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Stabiles Boxenstativ

  • Campfire
  • 31. Januar 2014 um 20:56
  • billbo
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    • 1. Februar 2014 um 21:22
    • #21

    Habt euch alle wieder lieb und schlagt Stative vor. :D

    Apropos schlagen: schlagt mich, aber ich habe vor Jahren mal (mit ein bisschen schlechtem Gewissen, aber der Kurs war einfach zu verlockend) solche Dinger gekauft:
    Millenium BLS-2700
    Jawohl, eine der berüchtigten Hausmarken aus dem Frankenland.
    Die brauchten, bis sie wirklich einsetzbar waren, ein wenig Zuwendung. Z. B. war so viel Lack auf dem 38mm Auszugsrohrendstück, dass zunächst kaum ein Boxenflansch passen wollte – also runter damit. Auf der Handkurbelwelle fehlt eine simple Unterlegscheibe zwischen Rändelmutter und Kurbel, ohne die herrscht dort (wg. zu kurzem Gewinde) sonst wackliger Murks.
    Aber die Grundkonstruktion ist stabil, aus Stahl, ordentlich vernietet; das Dreibein (und damit die Standfläche) ist riesig; die Untersetzung des Schneckengetriebes muss man mögen, so an die 50 Schläge braucht’s schon bis zum Vollauszug. Transportgewicht erträglich, Platzbedarf ebenfalls. Und: die Teile funktionieren seither tatsächlich bis heute ohne Ausfall. An fünfmal so teuren 087er Manfrottoleichen mangelt es dagegen in der Altmetallecke nie... :?
    50kg hab’ ich noch nicht bewusst ausgereizt. Aber mit z. B. einer RCF TT2-A plus K&M Schrägsteller (die alten 15° Teile, bei denen man die Schwerpunktsveränderung ausgleichen kann und die unbegreiflicher Weise nicht mehr im Programm sind) für die anderswo gerade besprochene malebenschnellschnell – Turnhallenbeschallung drauf habe ich auch bei 3m Höhe keinerlei Bauchschmerzen.
    Die gibt’s inzwischen wohl auch in kleinerer 'Normalausführung', die kenne ich allerdings nicht. Und Nivellierungsmöglichkeit fehlt (beiden) leider.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • tufkaklto
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    • 1. Februar 2014 um 21:26
    • #22
    Zitat von "Audiowerk"


    Gewiss. Du hast aber auch die Intention des zitierten Posts nicht ansatzweise erfasst. Ich habe keine Empfehlung gegeben, irgendetwas zu tun, oder eine Absolution erteilt für nicht einwandfreie Aufbauten. Ich habe lediglich auf den Umstand hingewiesen, dass Boxenstative und Mischpulte heute in etwa so verbreitet verkauft werden wie Kaffeemaschinen und schon lange keine eng umgrenzte Käuferschicht mehr besitzen. Und mit Blick auf diese Tatsache, die uns allen bewusst ist, habe ich K&M zugute gehalten, dass die sich wohl nicht zuletzt vor diesem Hintergrund durchaus Gedanken darüber machen, wie welches Material belastet werden darf bzw. welche Belastungsgrenzen sie veröffentlichen, inklusive großzügig einkalkulierter Reserven. Ein Stativ, das für 50 kg freigegeben wurde von einem namhaften deutschen Hersteller, der seit Jahrzehnten im Business ist, wird auch von einem Laien bei Nutzung innerhalb der Freigabegrenzen nicht so ohne weiteres kaputtgerockt werden können, alleine schon, weil jeder Hersteller heute weiß, dass man viele Menschen vor sich selbst schützen muss (und die Company vor den Gerichten und Anwälten).

    Irgendwie zeigt sich hier einmal mehr, dass, wenn man schon nicht für etwas ist, man auf jeden Fall dagegen sein muss, um zumindest dabeisein zu können. Und man hat sich natürlich öffentlichkeitswirksam kompetenzbeflissen produziert. Naja :roll:


    man merkt da spricht der Profi.


    Also, wenn wo draufsteht das ein Stativ 50 kg kann, dann stimmt das vermutlich, das Stativ wird diese Last aushalten.

    Was aber noch lange nicht heißt, das das Stativ mit 40 KG Last ausgefahren auf 2 Meter oder Mehr dann auch noch ordentlich und legal steht.
    Wer sich nämlich mal die Kippmomente angeschaut oder ausgerechnet hat, was passiert wenn ein Mensch stolpert und dagegen stößt, der lacht nicht mehr.
    500NM, entspricht 50kg in 1 Meter Höhe sind schnell erreicht und dann kippt sowas ganz sicher.
    Ein normales Geländer muß bei uns ca 1000NM in 1 M Höhe aushalten. Das wird gerne als Vergleich bei Berechnungen von sowas hergenommen.

    Ich finde es gut wenn sich wer Gedanken macht wie das ordentlich ist und nicht wie die Profis vom Niederrhein einfach meint " das passt, steht ja drauf "

    Das es nicht immer so toll geht hat man mal im AEZ in Hamburg gemerkt, wo wohl so ein Stativ umgefallen ist und die Box nach unten und wen verletzt hat…….

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • simonstpauli
    Profi
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    6.590
    • 3. Februar 2014 um 18:17
    • #23
    Zitat von "klauston"

    ...
    Also, wenn wo draufsteht das ein Stativ 50 kg kann, dann stimmt das vermutlich, das Stativ wird diese Last aushalten.

    Was aber noch lange nicht heißt, das das Stativ mit 40 KG Last ausgefahren auf 2 Meter oder Mehr dann auch noch ordentlich und legal steht.
    Wer sich nämlich mal die Kippmomente angeschaut oder ausgerechnet hat, was passiert wenn ein Mensch stolpert und dagegen stößt, der lacht nicht mehr.
    500NM, entspricht 50kg in 1 Meter Höhe sind schnell erreicht und dann kippt sowas ganz sicher.
    Ein normales Geländer muß bei uns ca 1000NM in 1 M Höhe aushalten. Das wird gerne als Vergleich bei Berechnungen von sowas hergenommen.

    Ich finde es gut wenn sich wer Gedanken macht wie das ordentlich ist und nicht wie die Profis vom Niederrhein einfach meint " das passt, steht ja drauf "

    Das es nicht immer so toll geht hat man mal im AEZ in Hamburg gemerkt, wo wohl so ein Stativ umgefallen ist und die Box nach unten und wen verletzt hat…….


    Das würde ich gerne unterstreichen.

    Die maximale Belastbarkeit eines Stativs sagt noch nichts über den sicheren Stand bei verschiedenen Höhen aus. Ich musste z.B. letztes Jahr bei einer Delay-Line aufgrund des sehr unebenen Bodens und Stativen ohne Niveauausgleich kurzfristig beim Rigger betteln, damit ich noch Platz und Belastbarkeit im Rigg bekomme. Was am Ende insgesamt sogar schöner war.
    Die Ursprungsfrage nach Niveauausgleich ist öfter wichtig als man denkt, finde ich
    Dazu kommt die allgemeine Stabilität des Stativs, wie hoch man möchte, wo der Last-Schwerpunkt liegt. All diese Faktoren bestimmen letztlich die Last, die man real auf ein Stativ packen kann. Plus die Frage, ob das Stativ im Publikumsbereich steht oder nicht. Und natürlich eine Einschätzung des Publikums betreffend Chaos- und Randalepotential, Alkoholisierung etc. Die Anwendung bestimmt die Stativ-Wahl mit.

    Die Nummer im AEZ ist auch ein guter Anhaltspunkt, um immer wieder vor Ort bei Aufbauten die Kippmomente zu testen und ggf. gegenzusteuern / umzuplanen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • stb
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    • 4. Februar 2014 um 22:35
    • #24
    Zitat

    Ich finde es gut wenn sich wer Gedanken macht wie das ordentlich ist und nicht wie die Profis vom Niederrhein einfach meint " das passt, steht ja drauf "

    Na toll, jetzt geht´s schon gegen uns Niederrheiner!
    ...naja, wir sind ja nicht alle so... :roll:

    Obwohl Hanns-Dieter Hüsch der Niedrrheier ja bekanntlch so definiert: Der Niedrrheiner - weiß nix, kann aber alles erklären! :D:D:D

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