Ok, unter dem Verleihgesichtspunkt betrachtet habt ihr recht. Da wären mit die paar dB mehr Rauschen auch egal, Hauptsache, das Equipment überlebt. Meine Anlage bediene ausschliesslich ich, wer am Masterfader rumfummelt, bekommt was auf die Finger.
Ich habe zwischen Mixer und Endstufe noch einen UC DEQ2496, der immer sauber ausgesteuert werden will. Also sollte bei mir das Mischpult schon kurz vor 0dB betrieben werden. Der Limiter im UC sorgt dann für die Pegeleingrenzung vor der Endstufe. In meinem Fall aber nur, um das Publikum zu schützen, die Endstufe hat einen Clipping-Limiter und die Lautsprecher würden sich auch an einer doppelt so starken Endstufe wohl fühlen.
Nein, das ist nicht fehlkonstruiert, mehr Leistung brauche ich für meine Zwecke nicht und die Lautsprecher sind Eigenbau mit Selenium WPU1505 und D3300Ti, die halten was aus; den WPU1505 hab ich im Paar für 125 Euro neu bei eBay ersteigert, Glück muß man haben.
Ich habe nur einmal die ClippingAnzeigen leuchten sehen, da hingen parallel zu meinen Lautsprechern 15/3er von Peavey dran und an 4 Ohm hat die Endstufe dann bei sehr hoher Lautstärke auch mal geclippt. Bei 8 Ohm hat bisher immer vorher das Publikum kapituliert bzw. die uniformierten Ordnungshüter haben um Mäßigung gebeten.
Wenn die Gefahr besteht, dass sich jemand am Mischpult zu schaffen macht (z.B. Sportveranstaltung, bei der ich auch selbst mitspiele), dann stelle ich auch gern den Kompressor vom UC mit hohem Threshhold und hoher Ratio ein , so dass ein Schub am Masterregler bei der Endlautstärke nicht viel bewirkt, solange natürlich keine Verzerrungen eintreten. Aber selbst das kann ich bei meinem Pult mit versenkten Gain-Reglern vorjustieren.
Ende des Jahres gibt's ein neues Mischpult, dann ist auch der Weg vom Pult zum UC symmetriert und dann werde ich mal darüber nachdenken, ob ich die Endstufe voll aufdrehe.
Jörg.