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Funkempfänger im Rack mit WLAN?

  • pileo
  • 29. Januar 2015 um 20:19
  • pileo
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    120
    • 29. Januar 2015 um 20:19
    • #1

    Hallo zusammen,

    Zwei Fragen zu Funkempfänger im Rack: 8 Empfänger sind mit ASA 1 Verteiler zusammen im Rack. Mischpult ist ein SI Expression.

    1) können die Antennen auch im Rack gelassen werden? (Kein Stahlrack)
    2) kann im Rack ein WLAN Router (für das Mischpult) installiert werden, ohne dass es das Funksignal stört?

    Danke und Gruss,
    Léo

  • wora
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    • 31. Januar 2015 um 00:47
    • #2

    vor allen wenn es kein metallrack ist, dürfte das wegen den recht weit auseinander liegenden frequenzbereichen eigentlich nicht zu störungen kommen.

    als funkelektroniker weiss man aber, das man sowas immer auch erstmal testen muss, denn "die wege der HF sind unergründlich" ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 31. Januar 2015 um 09:15
    • #3

    Bei mir hat mal ein Industrie-Netzwerkswitch den Empfang bis zur Unbrauchbarkeit gestört.

    Daher halte ich es mit wora, ausprobieren.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • nasi
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    • 31. Januar 2015 um 13:09
    • #4

    So doof wie es klingt, aber tatsächlich kann es schief gehen, auch wenn die Funkbereiche weit auseinander liegen. Denn so ein Netzwerkswitch, WiFi-AP oder andere IT-Geräte haben noch andere Dinge, die "abstrahlen" - im dümmsten Fall taktet die CPU im Switch ungefähr mit gleicher MHz-Zahl wie dein Mikrofon funkt. Und das kann zu Problemen führen. Wurde mir mal so erklärt, habe ich jedoch noch nicht getestet.

    Also wenn im gleichen Case unbedingt notwendig, dann so weit wie möglich auseinander und notfalls noch eine Bleiplatte dazwischen :wink:

    Viele Grüsse,
    Mario Henkel

  • pileo
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    • 31. Januar 2015 um 13:37
    • #5

    Wie wird das dann normalerweise gemacht? Die Funkempfänger müssen ja über einen Switch verbunden werden, um über den PC gemanaged werden zu können. Wo plaziert man den am besten?

    Gruss,
    Léo

  • simonstpauli
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    • 31. Januar 2015 um 14:18
    • #6

    In der Tat klingt das so plausibel, wie nasi das geschrieben hat. In meinem Fall war der Switch (16-fach, ich meine, Industrie-Cisco) ja komplett ohne WLAN-Funktion. Ich kenne aber auch Racks mit eingebauten 5,6 oder 8-fach Switches , bei denen das kein Problem ist. Im Zweifel einfach ausprobieren und sonst ein Extra-Rack mit dem Switch benutzen. In meinem Fall hat die Separation durch einfaches auf das Rack stellen statt in das Rack schrauben schon geholfen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • pileo
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    • 2. Februar 2015 um 10:39
    • #7

    Ok, danke für eure Erfahrungen!

    1) Wie macht ihr denn das? Lasst ihr die Funkempfänger gar nicht immer verbunden per Netzwerkkabel?

    2) Wie sieht das aus mit der Antennenmontage im Rack? Ist das kein Problem?

    Danke und Gruss,

    Léo

  • robert müller
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    • 2. Februar 2015 um 11:03
    • #8

    Moin,
    hier mal meine Erfahrungen mit Switch im Rack.

    Vorweg, wir betreiben für eine Showtruppe eine 20kanalige EW-G3-Anlage im C-Band. Diese ist (hauptsächlich aus Transportgründen) auf 2 Racks zu je 10 Kanälen aufgeteilt. Dort drin verbaut sind jeweils 10 Empfänger, 3 ASA1-Splitter und ein 16Port-Ethernet-Switch (Fast Ethernet in unserem Fall). Empfänger sind dabei frontseitig montiert, Splitter und Switch rückseitig. Auf der Rückseite sind auch die BNC-Anschlüsse für die Antennen auf einer Blende rausgeführt.

    Normaler Betriebsmodus der Racks ist mit abgesetzten Antennen (Rundstrahler-Paddel). Für Proben, Tests etc. stecken wir aber auch schonmal die Stummelantennen direkt hinten auf die Blende. Dabei kann ich folgendes beobachten:
    Auf ziemlich genau 750MHz erscheint ein relativ starker Träger - unabhängig davon, wo ich bin und was da so an Funk eingeschaltet ist. Das wollte ich natürlich prüfen und hab daher viel rumprobiert. Je mehr Empfänger im Rack eingeschaltet sind, desto stärker wird der Träger. Das hat mich richtig neugierig gemacht, und tatsächlich kann man das auch (allerdings in sehr viel geringerem Maße) mit einem einzelnen Empfänger außerhalb des Racks feststellen. Letzten Endes hat mir das keine Ruhe gelassen und ich hab einen Empfänger mal in einer EMV-Kammer vermessen. Ich konnte dabei einen ganz leichten Peak bei eben 750MHz feststellen (-120dBm gegenüber -130dBm Grundrauschen des Messempfängers).

    Nach Telefonaten mit der Sennheiser-Technik kam mir dann irgendwann die Erleuchtung: Bei 750MHz liegt eine Oberwelle der Fast-Ethernet-Übertragung (diese hat einen Grundtakt von 125MHz). Die Frequenz wird aber nutzbar (im Sinne von kein Träger zu sehen), sobald die Antennen ein paar Meter vom Funkrack weg abgesetzt stehen. In dieser Konfiguration spielt das auch stabil. Mit den Stummelantennen können wir in Ausnahmefällen auch arbeiten, müssen dann aber die 750MHz meiden.

    Insofern mein Rat:
    Racks komplett vorverkabeln (HF, NF, Ethernet), Switch im Rack verbauen. Das Ganze testen. Wenn Antenneneinbau direkt am Rack gewünscht bzw. erforderlich ist, Vielfache von 125MHz auf jeden Fall meiden. (Gilt meinen Tests nach auch dann, wenn kein Switch verbaut ist. Ausnahme: 100er-Serie, die keine Netzwerkinterfaces eingebaut hat.) Ansonsten funktioniert Rackeinbau der Antennen meiner Erfahrung nach gut, wenn man keine exorbitante Reichweite benötigt. Nonplusultra für große Räume sind aber einfach abgesetzte Paddel.

    Access Point auf jeden fall als separates Gerät, so dass man es ggf. absetzen kann. Rackeinbau des AP nur dann, wenn das Ganze nach Tests stabil läuft. Wenn, dann so weit wie möglich entfernt von den Funkempfängern einbauen. Falls das nicht funktioniert, hast du immer noch die Möglichkeit, den AP ebenfalls abzusetzen.

    Ein Tipp noch: Wenn möglich, kannst du die Sendeleistung der Mikrofone auf low stellen. Das verringert die Wahrscheinlichkeit von Interferenzen durch Übersteuerungen im HF-Bereich. Falls große Reichweiten benötigt werden (einmal quer durch ein Kirchenschiff oder so) würde ich das allerdings vorher nochmal auf Reichweite testen wollen.

    Und noch was wegen der generellen Überlegungen zur Einstreuung durch andere Geräte (bzw. deren Bauteile wie Prozessoren etc):
    Die Hersteller von Funkmikrofonanlagen warnen grundsätzlich davor, dass spezielle digitales Equipment in Ihre Geräte einstreuen kann und empfehlen idR sowieso schon einen gewissen Abstand einzuhalten. Wenn ich deine Beiträge im Forum richtig deute, willst du ja ein Kombirack bauen mit Digitalpult, Empfängern und sonstiger Peripherie. Insofern gilt hier nochmal verstärkt: Testen, testen, testen. Und zwar dann, wenn alles eingebaut und in Betrieb ist.

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