Wie hier nachzulesen ist, sind die Angaben von LAB nicht mit denen von Studio-R zu vergleichen, da LAB nur Leistungen für 33ms-Zyklen mit jeweils darauffolgenden 66ms Pause angibt. Studio-R gibt auf der Seite zwar auch die Werte der Amps nach dem modifizierten LAB-Testverfahren wieder, die tatsächliche Dauerbelastbarkeit von LAB (nach dem IEC-Standard 'IEC / EIA-RS490', welcher Dauersinusleistung @1kHz für mehr als 500ms vorsieht!) bleibt aber offen.
Tatsache ist, dass eine Studio-R X12 den benötigten Strom auch aus dem Netz zieht, wenn dieser gebraucht wird. Will man also 11 kW Dauerleistung, werden auch (nachdem die ELKOs leer sind) ca. 68 A gezogen. Kann man nur 16A bereitstellen, muss eben per Controller (Peak-, oder besser RMS-Limiter) limitiert werden. Das macht durchaus Sinn und beschränkt limitierende Eingriffe auf einen Punkt, nämlich den Controller. Die LAB (und wohl auch die CAMCO Vortex, wenn ich mich nicht irre) beschränken sich ja selbständig auf einen gefälligen Stromverbrauch und beschneiden die Ausgangsleistung einfach ungefragt.
Was einem nun lieber ist, musst jeder selbst entscheiden. Es braucht ja auch nicht jeder 11kW Dauerlast - im Live-Betrieb ist der Crestfaktor sicher groß genug. Doch sollte man sich im Klaren sein, dass <6dB Crest bei stark komprimierter Musik durchaus drin sind - da bringt die LAB dann natürlich nurmehr ca. die halbe Leistung. Zum 'einbrechenden' Ausgangssignal solch einer Limitierung gabs meines Wissens auch mal schöne Messungen (zB im PP von der Vortex).
Greets,
N-Dee
PS: Fehler/Unvollständigkeiten bitte gleich aufzeigen!