Zitat von "timotimo"Alles anzeigenHallo Clark,
die Berechnung würde ich gerne mal sehen
In Deutschland soll der Spannungsabfall 3 % vom Übergabepunkt zum Verbraucher betragen (DIN 18015 Teil 1). Das entspricht bei 230V Nennspannung einer Differenz von 6,9 V.
Dies ist jetzt die Spannung die am Leitungswiderstand bei dem maximalen Strom abfallen darf. Mit
U= I*(rho*L)/A
oder umgestellt
A=(I*rho*L)/U
ergibt sich bei I=63 A, Kupfer (rho =ρ = 0,0178 Ohm*mm²/m) und L=500 m Länge ein Querschnitt von A=81 mm².
Hierbei ist jetzt nur die einfache Länge berücksichtigt, ausgehend von einer symmetrischen Belastung und keinem Strom auf dem Nullleiter. Bei unsymmetrischer Belastung (z.B. nur einphasig) muss die doppelte Leitungslänge angenommen werden, somit komme ich auf 162 mm². Das stimmt bis auf den Faktor 10 mit deiner Lösung über ein.
Mir ist klar, dass Deine Berechnung rein theoretisch stimmt, uns beiden ist aber wohl klar, dass in der Praxis äusserst selten der maximale Strom fliesst, sprich meist nur 10 % abgegriffen werden? Oder machst Du mit Deinem Licht und allen Lampen "Dauerfeuer"? Fährst Du die Bässe der PA konstant kurz vor dem Clipping?
Ich jedenfalls nicht.
Ich würde bei kleineren Open-Airs mit dem genannten Querschnitt zurechtkommen, ohne dass ein allzu grosser Leistungsverlust zu vermelden wäre.
Da ich allerdings Marvins Anlage und seine Imbissbudenbetreiber nicht kenne, habe ich ja berechtigt darauf hingewiesen, dass er auf jeden Fall mindestens einen Elektriker hinzuziehen soll und Generatoren benutzen soll, um auf Nummer sicher zu gehen.
Zum Schluss noch: Ich hätte auch rechnen können, habe aber nur geschätzt. Mein Fehler. Praxis ist das, was für den Kunden noch bezahlbar ist und funktioniert.
Wenn ich allerdings bei einer Messe oder so einen Dimmer voll belegt habe, und die ETCs konstant auf 95 % laufen, denn bin ich auch sehr pingelig damit, dass die 32 A für den Dimmer auch konstant da sind und die Leitungsquerschnitte stimmen.