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Reihenfolge EQ und Ultrafex im Insert

  • josch64
  • 17. November 2003 um 19:02
  • josch64
    Beiträge
    115
    • 17. November 2003 um 19:02
    • #1

    Hallo allerseits!

    In welcher Reihenfolge würdert Ihr am Maininsert des Mixers die obigen Geräte einschleifen.

    Das Signal erst in den EQ und dann in den Ultrafex oder eher umgekehrt?

    Oder ist das nun wirklich egal?

    Ich konnte selbst zwar keine großartige Veränderung feststellen,
    glaube aber irgendwo mal gehört zu haben, das die Rauschunterdrückung des Ultrafex sich von zu starken Baßsignalen beeinflussen läßt. Daher wäre die Reihenfolge Ultrafex und dann EQ besser.

    Wie sind Eure Erfahrungen/Meinungen/Tipps?

    MFG

    Josch

  • slayer
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.478
    • 18. November 2003 um 04:42
    • #2

    Wie wärs, wenn du den Ultraflex auf einen Gruppen-insert steckst und ihn dann zumischst. Ich kennen den Ultraflex nicht und hab mit Behringer-Produkten bisher nicht unbedingt positive Erfahrungen gemacht. Aber auch meinem SPL-Soundprozessor steuer ich so an. Das gesamte Master-Signal ganz durch die Maschine zu schicken fand ich bisher nie wirklich gut.

    hauptsarre gitarre !

  • starstage
    Beiträge
    368
    • 18. November 2003 um 05:20
    • #3

    Moin,

    ich hab' auch ein Setup mit EQ und Ultrafex im Masterinsert. Dabei sitzt der EQ vorn, der Ultrafex ist also das letzte klangverändernde Element vor den Endstufen.

    Der Psychoakustikprozessor nimmt sich ja des gesamten Spektrums des eingespeisten Signals an. Im Tieftonbereich macht das Ding nach Wunsch entweder zusätzlichen "Wuff" oder "Töck", das kann man ganz gut einstellen, ob der Ultrafex den Bass eher in Richtung 'phat' oder eher Richtung 'kicking' aufbohrt. Im Mitteltonbereich entnimmt das Gerät bestimmte Signalanteile und fügt sie hinterher leicht frequenz- und phasenverschoben wieder zu, was das Klangbild etwas breiter macht bzw. machen kann. Im Hochtonbereich berechnet der Prozessor über Amplitudensteuerung durchs Ursprungssignal künstliche Rauschspektren und mischt sie am Ausgang zu. Das lässt eben diesen seidigen Glanz entstehen, den man mit einer herkömmlichen Filterung nicht erreichen kann.

    Der Master-EQ nun wird wohl hauptsächlich eingesetzt, um die baulichen Gegebenheiten des Raums bzw. der Umgebung auszugleichen und die Übertragungskurve der PA insgesamt in eine gefällige Form zu bringen. Wenn das Signal jetzt erst durch den Ultrafex läuft, findet dort eine an sich unnütze Bearbeitung auch der Störfrequenzen statt, die man dann im letzten Zug mit dem EQ doppelt so dick rausfiltern muss - um mal Beispiele zu nennen: ein Hupen auf 2.5 KHz vielleicht oder eine Raumresonanz bei 400 Hz, die in der Fensterbank (oder wo auch immer) Resonanz erzeugt. Das kann man sich doch sparen, wenn man das Mastersignal manuell erst einmal vollständig so bearbeitet, wie es genehm ist, und es zum Schluss noch einmal mit dem Psychoakustikprozessor frisiert, der das macht, was man manuell mit den konventionellen Filtern nicht zusammendrehen kann.

    Als ich damals den Ultrafex gekauft habe, hab' ich ihn in den Masterinsert gesetzt, weil ich live den ultimativ göttlichen Sound damit machen wollte. Zuhause mit schlechten Boxen und im Projektstudio oder an der Hifianlage dachte ich wirklich eine Zeit lang, das Ding wäre die Neuerfindung des Rades. Bei total runtergewirtschafteten, abgewichsten Compactcassetten und Schallplatten von Papa, die echt nur noch wurschtig klangen, konnte man, wenn man das Signal durch den Ultrafex schickte, auf einmal affengeile Klanggalaxien vermessen. Den Vitalizer von SPL hab' ich dann auch gekauft, damit ging das noch mal um einiges besser. Ich sah mich schon als Soundpapst des linken Niederrheins :D .

    Dann hab' ich die Teile im Liveeinsatz getestet. Im Haus und Openair auf verschiedenen Wiedergabeanlagen. Da war das SPS3 von Syrincs dabei, mit Doppel15" unten und Doppel10"-1" oben; da war GAE im Spiel mit 212T-Topteilnachbauten und F18-Kopien im Bass; auch von HK-Audio mal ein VT212-System mit HL118-Ergänzung. Alles unbestritten gutes Material. Und immer anständiges Amping war natürlich dabei. Die Erfahrung war trotz verschiedenster Kapellen, Umgebungen und Frontholzkonzeptionen immer dieselbe: ich hab' den Ultrafex ausgeschaltet. Zu dem Effekt, den ich zu Hause gehört hatte, kam es nicht, diese gigantische Verbesserung blieb aus. Bei einer akustischen Combo gab's am Anfang krasse Probleme, weil ich den Bassenhancer noch auf Hifianlage eingestellt und nicht zurückgedreht hatte. Sobald ich einen Mikrokanal aufzog, brüllten mir die Tieftöner unter 100 Hz enormen Pegel gegen die Nase, und es dauerte etwas, bis ich draufkam, dass der Prozessor in meinen Hauptsignalweg dafür verantwortlich war.

    Das Teil bockt mich auf der Straße einfach nicht an - die Anlagen, auf denen ich testen konnte, machten auch so einen guten Ton, da verbesserten Ultrafex und Vitalizer nichts mehr. Ging's im weiteren Verlaufe des Gigs mal zur Sache und ich drehte noch mal an den Teilen herum, um auszutesten, ob deren Basssignaladditive mir noch am FoH-Platz Bundfalten in die Jeans spielen konnten, dann rummste es ganz gehörig durch die Stube, was aber eindeutig zuviel des Guten war. Irgendwie haben sich die Teile selbst überflüssig gemacht. Hatte ich zwar nicht mit gerechnet, aber ich kann damit leben. Wenn ich heute ein Livesetup zusammenbaue, ist der Ultrafex jedenfall standardmäßig auf Bypass geschaltet... :roll:

    Philipp

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