Unabhängig vom Legastheniefaktor und einem klar gegliederten gedanklichen Aufbau sollte man sich auch über die Textstruktur Gedanken machen. Auch damit kann kann man sich Freunde machen.
Ein einfacher Text
- verwendet nur Wörter, die auch alle verstehen. Also keine Fremdwörter, Abkürzungen oder Fachbegriffe, mit denen nur ein Teil der LeserInnen etwas anfangen kann.
- ist übersichtlich gegliedert.
Das wird erreicht durch:
-kurze Sätze
-Absätze
-Aufzählungen
-sinnvolle Überschriften
- Schließlich sind auch Humor und andere anregende Inhalte gefragt, weil dadurch die Lesemotivation positiv beeinflusst wird.
Ein komplizierter Text
verkörpert natürlich akkurat das diametrale Image von einem frugalen Text, weil es da nur so wimmelt von Features wie Synonymen, Akronymen und erweiterten Nennformgruppen. Die Sätze sind nicht unbedingt die kürzesten und außerdem in sich unzureichend gegliedert und darüber hinaus werden sie nur schlecht oder sogar irreführend durch externe Gliederungshilfen in ihrer Übersichtlichkeit unterstützt.
Mit dem Humor ist das so eine Sache: Man will sich meist nur darum kümmern, wenn das Gehirn über ausreichend freie Kapazitäten verfügt. Ein komplizierter Gesetzestext ist daher nur selten lustig.