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Aufbau eines Stromverteilers?

  • mycrobit
  • 1. April 2013 um 09:03
  • mycrobit
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    • 1. April 2013 um 09:03
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde,

    für den Einsatz an Stellen wo der Elektriker keinen Baustromkasten gesetzt hat und ich mir selber den Strom legen muss, will ich mir einen Verteiler mit Überwachungs- und Schutzfunktion bauen. Der Eingang soll mit 32A Drehstrom erfolgen (leider sind 63A vor Ort nur selten zu finden), einen Stromzähler haben und eine Überwachung der Spannung inklusive des N. Das was mir dabei nicht ganz klar ist, ist die Reihenfolge der Baugruppen. Habe dazu auch nicht so richtig eine Vorschrift gefunden. Meine Vorstellung wäre:

    - 3 Phasen 32A Eingang
    - Drehstromzähler
    - FI 40A 30mA
    - Netzüberwachungsrelais
    - Installationsschütz 4polig 40A
    - Leitungsschutzschalter
    - Steckdosen
    - Anschluss für Erder

    Bitte keine Diskussion ob ich das darf und die Berechtigung habe oder nicht.

    Danke schon mal für Eure Ratschläge

    Gunter

  • yamaha4711
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    • 1. April 2013 um 11:14
    • #2

    Tacho!

    Zitat

    Das was mir dabei nicht ganz klar ist, ist die Reihenfolge der Baugruppen.


    Wenn dir das nicht klar ist, dann versteh' ich ehrlich gesagt nicht wie du auf die Idee kommst so etwas selbst zu bauen. Ratschlag deswegen von mir: kauf dir etwas vernüftiges.
    Falls du dennoch der Meinung bist dies selbst zu bauen...

    Vom Aufbau her (Reihenfolge der Baugruppen):
    1. Eingangsbuchse CEKON32A
    2. Inst. Schütz zur allpoligen Abschaltung
    3. RCD 40A, 30mA
    4. Netzüberwachung (ist aber scho a weng komplex) oder einfach nur eine Anzeige was sich auf den einzelnen Phasen tut?! Was soll denn überwacht werden?
    5. Drehstromzähler (????) - Eher Multimessgerät wie z.B. NEMO
    6. Leistungsschutzschalter
    7. Steckdosen
    Der Erdanschluß ist generell zu legen und vollständig auf das Gehäuse zu bringen. Ist so gesehen also keine Baugruppe.

    Hast du denn die Möglichkeit zur Blechbearbeitung? Soll ja wohl 19", oder?
    Mit einer Handbohrmaschine und einer Stichsäge kommst du nämlich nicht weit. Zum Bau von solchen Dingen benötigt man schon richtiges Werkzeug und Maschinen.

    Das was du suchst ist im Prinzip Standardware bei allen bekannten Herstellern von Stromverteilern. Hier mal ein Link zu den ganzen Firmen, welche so etwas für faieres Geld bauen bzw. Verkaufen.
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=1&t=25367

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • mycrobit
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    • 1. April 2013 um 12:04
    • #3

    Was fertiges kann ich ja kaufen, doch brauche ich es in einer speziellen Ausführung. Bautechnisch ist alles vorhanden. Jetzt mal was genauer, denn die oben aufgeführte Reihung geht ja nicht.

    - 3 Phasen 32A Eingang
    - Netzüberwachungsrelais eltako NR12-001-3x230V
    - Installationsschütz 4polig 40A Eaton Installationsschütz Z-SCH230/40-40
    - Drehstromzähler Drehstromzähler Hutschiene DSZ12E-3x80A
    - FI 40A 30mA Hager FI-Schutzschalter 4pol. 40A/30mA 6kA CDA440D
    - Leitungsschutzschalter Hager LS-Automat 1polig B 16A MBN116
    - Steckdosen
    - Anschluss für Erder für Bühne, Traversen usw.

    Also soll ja das Netzüberwachungsrelais erst den Eingang prüfen bevor alles zugeschaltet wird um auch einen fehlenden N auszuschließen.

  • yamaha4711
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    • 1. April 2013 um 12:30
    • #4

    Der Eltako ist leider nur für 16A spezifiziert. Daher kannst du diesen für 32A nicht verwenden, außer mit Vorsicherung.
    Zudem macht das Teil keine echte Überwachung des Neutralleiters. Der Eltako hat diese Funktion schlicht und einfach nicht. Siehe Datenblatt. Zum Thema Nullleiterüberwachung hatten wir diesbezüglich schon einen Thread. Suche benutzen!
    Der Eltako überwacht die Phasenspannungen gegen Null auf Unterspannung und das Drehfeld. Das macht das NEMO auch. Es fehlt aber die Überwachung der Sternspannung, denn diese verschiebt sich bei fehlendem N und das auch nur unter Last.

    Von mir dringend der Rat: lass es dir bauen. Firmen wie LLT, Hama, Connex u.a. bauen auf Kundenwunsch alles, sofern erlaubt und zulässig. Und bitte die Finger von Chinakrachern lassen, da hier oftmals nicht die richtigen Querschnitte verbaut werden, Adernendhülsen fehlen oder die Schrauben malad sind.

    Im übrigen macht die Reihenfolge von mir schon Sinn, denn als erstes kommt immer die allpolige Trennung per Schalter oder Schütz. Erst dann folgen alle anderen Komponenten.

    Grüßle,
    michael

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    skyper
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    • 1. April 2013 um 13:23
    • #5

    yamaha4711:
    Das Netzüberwachungsrelais betätigt nur den Schütz -
    mit den genannten 16A kann man vermutlich auch hundert Schütze gleichzeitig schalten...

    Den Schütz vor alles andere zu schalten ist imho insofern wenig zielführend,
    als es einen permanent ausgeschalteten Ausschalter generiert.
    Exakter wäre wohl die Aussage:
    Netzausfallrelais und Schütz müssten parallel am Netz liegen,
    alles andere dann am Ausgang des Schützes angeschlossen :)


    mycrobit
    Unter der Annahme dass die Anfrage kein Aprilscherz ist:

    Das genannte Netzüberwachungsrelais scheint nur für 250 V L-N zugelassen zu sein,
    wenn Du irgendwo eine Dose mit fehlendem oder getauscht angeklemmten L/N hast
    geht das Relais dümmstenfalls dank 400V über den Jordan, also fragwürdig.
    (gleiches könnte ich mir für den Zähler vorstellen, falls der vor dem Schütz sitzen soll...)
    Besser hierzu den Hersteller nochmal kontaktieren.
    Umweg wäre einen 400V auf 230V Trafo zwischen zwei Außenleiter zur Versorgung des
    Netzüberwachungsrelais zu verwenden. Dann hast Du im Fehlerfall zwar zu wenig Spannung (230/1,71) = 135V,
    aber nie zu viel Spannung anliegen. Was das Ding dann macht sollte Dir der Hersteller beantworten -
    wichtig wäre in jedem Fall dass der Schütz nicht versehentlich aktiviert wird....
    Ggf. machen dann noch ein paar Feinsicherungen in den Zuleitungen zu diesem Relais Sinn,
    um gröbere Schäden zu verhindern.


    Wenn Du nicht sicher bist ob 32A oder manchmal auch 63A Anschlüsse vorhanden sind
    würde ich mir ernsthaft überlegen die ca. 100 EUR Mehrkosten für einen 32A auf 63A-Adapter,
    eine etwas dickere Eingangsschnur nebst 63A Stecker
    und drei eingangsseitige 32A C-Automaten (oder Neozeds oder wasauchimmer)
    für meinen Verteiler zusätzlich zu investieren,
    dann passt das immer.
    Den Adapter dann gleich mit Drahtseil ins Case nieten, dann vergisst man ihn auch nicht.

    Weiterhin halte ich drei Phasenkontrolleuchten für Sinnvoll,
    alleine schon um aus der Ferne zu sehen ob noch alles passt.
    Ganz luxuriös: auch nochmal ein(drei) Neonlämpchen, ob der Schütz angezogen hat.
    (entweder 1x vom Netzüberwachungsrelais mit abgreifen,
    oder den Ausgang vom Schütz auf allen drei Phasen)


    Öfters schon gesehen, wenn auch keine Ahnung ob zu 100% VDE-konform:
    ein Glimmlämpchen zwischen N und PE.
    (Bzw. wenn man es richtig macht zwei parallel, falls eine hinüber ist...)
    Dann hast Du eine effektive Warnleuchte, falls N und eine Phase getauscht sind.
    Aber Vorsicht: das sollte irgendwie zu unterbrechen sein,
    sonst bekommst Du bei der VDE-Prüfung falsche Werte/eine Fehlermeldung
    bei der Isolationsmessung!


    Du kannst auch mal bei der Firma Dold gucken (findet man gelegentlich auch was in der Bucht)
    http://www.dold.com/produkte-leist…uktauswahl.html
    die haben ziemlich viel Auswahl was Überwachungsrelais etc. betrifft.

    Generell würde ich die logische Abfolge Deiner Aufstellung auch so behalten - der Zähler scheint ja eher nicht
    für eine exakte Abrechung geeignet/geeicht zu sein, sonst müsste der als erstes kommen...)

    Buenos Eires!

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • mycrobit
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    • 1. April 2013 um 13:39
    • #6

    Genau, das Schütz soll ja auch erst zuschalten wenn auch der eingehende "Strom" richtig ist. Der Zähler ist nur um den Stromverbrauch zu messen, um darüber eine Aussage zu bekommen. Wegen dem Überwachungsrelais werde ich genauer nachforschen, denn der N und die Überspannung sind mir sehr wichtig zu überwachen.

    Was ich immer nicht verstehe, warum wird immer so ein gezuchte gemacht wenn einer eine Frage stellt. Mir ist wohl bewusst was Strom alles kann - klein, schwarz und hässlich :D

    Gruß
    Gunter

  • yamaha4711
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    • 1. April 2013 um 14:10
    • #7

    Also bei allen Kisten, die ich bisher in der Hand hatte war an 1. Stelle nach der Einspeisung immer die allpolige Trennung vorhanden. Was ist, wenn irgendetwas an der Stromversorgung nicht stimmt und man steckt ein. Bei 16A macht das schon ordentlich ZONK. Bei 32A.... oha.
    Lieber habe ich den Lichtbogen am Schütz oder Schalter als direkt am Stecker/Kupplung.

    Als Abschluß dann immer die Leistungschutzschalter.
    Den FI würde ich soweit als möglich vorne anbringen, bevor überhaupt irgendetwas anderes kommt. Nur so bekomme ich die Kiste im Fehlerfall spannungsfrei.
    Alles weitere dazwischen ist eigentlich frei nach gusto.

    Es geht vor allem nicht darum, dass du hinterher klein, schwarz und krümmelig bist, sondern vor allem um deine Kunden. Bei Selbstbau fehlt einfach der Papper, welcher diese elektrotechnische Anlage als geprüft und sicher ausweist. Was sagst du denn, wenn sich jemand an deinem Selbstbau die Finger verbrennt? Auch ist es fraglich, ob du jemals wieder aus den roten Zahlen kommst, wenn aufgrund deines Selbstbau eine Veranstaltungshütte abfackelt.
    Sicher kann man das ganze nun von einem E-Meister abnehmen lassen, dennoch bleibt ein schaaler Beigeschmack, denn auf eine VA-Baustelle ist vieles ein wenig anders als bei einer reinen Gebäudeelektroinstallation, da diese in der Regel nicht ortsveränderlich sind.

    skyper
    Ist schon klar, nur warum ist das Ding dennoch auf 16A spezifiziert? L1 - L3 liegen ja direkt auf. Ich denke die Jungs von Eltako wissen schon warum sie auf 16A spezifizieren. Der Schaltausgang des Relais kann auch deutlich unter 16A liegen. Müsste man im Datenblatt nachsehen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • mycrobit
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    • 1. April 2013 um 14:15
    • #8

    Ich hab mal gestöbert und das gefunden:

    http://www.conrad.de/ce/de/product/503225/?insert=U1&hk=WW2&utm_source=epro&utm_medium=seosite&utm_campaign=link&WT.mc_id=epro

    Nach meinem Verständnis wäre das doch das Richtige.

  • madmax
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    • 1. April 2013 um 18:19
    • #9

    Wirklich brauchbare Netzüberwachung:
    http://www.powertechnik.com/Netzueberwachungen.phtml

    Wenn man schon sowas baut und gut Aufwand in alle Richtungen betreibt; würde ich nicht auf die obligatorischen 4 Dreheisen (oder zur Not Digitalanzeigen) verzichten...

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