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Gate-Zeiten bei Drums

  • wuffwuff2003
  • 1. April 2014 um 22:46
  • wuffwuff2003
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    141
    • 1. April 2014 um 22:46
    • #1

    Hallo

    Ich tue mich im Moment noch ein bisschen schwer mit den Gate Zeiten der Drums, sprich Kick, Snare (2 Mikro's) und Tom's. Das ganze spielt sich im Live-Bereich ab mit Rock/Pop Nummern. Sozusagen ein ziemliches Allround-Drum-Set. Ich bräuchte ein paar Tipps zu den Attack, Hold und Release Zeiten der oben genannten Elemente. Wäre über jeden Tipp dankbar.

    Mfg

  • wora
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    • 1. April 2014 um 22:48
    • #2

    also guma hatte dazu mal einen sehr schönen beitrag geliefert.
    allerdings fehlt mir gerade der richtige suchbegriff ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wuffwuff2003
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    • 1. April 2014 um 23:18
    • #3

    Ja unter Gate Zeiten oder so ähnlich hab ich nichts weiter gefunden

    Mfg

  • billbo
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    • 1. April 2014 um 23:54
    • #4

    Am besten so aufbauen, stimmen, mikrofonieren und spielen dass es keine Gates braucht. Falls das ausnahmsweise :roll: mal nicht klappt:
    Snare – trotzdem nicht gaten.
    Kick - kurzer Attack, 20-30 dB Absenkung, 50-100 mS Release. Die 'richtige' Einstellung kann sich je nach Stil und Drummer bei jedem Song (mindestens!) ändern. Das rauszuhören und ggfs. zu korrigieren ist dein Job als Livetonler.
    Toms – Attack so schnell wie möglich, Absenkung so viel wie nötig, Hold/ Release so, dass es wie ein Tom klingt; das hängt oft sehr stark von der Raumakustik ab. Dabei auf keinen Fall extreme EQ Experimente; kaum etwas klingt schlimmer und kann den Gesamtsound nachhaltiger versauen als Becken über auf künstlichen Attack gepushte Tomkanäle, deren Gates nach dem Zufallsprinzip öffnen und schließen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 2. April 2014 um 09:21
    • #5

    Damit ist eigentlich alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt. Alles andere wären jetzt Spezialanwendungen, die als Startposition nicht weiter helfen. Den größten Fehler, den man machen kann, ist, den Betrag der Absenkung zu groß zu wählen. 20 - 30 dB, wie von Billbo empfohlen, sind genug. Mehr erzeugt nur unnötige und unschöne Artefakte.

  • Wurst Werner
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    • 2. April 2014 um 09:25
    • #6
    Zitat von "wuffwuff2003"

    Hallo

    Ich tue mich im Moment noch ein bisschen schwer mit den Gate Zeiten der Drums, sprich Kick, Snare (2 Mikro's) und Tom's. Das ganze spielt sich im Live-Bereich ab mit Rock/Pop Nummern. Sozusagen ein ziemliches Allround-Drum-Set. Ich bräuchte ein paar Tipps zu den Attack, Hold und Release Zeiten der oben genannten Elemente. Wäre über jeden Tipp dankbar.

    Mfg


    Da Du auch nach der Hold Zeit fragst, nehme ich an, dass Du ein X32 verwendest? 8)

    If so, dann hab ich ne gute und ne schlechte Nachricht.
    Gute Nachricht: Das X32 Gate ist sehr gut.
    Schlechte Nachricht: Die Default Gate Einstellung des X32 ist für das Gaten von Drums komplett ungeeignet (z.B. Release Time 950ms = Rofl lol).

    Ansonsten kann man über das Thema "Drums Gaten" locker ein Buch schreiben. Ne handvoll Tipps meinerseits:

    Ich würde grundsätzlich immer mit der kürzesten Attack Time anfangen (0ms). Bei manchen Gates kann das Artefakte wie Knacken erzeugen, daher einfach genauer hören.
    Je höher die Attack Zeit, desto mehr wird von den Transienten abgekappt. Das kann in Ausnahmefällen gut sein (wenn eine Trommel "zu viel" Anschlag besitzt), in der Regel nimmt es aber Definition.
    Bei den Release Zeiten kommen je Menge Faktoren zusammen. Wie klingt die z.B. die Bass Drum (Tritt ins Kissen oder punchy as hell?), welche Subwoofer und wie viele und vor allem: In door oder open air? In machen Betonbunkerhallen reicht ein Release von 50ms völlig aus, da das Ausschwingen der PA und die Raumakustik die Kick Drum eh wieder "länger" macht, als einem lieb ist. In solchen Fällen ist ein zusätzlicher Transient Designer hilfreich, wo man das "Sustain" noch zurück nimmt. Open Air kann die Release Zeit deutlich länger sein.

    Ansonsten versuche ich erstmal die Release Zeit an das natürliche Ausklingen der Trommeln anzugleichen. Sprich: Hohe Toms haben ein kürzeres Release als die Floor Tom. Ist das Drum Set schlecht gestimmt oder "triggert" gar Raumresonanzen, dann musst Du den Release wieder kürzer machen. Es gibt (wie immer) kein Patentrezept, dafür viele Möglichkeiten bis hin zu Nerd Stuff wie:

    Ein Trigger auf der Snare als Key in für das Gate zu verwenden, oder die Snare auf zwei Kanäle aufsplitten, zweiten Kanal 2ms verzögern und als Key in fürs Gate das Signal von Kanal1 verwenden...usw..

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass der Umgang mit Kompressor und Gate auf der Live Baustelle schwierig zu erlernen ist. Nimm doch einfach mal ne Show Multitrack mäßig auf und spiel dann Zuhause über Kopfhörer oder Abhöre die Drums zurück und experimentire dann mit den Dynamics. Da hört deutlich besser raus, was welcher Parameter was bewirkt. Als nächster Schritt musst Du dann unterscheiden lernen, was auf der Baustelle kommt von Deinen Gate-Einstellungen und was von Backline, Band, PA und Raum.
    Da arbeitet ich jetzt seit 25 Jahren dran :D

    LG
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • guma
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    • 2. April 2014 um 09:53
    • #7
    Zitat von "Wurst Werner"

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass der Umgang mit Kompressor und Gate auf der Live Baustelle schwierig zu erlernen ist. Nimm doch einfach mal ne Show Multitrack mäßig auf und spiel dann Zuhause über Kopfhörer oder Abhöre die Drums zurück und experimentire dann mit den Dynamics. Da hört deutlich besser raus, was welcher Parameter was bewirkt. Als nächster Schritt musst Du dann unterscheiden lernen, was auf der Baustelle kommt von Deinen Gate-Einstellungen und was von Backline, Band, PA und Raum.
    Da arbeitet ich jetzt seit 25 Jahren dran :D

    LG
    WW

    Das ist ein sehr guter Tipp zur Lernkurve ! Gut ist, sich eine feste Reihenfolge anzugewöhnen, in der man die Parameter abarbeitet. Attack und gain reduction wie von den Kollegen beschrieben, voreinstellen, ebenso mittlere hold und Release Zeiten, dann beim Hören den Threshold so bedienen, dass das Gate sinnvoll öffnet und dann mit Release das Ausklingen und mit Hold die "Länge" der Trommel bestimmen. Keine Vergewaltigungsversuche ! Welche Hüllkurve zu welcher Trommel passt, ist definitiv eine Hörübung, die man so wie von WW beschrieben, sehr gut machen kann.

  • wora
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    • 2. April 2014 um 10:58
    • #8

    ich habe auch die erfahrung gemacht, dass man mit einem multitrack in ruhe feinarbeiten ausführen kann. in vielen livesituationen ist das nicht so einfach zu realisieren, weil man dort doch oft auf den raum reagieren muss.
    aus den "lagersessions" haben sich für meine iLive einige voreinstellungen ergeben, die ich dann in die show recallen kann - und womit ich mir erstmal gute vorraussetzungen für das jeweilige instrument schaffe.

    eines sehe ich übrigens als sehr wichtig an, und zwar den tipp von billbo:
    die snare braucht als zentrale trommel überhaupt kein gate!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 2. April 2014 um 11:40
    • #9
    Zitat von "wora"

    eines sehe ich übrigens als sehr wichtig an, und zwar den tipp von billbo:
    die snare braucht als zentrale trommel überhaupt kein gate!


    Ich darf das präzisieren:
    Das Snare Top Mikro braucht kein Gate ... :wink:

  • wuffwuff2003
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    • 2. April 2014 um 12:13
    • #10

    Hallo und Danke für die guten Tipps, einzig und alleine weiss ich nur nie wie ich es mit der Hold und Release machen soll, besser mehr Hold und schnelleres Release oder umgekehrt, besonders stutzig mach mich dabei dass ein Hold nur in ein paar Millisekunden eingestellt wird während das Release schon weit über 100ms beträgt. Das erscheint mir irgendwie nicht ganz logisch :)
    Mfg

  • presonus
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    • 2. April 2014 um 12:27
    • #11

    attack- ist die Zeit, nachder das Gate öffnen soll
    hold- ist die Zeit, in der das Gate geöffnet bleibt
    release-ist die Zeit nach der hold-zeit, in der das Gate wieder geschlossen werden soll.

    richtig?

    Audio Zenit XP215 User :)

  • Volker Holtmeyer
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    • 2. April 2014 um 12:38
    • #12

    http://www.prosoundweb.com/article/in_the…f_gates_gating/

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • guma
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    • 2. April 2014 um 12:44
    • #13
    Zitat von "wuffwuff2003"

    Hallo und Danke für die guten Tipps, einzig und alleine weiss ich nur nie wie ich es mit der Hold und Release machen soll, besser mehr Hold und schnelleres Release oder umgekehrt, besonders stutzig mach mich dabei dass ein Hold nur in ein paar Millisekunden eingestellt wird während das Release schon weit über 100ms beträgt. Das erscheint mir irgendwie nicht ganz logisch :)
    Mfg


    Auch wenn man aus der Ferne schlecht sagen kann, was zu diesen Einstellungen geführt hat ... Bei mir ist das eher nicht so und Deine Zweifel sind berechtigt. Wie WW gesagt hat: Versuche es an eigenen Aufnahmen zu verifizieren.

  • Volker Holtmeyer
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    • 2. April 2014 um 12:52
    • #14

    Eine Frage die mir immer mal wieder im Kopf rumgeistert, wonach ich aber bisher nie wirklich recherchiert habe, und jetzt passt es hier vielleicht rein: Wie genau funktioniert eigentlich die Regelung von Attack und Release im Modus "Auto"?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • billbo
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    • 2. April 2014 um 16:39
    • #15
    Zitat

    Ich darf das präzisieren:
    Das Snare Top Mikro braucht kein Gate ... :wink:

    ... doch! Und zwar um das des SN Bottom Kanals damit zu triggern. Da sind wir jetzt allerdings deutlich bei 'Fortgeschrittene' :D

    Zitat

    in vielen livesituationen ist das nicht so einfach zu realisieren, weil man dort doch oft auf den raum reagieren muss.

    Und dessen Einflüsse sind nicht zu unterschätzen! Gerade Toms haben ihren Grundton häufig genau in dem Bereich, der in vielen gängig dimensionierten Indoorvenues Problemzone ist. Das selbe Tom, was gestern noch mit 400ms Release und 80Hz Lowcut super funktioniert hat, braucht in der dröhnigen Betonrechteckbox heute plötzlich 200ms und 160Hz. (Und mit etwas Glück kann ich das später, in ausverkaufter Halle, dann wieder rückgängig machen. VOR dem Soundcheck nach VVK- Zahlen zu fragen kann manchmal sinnvoll sein!)
    Mit den Grundfunktionen kann man sich unterm Kopfhörer im Wohnzimmer vertraut machen. Wirklich lernen tut man's später auf der Straße. Und, wie WW schon treffend anmerkte, 25 Jahre sind da manchmal nix!

    Zitat

    Eine Frage die mir immer mal wieder im Kopf rumgeistert, wonach ich aber bisher nie wirklich recherchiert habe, und jetzt passt es hier vielleicht rein: Wie genau funktioniert eigentlich die Regelung von Attack und Release im Modus "Auto"?

    Gibt's das echt auch bei Gates? Wow :shock: !

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 2. April 2014 um 18:17
    • #16
    Zitat von "billbo"

    ... doch! Und zwar um das des SN Bottom Kanals damit zu triggern. Da sind wir jetzt allerdings deutlich bei 'Fortgeschrittene' :D

    Ich darf das noch weiter präzisieren: Das Snare Top Mikro braucht kein Gate ... aber einen Signalweg in den sidechain des gates des bottom Mikros. :D ( ich hoffe, Du wolltest das ausdrücken :wink: )

  • rubicon
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    • 2. April 2014 um 20:32
    • #17

    ich gate snare selten, wenn, dann wenige db. genau so der rest. so wenig db wie möglich. gut zuhören und man bekommt die "richtigen" zeiten mit. für mich soll das schlagzeug so natürlich wie möglich klingen. nur in ausnahmefällen, wenn es ausdrücklich gewünscht wird, gate ich extrem.
    bei 2 bassdrums drehe ich gerne bei der 2. die phase, es gibt bei offenen gates nicht so bald rückkoppelungen. manche drummer wollen es schweine laut am monitor......!

  • billbo
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    • 2. April 2014 um 21:28
    • #18
    Zitat

    Ich darf das noch weiter präzisieren: Das Snare Top Mikro braucht kein Gate ... aber einen Signalweg in den sidechain des gates des bottom Mikros. :D ( ich hoffe, Du wolltest das ausdrücken :wink: )

    Hmjanein.
    Stell dir vor, du möchtest das über Keyfilter bandbegrenzte Signal des Top Mics (also nur den Anschlag-Töck) zum sauberen Triggern des Bottom Gates benutzen. Dafür hast du früher ein DS201 in die beiden Kanäle insertet, das Teil auf Link geschaltet, und im Top Kanal einfach den Return nicht aktiviert (oder, bei Billigpulten mit unsymmetrischen Stereoklinkeninserts und ohne Insert on/off Schalter, das linke 'Master' Gate auf Bypass geschaltet). Das linke sagt damit dem rechten präzise was es tun soll, ohne in seinem eigenen Signalweg selbst wirksam zu sein. Tricky Lösung, ohne mit irgendwelchen internen Siderack - Sonderverkabelungsbastelwünschen nerven zu müssen.
    Zugegeben, mir ist kein Digipult bekannt, mit dem das 'mal eben' genau so geht - aber das muss nichts heißen; von den meisten kenne ich ja allenfalls gerade mal die rudimentären Basisfunktionen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 2. April 2014 um 22:16
    • #19

    Der Umweg über den Stereo link eines Stereo gates ist aber eine Krücke, die dadurch entstand, dass Du zu Analogzeiten nicht ohne weiteres einen 'channel prefade direct out' in den 'side chain in' des zu gatenden Kanals patchen konntest, da die Kollegen früher mangels Interesse die 'sidechain ins' in der Regel nicht schön zugänglich auf ein XLR Patchfeld des Sideracks gelegt haben sondern die passende Buchse tief im Kabelwirrwarr des Rackinnern vergraben und damit wegen akzidenteller Entstöpselungskatastrophen im Festivalbetreib TABUUU war :D . Ob der trigger aus dem Snare Top Signal nun diesen Umweg über "stilles" gate -> stereo link -> synchronisiert automatisierte parameter des aktiven gates nimmt oder heute ein "post eq - prefade" Signal des benachbarten Snare top Kanals die Quelle für den sidechain des gates im Snare bottom Kanal bildet ( geht auch in Deinem LS9 ), ist in der Wirkung das selbe und ist selbstverständlich auch Kabelfrei. In einem DiGiCo könntest Du Deine alte Schalte auch machen, in dem Du ein "stilles" verlinktes gate in einem Stereokanal erzeugst, aber wozu ? Die Wirkung ist jedenfalls über den sidechain die Gleiche.

  • oton
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    • 2. April 2014 um 23:04
    • #20
    Zitat

    ... einzig und alleine weiss ich nur nie wie ich es mit der Hold und Release machen soll, besser mehr Hold und schnelleres Release oder umgekehrt, besonders stutzig mach mich dabei dass ein Hold nur in ein paar Millisekunden eingestellt wird während das Release schon weit über 100ms beträgt.

    sagen wir es mal vereinfacht so, solange Hold aus ist oder halt nur ein paar Millisekunden lang, bestimmt die Releasezeit das "Ausklingen" des Gates. Klingt also mehr oder minder natürlich. Wenn man jetzt Hold länger einstellt, und dafür die Releasezeit zurücknimmt, klingt z.B. eine Tom länger aus/wird weniger ausgeblendet , und wird dann sehr schnell gekappt. Treibt man das ins Extrem, hat man irgendwann ganz wunderbare 80er Jahre Tomsounds ... eine andere Variante ist oft, das Raum & PA schon so ein langes "Ausschwingen" erzeugen, das man aus einer normalen Tom mittels kurzer Holdzeit und Release fast schon auf null nur noch eine Art Attack erzeugt, so das das "Gesamtergebnis" wieder nach normaler Tom klingt ...

    Im Prinzip baut man halt Hüllkurven ... und das dauert einfach eine Weile, bis man mal alle Anwendungsfälle durch hat. Da hilft nur machen machen machen, Multitrack ist eine gute Idee, dann aber auch in verschiedenen (möglichst unterschiedlichen und nicht optimalen) Locations.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

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