Und an den Threadstarter: Such mal `n bißchen, die Diskussion hatten wir hier schon (zu?) oft.
Gruß vom Toff
Beiträge von Toff
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Chris: Also ich fand deine Verteidigungen der R-Serie sowie generell von HK in den ganzen letzten Monaten gar nicht mal "unsympathisch". Daß du aber jetzt hier mit so einem "sagen rennommierte Tonleute"-Kram anfängst, ohne HLA gehört zu haben, finde ich schade. Immerhin sagst du wenigstens, daß du keine Erfahrungen damit hast.
Ich aber: Auch nach 30 Gigs als Monitor-Mensch hinter einer Minimalkonfig-HLA (also nur zwei Stacks pro Seite) war ich damals keineswegs genervt von dem Output nach hinten. Und mit mehreren Stacks wird die HLA nach hinten bestimmt nicht lauter.Zu deiner Aussage, daß die geringe Verbreitung auf die geringe Qualität schließen lässt:
Das hat evtl. andere Gründe. Viele Anwender waren z.B. zu Recht enttäuscht, daß es keine kompatiblen Downfills oder Infills oder Monitore gab, die Serie also nicht wirklich fortgesetzt wurde. Ist ja auch klar, da musste erstmal im Zuge der Line-Hysterie ein Vertec her...
Ausserdem sind manchmal kaufmännische Aspekte entscheidend: HLA war einfach schweineteuer und ist es in Relation zu gebrauchten Würfeln meist immer noch.
Desweiteren soll ja einer der größten HLA-Verleiher mitsamt seinem Material zu einer größeren Firma gewechselt haben, die dann aus strategischen Gründen eben sein Mat. auf Eis gelegt haben soll... Aber DAS sind jetzt von mir aus nur Gerüchte, die ICH nicht aus eigener Erfahrung bestätigen kann, und die deshalb gerne aus der Diskussion gestrichen werden können.
Ansonsten kann ich nur empfehlen: Mal anhören!
Und wie Claudi so schön beschrieben hat: Die Subbies sind laut (Und trotz der teils berechtigten Kritik einiger Reflexhasser durchaus präzise). Blöd ist nur, daß man die nicht wirklich vor die Bühne legen kann...
Gruß vom Toff
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Jippie, ein HLA-Thread.
Also los. Hab länger damit gearbeitet, von kleinem Standard-Setup bishin zu 6 Stacks pro Seite.Sound: Ist wirklich Groß-PA-Feeling. Drückt gewaltig: Durch das große LF-Horn und den 14er dahinter gibt es genügende Reserven in diesem oft unterschätzten Bereich (120 bis 280 Hz): genau da findet der größte „Energieverbrauch“ der Stimmen statt, Grundtonbereich halt, und deshalb klingt die HLA dort recht entspannt.
Trägt extrem weit: Mitunter hatte ich das Gefühl, bei weiten Entfernungen nur Bässe als Delayline stellen zu müssen (na gut: das ist jetzt ein Stück Legendenbildung...).
Der Hochtontreiber ist tendenziell etwas stressig, aber zu bändigen. Es lohnt sich immer, ihn auch entgegen dem vorgeschlagenen Standard-Setup nochmal um 3dB leiser zu machen, zumindest im oberen Mittenbereich.
Die Zusammenstellung von Arrays ist in akustischer Hinsicht relativ problemlos (aus Erfahrung: geringes horizontales Phasing beim Herumgehen vor den Boxen), einfach am Controller die Kopplung im unteren Mittenbereich etwas entschärfen. Auch mit 2 Stacks pro Seite kommt man ganz gut hin, eventuell wären aber noch kleine Infills für den Bereich vor der Bühne angesagt.Handling: Ist schon groß und schwer, aber für den maximal möglichen Output wiederum leicht. Im direkten Vergleich z.B. zu einer ACL TSE 4030 oder K&F T5 behaupte ich aus eigener Erfahrung, daß sich die HLA-Tops mit 3 Personen und der richtigen „Grifftechnik“ leichter und wesentlich schneller stacken lassen!!! Natürlich nur „eine Etage“, also eine Lage Tops auf eine Lage Bassboxen. „Heben“ kann man das Ganze ohne maschinelle Hilfe nicht wirklich. Falls die Teile also eine Treppe hinaufgetragen werden müssten, habt ihr verloren (Top und Sub jeweils circa 105 KG).
Etwas blöd ist, daß die Höhe beim Groundstacking einer Lage Tops auf eine Lage Bässe nicht ganz ausreicht. Es ist schon besser, noch niedrige Schnakis darunterzusetzen.
Ich würde vor einem Kauf überlegen, ob ich immer nur mittlere bis große Sachen damit vorhabe. Bei kleinen Sachen habe ich mich zwar oft über die tolle Klangqualität gefreut, aber die Optik und schiere Größe des Systems waren da doch meist störend.
Vom Aufwand her ist ne vollaktive Vierweg-PA schon etwas heftig. Immer vier schwere Ampracks (Standardkonfiguration) mitzuschleppen ist nicht jedermanns Sache. Achtet unbedingt darauf, vier große MPAs für vier Bassboxen zu haben, sonst geht der Bassbereich unter (das hatte ja vor mir schon jemand bemerkt, das die Bässe Feuer brauchen). Am besten pro 2 Tops 3 oder 4 Bässe! Für Bassreflex dann aber sehr geil.Viel Spaß mit der Anlage, falls ihr sie kauft. Ich freue mich jedenfalls immer sehr, wenn ich mal eine beim Job treffe.
Dirk: Wieso brauchen die Bässe viel EQ? Low-Cut, dann Standard-PEQ mit kleiner Anhebung bei 40Hz, je nach Raum etwas Absenkung bei 80 bis 100 Hz, und ab da greift der Tiefpass der Weiche. Was machst du sonst noch?
Gruß vom Toff
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Als vor Jahren der erste SPL-Vitalizer (Doppelmono SX2 mit den konzentrischen Potis. Höllenteuer!!) auf den Markt kam und ich noch viele Studio-Geschichten gemacht habe, wurde überall (auch bei mir) in einer Art rauschhafter (höhö) Verblendung nur noch Exciter (bzw. eben Vitalizer) auf alles mögliche und leider auch auf die Stimmen gelegt. Wenn ich mir jetzt, also Jahre später, diese Aufnahmen wieder anhöre, muß ich schon schmunzeln... Und seit die SPL-Vitalizer ihren mythosähnlichen Ruf verloren haben, werden sie auch nicht mehr so oft eingesetzt und massenhaft wieder verkauft.
Will sagen: Exiter/Vitalizer sind in meinen Ohren für einen guten Stimmensound nicht wirklich wichtig, oft eine Modeerscheinung und erzeugen eher Nerverei. Na gut, als Effekt ists manchmal ganz nett...Gruß vom Toff
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Ach schade, ich dachte, wir könnten uns ein bißchen streiten

Gruß vom Toff -
Zitat von "PA-Peter"
Die Jungs setzten FX auf dem Bass ein! Total bescheuert...
Sorry für OffTopic, aber da kann ich nicht stillhalten:
Das meinst du nicht ernst, oder? Kein(e) FX aufm Bass? "Bescheuert" gar? Wie konservativ und (Verzeihung:) arrogant ist das denn?
Wie viele wunderschöne Sounds der Musikgeschichte wären uns wohl vorenthalten geblieben, wenn sich da alle nach dir richten müssten? Palladino und sein Octaver? Alte Funk-/Soul-Geschichten mit Mutron-/Envelope-Follower-Sounds? Der verzerrte Bass-Sound auf den Rage-Scheiben? Pink Floyds Delay-Bass? Chorus auf so ziemlich allen Fretless-Sounds dieser Erde, die auf Platten gebannt wurden und werden? usw. usw.
Es kommt ja wohl immer noch darauf an, ob der jeweilige Bassmensch das kann oder eben nicht!!?
Grüße vom Toff -
Jepp. Die Crest spielt eine Liga höher.
Gruß vom Toff -
Markus: Falls du meinen Beitrag meinst: Okay, ich hätte noch dazu schreiben sollen, daß ich mich auf die etwas höhere Liga der Soundcraft-Pulte und auf die generelle Diskusssion über deren angeblich schreckliche Pegelprobleme beziehe. Ich meinte also nicht dich!
Zugegeben: mit einem Spirit hatte ich schon mal einen ähnlichen Eindruck / ein ähnliches "Problem". Aber Spirit ist halt irgendwie nicht wirklich Soundcraft...
Grüße vom Toff -
Zitat von "itzme_1210"
alle reden immer nur von shure und sennheiserOch, ich rede so oft von AKG-Mikros, daß es mir selbst langsam unangenehm wird...
Daß hier öfter von Audio-Technica-Mikros die Rede ist (deren Mikros ich übrigens auch sehr sehr gut finde), liegt mitunter auch daran, daß der eine oder andere hier ebenjene gerne verkauft
Gruß vom Toff
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Na, dann hab ich dich zum Glück falsch verstanden

Das 414 war vor mittlerweile vielen vielen Jahren mein Einstieg in die Studio- und später Livewelt, und im Nachhinein bin ich froh, daß ich gleich mit einem solchen Mikro anfangen konnte...Grüße vom Toff
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Sehr subjektiv, da ich nur zweimal auf Hawkwind und circa 8 Mal auf Director gemischt habe (allerdings mit vergleichbaren Mikrokapseln): Director machts etwas leichter, die Stimme verfärbungsfrei rüberzubringen. Aber wie gesagt: sehr subjektiv, kann auch am Controllersetup beim Hawkwind gelegen haben, denn die Directoren liefen immer mit korrektem FIR-Setup.
Gruß vom Toff -
Zitat von "wora"
das AKG 451 ist eines der wenigen mikros dieses herstellers, die mir gut gefallen.
Sorry, daß das jetzt sehr von der ursprünglichen Frage weggeht, aber: Hast du schon mal ein 414 in der Hand gehabt, wora? Oder ein C4000? Oder ein 480? Solidtube? Wenn ja, wie klingen die in deinen Ohren?
Gruß vom Toff -
Ach immer diese Pegeldiskussion bezüglich der SC-Pulte. In meinen Augen ist das eher ein an den Haaren herbeigezogener Abwertungsversuch. Das "Problem", so es überhaupt eins ist, lässt sich lösen durch etwas höheres Pegeln, und fertig.
Aber was mache ich denn eigentlich hauptsächlich beim Mischen? Ich bediene EQs. Und genau deshalb kommt ein GL in meinen Ohren niemals an ein K2 oder eine Venue2 ran. Und zwar vom Sound her, der stark vom EQing abhängt!!!
Genau dasselbe habe ich und haben einige andere schon vor einigen Monaten geschrieben... lustig...Gruß vom Toff
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Zitat von "Benny"
übrigens testbericht mit soundbeispielen in Keyboards 01/03.
gruß benny
Na, und welches Mikro hat mal wieder gewonnen?
Tataaa, AKG 451.
Gruß vom Toff
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Wünsche euch einen schönen Vergleichstest!
Beim nächsten Mal, wenn eventuell enger bündelnde Systeme verglichen werden sollen, könnte ich mit ACL TSE-Stacks vorbeikommen.
Noch ein Tip aus eigener Vergleichstesterfahrung: Achtet penibelst auf gleiche Lautstärke (am besten über einen weiten Frequenzbereich), weil das leider der Faktor ist, der zu scheinbar größten, in Wirklichkeit aber nicht existenten Klangunterschieden beiträgt...
Vielleicht könnten wir uns hier im Forum mal Gedanken machen über Kriterien, die zumindest die gröbsten Fehler bei Vergleichstesten aussieben helfen.Gruß vom Toff
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Oh ja, miss das mal - interessiert mich doch sehr.
Und für Volker: Refleksionen sind böhse

Gruß vom Toff
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Zitat von "Tobias"
neee, das 480L hat schon ein paar mehr als nur 6 parameter.....

ist schon ein bißchen her, das ich damit arbeiten "durfte", aber ein Standard Reverb hatte ca. 3-4 Pages mit Parametern... Es gibt also genügend editiermöglichkeiten

Aber dank der Decay Optimization, kommt man rel. schnell mit der parameterflut zurecht und veranstaltet nicht ganz so viel blödsinn.
(Aber das geht natürlich auch hervorragend... lol)Tobias hat Recht. Natürlich gibts den Unterschied zwischen bedienen und editieren...
Und um das und den Sinn einer Decay Optimization nochmal hervorzuheben: Im Sony R7 gibt es einige Programme, bei denen nur im Haupteffektblock 445 Parameter zu editieren sind, mit denen 48 verschiedene early reflections verbogen werden wollen. Das macht das Blödsinn machen gleich viel mehr Spass!
Gruß vom Toff -
Zitat von "DeadEye"
Das ist doch n rear loaded horn?! wie tief geht der? 18"?
Meiner Ansicht nach ist das ein BR-Sub mit genügend großer BR-Öffnung, die vielleicht etwas "schallfeldankopplungsoptimiert" ist.
Gruß vom Toff
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Zitat von "DeadEye"
Das ist doch n rear loaded horn?! wie tief geht der? 18"?
Meiner Ansicht nach ist das ein BR-Sub mit genügend großer BR-Öffnung, die vielleicht etwas "schallfeldankopplungsoptimiert" ist.
Gruß vom Toff
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Um den Tip von audiobuddy (Aufstellung) nochmal plastischer zu machen:
Hab mal bei einem Job in meiner Anfangszeit in einem kleinen Jugendheim-Saal extreme Probleme mit Feedbacks gehabt, und dann solange mit dem Terz-EQ Feedbacks gezogen, bis die Anlage völlig besch... klang und die Leute schwer genervt waren.
Nach über einer Stunde bin ich dann doch mal auf die Idee gekommen, die Boxen einfach einen Meter weiter vor die Bühne zu schieben, und konnte dann den EQ fast wieder nullen und hohe Gesangspegel fahren.
War ne schmerzliche aber wichtige Erfahrung...Gruß vom Toff