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Beschaltung Lav-Mic (Line6) LM4T für Umbau TRS auf TA4F ???

  • JN_AAP317
  • 2. Dezember 2014 um 11:59
  • JN_AAP317
    Verifiziert
    Beiträge
    3
    • 2. Dezember 2014 um 11:59
    • #1

    Hallo Leute,

    für meine Bandkollegen habe ich mal vor einiger Zeit ein paar von den einfachen Line6-Funkstrecken (XD-V30) angeschafft (für Gitarre, Bass, ...)
    Und dazu wurde jeweils auch ein Lavalier-Mic, eben das LM4 (siehe Betreff), mitgeliefert. Die keiner in unserer Band brauchte...
    Diese Mics sind, passend zum Taschensender, mit großer Klinke beschaltet.

    Da die Mics - ich habe mit ihnen als Notfalllösung mal eine Videoaufzeichnung realisiert, weil die im Haus vorhandenen nicht einsetzbar waren - sind einigermaßen brauchbar, für solche Videoaufzeichnungen auf jeden Fall ausreichend.

    Ich habe nun einige Line6 XD-V75-Funkstrecken - die Taschensender haben hier den (Shure) TA4-Stecker - angeschafft.
    Und ich würde gern diese gratis zu den Gitarrenfunken erhaltenen Lavalier-Mics für die wesentlich robusteren Bodypacks nutzbar machen.

    Allerdings komme ich hier nicht weiter:
    Line6 hält sich bedeckt - sie geben keinerlei Beschaltung heraus.
    Sie haben mir lediglich bestätigt, dass es sich bei dem LM4 für die einfache Strecke (mit 6,3mm TRS) und dem LM4 für die professionellere mit dem TA4-Stecker jeweils um dieselbe Kapsel handelt...

    Die Kapsel ist über ein einpaariges Kabel mit dem TRS-Stecker verbunden, allerdings sind beide Adern (rot und weiß) direkt im Klinkenstecker gebrückt. D.h., Tip und Ring sind gemeinsam (gebrückt) mit ws und rt (auch gebrückt;-)) verbunden, der Schirm geht selbstredend auf "Sleeve" der Klinke.

    Nun meine FRAGE:

    Hat jemand schon Erfahrung damit, wie die Kapsel (ich habe von einer mal den TRS-Stecker abgeschnitten und versucht durchzumessen) an einem TA4-Stecker beschaltet werden muss?
    Generell wird über den Ring (?) des TRS bei Line6 eine Speisung (um die 3 Volt) ausgegeben - durch die Brücke zwischen Tip und Ring liegt die allerdings dann auch auf dem Signalausgang der Kapsel) - was dann ja einer Tonadernspeisung entspricht...

    Bei TA4 (Shure) wird über Pin 2 die Vorspannung ausgegeben, die Signalrückführung erfolgt dann über Pin 3/4.
    Ich habe mir, zum Zwecke des Erkenntnisgewinns :roll: , ein mit TA4F beschaltetes Line6 LM4T kommen lassen. Allerdings kam ich dort mit meinen (DC)Messungen nicht weiter. Hier scheint auf jeden Fall Pin 2 (3 V) und 3/4 (Signal) nicht "hard wire" gebrückt zu sein. Der gemessene Widerstnd deutete eher auf ein "C" zwischen diesen Pins hin. In dem winzigen Stecker war übrigens eine noch winzigere Leiterplatte verbaut, mit SMD-Komponenten - allerdings war alles mit Schrumpfschlauch überzogen,den ich nicht zertsören wollte (ich wollte das Mic zurücksenden - über 50€ netto waren mir zuviel für diese Spielerei...)

    Ich bin etwas ratlos!
    Ich weiß weder, welche der beiden Adern von der Kapsel für das Signal und welche für die Speisung vorgesehen ist, noch weiß ich, wie ich die Kapsel "anfahren" muss...

    Vielleicht kann mir da jemand helfen?!

    Eine Zuordnung der beiden Adern der Zuleitung zur Kapsel (rt, ws) zu Signal bzw. Speisung würde mir schon sehr weiterhelfen!
    Dann könnte ich ein wenig experimentieren - mit R's und C's.

    Die sehr hilfreiche (irgendwo hier im Forum verlinkte) Seite von Countryman zur Beschaltung der diversen Funkstrecken habe ich übrigens schon eingehend studiert! Bin aber dadurch nur "bedingt" schlauer geworden... :(

    Vielen Dank schon einmal im Voraus!

    Viele Grüße

    Jörg

  • JohannesN.
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    64
    • 3. Dezember 2014 um 18:37
    • #2

    Hallo Jörg,

    ich kenne das Lavelier das nicht, habe letztes Wochenende aber einen ähnlichen Umbau probiert.
    Ausgangspunkt ein xd75 Taschensender und ein Conrad-McCrypt Headset (bitte keine Diskussion darüber, war ein günstiger Versuch :-P). Das Headset hat praktisch nur eine Signalleitung + Masse. Da bei deinem ja aber beide Adern eh gebrückt sind, würde ich mal von dem selben Ausgangspunkt ausgehen.
    Das McCrypt-Headset hatte einen 3-poligen Mini-XLR mit einem reinen Widerstand zwischen der 2 und 3, R=3.3k.
    Genau so habe ich es auch probiert: Masse auf Masse (also Pin 1), dann im TA4 die 3.3K zwischen Pin 2 und 3 und die Signalleitung auf die 3. Ist eine ziemliche Fummelei, geht aber.
    Ein kurzer Test hatte eigentlich funktioniert - allerdings habe ich das Konstrukt auch noch nicht im ernsthaften Betrieb probiert, habe dann doch das originale Headset verwendet. (Welches meiner Meinung nach aber schlechter sitzt).

    Viel Spaß beim testen,

    Johannes

  • JN_AAP317
    Verifiziert
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    3
    • 4. Dezember 2014 um 09:59
    • #3

    Hallo Johannes,

    danke dir schonmal! werde das einfach mal ausprobieren..
    Und dann melde ich mich wieder!

    Viele Grüße, Jörg

  • madmax
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    5.386
    • 4. Dezember 2014 um 21:52
    • #4

    Ich hatte ähnliches und hab's lieber in meine PA-Fachwerkstatt gebracht. Schon alleine wegen der für meine Finger zu kleinen Steckerchen.
    TA4 gegen TA3 an einem mir unbekannten Headset.

    Never stop a running System

  • Kracky
    Profi
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    12.055
    • 6. Dezember 2014 um 12:14
    • #5

    Wir haben die 55er Strecken als Headset und da ja die mitgelieferten äußerst filigran sind haben wir jetzt einfach ohne lange nach zu forschen ein Headset aus dem Handel genommen das ebenso einen 4 Pol mini XLR hat und siehe da, es funktioniert, ganz ohne basteln. Also ne Wissenschaft kann es von dem her nicht sein.

    Vielleicht hift dir ja dieser Beitrag: http://www.bassic.ch/threads/mini-xlr-löten.14844958/

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

    2 Mal editiert, zuletzt von Kracky (6. Dezember 2014 um 13:29)

  • madmax
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    495
    Beiträge
    5.386
    • 6. Dezember 2014 um 13:18
    • #6

    Kann klappen; muß aber nicht.
    Ich mußte jedenfalls auch den Empfänger ausbauen und mit abliefern.

    Never stop a running System

  • JN_AAP317
    Verifiziert
    Beiträge
    3
    • 3. Mai 2015 um 17:11
    • #7

    Hat lange gedauert, aber ich hab's geschafft (war ne ziemliche Frickelei, einen normalen 1/10-W-Widerstand mit in dem Switchcraft-TA4-Stecker unterzubringen!):

    Die beiden Leitungen in dem Lav-Mic sind offenbar in der Kapsel von Line6 einfach gebrückt - ich habe sie in dem Stecker auch beide zusammengelegt auf die Pins 3 und 4 (die ja auch gebrückt sind -> Impedanzeinstellung auf "Mic").
    Zwischen Pin 2 (5 V Speisung: gemessen habe ich ca. 5,8 V) und den Pins 3/4 habe ich einen 4,7 K-Widerstand geschaltet, und den Schirm der Mic-Zuleitung natürlich auf Masse/Pin 1.

    Damit spielt es! Ich habe ein sauberes Signal am Ausgang des Empfängers - mehr wollte ich nicht...
    Ob ich mit der 4k7-Beschaltung jetzt das Optimum für die Speisung habe und wie es mit Übersteuerungsfestigkeit des Mics aussieht, kann ich nicht sagen! Für die Backup-Lösung der beiden Mics (bspw. für Videoaufzeichnungen, wie weiter oben erwähnt) reicht es auf alle Fälle.

    Danke nochmal für alle Tipps usw.!

    Viele Grüße

    Jörg

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