn die Maschine / Motor über den Schaltschrank geerdet wird, (Erdungskabel verläuft parallel zum Anschlusskabel) wird ZWEISEITIG aufgelegt

    - Wenn Schaltschrank und Maschine / Motor getrennt geerdet wird, wird EINSEITIG aufgelegt (immer am FU!)

    Grund: Wenn Maschine und Schaltschrank getrennt an der Hauserde angeschlossen sind würde ich durch das zweiseitige Auflegen eine PE-Schleife erzeugen die wie eine Antenne wirkt und die Störsignale verstärkt.

    Ich rede hier mal absichtlich von Maschinenteilen - denn wenn nur ein Teil extra geerdet ist kann es schon zu Problemen kommen. Mag bei einem kleinem Motor mit ein paar Watt vielleicht nicht so sein. Nur wenn es dann mal in die Größenordnung 100 kW und mehr geht dann ist das kein Spaß mehr. Ein Kollege hat mal sein Handy dadurch zerstört das er es als Taschenlampe im Lastteil eines 450 kW FUs bei der Inbetriebnahme benutzt hat.. :shock:

    Hab gerade extra nochmal für dich meinen Berufsschulorder raus gezerrt ;)

  • Urs
    Beiträge
    184
    • 25. Oktober 2012 um 11:39
    • #6

    So, sehr interessantes Thema weil es auch nicht ganz trivial ist!

    Wir wollen in unserem Fall ja Störungen verhindern, besser gesagt soweit abmildern das sie nicht zu hören sind.

    Dies kann durch mehrere Maßnahmen erreicht werden, falls die Anlage EXTREM schlecht ist auf der Tonseite was Aufbau der Erdungen, Schirmungen, etc. angeht müssen dazu die einzelnen Maßnahmen auch kombiniert werden. Falls man dort große Angst hat kann man für die Projektierung auch bei einschlägigen Firmen, Herstellern von Antriebstechnik, nachfragen die sagen dann womit man das aus deren Teilen zusammenbauen kann so dass keine Störungen zu erwarten sind. z. B. Fa. KEB, Fa. Lenze, etc. Diese haben das nötige Wissen das korrekt umzusetzen, dieses fehlt leider immer wieder bei Firmen die so etwas sonst machen (z.B. Lüftungsbauer, Elektriker), dieses ist ihnen aber nicht zu verübeln da der Sachverhalt nicht immer so einfach ist wie er aussieht und die EMV Betrachtung nicht ihr normales Aufgabengebiet ist.

    Fangen wir bei der Erdung der Motorleitung an:

    Zitat

    Das ist ne Frage wo dein Motor geerdet ist:

    - Wenn die Maschine / Motor über den Schaltschrank geerdet wird, (Erdungskabel verläuft parallel zum Anschlusskabel) wird ZWEISEITIG aufgelegt

    - Wenn Schaltschrank und Maschine / Motor getrennt geerdet wird, wird EINSEITIG aufgelegt (immer am FU!)

    Grund: Wenn Maschine und Schaltschrank getrennt an der Hauserde angeschlossen sind würde ich durch das zweiseitige Auflegen eine PE-Schleife erzeugen die wie eine Antenne wirkt und die Störsignale verstärkt.

    Hier ist ein Umdenken erforderlich:

    Der Motor sollte grundsätzlich über den Schaltschrank geerdet werden und das Kabel ZWEISEITIG aufgelegt werden. Diese müssen auf beiden Seiten flächig aufgelegt werden, ein Verdrillen der Schirmung (Pigtails) MUSS GRUNDSÄTZLICH UNTERLASSEN WERDEN! Dieses Problem hat man so auch nicht mehr wenn man auf dezentrale Umrichter, möglichst Motorintegriert setzt. (kurze, bzw. keine Motorleitung).

    Doch warum das ganze: Störströme auf dem Schirm entstehen durch kapazitive Kopplung, diese Kopplung besteht auch im Motor (Wicklungen <--> Schirm). Diese werden über die Y-Kondensatoren in den Zwischenkreis des Umrichters zurückgekoppelt und addieren sich dort zu null. Fließen diese Ströme allerdings durch die ganze Installation sind sie auch auf der gesamten Erde als Störspannung zu sehen.

    Lösung 2:

    Ich setzte direkt an den FU, noch im Schaltschrank einen sogenannten Sinusfilter. Dann habe ich auf der Motorleitung nur noch verminderte Störspannung und damit Kopplung. Diese Lösung ist allerdings meistens teurer.

    Zitat

    meine bedenken :
    - das 400 hz singen der lüftungsmotoren stört akustisch bei zb. lesungen oder kabarett ect. Ist damit der aktuelle Zustand gemeint? Oder die Bedenken des FU-Betriebs? Bitte weitere Info
    - die störimpulse der ( vollentstörten ) fu´s versauen trotzdem den tonstrom <-- nein, muss es bei korrekter Ausführung definitiv nicht

    Ing. M.Sc. Urs Obernolte

  • JMS
    Verifiziert
    Beiträge
    94
    • 25. Oktober 2012 um 17:31
    • #7

    wie schon weiter oben geschrieben, FU nahe am Motor und hohe Schaltfrequenz (>16khz) wählen (muss dann aber ein größer dimensionierter FU gewählt werden, da die Leistung mit erhöhter Frequenz sinkt).
    Damit dürfte dann das singen des Motors ausbleiben.
    Normalerweise arbeitet ein FU ja mit 2-4khz - was dann deutlich hörbar ist(zugunsten der Ausgangsleistung)

    Grüße

    Joachim Mandl
    http://www.jm-sound.at

  • Urs
    Beiträge
    184
    • 25. Oktober 2012 um 18:16
    • #8

    Falls eine weitergehende Beratung notwendig ist, einfach meinen Namen googlen und anfragen...

    Ing. M.Sc. Urs Obernolte

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