Zitat von "RA-CG"Hi!
Hm, wird den der Tonträgerhersteller tatsächlich umgangen? Die Kopie bzw mp3 darf ich ja nur aus ner legalen Quelle haben und da hab ich den Tonträgerhersteller dann ja schon bezahlt. Also zumindest wenn ich mir meinen eigenen Sampler aus Original CDs zusammenstelle. Und war da nicht auch was mit Abgaben für jeden Verkauften CD Brenner oder Rohling?
Also so ganz einleuchten will mir das mit den 30% auch nicht, aber wenn's so ist kann man wohl kaum was machen.
Die Abgaben für CD-Brenner und Rohlinge zielen in erster Linie auf die Privat-Kopien-Anfertigung durch Consumer. Ähnliches gab es meiner Meinung nach bereits bei Kassetten und Tonbändern.
Zum Tonträgerhersteller ein typisches Beispiel:
Aus irgendeinem Grund hält ein Diskjockey es für sinnvoll, ein Musikstück, das er lediglich als Originaltrack auf einer Maxi-CD zur Verfügung hat, zu duplizieren, weil er es "gegeneinander" mischen können möchte (Betonung liegt hier auf "können"). Anstatt also ein zweites Original zu kaufen, wird - unter Umgehung der Rechte des Tonträgerherstellers - eine aufführungsreife Kopie (in Form eines Samplers oder wie auch immer) angefertigt. Gerade für die gewerbliche Nutzung liegt eben hier der Hund begraben: Die Kopie kann nicht nur einmal, sondern auch zweimal (im anderen CD-Players des DJs, aber auch z. B. im Nebenraum zur Hintergrundbeschallung) genutzt werden. Der BPM-Gastro-Nutzer, der fast ausschließlich Kopien nutzt, ist davon genauso betroffen, wie der Discotheken-Inhaber, der ausnahmsweise mal Gast-DJs mit Laptop ans Werk lässt. Nach welchen Regularien die 30% einmal festgelegt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Veranstalter wird fairerweise VOR Veranstaltung auf die GEMA-Klausel hingewiesen. Danach wird abgestimmt, ob z. B. nur Originale zum Einsatz kommen sollen, und gut ist. ![]()