AL1/MiniSPL ist für Veranstalter-/Techniker-Messungen ausreichend.
Auf technische Vorgaben die über A-Bewertung, Fast-Konstante und ggf. LEQ-Aufzeichnung hinausgehen, wurde bewusst verzichtet. Es ist auch keine Kalibrierung vorgeschrieben. Im Vordergrund stehen Eigenverantwortung und Selbstkontrolle und nicht wissenschaftlich hieb- und stichfeste Messungen.
Beiträge von MarkusZ
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Zitat von "Mathias K."
Gibt es irgendwo Messwerte für den Absorptionsgrad von "normalem" Bühnenmolton?
Habe ich bisher noch nirgends gesehen. Ich würde mal schätzen, wenn man ihn mit 10-20 cm Abstand von der Wand auf 1/2 bis 3/4 seiner Fläche gefaltet aufhängt, wird er bis runter auf ca. 400 Hz praktisch vollständig absorbierend wirken (>90%). Darunter nimmt die Absorptionsfähigkeit rasch ab. Unterhalb von 100 Hz wird er faktisch "unsichtbar". Beim gerade hängen nimmt die Wirksamkeit massiv ab, bei kleineren Wandabständen ebenso.Um den Einfluss auf die Nachhallzeit überschlagmässig zu berechnen, sollten diese Angaben allemal ausreichen.
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Zitat von "Karl-Alfred_Roemer"
Müsste dadurch der Frequenzgang nicht wie ein Hochpass wirken?
Ja.Zitat von "Karl-Alfred_Roemer"Oder wird das elektronisch innerhalb des Mikros wieder weggeequalized?
Die Kompensation erfolgt mit
- mechanischer Abstimmung (v.a. Reibungsdämpfung)
- akustischen Filtern
- elektronischen Filtern -
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Markus Zehner
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Ich habe inzwischen bei Schoeps nachgefragt. Und Herr Wuttke hat die von mir hier geäusserten Sachverhalte und Erklärungen vollumfänglich bestätigt. Insbesondere: Die Grenzfrequenz oberhalb derer der Gradient nicht mehr als Antrieb nutzbar ist, liegt auch bei Kleinmembranmikrofonen immer im Übertragungsbereich. Als Richtwert kann man bei letzteren von einer Übergangsfrequenz von ca. 8-10 kHz ausgehen; dies gilt insbesondere auch für alle Schoeps-Kapseln!
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Zitat von "guma"
Der Irrtum des Threadstarters beruht wohl darauf, das der beim Druckgradientenempfänger benutzte Gangunterschied nicht größer sondern kleiner ist als lambda/2 der höchsten zu übertragenden Frequenz a[...]. Eine "lambda/2 Situation" entsteht dabei nicht !
Ich finde es sehr schade, dass du den erwähnten Links offensichtlich nicht nachgegangen bist; so wäre es ein Leichtes gewesen, zu erkennen, dass es nicht der OP sondern du bist, der sich im Irrtum befindet. Gerne schlage ich dir deshalb die folgenden Zitate um die Ohren und hoffe, dass dich der von dir heraufbeschworene Wespenschwarm so richtig in den Hintern sticht.
ZITAT Schoeps/Wuttke:
Bei Druckgradientenempfängern kann, aber muss nicht, ein Mikrofon mit größerer Membran eine etwas bessere Tieftonübertragung zur Folge haben, weil der Gradient, dem größeren Membrandurchmesser entsprechend, über einen größeren Umweg gebildet wird. Das hat jedoch zur Folge, dass der Gradient BEREITS BEI MITTLEREN FREQUENZEN NICHT MEHR ALS MEBRANENANTRIEB GEEIGNET IST, so dass die Richtcharakteristik nur noch durch Druckstau und Interferenz mehr oder minder erhalten wird.
ZITAT ENDEZITAT aus dem verlinkten Neumann-Dokument:
Praktisch kann der Abstand A–B nicht so klein gemacht werden, daß er für alle Frequenzen des Übertragungsbereiches kleiner als die halbe Schallwellenlänge l/2 bleibt. Mikrophone, die auch oberhalb der Frequenz fü befriedigend arbeiten sollen, müssen daher in der Nähe der Übergangsfrequenz fü, die je nach Mikrophongröße zwischen 4 und 10 kHz liegt, auf ein anderes Prinzip übergehen: Sie müssen bei den höchsten Frequenzen als Druck- bzw. Interferenzempfänger arbeiten.
ZITAT ENDEEs geht letzlich immer auch um den Kompromiss Interferenz vs. Empfindlichkeit. Und es ist etwas zu einfach sich alleine auf die RÄUMLICHE Distanz zu beziehen, da man mit geeigneten Filtern eine grössere LAUFZEITdifferenz erzeugt, als es der (Luft-)Distanz entspricht. Die Verhältnisse sind um einiges komplizierter, als du es mit deinen simplen 1-cm-Rechenbeispielen implizierst.
Zitat von "guma"Bei dynamischen Mikrofonen gibt es für einen ganz anderen Zweck nämlich zur Unterdrückung des Nahbesprechungseffekts ( und nicht zur Elimination von Interferenzen ) eine weitere Art von Laufzeitgliedern ( angloam. ports ), die sogar genau das Gegenteil von dem machen, was hier behauptet wurde: die gezielte Erzeugung von Auslöschung. Bekanntestes Beispiel: das variable-D prinzip von Electro-Voice. Diese ports haben mit den ports, die für die Ausbildung des Gradienten zuständig sind, nur bedingt was zu tun.
Jetzt versuchst du vollends das Pferd von hinten aufzuzäumen. Die unterschiedlichen seitlichen Einlässe dienen genau dazu, einen möglichst konstanten Gradienten bei unterschiedlichen Frequenzen zu erreichen. Dies geschieht aber nicht durch Interferenzen (hier befindest du dich abermals auf dem Holzweg) sondern durch akustische Filternetzwerke. Deshalb trägt das von dir erwähnte RE20 auch die Bezeichnung Variable-Distance und nicht Variable-Interference! -
Zitat von "guma"
Ich befürchte, Du machst da einen "Nebenschauplatz" auf, der nicht unbedingt das gedankliche Problem des Threadstarters löst.
Deine Befürchtung ist unbegründet, da sie exakt die Frage des OP nach einem Gradienten=0 bei halben Wellenlängen und deren ungradzahligen Vielfachen beantwortet.Wer an der fachlichen Richtigkeit meiner Antwort zweifelt, kann den Sachverhalte gerne in jedem Grundlagenbuch nachlesen, welches etwas über Wiki-Niveau hinausgeht - unter anderem auch in den verlinkten Quellen von Neumann und Schoeps. Wenn man ein Dutzend Bücher zum Thema gelesen hat, sollte man dieses Grundlagenwissen eigentlich voraussetzen dürfen.
Zitat von "guma"@ MarkusZ
Wenn der Gangunterschied, der für den Gradienten benötigt wird, 1 cm beträgt, ab welcher Frequenz braucht man dann den akustischen Tiefpass ? :wink:
Ebenfalls :wink: Leider würde ein solcher Empfänger gar nicht funktionieren, deshalb existiert er in der Realität auch nicht und da es völlig sinnfrei ist, sich über die physikalischen Eigenschaften von inexistenten Dingen Gedanken zu machen, werde ich sicher nicht extra meinen Taschenrechner hervorkramen, um das nachzurechenen :wink: Hint: weshalb heisst es wohl LAUFZEITglied???Zitat von "guma"Wie stellst Du dir das bei einer Doppelmembran vor ?
Deutlich schwieriger! Deshalb ist mit einem Doppelmembranempfänger auch nie eine ähnlich gute Richteigenschaft realisierbar wie bei einem "konventionellen" Druckgradient-Empfänger. -
Zitat von "Karl-Alfred_Roemer"
(einiges)
Dein Denk-Knoten ist in Wirklichkeit gar keiner: Du liegst mit deiner Vermutung nämlich völlig richtig, dass bei einer bestimmten, vom _akustischen_ Umweg abhängigen Frequenz, kein Druckunterschied mehr auftritt - und bei jedem UNGERADEzahligen Vielfachen dieser Grundfrequenz ebenfalls nicht. Weil diese Kammfiltereffekte einen sinnvollen Einsatz verunmöglichen, verschliesst man die hinteren Lufteinlässe mit akustischen Tiefpassfiltern, so dass die Kapsel oberhalb der ersten Interferenzauslöschung als reiner Druckempfänger arbeitet. -
Nochmal zum Mitlesen: Die Auswahl der Pulte erfolgte mehr oder weniger zufällig. Ich hätte genauso analoge Pulte auswählen können und man hätte auch da Unterschiede festgestellt. Wie guma (und hoffentlich auch andere!) richtig bemerkt hat, ist die Amplituden-Skalierung in 1-dB-Schritten dargestellt. Ich will damit weder beweisen, wie schlimm oder wie gut bestimmte Pulte sind, noch will ich eine Diskussion darüber entfachen, welche Effekte hörbar und klangbestimmenden sind (wäre mir auch viel zu anstrengend :wink: ).
Es ging mir einzig und allein darum aufzuzeigen, dass sich die Messdaten unterschiedlicher Pulte eigentlich immer unterscheiden. Punkt. Es tut deshalb auch absolut nichts zur Sache, um welche Pulte es sich handelt und ich bitte um Verständnis, dass ich diesbezügliche Anfragen die per E-Mail und PN an mich gerichtet wurden nicht beantworten werde.
Zitat von "mediennutte"interessant wäre doch ob so eine grafik auch mal für ein o1v vorliegt, oder ist das schon oben dabei?
Wie ich früher schon mal schrieb, zeigen nach meinen Beobachtungen mindestens die Übertragungsfunktionen keinerlei Auffälligkeiten in den genannten Bereichen. -
Zitat von "guma"
Kannst Du das gezeigte Diagramm mal etwas erläutern ?
Nun ja: es handelt sich halt um die ungeglätteten Amplitudenfrequenzgänge, welche durch die Anregung mit einem logarithmischen Sweep von vier verschiedenen Digitalpulten gewonnen wurden (analog In > analog Out). Die Messkonditionen waren für alle Pulte identisch (Ausnhame: das "graue Pult" wurde für die Messung über eine hochwertige, externe Clock getaktet). Der kleine Einbruch im unteren Mittenbereich bei der roten Kurve ist vermutlich auf einen Mess-/Bedienfehler zurückzuführen (könnte ich nachprüfen, tut aber hier eigentlich nichts zur Sache).Mindestens zwei der Kurven sind mehrfach verifiziert (unterschiedliche Kanäle, unterschiedliche Testobjekte, unterschiedliche Produktionsserien), wobei die Ergebnisse nicht immer identisch, aber mindestens "typähnlich" ausfielen. Die vier Beispiele habe ich mehr oder weniger willkürlich aus meiner "Bibliothek" ausgewählt.
Es geht mir bei dieser Grafik, einzig darum, ein simples Beispiel eines rein quantitavien Vergleichs zu zeigen, um den meines Erachtens haltlosen Aussagen entgegenzutreten, Pulte würden unterschiedlich klingen, ohne dass sich deren Messdaten unterscheiden.
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Eigentlich diskutieren wir hier über drei verschiedene Dinge
a) mulmt ein 01V? > teils widersprüchliche Anwendererfahrungen, Tenedenz zu ja.
b) muss man bei einem 01V/Digitalpult mehr ziehen als bei einem anlaogen? > weitgehendst geklärt
c) klingen (Digital-)Pulte/Wandler unterschiedlich > Konsens dürfte eindeutig "ja" sein.mal zu c):
Zitat von "tonzwerg"möglicherweise sehen genau diese messungen, wie wir sie hier vorgefunden haben, bei allen pulten gleich aus. behringer und midas. analog und digital. also sollten sie doch auch gleich klingen, oder?
Es ist ganz schlecht, eine Argumentation mit "möglicherweise" zu beginnen. Vor allem dann, wenn die darauffolgende Grundaussage schon falsch ist. Die Messdaten verschiedener Pulte sind definitiv ungleich und zeigen teils bereits anhand der Übertragungsfunktionen erstaunliche Differenzen und Anomalien. Grafik unten: Amplitudenfrequenzgänge von vier Digitalmischpulten (ohne EQ und andere Bearbeitungen).Zitat von "tonzwerg"Aber klang läßt sich damit nicht messen.
Dann können wir ja vielleicht alternativ den Kaffeesatz zu Rate ziehen.Zitat von "tonzwerg"wir wissen ja gar nicht, wonach wir messen sollen.
Wer ist wir? Wenn "wir" es nicht wissen, können wir dann voreilig daraus schliessen, dass alle anderen es auch nicht wissen? -
Zitat von "wora"
messwerte sind eben nicht alles.
Der Weihnachtsmann kommt ja schon bald; pass bloss auf, dass er dich nicht in den Sack steckt und mitnimmt. :wink: Wenn du das Jahr über brav warst, bringt er dir aber vilelleicht auch einige Spezial-Kabel mit vergoldeten Steckern mit, welche sich messtechnisch zwar nicht von üblichen Kabeln unterscheiden, aber dennoch aus deinem 01V ein XL8 zaubern
Zitat von "soundworx"
Liege ich mit meine Vermutungen komplett falsch?
Ja.Zitat von "treibsand"Ich möchte mal einwenden, dass Volkers Messungen nur zeigen, dass Pultanzeige und Pultverhalten bei 1kHz übereinstimmend sind.
Verhält sich in den angeblichen Problembereichen identisch.Die Gründe für die Beobachtung noch mal zusammengafasst (stehen weitgehend schon verstreut in diesem Thread):
1. geringe Flankensteilheit des HPF
2. Teilweise durch das Display "fehlgeleitet", werden tendentiell viel höhere Filtergüten eingestellt, als bei einem semiparametrischen Mittenband eines analogen Pultes auch nur annähernd zur Verfügung stehen - und unter Umständen auch andere als bei anderen Digitalpulten.
3. Standardmässig wird wohl oft ein Typ I EQ verwendet. Dieser ist aber ein Constant Q. In vielen Analogpulten werden keine Constant-Q-Designs verwendet - Sonst motzt der Anwender nämlich, der EQ würde nicht greifen und er müsse viel mehr ziehen, als bei anderen Tischen!!!.
Weshalb der Effekt vor allem in den unteren Mitten so ausgeprägt erscheint, ist psychoakustisch damit zu erklären, dass man sich (bei gleichbleibender Filtergüte) bei Frequenzen unterhalb von 400 Hz immer weiter von der Filtercharakteristik des Gehörs entfernt (dessen Filter relativ gesehen immer breiter werden, während "technische" Filter konstante relative Bandbreiten aufweisen) . Dadurch wird der Einsatz des Filters dann immer weniger gut hörbar bzw. muss man immer mehr ziehen, um noch den selben Effekt zu erreichen. Das ist zwar prinzipiell mit jedem Filter beaobachtbar, fällt aber z.B bei Kanal-EQs von Analogpulten in der Regel nicht weiter auf, weil die Filtergüten viel kleiner sind!
Lange Rede - kurzer Sinn: Der beobachtete Effekt ist nicht ein Fehler technischer Natur, sondern ein Bedienerfehler (zu hohe Filtergüte) bzw. eine falsche Erwartungshaltung.
Zum Schluss noch dies: "Miss alles, was sich messen läßt, und mach alles messbar, was sich nicht messen läßt" (Galileo Galilei)
In dem Sinne: frohe Festtage und driftet mir bloss nicht zu sehr in die Voodoo-Niederungen ab :wink: -
Temperatur halte ich auch für eher unwahrscheinlich.
Evtl. belastet Infraschall die Mikrofonmembrane so stark, dass nichtlineare Verzerrungen auftreten, die dann ihrerseits wieder koppeln. Dann müsste aber eigentlich auch das Nutzsignal selbst bereits hörbar verklirrt sein.
Als erstes würde ich mal das Problem eingrenzen (deine Beschreibung ist ziemlich diffus): wann kopplet es? in welchen Mikrofonen?
Als nächstes: Klima ein- und ausschalten und beobachten, ob sich bei einem eingepegelten Mikrofon etwas an der Pegel/PFL-Anzeige tut.
Dann: mit einem Spektrumanalyzer prüfen, was die Klimaanlage genau macht.
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Zitat von "mattes"
Ist das möglich?
Leider wird der aktuelle Leq tatsächlich nicht angezeigt. Für die abgelaufenen Intervalle können die geloggten Werte aber jederzeit angeschaut werden, ohne dass dies einen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Messung hat.Für jemanden der entsprechend sachkundig ist, sollte es aber eigentlich ein Leichtes sein, ein kleines Zusatzprogramm zu schreiben, welches die Daten aus dem Logfile automatisch übernimmt, den Leq berechnet und diesen Wert in einem kleinen Fenster anzeigt. Vielleicht findet sich ja jemand, der mal sowas programmiert. Vielleicht kommen die Amis irgendwann auch selber drauf.
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kann wie bei jedem professionellen Messgerät detailliert in den Spezifikationen nachgelesen werden.
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Zitat von "guma"
Ich sags mal so: Als ich mich vor zwei Jahren anfing, mich mit dem PM5D zu beschäftigen, hatte ich genau die gleichen Befürchtungen, vor allem was das Latenzproblem angeht.
<protz modus> Als ich vor 18 Jahren zum ersten Mal hinter einem Digitalmischpult stand, hatte ich keinerlei Bedenken wegen Latenzen. Ich war einfach nur glücklich, die durch die Mikrofonie entstandenen Laufzeitdifferenzen kompensieren zu können.
Deshalb habe ich auch wenig Verständnis für mediennuttes Beschwichtigungen von wegen alles sei ja noch "relativ" neu. Ihr seid ja vielleicht noch "relativ" jung und habt alle Zeit der Welt. Ich aber brauche jetzt Pulte, die
a) unkompliziert zu bedienen sind
b) absturzsicher sind
c) gut klingen!
d) gut aussehen
e) mich gut aussehen lassen, wenn ich hinter ihnen stehe
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OT-Posting
tonzwerg
Parallele Verarbeitung: sehe ich genau so.Zitat von "tonzwerg"
jetzt bekomme ich irgendeine software-lösung, die zwar theoretisch alles zur verfügung stellt, aber leider keinen charakter. und schließlich machen wir doch musik, oder?
Nein wir machen nicht (mehr) Musik. Dazu sind wir viel zu sehr mit unseren bunten Screens (ob Touch oder nicht) beschäftigt. Für "Nebensächlichkeiten" bleibt da kein Platz mehr. Digitale Pulte fressen enorm viele "Wahrnehmungs-Ressourcen" weg, die dann für anderes fehlen.Zitat von "tonzwerg"über den spezifischen (musikalischen) klang bestimmter digitalpulte habe ich hier noch nichts gelesen. liegt vielleicht daran, daß man aufgrund von bedienungsschwierigkeiten einfach noch nicht zum hören gekommen ist, oder daß es einfach schlicht und ergreifend belanglos klingt auf den kisten. ich vermute beides.
Und als Drittes kommt noch hinzu, dass sich über Features viel besser diskutieren lässt, als über klangliche Eigenschaften. Das gilt für Tontechniker, Verkäufer und Hersteller gleichermassen.Ein kleines Beispiel: Ich war vor kurzer Zeit an einer eintägigen Schulung für ein neues Digitalpult. Da hat man fast den ganzen Tag über Features, Entwicklung und ähnliches diskutiert. Über die klanglichen Eigenschaften wurde den ganzen Tag über nicht ein einziges Mal gesprochen; es wurden von den Teilnehmern auch keine Fragen in die Richtung gestellt (von mir auch nicht :oops:) .
Erst ganz zum Schluss hatte man dann noch kurz Zeit sich das Ganze anzuhören. Und das wohlgemerkt bei einem Tisch, an dem ich nach wenigen Sekunden EQ- und Kompressor-Drehen sogleich gemerkt habe, dass die Algorithmen wohl mit zum Besten gehören, was man derzeit kriegen kann. Da habe ich mich dann schon gefragt, weshalb dieses herausragende Kriterium - welches sich m.E. deutlich von der Konkurrenz unterscheidet - nicht besser ausgeschlachtet wurde. Weil es keinen interessiert hätte? Weil es ein völlig sekundärer Aspekt ist? Weil man genau auf dieses Pult bezogen hier im Forum lieber darüber diskutiert, auf welchem Betriebssystem die Steuersoftware aufsetzt? Schon interessant, wie sich die Diskussionsschwerpunkte zu verschieben beginnen....
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Zitat von "guma"
Genau genommen ist "gleichzeitig" natürlich Quatsch. Das Auge scannt natürlich nacheinander und das Gehirn bearbeitet auch nacheinander.
Dem Vernehmen nach, sollen diese Prozesse um einiges schneller ablaufen, als du z.B. für das Umschalten eines Screens benötigst
Zitat von "guma"
@ tonzwerg
Wer sagt eigentlich, daß man an ein Digitalpult nicht seine Lieblingsperipheriegeräte anschließen kann ?????
Gegenfragen:
-Welche Latenzdifferenzen zwischen den Kanälen hättest du denn gerne? Oder alternativ: Welche Gesamt-Latenz bist du zu tolerieren bereit?
-Wieviele Wandlungen (auf meist doch eher nicht ganz so hohem Niveau) möchtest du denn gerne machen? -
Das "Problem" deiner Betrachtungen ist, dass du genau den Fehler machst, vor dem du oben noch eindringlich gewarnt hast: Du wendest Modelle auf Situationen an, in denen diese explizit nicht gelten und vermischst diese dann zu einer eigenen Theorie bzw. "missbrauchst" sie, um angebliche Inkonsistenzen dieser Modelle zu konstruieren. Ich gehe mal davon aus, dass dies nicht wissentlich oder böswillig geschieht, obschon mir die Motivation hinter einigen deiner Aussagen nicht immer ganz klar ist.
Zitat von "Ton_Opa"
Außerdem wird auch auch deutlich, was für Physiker das Fernfeld bedeutet, nämlich: Das Fernfeld ist dann erreicht, wenn
(lambda/(2*PI*r)) vernachlässigbar klein wird. Große Wellen haben hier - anders als in der Line-Array Näherung- auch ein längeres Nahfeld.
Ja, weil du auch hier zwei Dinge nicht auseinader hältst: Oben hast du ja selbst geschrieben, dass sich die zitierten Formeln auf eine GEKRÜMMTE WELLENFRONT beziehen. Der "Trick" des Linearrays ist es ja eben gerade, dass die Wellenfront idealerweise KEINE Krümmung erfährt! Und deshalb ist der von dir zitierte Widerspruch Physik/Line Array auch keiner, auch wenn du ihn offensichtlich gerne herbeireden würdest.Der vermeintliche Widerspruch ist die logische Konsequenz der Betrachtung zweier unterschiedlicher Strahlertypen: Hier Kugel, dort Linie! Beide Modelle vereinen sich natürlich in einem real existierenden LA, weil es sowohl-als-auch ist; dieser Sachverhalt kommt durch die von Volker eingebrachte Formel zum Ausdruck.
Mal abgesehen davon: was glaubst du denn, wer die Linearray-Theorie entwickelt und definiert hat? Waren das etwa keine Physiker?
Zitat von "Ton_Opa"
2.An Lautsprechermembranen befindet sich ein Schnellemaximum, hier herrscht kein SchallDruck - wenn es außer der erzeugten Welle keine anderen Schallwellen gibt.
Und weil das so nicht stimmt, sind zwangsläufig auch deine darauf beruhenden Annahmen bezüglich der Modenanregung nicht richtig. Genausowenig kann man die Theorie eines Kugelstrahlers auf eine stehende Welle übertragen, wie du das versucht hast.Zitat von "Ton_Opa"Das kann man ja auch mal zuhaus ausprobieren.
Du kannst mir glauben, dass ich das schon des öftern (und nicht nur Zuhause) ausprobiert habe :wink: -
Zitat von "Ton_Opa"
Resonanzen an Schallharten Wänden bilden an den Wänden immer Schalldruck-maxima.
Und genau dort ist die Resonanz optimal anregbar.Zitat von "Ton_Opa"Der Lautsprecher erzeugt jedoch in erster Linie Schallschnelle. Er wirkt also dem Druckmaximum entgegen- weil in einem Druckmaximum einer Schallwelle keine Schallschnelle existieren darf.
Zitat von "Ton_Opa"Die Schall-Schnelle ist Besipielsweise kaum messbar, ohne sie zu zerstören
s. Microflown Schnelle-Empfänger. Ausserdem, wenn deine Aussage stimmen würde, dann müsste das selbe auch für den Schalldruck gelten und wir bräuchten dann gar nie mehr irgendwas zu messen.Zitat von "Ton_Opa"Obwohl die Herrschaften natürlich auch vorraussetzen, dass in weitem Umfeld der Schallabstrahlenden Fläche keinerlei Reflexionsflächen vorhanden sind.
Es geht ja auch um das Verhalten der Schallquelle und nicht um dasjenige des Raums!Zitat von "Ton_Opa"
Die Physik geht beispielsweise von einem Übergang ins Fernfeld nach 2 bis 10 Wellenlängen aus (herrlich unexakt)
Wie exakt möchtest du die Antwort denn gerne haben? Und wenn denn eine absolute Angabe vorliegen würde, wärst du dann nicht der Erste, der darauf hinweisen würde, dass bei einem kontinuierlich ablaufenden Vorgang gar keine starre Grenze angegeben werden kann? :wink:Zitat von "Ton_Opa"
Das zeigt genau das, was ich meinte: Es gibt jede Menge Formeln und Betrachtungen, die jeweils nur Teilaspekte beleuchten.Da meines Wissens die Weltformel bisher noch nicht entdeckt wurde, liegt es in der Natur der Sache, dass alle Modelle ihre Gültigkeitsgrenzen haben. Da gehe ich auch voll mit dir einig, dass man sich dessen bewusst sein muss, und einigermassen wissen solte, was man tut. Diese Erkenntnis ist jetzt aber nicht so sonderlich neu und weltbewegend, als dass sie meinen Tag retten würde. :wink: