Im High-End Bereich sehe ich auch noch die neue Yamaha Rivage weit vorne ... von der Bedienung her sind das imho Welten zu SD7 & Co. Wenn Avid das mit der Software hinbekommt sehe ich sie aber als starken Konkurrenten, da gebe ich Gerd recht.
Was für Pulthersteller bleiben eigentlich noch übrig ?
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Zitat von "gert"
Avid S6 wird Gewinner im RennenWie kann jemand Gewinner in einem Rennen sein, der noch nicht einmal gestartet ist?

Wenn man die Herstellerpolitik bei Midas (die glaube ich keinem wirklich gefällt, ausser dem Uli B.) mal aussen vor lässt, stehen für mich Midas und Digico an erster Stelle (Softwarestand: heute)
gefolgt von Yamaha und zwar rein nur wegen der Stabilität für die Industriejobs für die sie geschaffen sind. Für mich persönlich ist der Sound von Midas und Digico (gemessen an Preamp UND Eq) in diesem Segment für das sie gebaut sind, immer noch ungeschlagen.
PS: steht ein 01V96 am Job, wird es meistens durch mein SD11 ersetzt und auch meistens sogar freiwillig bezahlt.
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Zitat von "gert"
Fuer mich sieht das im Moment so aus
Avid S6 wird Gewinner im Rennen
Digico solide im High End
Allen and Heath fuer Day to Day JobsIch werde mir ne GLD80 fuer mich selber zulegen.
Alle anderen wärmen nur kalten Kaffee auf und hoffen keiner merkt es!
Interessant.Für mich wäre im Moment ein Zwitter aus GLD und iLive spannend. Mit mehr Power könnte man das dLive nennen, mal sehen, wie die sich in echt anfühlt. Wenn die Firmware ähnlich gepflegt wird, wie bei GLD und iLive, finde ich die richtig cool.
Dann kommt in meiner Gunst in der Tat Yamaha, langweilige Pulte, die laufen und was können.
Bei der Soundcraft-Vi-Vorstellung hatte ich fast einen Lachkrampf bekommen, weil die Setup- und User-Layer-Knöpfer eher so eine theoretische Rolle spielten. Daß heute immer noch nicht alle Setup-Knöpfe mit Funktionen belegt sind, ist allerdings ein Zeichen dafür, daß die Vi1-6 nicht die Bedienoberfläche erhalten haben, die in der Entwicklung mal angedacht war. Das, was funktioniert, funktioniert anständig. Inzwischen fehlt mir in der Tat bei der Vi am Meisten ein Channel Strip, ich ertappe mich dabei, zu sehr am Bildschirm zu kleben.
Die Si-Serie versuche ich meistens zu ignorieren, erinnert mich alles an Spirit Digital. Und das sind keine angenehmen Erinnerungen.Die Midas-Entwicklung verfolge ich gespalten. Einerseits gibt es Aspekte, die ich total mag, andererseits schüttle ich den Kopf, was Teile des UI betrifft. Und ich habe Angst, daß sich Midas mehr an Behringer annähert, als andersherum.
DiGiCo hatte ich nur als Bandmischer unter den Fingern und hatte den Eindruck, daß es feature-mächtige Nerd-Geräte sind.
Bei AVID stört mich vor Allem der externe Monitor. Warum sollte ich ein Pult wollen, welches nicht vollständig geliefert wird? Bei Tastaturen will ich mal nix sagen, aber ein Monitor darf gerne sinnvoll in ein Pult integriert werden. Meine Meinung. Ansonsten ordentliche Pulte, die Venues...
Dann gibt es da noch den einen oder anderen Hersteller, mit dem ich quasi nichts zu tun habe. Bei Mackie und Roland hatte ich den Eindruck, daß die sich hocharbeiten können. Mackie hat wohl aufgegeben, Roland will es noch mal wissen. Mal sehen. Was ist eigentlich aus den EAW-Plänen geworden? Ich fand die Idee toll, einen Systemcontroller und Smaart direkt in die Console zu integrieren.
Die Exoten:
Lawo, SSL, Stagetec, Innovason bediene ich in meinem Alltag nie, es gibt aber Märkte und Anwendungen, wo die hoch im Kurs stehen.
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Dann will ich auch mal:
Zitatebenfalls vor jahren hatte ich mal eine M7 mit sehr zickigen fadern vor der nase.
Jepp, ein ärgerlicher Dauerbrenner. Und immer in der besonders beanspruchten Centralogic – gemäß Murphy ist es beim Aufrufen eines GEQ dann stets der 3k15- Fader, welcher ungefragt und unvermittelt mal den oberen Anschlag testet.
Hat m. E. zweierlei Gründe: zum Einen ist M7 mittlerweile so was wie die Schindmähre unter den Arbeitspferden und hat oft 10 mal mehr servicelose Einsätze auf dem Buckel als vergleichbare Mitbewerber. Zum Anderen werkeln dort die einfachen Alps 'N- Type' Motorfader. Die herstellerübergreifend in den teureren Serien meistenteils verbauten 'K'- Typen kosten das Fünffache und sind mit zehnfacher Zyklenfestigkeit spezifiziert. Und das macht sich früher oder später bemerkbar. Ein schönes Beispiel dafür, dass Softwaregimmicks ('Features') für die qualitative Beurteilung eines technischen Gegenstandes im Grunde genommen bedeutungslos sind.
Andererseits ruft Yammi für einen komplett montierten 8er Ersatzfaderblock nicht mal 200 Euro auf – in meinen Augen klug investiertes Geld nach ein paar staubig- schwitzigen Einsatzjahren.ZitatAvid und Roland und andere spielen hierzulande nur eine sehr untergeordnete rolle, zumindest was die verleihszene ab einer gewissen grössenordnung angeht.
Kann ich was Avid betrifft nicht nachvollziehen. 'Profile' ist hierzulande geradezu ein Festivalstandard und europaweit selbst in mittleren und kleineren Venues praktisch überall zu finden. Allerdings, wie Oton schon richtig anmerkt, kommen die Teile zusehends in die Jahre – und das nicht nur, was die Hardware betrifft. Der beharrlich starr im Inputkanalschema feststeckende rechte Faderblock nervt mitunter gehörig. Vor allem seit man weiß, dass das mit einfachen Mitteln auch seehr viel besser geht. :roll:
Für mich ist es so: an das wohlige Gefühl, es hinter einem CL5 mit einem fertigen, vollständigen, weitgehend selbsterklärenden, ausgereiften Arbeitsgerät statt mit einer IT- Dauerbaustelle zu tun zu haben, kommt zur Zeit kein anderes neueres Produkt heran. Meine Prognose für die nächsten 10 Jahre daher:
Yamaha (CL & QL) - ist/ wird das, was in den 90ern XL200 oder PM3500 waren. Quasi- Standard, Arbeitsalltag.
Avid – wird seinen Platz behalten, sofern die fällige hardware- und softwareseitige Modernisierung gelingt.
Soundcraft – Gefahr der Einbahnstraße (Guma hat das mal 'Fluch des festgelegten Oberflächendesigns' o.s.ä. genannt). Kann gutgehen, muss aber nicht.
Midas Pro – wird entweder als persönliches Hobby- und Prestigeprojekt mit den Erträgen aus 'Massengüterproduktion' am Leben erhalten. Oder überlebt langfristig lediglich als Schriftzug.
Digico – so was wie der MAC unter den PCs. Liebt man oder hasst man. Da auf Dauer verkaufte Stückzahlen entscheiden, Zukunft offen. (Apple ist heute zwar die teuerste Firma der Welt – war vor Jahren aber auch schon mal praktisch pleite).
Roland – leidet (warum auch immer) am Muckermarktsyndrom. Gestern, heute, morgen. 'Ach, die bauen auch Mischpulte? Wusst' ich gar nicht...'
A&H – da bin ich aus alten Zeiten vorbelastet ('wenn ich mir kein richtiges Pult leisten kann, dann wird's eben A&H...'). Okay für Stadtfeste und Schützenzelte, wo böse Fremdmischer nix zu melden haben :D. Ob und wie sich die Brand- Abstufung (Calrec > Digico > A&H ??) im gemeinsamen Mutterkonzern gestalten/ auswirken wird ist m. E. noch nicht geklärt.
Den einen oder anderen teuren Exoten - wird es in Ministückzahlen nebenher immer (wieder) geben. Es gibt ja nach wie vor auch Ferraris, Maseratis, Lamborghinis – obwohl die sinnlos teuer, zickig, anfällig, unzuverlässig, und damit im Prinzip ziemlich überflüssig sind.
Trotzdem schaut der Passatkombifahrer mit dem CL auf der Ladefläche manchmal mit einem Auge neidisch- verstohlen hinterher.
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Zitat von "billbo"
Für mich ist es so: an das wohlige Gefühl, es hinter einem CL5 mit einem fertigen, vollständigen, weitgehend selbsterklärenden, ausgereiften Arbeitsgerät statt mit einer IT- Dauerbaustelle zu tun zu haben, kommt zur Zeit kein anderes neueres Produkt heran.
Wenn ich in den aktuellen Release-Notes zu 3.02 lese, dass Dante - das Hausformat für CL/QL - nach dem Update Probleme bei Dante erzeugen kann, wenn man vor dem Update nicht auf 1mS oder mehr Dante Latency bei allen Komponenten eingestellt hat und dass es einen Fehler bei den Mute-Zuweisungen gab, ist es da wohl auch mit der berühmten Stabilität und langen und ausführlichen Testzeit, bis eine Software herausgegeben wird, auch eher vorbei.
Wie wäre es, wenn das Gerät - aus welchen Gründen auch immer es notwendig ist - beim Update selbständig alle Parameter so schaltet, dass das Gerät danach einfach wieder normal funktioniert und danach die Parameter wieder auf die vorherigen Settings zurücksetzt? - Das würde ich vom "rocksolid Yamaha"-Pult erwarten...
Und bitte endlich wieder eine floating point DSP Plattform! Mit 40 Bit Fließkomma ist man "best of both worlds" - bietet 32 Bit Festkomma und 8 Bit Fließkomma.Zitat von "www.yamahaproaudio.com"Notice of V3.02 release with bug fixes
Fixed a problem (occurred in V3.00 and V3.01) in which the Mute Group and channel muting are cancelled when a DCA Group is also muted on the channels where the Mute Group and/or channel muting were already applied. We apologize for any inconvenience caused by this problem, and recommend that the firmware is updated to V3.02.
Caution after updating to V3.0
We found a problem in which the Dante settings might not be properly initialized when the firmware is updated to V3.0, which results in data inconsistency between the CL/QL console and the R series units. This might occur only when the Dante Latency was set to 0.25ms or 0.5ms. Therefore, after updating to V3.0 it is recommend to briefly change the Latency to 1.0ms on the console with the Console ID #1, then restore the original setting again. This will remove the possible data inconsistency between the console and the mounted R series units. However, Dante Controller will be needed to manually change the settings of R series units that are not mounted on the console with Console ID #1. -
Du zerstörst gerade mein Weltbild! :?

Ja, die seligen Tage des 'On the fly - standalone Updates' eines M7 sind wohl leider vorbei. RJ45 sei Dank.
Ich werde mich die Tage mal daran versuchen. Wobei ich mir diesbezüglich eigentlich schon länger angewöhnt habe, erst mal in Ruhe die ersten Bugfixes eines größeren Versionsupdates abzuwarten. Egal bei welchem Produkt. Wenn da bloß nicht immer die versprochenen neuen Gimmicks locken würden...
Und selbstverständlich bleibt einem im ernsthaften Vermietgeschäft nach kurzer Karenzzeit eh keine Wahl. 'File nicht erkannt' ist für beide Seiten stets eine Situation mit maximalem Nervfaktor.Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Zitat von "markus f."
Die dürfte vmtl. genauso exotisch sein wie eine SSL Live.
Hatte letzte Woche eine SSL Live L500 unter den Fingern, bei der sich kein einzelner Fader mit nur einem Finger schieben liess, sondern direkt verkantete.
Also alle Fader mit 2 Fingern 'aussen' greifen und ganz sachte Bewegen - Und was mach' ich, wenn 3 Mic's gleichzeitig auf die Bühne kommen?!?!


:x
Das gab eine nette Hasstirade auf dieses so wundervoll geliebkoste Pult...... :oops: :cry: -
Ok...das ist vermutlich nicht der gewünschte Soll-Zustand...
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Zitat von "gert"
Nein
Damit macht man es sich in meinen Augen etwas zu leicht.
Mit AVB rennt Avid leider meiner Meinung nach in eine Sackgasse. Für das SC48 Remote war das ja noch super und auch am S3L ok. Aber jetzt weiter drauf zu setzen? Ich weiß nicht...
Ansonsten hat Avid mit den alten VENUE Pulten definitiv ein Stein im Brett.Ich freue mich über die doch rasante Verbreitung von CL- und auch QL-Serie, die so doch auf jeden Fall zu erkennen ist. Funktioniert einfach und das wirklich gut. Wer damit keinen vernünftigen Sound geschraubt bekommt hat andere Probleme!
Mei, jetzt hat Yamaha mal ein Update verkackt - niemand ist perfekt. Und alle Szenarien vorher durchzutesten ist schlicht und einfach absolut unmöglich.
Auf das Rivage bin ich gespannt - das könnte echt ne sexy Nummer werden.Ansonsten erfreut sich Midas PRO1 und PRO2 doch gerade im Touring gewisser Beliebtheit. Mir sind in letzter Zeit einige britische und amerikanische Produktionen begegnet, die die Kisten dabei haben.
Zitat von "Bodenanker"
Das gab eine nette Hasstirade auf dieses so wundervoll geliebkoste Pult...... :oops: :cry:Das klingt für mich eindeutig nach einem Defekt. Von der Ladebordwand gerollt oder whatever. Klar ist das ärgerlich, aber da kann SSL nix dafür. Deshalb gleich das komplette Produkt zu verteufeln...
Letztlich ist es aber auf jeden Fall, genau wie ein Lawo, Cadac oder whatever ein Produktionspult - und nix für mal eben schnell.Nix für ungut.
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Ahh, die SSL500 habe ich vergessen…
- einmal nach dem Neustart digitales Feedback Ursache nicht zu ergründen
- ein weiteres mal lies sich die Kiste gar nicht starten
- wieder ein weiteres mal war die Inputkarte 1-16 hinüberBeim selektieren von Funktionen kann man sich getrost nen Kaffee kochen, es dauert einfach alles ewig.
Ich hasse kein Pult mehr als dieses.Gruß
Sebastian
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Ich sehe bei S6L und S3L auch ein bisschen das Problem des nicht intuitiven Interfaces. Da wird sich jeder Fremdtechniker, der die Schüssel nicht kennt, erst einmal sehr schwer tun. Daher sehe ich beide Produkte eher in aufwendigen Theater- und Musical-Produktionen und bei aufwendigen Tourneen, als auf irgendwelchen Festivals oder als Pult für einmalige Veranstaltungen. Da machen dann auch die ganzen Sachen aus dem Studiobereich, wie die DAW-Steuerung, Sinn. Relativ häufig sieht man aber Live noch die älteren Venue-Konsolen (erkennbar an dem fest im Case verbauten Monitor :D).
AVB ist prinzipiell die Lösung der Zukunft in allen Bereichen, von Fernseh- und Produktions-Studios, bis in den Live-Bereich. Das Problem ist nur, dass Soundcraft mit ihrer Entscheidung für MADI und vor allem Yamaha mit Dante erst einmal die nächsten Jahre bis Jahrzehnte die Tür zugezogen haben und AVID da relativ alleine dastehen.Bei Midas bin ich mir aber nicht sicher, ob dort die Innovationen fehlen oder man dem Kunden einfach keine neue Oberfläche zumuten will. An der Technik hat sich durchaus etwas getan. Da müsste man abwarten, wie sich ProX und Neutron in die Produktpalette einfügen. Derzeit wirkt das noch etwas unorganisiert. Ob jetzt mangelnde Updates etwas schlechtes oder gutes an sich haben, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist das aber auch einfach der Standpunkt von Midas nicht mehr am Funktionsumfang herumzudoktern und zu zeigen, dass die Pulte ausgereift sind und keine Updates mehr zu Fehlerbereinigung brauchen.
Die M5000 von Roland finde ich interessant und es gibt auch einige gute Features. Aus diversen Gründen setzen sich aber gute Produkte nicht unbedingt am Markt durch, z. B. wenn der falsche Name darauf steht.
Fällt jemandem noch ein Pult ein, was demnächst geupdatet oder ersetzt wird und der große Wurf sein könnte? Mittlerweile haben ja alle Hersteller (bis auf Midas) alle größeren Produkte auf die zweite Generation umgestellt bzw. diese angekündigt.
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Zitat von "Dudais"
... Wer damit keinen vernünftigen Sound geschraubt bekommt hat andere Probleme!
Das ist einer der Gründe, warum ich im PA-Forum fast nichts mehr schreibe. Woher kennst du meine anderen Probleme? Woher weißt du, dass ich keinen vernünftigen Sound hinkriege?Dass "man keinen vernünftigen Sound mit dem Ding hinbekommt" habe ich gar nicht behauptet - und diese vermeintlich persönlichen Angriffe (kennst mich ja gar nicht) bringen mich dazu, noch weniger zu schreiben. Du musst halt wesentlich konservativer in der Aussteuerung sein und schön brav die Summierungs-Clip-Indikatoren an allen Stellen (Eingang, nach EQ, nach Dynamic1, nach Dynamic2, ggf. nach Gruppe, ggf. vor Masterfader) beachten.
Fakt ist (ohne irgendwelche persönlichen Angriffe):
+ Floating Point DSP Systeme haben je nach Umsetzung intern etwa 1600 dB Headroom
+ Alte Floating Point Systeme nutzten 32 Bit, also 24 Bit Fixkomma und 8 Bit Fließkomma - daher ergab sich ein, verglichen mit einem 32 Bit Fixkommasystem, im schlechten Fall ein geringerer Dynamikumfang (und da wir nicht mit Sinustönen gleichbleibender Amplitude arbeiten ist quasi immer ein schlechter Fall vorhanden)
+ Seit alle modernen hochwertigen Systeme 40 Bit Floating Point (Avid, DiGiCo, Innovason, Lawo mc2, Midas Pro, Soundcraft Si+Vi, Studer, ...) nutzen hat man beides, geringes Grundrauschen/guten Dynamikumfang und die Sicherheit, intern nirgendwo zu übersteuern (z.B. EQ, Dynamics, Summierung)Erkennst du da einen Nachteil? Wie sind deine Argumente gegen Floating Point DSP?
Zitat von "Dudais"Mei, jetzt hat Yamaha mal ein Update verkackt - niemand ist perfekt. Und alle Szenarien vorher durchzutesten ist schlicht und einfach absolut unmöglich.
Dafür ist Yamaha berühmt, dass es - in japanischer Präzisionsarbeit - quasi keine Fehler in der Arbeit gibt. Daher sind die schönen Mischpulte auch so beliebt, weil ein recht sorgenfreier Alltag möglich ist.Zitat von "Dudais"Auf das Rivage bin ich gespannt - das könnte echt ne sexy Nummer werden.
Ich bin da auch sehr gespannt.Zitat von "Dudais"Nix für ungut.
Wie jetzt?! Zuerst beleidigen und dann alles zurücknehmen? -
Zitat von "HenrySalayne"
Ich sehe bei S6L und S3L auch ein bisschen das Problem des nicht intuitiven Interfaces. Da wird sich jeder Fremdtechniker, der die Schüssel nicht kennt, erst einmal sehr schwer tun .
Also das sehe ich anders und vor allem differenzierter:
Das S3 ist ein eindeutiges "persönliches Mischgerät" welches außer für den persönlichen Gebrauch sicher auch dort zum Einsatz kommen wird wo es eine Diskrepanz zwischen Anspruch des Künstlers und der Logistik gibt, sprich wenn das S6 nicht passt.
Hierbei würde ich durch die starke personalisierungsmöglichkeit der Oberfläche zustimmen
Was die fehlende intuitität betrifft. Die Software (Venue GUI ) hingegen die dem zugrunde liegt ist wohl eine der besten die es gibt.Daher würde ich der S6 eine sehr hohe intuivität bescheinigen bei der großen Anzahl an potis und Screens kombiniert mit eben jener bekannten Software. Und das ohne die Kiste live gesehen zu haben.
Ich würde wie im eigentlichen S6 Thread geschrieben gerne mal wissen was an der Software denn nicht fertig ist?
Denn beim kleinen Bruder läuft sie ja. -
Ich rede auch nicht von der Software, die unintuitiv ist, sondern von der Hardware. Es gibt keinen richtigen Channelstrip, sondern einen Haufen Funktionen auf den gleichen Knöpfen. Erstens ist jede Funktion erst einmal eine Bedienebene tiefer angeordnet, als bei anderen Pulten (kostet Zeit), zweitens ist eben durch die Variabilität der Bedienoberfläche diese unübersichtlich, wie ein riesiges Feld User-Assignable-Keys, eben unübersichtlich ist. Da gibt es eben keinen klar gegliederten Channelstrip wie bei der iLive.
Mit genug Erfahrung und immer wiederkehrenden Abläufen macht ein System Sinn, das man ganz auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Andererseits bremst es all diejenigen aus, die damit noch nicht (häufig) gearbeitet haben.Die S6L wird sich bestimmt ihre Käufer finden, aber zum Quasi-Standard im Livebereich wird sich das Pult nicht erheben.
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Zitat von "hermste"
Dass "man keinen vernünftigen Sound mit dem Ding hinbekommt" habe ich gar nicht behauptet - und diese vermeintlich persönlichen Angriffe (kennst mich ja gar nicht) bringen mich dazu, noch weniger zu schreiben. Du musst halt wesentlich konservativer in der Aussteuerung sein und schön brav die Summierungs-Clip-Indikatoren an allen Stellen (Eingang, nach EQ, nach Dynamic1, nach Dynamic2, ggf. nach Gruppe, ggf. vor Masterfader) beachten.
Wieso konservativer? Wenn man nach Lehrbuch aussteuert (das wären so in etwa -18dBFS), sollte normalerweise nicht auf irgendwelche Clipping-Probleme stoßen. Andere Hersteller haben das schlauer beschriftet und diesen Punkt "0dB", wie aus Analogzeiten bekannt, genannt. Der Japaner war wohl zu technisch orientiert, um das auch zu tun.ZitatFakt ist (ohne irgendwelche persönlichen Angriffe):
+ Floating Point DSP Systeme haben je nach Umsetzung intern etwa 1600 dB Headroom
+ Alte Floating Point Systeme nutzten 32 Bit, also 24 Bit Fixkomma und 8 Bit Fließkomma - daher ergab sich ein, verglichen mit einem 32 Bit Fixkommasystem, im schlechten Fall ein geringerer Dynamikumfang (und da wir nicht mit Sinustönen gleichbleibender Amplitude arbeiten ist quasi immer ein schlechter Fall vorhanden)
+ Seit alle modernen hochwertigen Systeme 40 Bit Floating Point (Avid, DiGiCo, Innovason, Lawo mc2, Midas Pro, Soundcraft Si+Vi, Studer, ...) nutzen hat man beides, geringes Grundrauschen/guten Dynamikumfang und die Sicherheit, intern nirgendwo zu übersteuern (z.B. EQ, Dynamics, Summierung)Erkennst du da einen Nachteil? Wie sind deine Argumente gegen Floating Point DSP?
Ich war zwar nicht gefragt, antworte aber trotzdem:Mir ist es Lachs, wie der Hersteller das intern löst. Welchen Dynamikumfang bearbeiten wir den im echten Leben? Also Maximalpegel über Publikums- und Hallennebengeräuschen? Hier sehe ich bei kaum einem Pult Probleme. Bei den grundsätzlichen Features inzwischen auch nicht mehr so sehr, obwohl bei manchen Pulten noch was gehen würde (z.B. im Bereich Multibandkompression, 2 Inserts, flexible Abgriffpunkte für Aux-Sends und Inserts, Effekte, Anzahl der Busse, integrierter Systemprozessor. Das sind aber oft "nice-to-haves".).
Mir ist das UI am wichtigsten. Bei mir steht "Ein Knopf - eine Funktion" sehr hoch im Kurs, danach kommt Übersicht und Erreichbarkeit der Inserts, Effekte etc.
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Zitat von "HenrySalayne"
AVB ist prinzipiell die Lösung der Zukunft in allen Bereichen, von Fernseh- und Produktions-Studios, bis in den Live-Bereich. Das Problem ist nur, dass Soundcraft mit ihrer Entscheidung für MADI und vor allem Yamaha mit Dante erst einmal die nächsten Jahre bis Jahrzehnte die Tür zugezogen haben und AVID da relativ alleine dastehen.
Achtung - eigene Meinung: Nein AVB ist absolut nicht die Lösung der Zukunft. Warum?
AVB ist zwar an sich eine gute Sache, ist aber bei genauerem hinsehen viel zu kompromissbehaftet. Das fängt bei speziell benötigten PHYs an, geht mit kaum am Markt verfügbarer kompatibler Netzwerkinfrastruktur weiter und hört bei Layer 2 auf. Ja richtig AVB ist erstmal ein Layer 2 Netzwerk und damit fällt es gerade für Fernsehen und Rundfunk raus - hier heißt das Stichwort Remote-Production, was eine Signalverteilung und -verwaltung über Standard-IP LAN oder WAN Infrastruktur fordert.
Das ist mit AVB so erstmal nicht möglich. Außerdem will niemand jegliche vorhandene Netzwerkinfrastruktur rausschmeißen, nur weil sie jetzt AVB machen sollen.Zitat von "hermste"Das ist einer der Gründe, warum ich im PA-Forum fast nichts mehr schreibe. Woher kennst du meine anderen Probleme? Woher weißt du, dass ich keinen vernünftigen Sound hinkriege?
Guten Tag hermste. Ich habe mit meiner Aussage überhaupt niemanden direkt adressiert. Warum fühlst du dich angesprochen oder beleidigt? Ich wusste gar nicht, dass wir uns kennen und ich dir gesagt habe, dass du keinen vernünftigen Sound hinkriegst?
Zitat von "hermste"Erkennst du da einen Nachteil? Wie sind deine Argumente gegen Floating Point DSP?
Ich halte es da mit simonstpauli - eine Diskussion über Floating Point DSPs ist hier jetzt außerdem wohl fehl am Platz.
Zitat von "hermste"
Dafür ist Yamaha berühmt, dass es - in japanischer Präzisionsarbeit - quasi keine Fehler in der Arbeit gibt. Daher sind die schönen Mischpulte auch so beliebt, weil ein recht sorgenfreier Alltag möglich ist.Das sehe ich ganz genauso - dennoch hast du den Untergang der japanischen Sonne ausgerufen, nur weil mal ein kleiner Bock dabei war.
Zitat von "hermste"
Wie jetzt?! Zuerst beleidigen und dann alles zurücknehmen?WTF :roll: > siehe oben!
Zitat von "Dudais"Guten Tag hermste. Ich habe mit meiner Aussage überhaupt niemanden direkt adressiert. Warum fühlst du dich angesprochen oder beleidigt? Ich wusste gar nicht, dass wir uns kennen ...
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Das ist ja gerade der Witz an AVB, dass es sich um normale, standardisierte Netzwerktechnik handelt, die sich nahtlos ineinander einfügt und hybride, samplekohärente Audio- und Videoübertragung unterstützt. Layer2 ist der große Vorteil an der Technik, was natürlich auch entsprechende Hardware voraus setzt. Derzeit ist das Angebot noch klein, aber das ist das berühmte Henne-Ei-Problem. Ein AVB-Router kostet nicht mehr als ein Router, der das nicht hat (oder sollte nicht mehr kosten). Wenn die Netzwerkausrüster und Anbieter von Audiotechnik endlich mal auf den Zug aufspringen würden, könnte sich AVB in allen Bereichen binnen kürzester Zeit durchsetzen.
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Nein, es handelt sich eben nicht um "normale" Netzwerktechnik - keiner hat Lust Sachen zu kaufen, die er schon hat.
Genauso ist AVB aus dem selben Grund nicht migrierfähig, wo kein passender PHY verbaut ist, funktioniert es nicht.Wo soll der große Vorteil von Layer 2 gegenüber Layer 3 sein?
Und nochmal - AVB kann nicht in IP-Netzen geroutet werden. Damit ist es für größere und komplexere Anlagen schlichtweg nicht geeignet.
Der einzige realistische "Standard" ist für mich im Moment Ravenna / AES67. Aber auch dort sind die Baustellen im Moment noch groß. AVnu hat den Vorteil, dass sie jederzeit ohne Änderungen ihrer Hardware auf AES67 umschwenken könnten. Wir werden also erstmal, bis es irgendwann soweit ist, noch viel über Dante sprechen.
Ich lasse mich gerne von AVB überzeugen, bisher ist es für mich leider lediglich eine nette Alternative zu Cobranet.
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Zitat von "HenrySalayne"
Ich rede auch nicht von der Software, die unintuitiv ist, sondern von der Hardware. Es gibt keinen richtigen Channelstrip, sondern einen Haufen Funktionen auf den gleichen Knöpfen. .
Also ähnlich unintuitiv wie bei der Vi serie? Dort übernimmt ja auch ein poti mehrere Funktionen, der Trick ist das erkennbar sein muß welche Funktion gerade aktuell belegt ist, am besten auch im Dunkeln und bei Sonne. Das kann ich aufgrund mangelnder Erfahrung bei der s6 jetzt nicht bestätigen oder verneinen, bei der s3 ist das recht gut zu sehen, auch bei Sonne, Blau ist z.b. Der Compressor, sehe ich also blau ist der Compressor aktiv, mit optischer Rückmeldung im Bildschirm.
War denn jemand in Berlin? Mir war es für ein Pult welches ich wohl nie besitzen werde und vorerst selten bedienen zu weit für eine Demo.
Wie tief muß man in Ebenen wühlen um Funktionen zu erreichen?
Und könnte evtl. einer der Moderatoren die Detailfragen zur S6 vielleicht in den S6 Thread verschieben?
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Ich bezog mich jetzt auch auf die S3L und die S6 (ohne L). Die S6L hatte leider bei der Messe mit diversen Abstürzen zu kämpfen und ich konnte sie mir deswegen nicht anschauen. Sie wird aber wohl auf einer ähnlichen Basis funktionieren.
Die Vi-Serie hat allerdings in einen Farb-LCD eingelassene Knöpfe, während die S6L monochromatische Mini-OLEDs neben jedem Regler hat. Der zweite große Unterschied ist die komplett horizontale Bedienung, gegenüber anderen Pulten, bspw. auch der alten Venue-Konsolen.
Viele Regler, die eine eindeutige Funktion haben (bspw. analoge Konsolen oder der "Tannenbaum") haben definitiv einen Übersichtlichkeitsvorteil gegenüber vielen Reglern, die mehrere Funktionen vereinen. Daher kommt jeder sofort mit einer iLive oder PM5D klar (vertikale Bedienung), auch wenn andere Konzepte potentiell mächtiger sein könnten. Die SxL-"Konsolen" sind allesamt modifizierte Studiocontroller, die anstelle einer DAW ein Windowsgestütztes DSP-System kontrollieren und das merkt man auch bei der Bedienung.Bei der S3L ist man immer eine Bedienebene tiefer, als bei den meisten anderen Pulten. Gleiches gilt auch für die S6L, obwohl ein Vergleich bei dieser Konsole in dieser Hinsicht nicht ganz fair ist, da sie, wie bereits gesagt, horizontal arbeitet. Die Frage ist nur, ob die vier Regler pro Kanalzug ausreichend sind, für eine komplette horizontale Bedienung, oder, ob man häufig die einzelnen zusammengehörigen Funktionen umschalten muss.
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