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Weiterbildungsthreat: Farbmischsysteme in MH's

  • 4Art
  • 23. November 2012 um 09:42
  • 4Art
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    • 23. November 2012 um 09:42
    • #1

    Liebe Gemeinde

    Ich bin ja ein Lichtdödel. Aber: Ich möchte mich gerne wieder einmal etwas weiterbilden, da bei uns zusätzliche Investitionen im Bereich Licht angedacht sind. Und zwar:

    Für mich stellt sich die Frage, wie die unterschiedlichen Farbmischsysteme funktionieren.

    RGB bei einem Spot One ist mir eigentlich klar: 3 x LED - Rot/Grün/Blau und daraus werden additiv die Farben gemischt.

    Farbräder sind mir auch klar - inkl. CTO/UV und CTB-Filter

    :?: Was mir nicht klar ist: Wie funktionieren CMY-Farbmischsysteme? Und:

    :?: Weshalb gibt's (ausser den obgenannten Spezialfiltern) zusätzlich zum CMY-Farbmischsystem noch Farben innerhalb eines Farbrades?

    :?: Gibt's bei CMY-Systemen Nachteile? Bei den vielgelobten JB-Lighting P2 - P7 gibt's ja kein CMY - dafür max. 32 Farben.

    :?: Sehe ich das korrekt: Wenn ich ein sauber abgestimmtes Farbkonzept erreichen will und für die Wash-Geschichten beispielsweise A7 einsetze (welche ja letztlich alle Farben mehr oder weniger produzieren können, dann benötige ich ein CMY-System?

    :?: Gibt es bei den CMY-Farbmischsystemen grundsätzliche Qualitätsunterschiede?

    Danke für Eure Tips und Antworten!

    4Art

  • Kracky
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    • 23. November 2012 um 15:47
    • #2

    C= Cyan, M= Mangenta, Y= Yellow, ist die Gegenform zum RGB, nämlich die subtraktive Farbmischung. Während rot, grün und blau addiert eben Cyan, Mangenta und Yellow ergeben, so ergeben Cyan, Mangenta und Yellow in der Umkehrung wieder Rot, grün und blau. CMY ist übrigens das üblicher Farbmischsystem von Druckern.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • 4Art
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    • 23. November 2012 um 16:10
    • #3

    Genau. Das ist mir bekannt - meine Frage ist nun, wie das technisch in bewegtem Licht umgesetzt wird (bzw. die anderen Fragen, die ich oben gelistet habe).

    Gruss 4Art

  • julian-k
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    • 23. November 2012 um 17:34
    • #4

    Bevor wir hier nu wieder alle viel schreiben empfehle ich die Lektüre dieser Seite eines geschätzten Kollegen.
    http://www.hbernstaedt.de/knowhow/licht/…hen/aditiva.htm

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • tufkaleho
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    • 23. November 2012 um 17:48
    • #5
    Zitat von "4Art"

    :?: Was mir nicht klar ist: Wie funktionieren CMY-Farbmischsysteme?


    Wie schon beschrieben es fahren Glasscheiben in den Lichtkegel.
    Da gibts dann zum einen rotierende Gläser, auf welchen in einem Muster je nach Drehwinkel eine mehr oder weniger hohe Farbmischung erfolgt.
    Elation - http://parts.elationlighting.com/ProductImages/25-008-0293.jpg

    Zum anderen Scheiben welche linear in den Strahlengang geschoben werden.
    Mac 700 - http://www.pslx.co.uk/images/mac700b.jpg

    Zitat von "4Art"

    :?: Weshalb gibt's (ausser den obgenannten Spezialfiltern) zusätzlich zum CMY-Farbmischsystem noch Farben innerhalb eines Farbrades?


    Weil bestimmte Farben nicht optimal mit CMY dargestellt werden können, dies betrifft Farben wie Grün/Rot/Blau oder "schwache" Farben und CTO Filter, welche zusätzlich ans Leuchtmittel angepasst werden um die Farbe kräftig darzustellen.
    Das wäre rein mit CMY nicht möglich, da du nur bestimmte Bereiche des Farbspektrums "bearbeitest".

    Zitat von "4Art"

    :?: Gibt's bei CMY-Systemen Nachteile? Bei den vielgelobten JB-Lighting P2 - P7 gibt's ja kein CMY - dafür max. 32 Farben.


    Einziger Nachteil ist in meinen Augen dass du automatisch ein Pult brauchst was mit Farbmischsystemen vernünftig umgehen kann.
    Dazu kommt dass du schöne Farbeffekte welche du mit CMY verwenden kannst, wo hingegen bei den Farbrädern du nur zwischen den Farben springen lässt.
    Zum Beispiel: Farbeffekt über 10 Lampen, alle Blau und dann abwechselend in weiss wechseln (ohne dabei irgendwelche andere Farben zu zeigen).

    Zitat von "4Art"

    :?: Sehe ich das korrekt: Wenn ich ein sauber abgestimmtes Farbkonzept erreichen will und für die Wash-Geschichten beispielsweise A7 einsetze (welche ja letztlich alle Farben mehr oder weniger produzieren können, dann benötige ich ein CMY-System?


    Entweder CMY, oder du musst deine CMY (beim A7 RGB) Farbpaletten im Pult auf die vorhandenen Farben der anderen Nicht-CMY-Lampen einstellen und beschränken.
    Wenn dir die vorgegebenen Farben zusagen und ausreichen, passt du einfach die CMY/RGB Scheinwerfer auf die Farben an und verwendest halt nur 32 Farben. Aber die sind dann alle gleich.

    Zitat von "4Art"

    :?: Gibt es bei den CMY-Farbmischsystemen grundsätzliche Qualitätsunterschiede?


    Der Helligkeitsverlauf der Farben kann unterschiedlich sein, lässt sich aber im Pult anpassen wenn man Perfektion braucht. Ich habs noch nicht gebraucht. Presets angepasst und fertig.

    Zu den Mischsystemen selbst, wenn man mal extrem vergleicht die o.g. Scheibe des Mac700 (mit Linienmuster) gegen eine Farbfilterscheibe eines CityColors (ohne Muster), ist dann aber auch Movinglight gegen Architekturleuchte.

  • 4Art
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    • 23. November 2012 um 18:28
    • #6

    Herzlichen Dank! Der Tipp von Julian und die dazu ergänzenden Ausführungen von "Leopold" haben mir sehr geholfen!

  • tufkaleho
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    • 23. November 2012 um 18:32
    • #7

    Leo ist auch ok ;)

  • skyper
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    • 25. November 2012 um 13:49
    • #8

    gibt auch noch andere substraktive Farbmischsysteme...

    - Fächerscheiben, die im Strahlengang gedreht werden, z.B. VL5, VL500 (sieht aus wie eine Flugzeugturbine)
    - farbige Zylinder, die über das Leuchtmittel geschoben werden (z.B. SC Ireos)


    Qualitative Unterschiede - jepp.
    Versuch mal aus einem MAC 600 ohne festes Farbrad irgendwas dunkelrotähnliches rauszubekommen,
    das geht mit einem MAC III oder einem VL3000 zumindest halbwegs.

    Nachteile von CMY -
    mehr Mechanik und Glas welches kaputt gehen kann.
    Bei einem VL3000 dürfte eine Farbscheibe ungefähr so viel kosten wie das billigste Movinglight beim Thomann komplett,
    und leider sind gebrochene Glasscheiben nix völlig ungewöhnliches...
    Ist je nach Lampe viel Aufwand sowas zu reparieren.

    Vermutlich dürfte für Dich aber relevanter sein,
    ob zugunsten der CMY-Unit auf etwas anderes verzichtet wurde,
    ggf. fehlt z.B. ein zweites Goborad aus Platzgründen.

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