Und Hamburg mitten in Skandinavien.
Gruß, Toff
Beiträge von Toff
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Zitat
Skelly schrieb am 2002-10-01 09:07 :
(...) Setzt man einen Kompressor ein, wird es in punkto Klang immer eine positive oder negative Veränderung geben. Diesbezüglich sind sie auch zu verwenden. (...)Grüße aus dem Süden
Skelly
Hallo Skelly! Was meinste denn jetzt damit? Einfach nur, daß man einen Kompressor nicht falsch einsetzen soll? Na DA stimme ich zu! (War nur´n Spaß...)
Gruß aus dem Norden; Toff -
Zitat
Skelly schrieb am 2002-10-01 22:08 :
denke ein c451ist gut genug eine hihat abzunehem aber kein drumset mir 3 channels abzunehmen.... es geht hier um details.. nicht um massenabfertigung....Na ja: Prinzipiell habens größere Membranen bei höheren Frequenzen schwerer! Die sind halt bei gleichoptimalen Werkstoffen/Verarbeitungstechniken schwerer und damit träger als eine Kleinmembran. Auch müßte eine normale Großmembran (bzw. ihr effektiver schwingungsfähiger Durchmesser) ab einer für uns noch relevanten Frequenz doch schon damit anfangen, nicht mehr als Ganzes zu schwingen - es schwingen doch nur noch Teile der Membran (oder irre ich mich da? Kann das mal wer bestätigen oder verneinen?). Das legt doch nahe, daß diese Art der Membranbewegung nicht mehr so exact und präzise ist...
Wenn ich also deinen Satz mit den "Details" jetzt mal bewußt etwas falsch verstehe, würde ich behaupten, daß gerade bei Details die Kleinmembranen im Vorteil sind! Und um mich JF anzuschließen: Bin ja auch ein 451-Fan - wenns clean und sauber sein soll.kai: Jau, mir erscheint es ja auch so, daß eine Großmembran runder und ausgewogener klingt. Aber ist das nicht im Endeffekt Ergebnis von Verfärbungen, die die Großmembrane macht? Nicht falsch verstehen: Kann ja erwünscht und geil sein.
Und spielt da nicht auch ein psychologischer Effekt rein: Sieht groß und gut und klobig und rund aus = klingt warm!?
Gruß, Toff -
Wenns nach Großmembran aussehen, tendenziell noch wie ne Kleinmembran klingen und zusätzlich günstig sein soll: AT 4033(a). Dessen Membrangröße liegt irgendwo zwischen Klein- und Großmembran. Habe ich im Kleinstudio oft als OH verwendet, live zugegebenermaßen seltener. Ist zwar nicht so hochwertig wie ein 4050 und hat auch keine schaltbare Charakteristik, klingt aber bei entsprechendem EQ´ing recht gut. Außerdem ist die Spinne nicht nur mechanisch stabil, sondern sieht (wie auch das Mikro) gut aus... na ja, wer´s braucht...
Ein AKG 414 ist als OH wirklich was Feines (fällt auch nicht so schnell um wie die richtig fetten Großmembran-Brocken)und vor allem für fast alles andere auch nutzbar.
Gruß, Toff
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Hallo Detlef!
Warum so bescheiden? Deine Antwort hört sich doch gar nicht "hobbykistenschleppermäßig" an; und wenn überhaupt stehst nicht du dumm da, sondern ich habe mich schlecht ausgedrückt!
Sprachlich Klang zu beschreiben ist halt immer schwierig. Ich meinte mit "Schmiereffekten", daß der Dominator und andere Summenkompressoren die Fähigkeit haben, alle Sounds etwas näher aneinanderzurücken oder miteinander zu verweben, zu "verschmieren" halt. Wie der Effekt, daß z.B. eine eher nach hinten gemischte, harte Plektrum-Akustikgitarre auf eine schöne weiche Art etwas in den Vordergrund geholt wurde - und das hörte sich deutlich anders an, als wenn man die Gitarre selbst im Kanalinsert stärker komprimiert hätte ... sowas mein ich halt...
Bei mir werden Einzelsignale auch zusätzlich komprimiert; Manchmal finde ich die zusätzliche Summenkompression in Bezug auf die Vocals gefährlich, weil eben jene dann zu sehr in den Gesamtsound hineingedrückt werden.
Soviel in Kürze, muß gleich zu einem Job.
Gruß, Toff -
Um auf die Ausgangsfrage zu antworten: Prinzipiell ists natürlich möglich, etwas Endstufenleistung mittels Summenkompression einzusparen. Ich würds aber trotzdem nicht zu diesem Zweck machen: denn wenn ich ehrlich bin, komme ich immer wieder mal mit eigentlich ausreichend dimensionierten Anlagen letztlich doch an die Grenze(n)... Ich denk mal, das kennt ihr alle... Und wenn ich dann schon vorher die Anlage -wegen der vermeintlichen Sicherheit durch die Summenkompression- etwas kleiner dimensioniert habe - aua.
Trotzdem hängt bei mir ein TC Finalizer (Express) in der Summe, und zwar rein aus klanglichen sowie hörpsychologischen Gründen. Wie ADMIN ja schon angedeutet hat, geht doch wohl die Hörerfahrung der Leute immer mehr in Richtung "mega-komprimiert", so wie im Radio halt. Wenn bei sehr "dynamischen" Abmischungen (wenn z.B. bei Billig-Verleihern überhaupt keine Kompressoren am Start sind) immer wieder einzelne Instrumente aus dem Gesamtsound "ausreißen", dann merken die Leute das irgendwie schon - glaub ich. Letztlich bügeln wir doch alle bei Studioaufnahmen zum Schluß mit nem Mehrbandcompi drüber - also warum nicht live?
Worauf ich eigentlich hinauswollte: Wer benutzt noch live den Finalizer? Erfahrungen? So richtig überzeugt hat er mich nämlich nicht... . Hatte vor Jahren mal nen Aphex Dominator (der hat so schöne Schmiereffekte gemacht), fand den total super, aber das ist echt lange her und kann an jugendlicher Überbegeisterung gelegen haben. Was benutzt ihr, und versucht doch bitte zu beschreiben, was genau die Teile mit dem Sound machen. Clippen eure auch so schnell wie der Finalizer? Bei dem muß ich fast immer beide Soft-Clipper anschalten, um überhaupt einen deutlichen Effekt erzielen zu können; sonst clippts wie Hölle.
Gruß, Toff -
Volker: Spannende Frage! Tut nach der in letzter Zeit eher unerfreulichen Entwicklung dieses Forums ganz gut.
"Wo ist denn das akustische Zentrum?" - "Such dir eins aus!" Der Gag fällt meistens nach spätestens 30 Sekunden, wenn ich Diskussionen bezüglich der Einstellung dezentraler Beschallungen miterlebe.
Jetzt mal ernsthaft:
Ich unterscheide gedanklich grob 3 Fälle (bei allen 3 geht es nicht um time-alignment innerhalb eines Speakersystems):1. Delay im Nahfeld: Bei ner Delay Line circa 5 bis 10 Meter nach dem Hauptsystem schließe ich mich BigSound oder Tobias an, also etwas längeres Delay (letztlich wie immer: hören!). Ob man aber bei einer so kurzen Distanz zum Mainsystem überhaupt schon von Delay-Line sprechen sollte oder besser von einer Art "räumlichen Auffüllens oder Verbreitern", wäre noch zu diskutieren. Ich nehme solche Anordnungen eher als Soundeffekt wahr (was geil sein kann!), denn nach 5-10 Metern ist das Haupsystem meistens doch noch gut da - es sei denn, der Raum ist extrem hallig. Das führt uns zu
2. Delay im deutlichen Hallfeld:
Hier versuche ich, das Delay möglichst exact einzustellen. Denn das Problem hierbei ist doch, daß mir alle für die Verständlichkeit wichtigen Signalanteile durch den halligen Raum vermatscht werden, und deshalb soll der Delaylautsprecher nicht erst lange nach diesem Matsch tönen, sondern genau gleichzeitig. Dann kann er die fehlenden Informationen besser ersetzen/auffrischen (bei ausreichendem Pegel relativ zum Hauptsystem - die Pegeldiskussion ist bei diesem Thema leider auch noch relevant, aber das lass ich jetzt aus Platzgründen lieber...).3. Delay in relativ abgetrennten Räumen (z.B. Installationen in Großraumdiscos)
Hierbei gilt meiner Ansicht nach alles unter 2. gesagte, eventuell kann es sogar gut sein, das Delay-System minimal zu "schnell" und "zu laut" einzustellen - damit die Delay quelle als die Hauptquelle wahrgenommen wird. Gedanklich ist dann sozusagen der Lautsprecher im weiter entfernten Raum "invers-delayed"... Akustisches Zentrum wird halt der wichtigste Raum (also nicht das Klo...?).
Generell kann ich noch sagen, daß Interferenzen im Sinne des oft gefürchteten Phasing bei Lautsprechern, die relativ weit auseinander stehen, tendenziell nicht so schlimm sind: Denn es gibt ja doch meist je nach Standort der Zuhörer Pegeldifferenzen und daher nur wenige Stellen im Raum, an denen es dann wirklich seltsam klingt (halbwegs gekonnte Delay-Einstellung mal vorausgesetzt...). Will sagen: eine halbwegs gekonnt gemachte Delay-Line ist immer besser als keine Delay-Line, da ich ja auch vorne nicht so viel Pegel erzeugen muß.Nochmal Volker: Kannst du vielleicht mehr von den Diskussionen deines Seminars berichten?
Gruß, Toff
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Und falls du die "alten" C451 EB günstig gebraucht entdeckst, kannst du meiner Ansicht nach bedenkenlos zuschlagen. Arbeite schon länger mit diesem Mikro: sowohl im (kleinen) Studio (Overhead/HiHat/akustische Saiteninstrumente)als auch Live. Bei der "alten" Serie ist der Vorteil, daß die Kapseln wechselbar sind. Ne CK1-Kapsel (Niere) macht sich bei allen von dir gewünschten Einsatzbereichen ganz gut, die CK3-Kapsel (engere Niere) gefällt mir besonders an der Hi-Hat oder wenn aus größeren Klangkörpern einzelne Sektionen isoliert werden müssen. Achtung: C451 E hat im Gegensatz zu C451 EB keinen BassCut. Gruß, Toff
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Hallo Martyn! Falls du die TSE-Serie noch nicht kennst und mal live hören willst: Ich fahre über 40 Veranstaltungen im Jahr damit und komme ja geographisch aus deiner Ecke. TSM 15 ist als Delay/Infill auch am Start. Kannst bei Interesse einfach ne Mail schreiben. Gruß, Toff (toff@uni-muenster.de)
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Toff am 2002-08-25 16:50 ]</font>