Zitat von "Audiowerk"Dann in diesen Zusammenhängen auch von mir noch einmal eine durchaus ernst gemeinte Frage: wie sicher lässt sich von einer solchen Grafik auf den realen Sound der Box schließen? Mit Einschränkung bin ich durchaus auch der Ansicht, dass Klang durchaus subjektiv ist - die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch, ob man aufgrund eines solchen Frequenzschriebs wirklich sich ein (auch nur halbwegs verlässliches) virtuelles akustisches "Bild" im Kopf machen kann davon, was die Box bei Sprach- oder Musikwiedergabe real abstrahlt...
dazu eine ernst gemeinte antwort:
das ist eine reine übungssache.
ich behaupte: ein lautsprecherentwickler, der tagtäglich (oder zumindest sehr oft) boxen misst und die dazugehörenden frequenzgänge live miterleben kann, der kann sich sehr gut vorstellen wie so ein konstrukt klingen würde.
das wäre vielleicht sogar mal ne sache für "wetten dass..." ? ![]()
meine berufserfahrung sagt mir, dass ich mit lautsprechern, die im mittelton einen sehr ausgeglichenen frequenzgang aufweisen (sei es "natürlich" oder per systemcontroller), bei sprachwiedergabe auf anhieb die besten ergebnisse erzielen kann. nicht umsonst hatte hier Bose lange jahre die nase weit vorne.
vorrausgesetzt das mikrofon ist ähnlich gut gewählt, dann kann man die unterschiedlichsten stimmen ohne weitere nachbearbeitung problemlos anhören - und verstehen.
oder anders gesagt: je weniger eine übertragungskette nervt, desto unangestrengter kann der zuhörer dem inhalt der sprachbeiträge folgen. er kann seine aufmerksamkeit länger beibehalten.
natürlich gehören hier noch andere faktoren wie z.b. die raumakustik zwingend dazu - und auch die art und weise, wie der dozent seine themen darbietet, spielt eine grosse rolle. aber auf letzteres haben wir überhaupt keinen einfluss, auf die raumakustik oft nur in eingeschränkter form (wenn überhaupt). somit bleibt nur noch die auswahl der schallwandler. und je besser die an sich funktionieren, desto leichter können wir unseren job erledigen.
auch bei sprachbeschallung kann man einen lautsprecher einfach als werkzeug verstehen, mit dessen hilfe man eine gestellte aufgabe erledigen kann. und je gutmütiger das gerät ist, desto einfacher lässt sich die aufgabe erfüllen.
natürlich kann man auch mit weniger geeigneten boxen gute ergebnisse erzielen. aber das bedeutet dann ganz einfach mehr arbeit, um zum gleichen ergebnis zu kommen... wenn man es denn überhaupt so gut hinbekommt.
mein schlusswort:
boxen zur sprachwiedergebe sollen nicht "klingen" - sondern möglichst unauffällig "funktionieren"!
der hier abgebildete f-gang lässt darauf schliessen, dass diese box für diesen zweck nicht die ideale lösung ist.