Hi wora,
wer sagt denn, dass da nicht schon vorher einer drauf gekommen ist?
Habe mal mit den theoretischen Gleichungen in der Praxis gespielt und folgendes herausbekommen:
1. Versuch: unser Wasserkocher
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1.096g Wasser mit einer Temperatur von 16,7°C eingefüllt
Dann den Wasserkocher 45 Sekunden lang angeschaltet
anschl. Wasser umgerührt und Temperatur gemessen: 35,8°C
ausgerechnete Leistung: 1.948W
Angabe laut Typenschild des Wasserkochers: 2.200W
Abweichung: 1.948W + 13% = 2.200W
13% ist für Messtechniker natürlich völlig inakzeptabel
Fehlergründe können sein: ich habe nur die Masse des Wassers berücksichtigt, nicht die Bodenplatte und nicht die Seitenwände des Wasserkochers, die sich natürlich auch miterwärmt haben. Diese Massen mit ihrer jeweiligen spezifischen Wärmekapazität habe ich hier vernachlässigt. Daraufhin habe ich die Gleichung mal etwas umgestellt, aufgelöst und dabei folgendes herausbekommen: Wenn die Masse der Heizwendel, der Bodenplatte und der mitaufgeheizten Wandflächen des Wasserkochers einem Wasseräquivalent von 142g entsprechen, dann hätte ich hier einen Volltreffer mit 0% Abweichung. 142g Wasser hört sich für mich als Äquivalenz für Bodenplatte und Seitenwände nicht völlig unrealistisch an.
Ergo: Das Prinzip scheint zu funktionieren.
2. Versuch: Wave-Datei mit 50Hz Sinus auf ohmschen Ersatzwiderstand
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1.025g Wasser mit eine Temperatur von 16,0°C in Plastikbehälter eingefüllt
120 Sekunden lang mit Endstufe auf 5,9Ohm Ersatzwiderstand (17 parallel geschaltete 100Ohm Hochlastwiderstände á 17W)
Endtemperatur: 21,1°C, daraus ermittelte Leistung: 226W
Vergleichsberechnung: an den Widerständen lag durchgängig eine Spannung von 34,4V an. Auf 5,9Ohm umgerechnet sind das 201W
Abweichung: 201W + 12% = 226W
Interessant ist, dass ich hier fast die gleiche Abweichung wie beim ersten Versuch habe.
Interessant ist aber auch, dass ich die nach dem Artikel von Volker Holtmeyer berechnete Leistung mit diesem Verfahren recht gut nachweisen kann.
Die Gleichungen kannte ich auch aus meiner Ausbildung, gegen eine Wiederholung ist aber im allgemeinen nichts einzuwenden :wink:
3. Versuch: Musik von CD -> Mischpult -> volle Übersteuerung -> Controller -> Amping -> Erstzwiderstände :shock:
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Die Details (Wassermasse, Temperaturen, Zeiten, ...) schenke ich mir jezt mal.
Ergebnis an 8 Ohm: Pro Top konnte ich nur 133W und pro Sub nur 317W nachweisen.
Ich hatte mit erheblich größerer Leistung gerechnet.
Die Endstufen haben 400W/8Ohm (Top) und 800W/8Ohm (Sub). Das Mischpult lag kurz vor'm Clipping, Controller ebenfalls, Trennfrequenz im Controller: 85Hz, Limiter im Controller eingestellt gem. Artikel von Volker Holtmeyer auf +2dBu Threshold, die Limiter waren während der Musikwiedergabe durchgehend an und heftig am limitieren, die Limiter in den Amps waren ebenfalls durchgängig an. Die Endstufen wurden auch richtig warm, ich konnte die Ströme quasi in den Ersatzwiderständen hören. Wie kann es dann sein, dass ich trotz Vollaussteuerung der Amps nicht einmal die halbe Endstufenleistung nachweisen konnte? Grundsätzlich dachte ich, die Wirksamkeit des Verfahrens mit den ersten beiden Versuchen nachgewiesen zu haben.
Ist das der Unterschied zwischen "echter" Sinus-Dauerleistung und den üblichen RMS-Angaben? Hierzu fand ich bei Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/RMS-Leist…ff_RMS-Leistung folgenden Satz: Die so genannte RMS-Leistung bzw. der quadratische Mittelwert des Leistungsverlaufes über die Zeit besitzt physikalisch keine sinnvolle Bedeutung, besitzt aber im marketingtechnischen Sinn den Vorteil, dass RMS-Leistungsangaben aufgrund der Quadrierung immer größere Zahlenwerte als die arithmetisch gemittelten Leistungswerte aufweisen.
Außerdem fand ich auf der verlinkten Seite http://www.eznec.com/Amateur/RMS_Power.pdf den Hinweis „The average of the square of the power is clearly 50 watts, and the square root of that is 7.0711. . . watts. We found earlier that the equivalent heating power of our circuit – the average power -- was 5 watts, not 7. The RMS value of power is not the equivalent heating power and, in fact, it doesn’t represent any useful physical quantity.“ Das ganze erklärt am Beispiel eines Rechtecksignals.
... haben wir im Forum einen Spezialisten für Messtechnik/Physik/... der hier helfen und erklären kann? ![]()
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