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Lärmschutz und die Herren vom Ordnungsamt

  • Nimda
  • 5. Februar 2013 um 20:34
  • mikroguenni
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    • 12. Februar 2013 um 12:29
    • #61
    Zitat von "mringhoff"

    Je älter das Publikum ist, desto häufiger hört man auch "Danke, daß Sie es nicht so laut gemacht haben"

    ...aber irgendwie schweifen wir ab. Es ging ja eigentlich darum, inwieweit man eine "verplombte" Anlage verwenden sollte bzw. umgehen / beeinflussen kann.

    Moin,
    Eine verplombte Anlage muß nicht schlechter als eine unverplombte sein, eigentlich sollte sie sogar besser sein, weil sie bei geringer Lautstärke einen angenehmen Klang vermitteln muß. Zugegebenermaßen gibt es wenige Anlagen dieser Art.

    Die Frage die auch hier schon diskutiert wurde ist: warum wurde verplombt? Ich habe es in Berlin öfters erlebt daß jemand in einem Wohngebiet eine kleine Disco eröffnete. Limiter für die Lautstärke (den man auf einen vernünftigen Wert einstellen könnte) war nicht erwünscht, weil er Geld kostet. Also wurde der Laden erst mal so betrieben und es ging trotz gelegentlicher Beschwerden ganz gut. Mit der größten Regelmäßigkeit kam es aber immer wieder zu den denkwürdigen Abenden wo ein völlig besoffener oder bekiffter DJ sämtliche Regler an den Anschlag geschoben hat, die Gäste mit einem schrecklichen verzerrten Sound gequält wurden und die Nachbarn genau diesen einen Abend als Anlaß nahmen sich offiziell z.B. beim OA zu beschweren. Dann wurde vom Amt der Einbau eines Limiters vorgeschrieben. Zu den Kosten des Limiters kommt der Aufwand für eine Firma welche die Anlage einmißt und sich das entsprechend bezahlen läßt. Wenn die Plomben beschädigt oder entfernt wurden war eine neue (kostenpflichtige!!!) Einmessung fällig!

    Auch mit einer lautstärkebegrenzten Anlage läßt sich ein guter und ausreichend lauter Sound erreichen!

    Die Realität sieht allerdings oft so aus daß z.B. in einem Festzelt (nicht begrenzte) Anlagen derartig ins Clippen gefahren werden und eine so eine derbe Lautstärke herrscht daß sich ein großer Teil der Besucher 30m vor dem Zelt aufhält – was den Festwirt ärgert, weil er weniger Bier verkauft. Der Krach ist so enorm daß im Nachbardorf noch jede Ansage deutlich zu verstehen ist. Der Betreiber der Anlage ist stolz daß er demonstrieren konnte wie laut doch seine Anlage spielt und daß diese einfach nur Sch….e klang will er nicht wahrhaben.
    Gruß mikroguenni

  • Mechwerkandi
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    • 12. Februar 2013 um 12:44
    • #62
    Zitat von "mikroguenni"


    Der Betreiber der Anlage ist stolz daß er demonstrieren konnte wie laut doch seine Anlage spielt und daß diese einfach nur Sch….e klang will er nicht wahrhaben.


    Lautstärke ist nicht erst seit Jimi Hendrix ein stilbildendes Mittel und wird fallweise gerne als Alleinstellungsmerkmal wahrgenommen.
    Was bleibt ihm denn sonst?

  • mringhoff
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    • 12. Februar 2013 um 13:17
    • #63

    im vorliegenden Fall des Threadstarters war es aber so, daß es wohl nicht um die Lautstärke ging, sondern daß der Gastronom billige Plastikkübel stehen hatte, die wohl eher nicht so gut geklungen haben und man diese deswegen tauschen wollte.

    Zitat von "Michele Inhestern"


    Nach Angabe der Wirte wurden auf der Tanzfläche im Zelt bereits Pegel von 100dB und mehr gemessen, die den Grenzwert vor den Häusern jedoch nicht überschritten haben.


    also Lautstärke scheint nicht das Problem zu sein, wohl aber die Qualität...

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  • wora
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    • 12. Februar 2013 um 14:21
    • #64

    wobei ich schon stark bezweifle, das bei "100dB und mehr" im zelt die geforderten 45dB am fenster des nachbarn (in nur 80m! entfernung) überhaupt eingehalten werden können... irgendwer schwindelt doch da ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Pfälzer
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    • 12. Februar 2013 um 15:18
    • #65

    Es könnte noch ein anderes in unserem Geschäft sehr oft anzutreffendes Phänomen greifen:
    Ich habe das Beste Material und alle Anderen nur Schrott!

    Ich bekam diesbezüglich schon öfters Sodbrennen und ein solches Verhalten strapaziert meine gute Erziehung oft auf das Äußerste!

    Gruß Wolf

  • Nimda
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    • 12. Februar 2013 um 17:50
    • #66
    Zitat von "wora"

    wobei ich schon stark bezweifle, das bei "100dB und mehr" im zelt die geforderten 45dB am fenster des nachbarn (in nur 80m! entfernung) überhaupt eingehalten werden können... irgendwer schwindelt doch da ;)

    Zwischen den Nachbarn und dem Zelt sind, wie bereits geschrieben, einige Meter Baumwuchs. Wie verlässlich die Angaben vom Wirt sind, kann ich natürlich nicht sagen.

    Zitat von "Pfälzer"


    Ich habe das Beste Material und alle Anderen nur Schrott!

    Ich habe auch bereits gepostet, was da an Material vorhanden ist (Omnitronic dx-2222) und was ich gerne aufbauen würde(RCF TT+ Serie; Genauer TT08-A mit TTS12-A). Ob Du da Qualitätsunterschiede erkennst, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber nach meiner subjektiven Meinung klingt das letztere Setup etwas besser. :wink:

  • Pfälzer
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    • 12. Februar 2013 um 18:23
    • #67

    Deine RCF TT Serie kenne ich, aber nachdem ich das Omnitronicgedöns ergoogelt habe muß ich eingestehen das man das ganz sicher nicht zum Klingen bringt (laut genug für Party auf 100 m² sicherlich schon).

    Deshalb mein Tipp:
    Entweder Du siehst den Job als Möglichkeit zum Geld verdienen, dann geh hin und mach mit dem Steinigkekrams Krach und seh die Kohle als Schmerzensgeld. Stellst Du Dein Material, bekommst Du nur Ärger wenn die Polizei kommt weil Du dann wegen allem Schuld bist und die "tolle verplompte Anlage" die schon steht nicht genommen hast. Auch wird der Wirt nicht wegen dem erneuten Ärger erfreut sein, hätte es im Vorfeld keinen Ärger gegeben wäre die Anlage nicht Verplompt.
    Oder Du sagst, unter diesen Umständen kann und will ich nicht arbeiten, da ich so nicht die Qualität abliefern kann die ich von mir selbst erwarte.

    Ich würde mich für letzteres entscheiden. Ich muss zum Glück nicht jeden Job machen.

    Gruß Wolf

    Einmal editiert, zuletzt von Pfälzer (12. Februar 2013 um 23:08)

  • hell&dunkel
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    • 12. Februar 2013 um 18:38
    • #68
    Zitat

    Omnitronic dx-2222

    Zitat von "Technische Daten"

    1000W...max 99dB


    Blauer Engel, weil Lärmarm. :D

    Fünf Seiten im PA-Forum wegen einer 100pax-VA im Zelt neben der viel zu kleinen Kneipe.
    Wenns der Kunde gerne etwas lauter und qualitativ schöner hätte, soll er sich eine andere Location suchen. Wenn ihm das Zeug reicht, soll es auch recht sein.
    Verdienst du dein Geld mit DJ-Diensten oder mit der Vermietung der Anlage?
    Bis du die erste Datei abspielst, hast du ja mindestens schon 5 unproduktive Stunden investiert.
    Und das nur, um am Veranstaltungsabend die Polizei zu treffen, weil sich der Anwohner (zu recht, er hat das jedes Wochenende) gestört fühlt? :D

    SCNR.
    Armin

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  • mringhoff
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    • 12. Februar 2013 um 18:56
    • #69
    Zitat von "hell&dunkel"


    Und das nur, um am Veranstaltungsabend die Polizei zu treffen, weil sich der Anwohner (zu recht, er hat das jedes Wochenende) gestört fühlt?


    Warum fühlt sich der Anwohner gestört, wenn statt einer Omnidröhnig-Tröte eine besser klingende Lautsprecherbox für Musik sorgt?

    @ Michele Inhestern: hast Du schon den Wirt gefragt?
    Wenn er nein sagt, ist das Thema erledigt. Wenn er ja sagt auch :)

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  • Nimda
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    • 12. Februar 2013 um 19:15
    • #70

    Termin für persönliches Treffen steht noch aus (geht auch noch um einige andere unproblematischere Punkte). Meine Antworten hab ich eigentlich schon vor 3 Seiten erhalten :wink: Dennoch schön zu sehen, dass es hier sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema gibt.

    hell&dunkel: Sowohl als auch. Sicherlich ist das hier mehr oder weniger "unproduktive" Zeit, aber dennoch will ich mich ja mit der
    gegebenen Situation auseinandersetzen, um was draus zu lernen und für alle Beteiligten einen vernünftigen Kompromiss zu finden.

    Vielen Dank an alle!

  • hell&dunkel
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    • 12. Februar 2013 um 23:48
    • #71
    Zitat

    Warum fühlt sich der Anwohner gestört, wenn statt einer Omnidröhnig-Tröte eine besser klingende Lautsprecherbox für Musik sorgt?


    Die Tröten haben einen eingestellten, verblombten Limiter. Die Anlage des DJ-Dienstleisters nicht.

    Fazit: Die Lautstärke der amtlich verplombten Anlage muß demzufolge amtlich in Ordnung sein.
    Polizei kommt (wie sicher schon oft), sieht die amtliche, verblombte Anlage und geht wieder.

    Zitat

    ...um was draus zu lernen und für alle Beteiligten einen vernünftigen Kompromiss zu finden.


    Der Kompromiss im Sinne des gestörten Anwohners sind die Kisten mit der Plombe am Limiter.
    Da bleibt nicht viel Spielraum für andere Lösungen im Zelt an diesem Standort.

    Abgesehen davon steht auf Seite 1:

    Zitat von "verstärkerberserker"

    3. Wenn dort eine verblombte fest verbaute (und gekaufte) Anlage steht, dann macht dort jemand öfter Veranstaltungen und möchte das sicherlich auch weiterhin tun, sonst hätte er den Aufwand nicht betrieben, egal wie schlecht die Anlage aus Deiner Sicht ist - für das was dort normal passiert, scheint sie ihren Zweck zur erfüllen.
    4. aus 3. kann man annehmen, dass es dem Vermieter/Wirt.... bestimmt nicht in den Kram passt, wenn wegen einer von x Veranstaltungen er entweder Ärger wegen Lautstärke oder Aufriss wegen Ausnahmen, Briefverkehr mit Ordnungsamt... hat.
    5. sollte das reichen

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  • Online
    MRspeaker
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    • 17. Februar 2013 um 22:24
    • #72

    Lass doch die Blomben sitzen und tausch nur die Lautsprecher. :D
    Du hast den besseren Klang und die Polizei / Ordnungsamt ihre Blomben am Limiter.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • mringhoff
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    • 17. Februar 2013 um 23:36
    • #73
    Zitat von "MRspeaker"

    Lass doch die Blomben sitzen


    Würde ich auch nicht selber machen, für das Blomben-Entfernen ist eher der Zahnarzt zuständig :)

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  • Jonnytrance
    Gast
    • 18. Februar 2013 um 06:09
    • #74

    Mit Lautsprächertauch hat sich erledigt glaube ich, denn TS hat aktive Teile. :wink:

  • tufkaklto
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    • 18. Februar 2013 um 06:29
    • #75

    Welche eine Verplombung natürlich umgehen würden.

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