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Line Audio CM3

  • guma
  • 25. April 2016 um 23:25
  • guma
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    • 25. April 2016 um 23:25
    • #1

    Ja ich weis, wer braucht noch einen Hersteller dieser Gattung Kleinmikofon?

    Allerdings finde ich dieses Produkt durch eine Kombination von Merkmalen eine echte Bereicherung des Farbkastens:

    - als dauerpolarisiertes Modell dieser Preisklasse ungewöhnlich linearer on axis Frequenzgang
    - breite Niere
    - dezenter, weicher, eher dunkler, "teurer" Charakter ähnlich KM100 Serie ohne den sonst in dieser Klasse üblichen Höhenboost
    - sehr kompakt und leicht, Format ähnlich C430
    - unglaublicher Preis für ein europäisches Produkt

    Einziger Nachteil: manchmal Lieferengpässe weil Kleinstfirma

    Das Mikro geistert schon eine Weile als Geheimtip durch diverse recording Foren, ist aber durchaus lifetauglich, ausreichend pegelfest. Schwedischer Hersteller, der Panasonic Elektrete aufwändig selektiert und in eine sachgerechte aber preiswerte Feinmechanik integriert.

    Sehr schön für Streicher, super als Mono Drum Overhead für eine sparsame Drummikrofonie oder einen sehr schnellen Druminearmix.

  • 4Art
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    • 26. April 2016 um 08:06
    • #2

    Ich habe mich mal ein bisschen ins Thema CM3 eingelesen und (ein paar Soundbeispiele - auch im Vergleich zu Schoeps) gehört. Das CM3 scheint ein unfassbar neutral klingendes Mikrophon zu sein ohne jede Schönfärberei. Also gerade für Streicher sehr interessant - auch Live. Indes stellen sich für mich zwei Fragen, die Du, Guma möglicherweise beantworten kannst:

    1. Einige Tests sagen aus, dass die Mics sehr heiss - also mit hohem Gain gefahren werden müssen. Ist das so?
    2. Es handelt sich ja um eine speziell breite Niere - wie sieht's mit der Rückkopplungsfestigkeit aus? Kann das Mik auch für Streicherensembles in Verbindung mit Bands oder Winds eingesetzt werden?

    Danke und Gruss

    4Art

  • audiobo
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    • 26. April 2016 um 10:20
    • #3

    Da ich die Dinger letztes Jahr mal im Einsatz hatte (nicht live, aber für Aufnahmen eines Blasorchesters):

    - der Pegel liegt, wie auch aus den Daten ersichtlich, knapp 6dB unter einem Rode NT5, also vertretbar
    - die breite Niere ist wörtlich zu nehmen, im direkten Vergleich hat man von hinten mehr Störschall (in meinem Fall waren es Bariton und Tuba, die über den Raum etwas zu stark auf die Mikros übersprachen) - für die von dir anvisierte Anwendung würde ich es nicht empfehlen
    - die (optionale) elastische Halterung ist mit Vorsicht zu geniessen, das Mikro ist so leicht, dass es in der Halterung durch das Gewicht des Kabels und des XLR-Steckers ziemlich stark wegkippt
    - die Verpackung (Kunststoffbox für Mic und Klemme) ist genial klein - ein echtes Hosentaschenpaket

    Edit:
    Imkopfkramsicherinnern... ich hatte da doch noch was gemacht: Ach ja, eine Vergleichsmessung :D

    Quickndirty bei uns in der Regie, also bitte nicht als Referenzmessung ansehen. Hilft aber zu beurteilen, wie viel Raum die Mikrofone jeweils noch aufnehmen.
    Am Referenzkanal hing ein isemcon EMX7150 um Nichtlinearitäten durch Abhöre/Raum etc. entgegenzuwirken.

  • guma
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    • 26. April 2016 um 16:37
    • #4

    Jupp die Empfindlichkeit ist für live kein Problem, kein ernsthaftes preamprauschen.
    Ich nutze die t. Kopie der Schoepsspinne, die ich mit einem Stück selbstklebendem Moosgummi "durchmesserreduziert" habe, und kann mit dem Schoepsklemmmechanismus das Kabel so fixieren, dass es nicht am Mikro hebelt.
    Für "leise Streicher in lauter Umgebung" ist das Mikro, wie Boris sagte, falsch. :wink:

  • billbo
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    • 26. April 2016 um 23:26
    • #5

    Das bedeutet, irgendjemand baut das hier:
    http://www.usefulcomponents.com/ebay/pictures/…3_datasheet.pdf (bitte mal Specs vergleichen :wink: )
    in ein Metallröhrchen und verkauft die Sache anschließend mit 5000% Aufschlag weiter? Alter Schwede! Coole Sache, das... 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 27. April 2016 um 01:25
    • #6

    Ich schlage vor, Du fragst den Schweden,
    - ob es sich um diese Kapsel handelt
    - wieviele er davon messen und wegschmeissen muss, bevor daraus seine Mikros werden.
    Dann erzeugst Du nach dieser http://www.katjaas.nl/DIYmic/DIYmic.html Bauanleitung die Mikros und gibst das Modell Fabian zu Vergleichsmessungen. :lol:

  • billbo
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    • 27. April 2016 um 10:07
    • #7

    Großartig! :D
    Ziemlich genau so habe ich mir das vorgestellt. Auch weil ich mich, vor mittlerweile doch schon so etlichen Jahren, durchaus ernsthaft mit einer sehr ähnlichen Bastelarbeit beschäftigt habe – ich habe Akkordeon- 'Einbautonabnehmer' aus den Dingern gebaut (die bis heute tadellos funktionieren :cool: ). Die Teile haben damals bei Monacor knapp unter bis knapp über DM 1,-/ Stück gekostet.
    Die Sache mit dem Ausschuss kann ich bestätigen: etwa ein Viertel bis die Hälfte davon war wg. Rauschen/ Brutzeln des eingebauten FET- Impedanzwandlers oder aus sonstigen Gründen unbrauchbar. Trotzdem immer noch wahrhaft unschlagbares Preis- Leistungsverhältnis!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
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    • 27. April 2016 um 11:31
    • #8

    Die Wegwerf-Quote muss tatsächlich noch sehr viel höher sein, wenn man die Grenzwerte für alle anderen Spezifikationen eng setzen will um ein ordentliches Produkt abzuliefern. Ob es wirklich diese Kapsel ist, wissen wir nicht. Wenn die Qualität, die ich dem Produkt bestätigen kann, durch Selektion erreicht wird, könnte der Ausschuss auch z.B. 30:1 sein. Dann würde der Preis zum Aufwand passen. Wir wissen es nicht. :wink:

  • mikroguenni
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    • 27. April 2016 um 17:43
    • #9

    Es ist mit Sicherheit nicht die Kapsel (WM55). Bei Line Audiot steht 16mm Kapsel, die WM55 hat 10mm.
    Zum Ausschuß: Die üblicherweise im Handel zu kaufenden Kapseln WM55 sind Ausschußkapseln, weil die guten aussortiert werden und als selektierte Version verkauft werden. Auch diese selektierten sind leider nicht so gut wie es der veröffentlichte Frequenzgang vermuten läßt.
    Bei Line Audio wird wahrscheinlich eine Primo Kapsel verbaut und die ist recht gut und wird (falls die es wirklich ist, auch bei anderen Herstellern verbaut.

    Der link zum DIYmic ist ja lustig, so wie das Mikro aufgebaut ist wird der Frequenzgang wohl der Silhouette des Himalaya ähneln.

  • guma
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    • 18. Juni 2019 um 18:33
    • #10

    Kleines update:

    Das CM3 ist derzeit ausser Produktion.

    Statt dessen gibt es ab irgendwann diesen Sommer ein CM4, welches ebenso linear sein wird wie CM3 und äusserlich genau so aussieht, jedoch statt der breiten Niere des CM3 eine gut eingehaltene klassische Nierencharakteristik hat.

  • audiobo
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    • 18. Juni 2019 um 22:07
    • #11

    Schon bestellt? ?

    CM3 habe ich übrigens jetzt seit Ende letzten Jahres.

    Ging beim Vergleich bei Choreinsatz mindestens gleich laut wie ein KSM137, klang dann aber um Klassen besser. Die breite Niere erwies sich in dem Fall also gar nicht als so negativ wie befürchtet.

  • guma
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    • 15. August 2019 um 21:37
    • #12
    Zitat von audiobo

    Schon bestellt? ?

    Heute :)

  • guma
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    • 22. August 2019 um 20:39
    • #13

    Heute die CM4 ausgepackt und gleich mal A/B verglichen mit dem CM3:

    Gleiche neutrale Eigenschaften wie der Vorgänger, wie man es von einem guten Kleinkondenatormikro erwartet (nur nicht zu dem Preis:)), jedoch wie versprochen deutlich bessere Rückwärtsdämpfung, also für Beschallungsaufgaben der geeignetere

    Typ.

  • =RS=
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    • 22. August 2019 um 20:50
    • #14

    Besten Dank für die Info! Sehr interessantes Produkt....

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