ein interessanter artikel im wall street journal http://www.wsj.com/articles/roadi…ness-1426780184
im wandel der zeit
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Jau. Alle 'typischen FOHler' (egal ob freie oder feste) die hier mitlesen und deren Mindesteinkommen zwischen 60.000 und 120.000 Dollar pro annum liegt, bitte mal aufzeigen.
120k (bzw. 240k, die man für ein solches Einkommen als Selbständiger ja mindestens einnehmen muss, wie man anderswo gerade schön schlüssig nachlesen kann) - das sind nicht mal 500 Shows à 500 Dollar. Auch Monitorjobs zählen! Kommt Jungs (und Mädels). Her mit euren Auftragsbüchern, outet euch!Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Ja so ähnlich wollte ich das auch schon geschrieben haben. Einzig mögliche Erklärung:
Der amerikanische Mensch trennt entweder von sich aus sauberer zwischen Hobby und Beruf oder wird von etwas, was ich nicht genau weiß (
) dazu gezwungen oder hat eine klarere Schallmauer dafür, wann der Spaß aufhört.
Auf jeden Fall scheint es nicht zum 'american dream' zu gehören, eine Veranstaltungstechnik-Firma um jeden Preis zu führen, sehr wohl aber zum 'Oberligamusiciansinsight', seine Techniker ordentlich zu bezahlen. :wink: -
Wäre ich auch geneigt, das so zu sehen. Wenn – tja, wenn ich nicht von den meisten Amitechs, die ich so kenne und die mir immer mal wieder begegnen wüsste, dass sie sehr wohl für 500 Dollar o. ä. unterwegs sind. Die Woche, versteht sich; und nach 6 Wochen heißt es "tschüss, vielen Dank, war super, bis demnächst vielleicht mal". Gut, das ist jetzt nicht immer unbedingt premium league – aber um ahnungslose friend-of-band Dilettanten handelt es sich dabei auch nur in den allerseltensten Fällen.
Was mir aus der angloamerikanischen Szene geläufig ist sind so eine Art Service on Demand- Verträge. Also für (übersichtliches) Festgehalt als Tonler angestellt bei einem Künstler bzw. dessen Agentur; dafür verpflichtet, mit bestimmter Vorlaufzeit exclusiv verfügbar zu sein. Für jede Show gibt’s Gage obendrauf, in Leerlaufzeiten darf/ muss man sich dafür auch anderweitig nach Aufträgen umschauen.
Wie so eine Übereinkunft ganz konkret aussieht weiß ich nicht. Aber die Amis sind in solchen Angelegenheiten ja flexibel – mit einem strammen Deutschen Gewerkschaftsführer würde ich so etwas lieber nicht aushandeln wollen müssen.
Und außerdem gibt es hierzulande doch sicherlich eine Verordnung, die solche – für beide Seiten halbwegs fair funktionierende – Übereinkünfte strengstens untersagt.
Der verlinkte WSJ- Artikel ist dagegen vermutlich eher ein journalistisches Werk der Sorte "ich muss hier jeden Tag irgendwas schreiben. Gut, dann schreib' ich halt irgendwas... ". Wobei der im Kern (Livebusiness statt Plattenverkäufe) sicherlich stimmt. Nach den Millionären unter den Gitarrenroadies wird man allerdings trotzdem sehr gezielt suchen müssen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo