Moin,
Zitat von "Jonnytrance"Mir gings es primär um zu berichten, dass auch andere vorliebe für Bass gibt und nicht selten.[OT aus]
Ob ich jetzt OT wieder einschalte? Mal sehen.
Natürlich gibts rätselhafte Vorlieben, und immer wenn über die musikalische Qualität dieser oder jener Konstruktion diskutiert wird, kommen Beispiele schlimmer Lautsprecheranlagen die ein Kunde toll fand. Angehängt wird dann der kurze Schluss, schlimme Lautsprecher seien mindestens so erfolgreich wie gute, und jede Diskussion damit zuende.
Die CarFi-Fraktion steht noch drängender als die PA-Fraktion vor der Transportvolumenfrage. CarFi ist ein großer Markt, und so ist es wenig verwunderlich, daß dort spezielle Basstreiber entwickelt und verkauft werden - gegen die der 18NLW9600 ein Kurzhuber mit federleichter Membrane ist. Wir diskutieren hier über Portgrößen und -Gestaltung, weil der 18NLW9600 einen ungewöhnlich großen Hub kann, aber auch eine für Uns noch ungewohnt schwere Schwingeinheit hat. Nun gut, damit werden die Boxen kleiner, und gleichzeitig im Maximalpegel lauter. Diesen Weg hat die CarFi-Fraktion schon lange eingeschlagen. Die auf Pegelfestigkeit ausgelegten Einbauten haben nach meiner Recherche (Youtube
) häufig keine Resonatorunterstützung. Sind die nun zu blöd, wissen die nicht, daß eine Bassreflexöffnung den Hub reduziert, die Box bei gleicher Leistung lauter macht?
Vermutungen:
Zunächst ist in diesem Segment die Volumenfrage geklärt, alles, sogar das EVU muß ins schöne Auto passen, mit dem Mietsprinter des Beschallers geht man weder cruisen, noch zum dB-Drag. Das Transportvolumen ist also klar definiert, im Gegensatz zum Beschaller, der damit flexibler umgehen kann. Das Ziel ist auch definiert: "lauter". Welche Konstruktion gewinnt nun? Warum sehe ich in der Regel geschlossene Bässe? (Ich meine jetzt nicht die "Einbauten" mit im Kofferraum angekletteter Bassröhre. Die Dinger haben ein Loch, und messen sich interessant
). Warum bauen die keinen Port ein, um Pegelwettbewerbe zu gewinnen?
Weil das nicht geht, schlicht nicht geht, Leute, es geht nicht. Der Port wird zu klein, oder die Box zu groß (Portvolumen), und ein überblasener Port macht keinen "Meßpegel", Der Klirr betrügt vielleicht Menschen, aber nicht Pegelmeßgeräte.
Der BR118ex ist weiter, mit dem 18NLW9600 von der Stange. Positiv fällt mir die praxisnahe Vorbereitung der Konstruktion auf das obligate schaumstoffbeklebte Frontgitter auf. So manche übliche Konstruktion verliert gerade hier den Maximalpegel, denn Gitter und Schaumstoff verhindern die freie Luftbewegung im Portbereich. Während Wir Uns hier den Kopf um Portformen zerbrechen, zerstört das reale Gitter jede simulierte Illusion. Dieses Problem ist beim BR118ex berücksichtigt, spätestens mit dem Gedanken an ein Schaumgitter erscheint mir der Port richtig groß, jedenfalls verglichen mit der beliebten Eckportkiste wo ein schickes vollflächiges Gitter mit Schaum...
...@ flaxmo ![]()
Ein Pegelvergleich nach dB-Drag- Regeln wäre dem in unserer Branche üblichen, "Shootout", "Schwanzvergleich", oder einfach "Forentreffen" genannten Event jedenfalls im Wahrheitsgehalt überlegen, Die messen - und sie tun das bei Vollast.
Viele Grüße, Bernd