Ich habe schon mit Absicht Systemcontroller geschrieben und nicht einfach Controller. Welcher Amp dranhängt ist ziemlich egal, solange die Verstärkung stimmt.
Beiträge von Jens Droessler
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@ billbo: Ich nehme an, dass du eher auf der Seite der Kette stehst, wo gesagt wird "Ich brauch das, das, das und das. Macht mal" und dann wird gemacht. Für die, die machen müssen, machts eben einen Unterschied, ob da 80 1200W oder 2500W Entladungslampen-Heads transportiert und aufgehangen werden müssen oder eben 80 LED-Heads mit einem Fünftel des Gewichts und einem Drittel des Volumens. Mal nebenbei: Wie sollen bei konventionellen Lampen an Dimmern, die per DMX gesteuert werden, stufenlose Fades möglich sein? Wieviele "Stufen" kann das menschliche Auge voneinander trennen? Und wieso sollte sich das Problem mit den üblichen "Microramps" zwischen den einzelnen DMX-Werten nicht lösen lassen? Einstellbare Grundfarbtemperatur über einen DMX-Kanal?
Und das Gleiche gilt für Digitalcores. Die Diskussion hat irgendwie was von der DJ-Diskussion um Vinyl und Digitalmedien. "Nur mit Vinyl bist du ein echter DJ!" Ist nicht eher das Ergebnis wichtig? Ja, solange Gainsharing und Gaintracking handfeste Nachteile hat, muss man entweder diese akzeptieren oder analog splitten, kein Einwand. Aber zukünftigen, besser funktionierenden Lösungen gleich ebenso feindlich gegenüberzustehen, kommt mir eben eher wie "Jaja, die gute alte Zeit..." vor. Für mich ist das Entwickeln von besseren Lösungen als bisher eher eine Sache des Wollens bzw. eben eher Nichtwollens als eine Sache der technischen Unmöglichkeit.
Ohne Einschränkung gebe ich dir in der Lowmiddiskussion Recht. Ich sehe da auch nach langem, langem Überlegen bisher keine Möglichkeit, Fläche zu substituieren, und scheinbar auch kein Hersteller...Um nur eins nochmal klarzustellen: Diese Autogain-Sache ist einzig dazu da, um den Signal-Rauschabstand möglichst hochzuhalten. Spannung X wird digital dann immer mit Wert Y abgebildet, egal was der Autogain gerade tut. Und da ist eben schon der große Vorteil: Schickt man das Ergebnis davon z.B. über Dante, gibt es eben keine Plattformprobleme mehr. Es muss kein Preamp mehr angesteuert werden, der bei jedem Hersteller anders angesteuert wird. Solange das Pult per Dante Signale empfangen und senden kann, ist es voll kompatibel. Und diese Lösung gibt es bisher eben nicht, obwohl der Sache technisch nichts im Weg steht. Auf die gleiche Weise könnten so "Digitalmikrofone" eingebunden werden. Das Mikrofon "weiß" dann, was es maximal verarbeiten kann. Idealerweise könnte man an jedem Verarbeitungsgerät noch einen Bezugspunkt einstellen, um das Arbeiten zu vereinfachen, nötig ist es aber nicht. Darauf bezogen steckt die digitale ProAudio-Netzwerktechnik noch in den Kinderschuhen.
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Das "Rumkurbeln" ist Aufgabe eines Systemcontrollers. Der hat dafür zu sorgen, dass es in allen Lautstärken gleich klingt. Und selbst wenn nicht: Wer geht denn während des Gigs von mittleren Lautstärken zu Maximalpegel, ohne so soundgecheckt zu haben? Außerdem, andersrum wäre es doch genauso. Wenns bei mittlerer Lautstärke ordentlich klingt, muss eben bei Maximalpegel wieder rumgebogen werden, nur dass a) es da physikalisch wesentlich schwieriger wird, elektronisch was zu bewirken und b) sich das System in einem unkontrollierten Zustand befindet. Denkst du nicht, es wäre besser, das System so abzustimmen, dass es im Grenzbereich sicher und sauber läuft und im geringen und mittleren Leistungsbereich elektronisch zu sauberem Klang zu bringen, auch wenns Leistung kostet, die aber in dem Bereich eh brachliegt? wie gesagt, idealerweise sorgt ein Systemcontroller dafür, sodass man selbst nichts ändern muss.
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Die 6dB Anhebung erreicht man aber nicht, indem man aus dem "flatten" Setup die Subs einfach um 6dB anhebt, sondern entweder die Subs anhebt und die elektrischen Trennfrequenzen anpasst oder indem man den Bassbereich per EQ im Controllereingang bzw. in der Mischersumme anhebt, beides ohne Einfluss auf die akustische Trennfrequenz.
Wer sagt denn, dass bei einer höheren akustischen Trennfrequenz bzw. einer aus der höheren Pegelung der Subs entstehenden Überlappung die Phase noch gut passt? Genauso gut kanns da zu Auslöschungen kommen, die dann bei getrennter Aufstellung auch noch räumlich unterschiedlich wirkt. Genauso kann der Überlappungsbereich pegelmäßig dann einfach zuviel sein. Man zieht dann am Kanal-EQ den Bereich, damit der Subbass so fett bleibt, versaut aber so die schön aufwändig erstellte Schallverteilung und ähnlich. Es gibt durchaus noch mehr, was dadurch beeinträchtigt wird. Wozu macht man sich denn die Mühe, ein System abzustimmen, einzudelayen etc., wenn mans dann quasi mutwillig wieder kaputtmacht?
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Zitat von "Dosenfutter"
Du hast bei jedem - auch noch so modernen - Chassis eine Power Compression. Stimmt man die Lautsprecher so ab, daß sie bei maximaler Last optimal klingen, dann tun sie es bei wenig Last nicht mehr (und vice versa), so einfach ist es.
Abstimmung auf maximale Last, denn bei geringen und mittleren Pegeln kann man noch per EQ nachhelfen. Bei Maximalpegel tut sich per EQ nichts mehr... -
Schon gestern gesehen. Es ist aber nur ein Bugfix-Release, wo auch nur recht wenige Bugs gefixt wurden. Keine neuen Funktionen, daher nicht sooo wichtig. Selbstverständlich sollte es jeder Nutzer trotzdem aus Kompatibilitätsgründen einspielen.
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Es muss nicht stufenlos sein, sondern nur analog und digital präzise die gleichen Stufen haben. Verzögerungsfrei ist nicht nötig, wie gesagt, Lautstärkesprünge gehen nicht unendlich schnell, das liegt in der Natur der Sache, und Reaktionszeiten innerhalb eines Samples sind machbar. Lautstärkeänderungen haben übrigens keinen Einfluss auf Gruppenlaufzeit oder Phasenlage. Die analoge Gainumschaltung mit der digitalen zu synchronisieren ist technisch auch kein Problem. Wie gesagt, sowas gibt es in der Signaltechnik bereits, nur bisher nicht im ProAudio-Bereich. Ich behaupte auch nicht, dass das zu bauen das einfachste auf der Welt sein wird, aber machbar ist es.
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Bei akustischen Instrumenten mag das so stimmen und mehr oder minder gewollt sein, eine PA sollte aber so nah am Optimum operieren wie nur möglich. Zu erreichen, dass sie das tut, ist unser Job als Techniker. Warum sollte man also von vorneherein eine Methode wählen, die schon unter idealen Bedingungen Fehler in der Übertragung mit sich bringt?
Zudem sehe ich in der heutigen Zeit den Sinn davon nicht mehr. Diese Methode hat sich ursprünglich jemand ausgedacht, der am Pult nichtmal einen Hochpass pro Eingang hatte. Resultat: Von jedem Kanal kann Bass und Subbass auf den Master kommen, auch wenns nur Gerumpel ist, was das Vocal- oder Gitarrenmikro nebenbei noch aufnimmt und völlig unerwünscht ist. Heute gibts durchstimmbare Hochpässe, womit man auf jedem Kanal entscheiden kann, wo der Nutzbereich des jeweiligen Signals anfängt. Sprich: Von der E-Gitarre kommt eh nichts auf die Infras.ZitatUnd die akustische Trennfrequenz ändert sich ja eh nach Hörposition, gerade bei Linearrays.
Bei zu kurzen oder schlecht gecurvten LAs ja, sonst auch nicht mehr als bei Horn-PAs. Und da verschiebt sie sich eigentlich nur durch positionsabhängige Laufzeitunterschiede und daraus resultierenden Auslöschungen bzw. in direkter Boxennähe durch Pegelunterschiede durch die unterschiedlichen Entferungen zu Subs und Tops. Aber auch hier gilt: Es ist unser Job, diese so klein wie möglich zu halten. Dafür gibts Fills, Arraybildung etc. Man muss sie nur zu nutzen wissen. -
Zitat von "klauston"
Und Jens:
Was Du beschreibst macht Digico und Rocknet schon lange, funktioniert, ist aber nicht optimal, das ist Gain Tracking
Nein. Bei Rocknet und Co. muss immernoch jemand den Analoggain setzen. Bei der von mir beschriebenen Lösung gibt es im Prinzip keinen Analoggain bzw. den kennt nur die Maschine. Was am Pult dann Gain heißt, ist dannreell nur noch eine Funktion, um sich den Kanal auf einen Arbeitspegel nach eigenem Geschmack zu bringen. Es handelt sich bei der von mir genannten Lösung quasi um eine Möglichkeit, analoge Spannung fest und unveränderlich mit digitalen Werten zu verknüpfen.@ niggles: Ich meinte auch nicht 38dB Headroom, sondern 20dB unter 0dBfs, also 20dB Headroom des Wandlers. Das gilt ja nur für die Auflösung des eigentlichen Inputkanals. Wie (mit welchem Verhältnis) das dann in die Busse gerechnet wird, ist wieder was völlig anderes. Daher braucht man sich keine Gedanken um analoge Pegelverhältnisse machen... Zudem, wer redet von 16bit?
Die Kanäle und Busse müssen dabei sogar wesentlich mehr als 24bit haben, damit das Signal komplett abgebildet werden kann, z.B. 32bit pro Input und Busse entsprechend mehr. Rechenleistung ist heute schon nicht mehr der Kostenfaktor, und die Gesamtqualität kann dadurch nur steigen.Der Autogain kann natürlich nicht vorherahnen, dass es lauter wird. Aber bei 20dB Headroom und schneller Regelung kann der Autogain z.B. wenns dank lauterem Signal nur noch 10 oder gar 5dB bis zur Vollaussteuerung sind sagen, dass entsprechend nachgeregelt werden muss. Signale werden ja nicht unendlich schnell lauter...
Und das wird in der Praxis nur dann passieren, wenn jemand das Prinzip des Autogains nicht verstanden hat und deswegen unbedingt selbst Hand anlegen möchte. Das System wäre im Automatikmodus völlig transparent, niemand würde bemerken, dass es überhaupt etwas verändert. Es ist machbar, es wird in anderen Bereichen der Signalverarbeitung bereits so eingesetzt...
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So wie es Yamaha in den Rios macht, ginge es ja auch digital für FOH und Monitor. Einer setzt den analogen Gain, für den anderen wird entsprechend gegengerechnet, sodass er nichts von Veränderungen mitbekommt... Obs in der Praxis gut funktioniert, weiß ich nicht...
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@ wora: Solange man den Auxweg nur als Ein-/Ausschalter ohne Anhebung/Absenkung benutzt (also immer schön auf 0dB drehen), entsteht kein Nachteil. Sobald man aber pro Eingang den Pegel für die Subbässe/Infras regelt, entstehen Probleme, da sich die akustischen Trennfrequenzen verschieben. Weiterhin darf man nach erfolgter Phasenanpassung nicht mehr an einzelnen Summen-EQs herumbiegen. Wenn 50Hz bei den Subs nicht fett genug ist und man reinschiebt, muss man es auch beim Hauptsystem und allen Nebensystemen tun. Was weit oberhalb der Trennfrequenz dann EQt wird, ist dann aber ohne große Nebenwirkungen auf die Phase.
@ hms: Ein ordentlich angepasstes System macht auch in problematischen Hallen deutlich weniger Probleme im Lowmidbereich. Der Punkt bei LAs ist ja u.a., dass man tief zu den Subs trennen muss, um diese Probleme zu vermeiden. So, wie du trennst, bist du akustisch vllt. bei 120Hz, ganz klar, dass es mit Phasenanpassung zwischen geflogenen Tops und gestackten Subs nicht leicht bis gar nichts wird und aus "hygienischen" Gründen die Lowmids eh stören. Hättest du jetzt Filler in einer passenden Anzahl bei den Tops geflogen, sodass du bei z.B. 70Hz trennen kannst, werden die Probleme viel kleiner. Die Lowmids und der obere Bass kommen aus einem Guss von oben, der Subbass lässt sich viel leichter ankoppeln und auch die Präzision im Bass nimmt deutlich zu. Es ist nicht ohne Grund, dass die Hersteller selbst kleine LAs eher bei 80Hz trennen oder sogar bis untenhin überlappen lassen. Das ist natürlich etwas, was beim T4 mit stark reduziertem Output quittiert werden würde, da der 8er dafür nicht der optimalste ist und eben auch wenig Leistung dranhängt (wie gesagt, soll mit T8 besser sein, da habe ich aber nur Hörerfahrung, nicht selbst geschraubt).
Die Idee mit dem Doppel-12er finde ich aus dem Grund gut. Allerdings ist es eben nicht mit einem Doppel-12er für sechs oder acht T4 getan. Das müssen schon ein paar mehr sein. Idealerweise ist ein Hang von Fillern mindestens so lang wie die T4-Line selbst. Oder man müsste großzügig, aber phasenkorrekt überlappen.
Wieso suchst du eigentlich 4 Ohm-12er? Wenn ichs richtig verstanden habe, willst du doch den 2,4kW-Kanal für die 12er, die zwei 800W-Kanäle frei lassen für kleine Tops, richtig? Zwei 12er wie z.B. Sica 12K4 verdauen die 2,4kW locker, spielen für kleine Sachen ausreichend tief und können auch ausreichend hoch für Lowmids. Zwei 8 Öhmer parallel passen also gut an den dicken Kanal. Oder hast du was anderes vor? -
Zitat von "niggles"
Das funktioniert live nicht weil es nicht proaktiv bedient werden kann. Beispielsweise würde der analoge Gain bei einem Gitarrenamp mit 2 extrem unterschiedlichen Lautstärken für Clean und Lead tendentiell eher zu hoch liegen - und wenn dann das Solo kommt zerrt's...
Das würde schon funktionieren. Einerseits müsste auch der vom Autogain ermittelte Wert mit im Pultfile gespeichert werden und als Vorgabe geladen werden, andererseits schrieb ich ja von Headroom. 20dB sollten kein Problem für die Technik sein, und die müssen wirklich erstmal als Differenz vorliegen... und selbst wenn zerrt es im Extremfall Bruchteile einer Sekunde auf dem einen Kanal, bis der Autogain reagiert hat. Dieser teilt dem DSP dann mit "Ich bin jetzt 5dB leiser geworden", der dann eben diese 5dB zeitgleich wieder drauf rechnet. Zudem heißt vorhandener Autogain ja nicht, dass man nicht trotzdem auf manuelle Bedienung umstellen kann. Gegengerechnet wird dann trotzdem.Was mit dieser Technik nicht geht, ist den analogen Gain je nach Anwendung extrem heiß zu fahren. Es gibt ein paar Techniker, die z.B. für Monitoring sehr nah an die Aussteuerungsgrenze gainen, für FOH aber deutlich mehr Headroom lassen. Das soll wohl vom Sound her hilfreich fürs Monitoring sein.
ZitatDazu müssen aber auch einfache, kleine Pulte erst mal von der 16-Bit-Signalverarbeitung in den Kanälen weg.
Das interessiert mich jetzt. Welche Pulte wären das und haben die überhaupt Netzwerk- bzw. Digitalcoreschnittstellen?Zitat von "cen-music"MIDAS hat doch ein funktionierendes System für unabhängige Gain-Einstellungen in Verbindung mit mehreren Pulten am Markt. Problem an der Sache ist nur, dass das Konzept mit mehreren Preamps pro Kanal automatisch als exorbitant teuer dargestellt wird, wohingegen sich der tatsächliche schaltungstechnische Aufwand nun wirklich in Grenzen hält...
Und hat weiterhin den Nachteil, dass man nicht "unendlich" splitten kann. Wenn man FOH, Monitor, Mitschnitt und evtl. Broadcast gleichzeitig fahren will, wirds dann auch bei Midas mehr als eng... -
Ich gebe zu, nicht jedes Stück Werbung von Yamaha zu kennen. Ich meinte damit, dass bei der DXR-Serie auf der Yamaha-Page direkt ein "Yamaha + Nexo"-Logo zu sehen ist und bei der DSR-Serie Nexo nicht mal im Text erwähnt wird.
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Ich meinte, es kommt bei den Vorteilen darauf an, was du meinst, Matrix oder Auxweg. Ich hab die Subs auf einem Auxweg übrigens nur ausprobiert, um zu hören, ob die Nachteile, die ich mir in der Theorie ausgemalt habe (übrigens aus eigenen Überlegungen), auch wirklich eintreten. Ja, sie tun es. Ich handhabe das auch mit Matrizen, allerdings gebe ich bei größeren Geschichten auf die Frontfills/Infills nicht einfach den Mastermix, sondern bastel mir aus den Subgrupen einen einzelnen zusammen, wo die Instrumente, die laut von der Bühne kommen (Drums, Gitarren), etwas zurückgenommen sind, damit sie in Addition zum Front-/Infill nicht zu laut erscheinen.
Und wie gesagt, wenn der DSP in einem Sub remote kontrollierbar ist, sollte er auch ruhig einen (digitalen) Pegelsteller haben, da man dann alles darüber steuern kann und keine Controller oder zusätzliche Pultausgänge braucht. Das macht besonders Sinn, wenn man per Delay die Abstrahlung der Subs steuern möchte.
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Wenn ihr noch wachsen wollt, war das die richtige Entscheidung.
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Zitat von "cen-music"
Ich habe diverse Male mit diesem Material zu tun gehabt. Lautstärkeregler an den Bässen habe ich (in meiner Applikation) nie gebraucht, da ich die Subs bei solchen Systemen gern per separatem Weg aus dem Pult anfahre. Die Vorteile brauche ich wohl nicht weiter zu erörtern.
Kommt drauf an. Meinst du damit nur eine Matrix zum Ausspielen des eigentlichen Masters zu den Subs oder einen Aux-Weg? Letzteres hat eher handfeste Nachteile und ist im Zeitalter von Digitalpulten mit durchstimmbaren Hochpass eh obsolet.ZitatSo lässt sich ja auch ganz einfach das Timealignment zu den Tops realisieren... Das macht mir mit den Delay-Modulen direkt an den Bässen keinen Spaß.
Richtig. Und wenns auch nur ein zusätzlicher Digitalcontroller ist. Denn wer will denn z.B. bei Subs unter der Bühne unter eben dieser rumkriechen, um die Delays einzustellen? Einen Regler würde ich in so einer Box nur in digitaler Form integrieren, damit alle präzise gleich einstellbar sind und zudem per Netzwerk oder ähnlich fernsteuerbar. Dann kann man auch auf den zusätzlichen Controller verzichten, da man so remote auf die Parameter Zugriff hat. Ohne Controller oder remotefähigen DSP ist das nur Kinderspielzeug.ZitatErinnert mich irgendwie an eine d&b B2. Die hat genauso undefiniert geklungen.
Mein Reden. -
Ja, aber vermutlich eben nicht in Form von Wandlern, die einfach 10000dB Dynamikumfang haben, sondern in Form von intelligenten adaptiven Systemen.
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Eine Aufregung hier... In der Yamaha wird ein Ampmodul stecken, was 2x 850W an 4 Ohm liefert. Der 12er hat 4 Ohm, der HT 8 Ohm. Somit...
Weiterhin kommen am Hochtontreiber selbstverständlich keine 450W Dauerleistung an, bestenfalls 40-50W. Dafür sorgt mit Sicherheit ein RMS-Limiter mit auf den Hochtontreiber optimierten Zeitkonstanten. Wichtig im Hochtonbereich ist, wie eigentlich allgemein bekannt sein dürfte, eine hohe Railspannung, damit die Peaks vollständig abgebildet werden können. Die RMS-Spannung ist gering im Hochtonbereich, der Crestfaktor recht hoch. 10fache RMS-Belastbarkeit des HT-Treibers bei der Endstufe finde ich als ordentliche Auslegung.
Weiterhin wirbt Yamaha zumindest bei der kleineren Aktivserie mit der Mitarbeit von Nexo bei der Entwicklung. Warum dann nicht auch bei der DSR, wenn es so war?
Ansonsten hat gerade Nexo gezeigt, dass sich durch viel Leistung und Chassis-/Treiber-optimiertem Limiting doch einiges mehr rausholen lässt als mit herkömlichen (und damit wenns sicher sein soll konservativem) Limiting in günstigen Aktivboxen bzw. generischen Controllern. Nexo setzt es im Mittelton aber eher dafür ein, 3" Spulen von 12ern und 15ern belastbar zu machen wie sonst 4" Spulen, klingt dann immer noch nach leichter Membran und 3". Selbstverständlich ist das nicht mehr als die Physik zulässt, die lässt sich eben nicht bescheißen. Im Gegenteil, herkömmliches Limiting lässt eben einiges an Potential brachliegen. Ob aber in der DSR "Nexo Style"-Limiting drinsteckt ist eine andere, ungeklärte und wahrscheinlich ohne Weiteres nicht klärbare Frage.
FIR ist für mich nach allem, was ich selbst probehören durfte, kein Qualitätskriterium. Die sehr gut klingenden KV2 Audio-PAs haben sowas z.B. überhaupt gar nicht (wie auch, auf den analogen Weichen?), und bei manch anderer überraschend mittelmäßigen PA kommt FIR zum Einsatz. Gerade das Arbeiten mit Faltung (Convolution) im PA-Bereich scheint mir eher stark einschränkend zu sein, da das ein recht starrer Prozess ist, aber gerade wenn viel Leistung zum Einsatz kommt, kann man wohl kaum erwarten, dass sich die Treiber/Chassis immer so verhalten wie bei der Erstellung der Impulsantwort. Auch Serienstreuungen sollte man beachten, bevor man versucht, jedes Hügelchen und Talchen im Frequenzgang zu glätten. So kommt es, dass man Controllerkurven sieht, wos allein im Hochtonbereich zehnmal Zickzack geht, und trotzdem ist das gemessene Endergebnis aus dem Hochtöner alles andere als frei davon... Naja, andere Baustelle... erklärt aber einiges, was ich gehört habe.Aber die Sache ist ja nun eh entschieden und mit der TT22A ist in jedem Fall eine sehr gute Entscheidung getroffen worden.
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Dante hat gravierende Vorteile, was den Preis der Infrastruktur betrifft. Einfache (aber gute!) Netzwerkgeräte reichen, eventtaugliches Cat5- oder Cat6-Kabel wird immer billiger und verbreiteter und die eigentliche Hardware wird immer mehr. Nachteile gegenüber Rocknet ist allerdings, dass Dante keine standardisierten Steuerdaten kennt. Jeder Hersteller, der Dante als "sein" Protokoll implementiert, bastelt sich da was eigenes. Aus meiner Sicht ist das ein großes Versäumnis seitens Audinate, aus deren Sicht wahrscheinlich der Grund, wieso es sich überhaupt verbreitet (da die Hersteller nicht "interkontrollierbar" seien wollen). Trotzdem hätte Audinate es standardisieren können und einfach jedem Hersteller einen Hersteöllercode innerhalb des Systems zuweisen können, und wenn es der Hersteller möchte, über diesen Code die Geräte gegeneinander versperren. Und teuer finde ich Dante im Vergleich nun wirklich nicht. Bei Allen&Heath kostet die Karte fürs iLive bzw GLD 1500 Euro, für 64 Kanäle. Ethersound kostet gut das doppelte. Bei Yamaha kostet eine 16kanal-Karte für die älteren Pulte um 600 Euro. Das ist so billig, dass sich diverse Bands diese Karte geholt haben, nur um beim Konzert mit der LS9 nebenbei noch Multitrack-Mitschnitte machen zu können. Mittlerweile können diese Karten aber noch die Rio-Stageboxen der CL-Serie fernbedienen. Die Rio-Boxen sind übrigens die einzigen Dantegeräte, wo ein Digitalsplitt akzeptabel funktioniert, weil es jeden Preamp dann zweimal aufs Netz legt und den Gain bei Veränderungen passend gegenrechnet. Der Splittpartner merkt dann noch nicht mal, dass am Gain gedreht wurde.
@ tobias: Der Dynamikumfang der üblichen 24bit Wandler würde im Livesoundbereich schon reichen, um einen Kanal ohne Gain abzubilden. Das Rauschen bei 50dB digitaler Aufholung wäre zu vernachlässigen, besonders weil der immernoch nötige Preamp dann mit fester, aber dafür hochoptimierter Verstärkung arbeiten könnte. Nur ob es dann bei sagen wir 30 zusammengemischten Kanälen, wo das nötig ist, immernoch so klappt, ist eine andere Frage. Genaugenommen muss der Wandler ja auch gar nicht ein festes Verhältnis von Spannung zu Datenwert haben, der DSP muss nur wissen, wie das Verhältnis in dem Moment ist. Extrem schneller Autogain plus 20dB Headroom plus passender Rückrechnung reichen, da digital genug "Breite" vorhanden ist bzw. sein kann, um alle Dynamik der Welt da reinzupacken. Es gibt dann am Pult nur noch Trim, um auf einen vernünftigen Arbeitspegel für den Kanal zu kommen. Alles machbar, aber es muss erst in die Köpfe rein...
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Zitat von "wora"
die box(T4) an sich klingt jedenfalls nicht schlechter als die kleine d&b (T), imho ist eher das gegenteil der fall

In kleinen Mengen ja (bis ca. 6 Teile pro Seite), in großen Mengen wird vermutlich das T besser sein. Den dB Technologies-LAs fehlts an einem Waveformer. Bei großen Mengen hört man als Zuhörer dann eben im Hochtonbereich zigmal das gleiche Signal kurz hintereinander. Richtige Präzision im Hochtonbereich ist so nicht wirklich möglich.Zitatder schlechte ruf kommt meiner meinung nach nur daher, dass dieses systeme oft nicht richtig eingestellt werden.
Das Problem haben etliche Hersteller, z.B. auch Peavey. Die haben sich aber weitgehend damit abgefunden und stellen nebenbei aber dann doch noch recht dicke Brocken her.