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Unterschied zwischen HF 30mW / 10mW

  • skorpi
  • 1. März 2013 um 09:37
  • skorpi
    Gast
    • 3. März 2013 um 03:00
    • #21

    die Alternative: Verkauf - Neukauf

    "simonstpauli": deine Behauptung bezüglich:...Und "um die Ecke" funktionieren UHF-Wellen nicht,"... kann ich nicht teilen denn das "um die Ecke" hatte bei meinem alten 1081, und auch beim G1 VOLL funktioniert. Ich bin damit sogar von oben auf dem Saal, runter in die Gaststätte welche auf der anderen Seite des Hauses war :D
    Mit meinem neuen G3 (30 mW) hab ichs noch nicht probiert.
    Warum funktioniert das mit jedem billig in der Hinterhofgarage hergestellten Schnurlostelefon? Welches Meilenweitundumdieeckeundzurück sendet? :roll:

  • simonstpauli
    Profi
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    • 3. März 2013 um 05:30
    • #22

    Ich hab es wohl etwas drastisch ausgedrückt:

    Durch Wände kann UHF natürlich auch irgendwie funktionieren, aber es ist nicht unbedingt zuverlässig, weil der HF-Gain durch die Dämpfung bereits stark abgeschwächt ist, jede zusätzliche Störung (Wasserbeutel, auf die Sendeantenne fassender Moderator, ungünstige Reflexion) zur Folge haben kann, daß man unter den Squelch sinkt. Ich biete sowas ungern als Lösung an, am Ende bin ich nämlich der Depp, wenn es nicht klappt. ;)

    Schnurlostelefone sind eine andere Baustelle, DECT sendet auf ca. 1,9GHz, dafür aber mit max. 250mW und verringerter Audio-Bandbreite, die in Bursts digital codiert ist. Dazu kommt eine Fehlerkorrektur. Das ist alles nicht so zeitkritisch, wenn ein Packet nicht ankommt, wird es eben neu gesendet. Ebenso bei Mobiltelefonen, die Datenrate ist auch hier deutlich unter dem, was wir übertragen müssen und die Latenzen sind für unsere Begriffe irrwitzig hoch. Sendeleistung hier maximal bei 2W(900MHz) bzw. 1W(1800). Trotzdem kann man bei Schnurlos- und Mobiltelefonen beobachten, daß sich die Sprachqualität hinter Wänden verringert, bis hin zum Funkabriss.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • skorpi
    Gast
    • 3. März 2013 um 09:42
    • #23

    @ an alle
    Danke für eure verständlichen, umfangreichen und ausführlichen Erklärungen.
    :lol: natürlich auch für das gerettete WE (wasserbeutel) :lol:
    Euch allen noch ein restliches schönes WE

  • wora
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    • 4. März 2013 um 02:20
    • #24
    Zitat von "skorpi"

    ...
    "simonstpauli": deine Behauptung bezüglich:...Und "um die Ecke" funktionieren UHF-Wellen nicht,"... kann ich nicht teilen denn das "um die Ecke" hatte bei meinem alten 1081, und auch beim G1 VOLL funktioniert. Ich bin damit sogar von oben auf dem Saal, runter in die Gaststätte welche auf der anderen Seite des Hauses war :D


    das war ganz einfach zufall!
    genau so gut hätte es eben auch nicht funktionieren können. 8)

    es gibt im umgang mit HF eine bestmögliche lösung:
    die antennen müssen den sender "sehen" können (also am besten direkte sichtverbindung) und dürfen auch in ihrer näheren umgebung keine störenden reflektions- oder abschattungsflächen haben.
    wenn man nach diesem einfachen grundsatz arbeitet, hat man schon enorm viel gewonnen.
    alles andere funktioniert leider nur nach dem "try and error"-prinzip.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • lisa f.
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    • 4. März 2013 um 12:01
    • #25
    Zitat von "Audiowerk"

    Es gibt auf Youtube ein tolles Video zum Thema Funkinterferenzen und Störungen durch übersteuerte HF-Empfänger - da hält so ein Bursche von Audiotechnica eine halbstündige Rede in irgendeiner Veranstaltungsbude im Rahmen eines Drahtlosseminars. Ich hab's schon zwei Mal gesehen - mir gingen erstmals so einige Lichter auf. Findet man recht bald über die Suchfunktion dort.


    Ich finde das Video leider echt nicht - falls Du den Link posten könntest wäre ich Dir sehr verbunden.

  • DJheini
    Moderator
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    • 4. März 2013 um 12:39
    • #26

    http://www.youtube.com/watch?v=hkPZ3sCnAdg&feature=youtube_gdata_player

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • yamaha4711
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    • 4. März 2013 um 12:48
    • #27

    Also ich hab dies hier gefunden. Einfach den Namen bei Google eingeben:
    http://www.youtube.com/watch?v=hkPZ3sCnAdg

    Was mich ein wenig verwirrt hat ist diese PP-File von Shure:
    http://www.osz-teltow.de/fachliches/med…s_drahtlos.pptx
    Es werden lustigerweise mit denselben Frequenzen herumgerechnet wie im AT-Seminar. Wer hat hier von wem abgekupfert? ;)

    Weiteres Material unter:
    http://www.osz-teltow.de/fachliches/med…ngestalter.html

    Zum Berechnen von IM-Produkten hat Sennheiser eine sehr gute Software parat: SIFM. Kann man bei Sennheiser kostenfrei herunter laden.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • shure
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    • 4. März 2013 um 15:10
    • #28
    Zitat von "yamaha4711"

    A
    Was mich ein wenig verwirrt hat ist diese PP-File von Shure:
    http://www.osz-teltow.de/fachliches/med…s_drahtlos.pptx

    Was hat dich denn daran verwirrt?

    Grüße

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

  • yamaha4711
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    • 4. März 2013 um 15:22
    • #29

    Na weil's doch recht ähnlich alles ist, vor allem eben die drei Frequenzen 801, 802 und 803. Ist aber wohl wie beim Programmieren von wegen foo.

    Also nicht so ernst nehmen ;)

    In jedem Fall sind beide Beiträge interessant und lehrreich.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • wora
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    • 4. März 2013 um 16:46
    • #30
    Zitat von "yamaha4711"

    ...Zum Berechnen von IM-Produkten hat Sennheiser eine sehr gute Software parat: SIFM. Kann man bei Sennheiser kostenfrei herunter laden...


    von ebendiesem Alexander Lepges gibt es ein entsprechendes Excel-Sheet zu diesem thema, welches er bei seinen seminaren auch aushändigt. damit berechne ich nun seit jahren meine frequenzen. aber ich kann mir vorstellen, das es sowas von jedem ernst zu nehmenden funkmikrohersteller gibt.

    das beispiel mit den übereinstimmenden frequenzen haben beide hersteller sicherlich gewählt, weil es am anschaulichsten ist. es ist leicht zu rechnen und liegt in einem praxisgerechten frequenzbereich... ich glaube daher nicht, das da der eine vom anderen "abgekupfert" hat ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • skyworker
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    • 4. März 2013 um 17:26
    • #31

    Jo - besagtes File begleitet mich nun auch schon ein paar Jahre und funktioniert prächtig! Ich gebe zu - ich zieh es auch der ein oder anderen Software vor, weils einfach weniger Schnickschnack hat.

    Kein Applaus für Scheiße!

  • shure
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    • 5. März 2013 um 09:44
    • #32

    Nochmal zurück zur eigentlichen Frage: wo liegt der Unterschied von 10/30 mW.

    Wenn wir das in einem Funksystem betrachten (also ein schaltbares System - bei dem eben die anderen Rahmenbedingungen gleich bleiben):
    Ja - mir 30 mW hat mein eine größere Reichweite wie mit 10 mW. Der Unterschied liegt bei etwa 5 dB. Rein messtechnisch und unter optionalem Bedingen würden 6 dB Unterschied eine Verdopplung der Reichweite ergeben.
    ABER: in der Praxis kann man die Theorie vergessen :)
    Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle. "Wassersäcke" wurden ja schon angesprochen; Reflexionen, Störungen von außen, Antennen-Setup ..... und nicht zuletzt wie der Sender positioniert bzw. ausgerichtet ist. Ein "verdrehen" um 90° der Antenne kann schon mal 20 dB Unterschied ausmachen. Merkt man das in der Praxis? Selten! Also können wir in der Praxis die 5 dB unterschiedliche Sendeleistung schlicht weg vernachlässigen. (Natürlich kann dies in Grenzfällen einiges ausmachen.)

    VIEL WICHTIGER bei der schaltbaren Sendeleistung ist das Thema, das Alexander Lepges in dem Video behandelt: Intermodulationen. Wenn man sich diese vorstellt wie das Clipping eines Verstärkers wird es recht schnell klar. Je mehr Leistung, desto stärker (und zwar drastisch) steigen diese Intermodulationen an.

    Übliche Funksysteme sind für eine Reichweite mit 100 m ausgelegt. In der Praxis wird aber oft eine maximale Reichweite von etwa 20 m genutzt (Empfänger an der Seite der Bühne). Sind nun auf der Bühne noch 5 Funkstrecken bedeutet dies, dass die Empfänger wesentlich mehr Leistung abbekommen wie sie sollten -> Die Intermodulationen steigen an -> die Kompatibilität ist nicht mehr gewährleistet.

    Deswegen sind bei schaltbaren Systemen die Einstellungen gemäß der Anwendung zu setzen:
    Viele Funkmikrofone auf engem Raum (Bühne) -> niedrige Sendeleistung
    Wenig Funkmikrofone mir großer Reichweite -> hohe Sendeleistung

    Nun zum Vergleich von Funksystem X mit 10 mW zum Funksystem Y mit 50 mW Sendeleistung:
    Hier kann man zur Reichweite schlicht weg gar nichts sagen. Man muss immer das Zusammenspiel Sender/Empfänger sehen.

    Hoffe das hilft weiter.

    Besten Gruß

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

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