Zitat von "rayman"
Das ist bereits so! Laser ab 5mW müssen auf JEDER Veranstaltung angemeldet werden und vom TÜV abgenommen werden. Ein "LSB Wisch" allein nützt da gar nix.
Nur hält sich kaum einer daran. In diesem Fall gilt auch der allseits bekannte Spruch "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht". Denn wenn was passiert haftet der Verantwortliche in unbegrenzter Höhe mit seinem Privatvermögen. Das zahlt KEINE Versicherung, wenn der Laser nicht angemeldet und abgenommen war.
Das ist ja das schlimme. Böse Frage: Welche Versicherung und welches Privatvermögen?
Das wird bei vielen höchstens für die Voruntersuchung in der Augenklinik reichen. Die Behandlungskosten übernimmt erstmal die eigene Versicherung, aber Ausgleichszahlungen für Berufsunfähigkeit usw.?
Ergebnis ist dann das der der den Schaden hat auch noch finanziell ruiniert ist und derjenige der den Schaden verursacht hat auf keinen grünen Zweig mehr kommt. Danach sind alle immer schlauer, aber die Weitsicht sich mal zu überlegen was durch das eigene Handeln passieren könnte die fehlt sehr oft.
Manchmal durch Inkompetenz in Verbindung mit Unwissenheit, schlimmer noch aber sehr oft durch Ignoranz und den Gedankengang "ging immer gut wird wieder gut gehen,...haben wir immer so gemacht....lass de Spassverderber und Sicherheitsfanatiker doch labern usw."
Die Hürden die ich Angesprochen habe bezogen sich auf den Bezug der Laser, solange sich Hinz und Kunz Laser jeder Leistungsklasse kaufen kann ändert sich daran auch nichts. Gerade wenn die Laser beworben werden wie jeder "zappeleffekt" mit einer 150W Glühlampe auch.
Die örtlichen Behörden (gerade auf dem Land) haben auch nicht die nötige Kompetenz, geschweige denn das nötige Personal die entsprechenden Kontrollen durchzuführen. Woher sollen die auch wissen was in jeder kleinen Halle oder Feldscheune denn aufgebaut wird?
Gestern stand in der Zeitung das es Überlegungen der EU gibt schrittweise und ab 2016 komplett den Handel mit konventionellen "Glühbirnen" zu untersagen.
Ungeachtet der Tatsache ob so ein Ansatz sinnvoll ist oder nicht -
da geht so etwas dann plötzlich. Bei den Lasern muss es anscheinend in Europa oder Deutschland erstmal publikumswirksam schwerverletze erblindete Gäste geben. Dann werden sich die "Verantwortlichen" mit Vorschlägen zur Regelung gegenseitig überbieten, jeder meint er hätte das schon lange vertreten um sich zu profilieren. In der Folge wird es überstürzte Regelungen und Gesetzte geben und jeder im Dunstkreis der "Verantwortlichen Ressorts" der weis wie man Laser schreibt wird im plötzlich zum "Experten" und erarbeitet neue Regelungen die den Einsatz dann auch bei größeren Events nahezu unmöglich machen werden.
Nebenerscheinung wird dann der Dorfpolizist sein der die hiesige "Disco" besucht und die Abschaltung der Movingheads fordert da Laser ja verboten sind.
Hier sollte es sinnvolle Regelungen geben, das die Leute mit der nötigen Kompetenz auch noch einen Entscheidungsraum haben bei der Gestaltung von Showeffekten mit Lasern. Diese können dann auch den nötigen Nachweis der Sicherheit durch Berechnungen oder Messungen erbringen und von einem unabhängigen Gutachter bestätigen lassen.
Von daher wäre ein einfaches Verbot des "in-verkehr-bringens" in meinen Augen die effektivste Lösung dieses "Problem" zu beheben. Kaufen nur mit echtem Nachweis der Sachkunde.
Die Hürde etwas wissentlich "verbotenes" zu vewenden liegt doch um Welten höher als der derzeitige Status Quo mit bunten Prospekten und Finanzierung von 500mW Lasern für 500 Euro über diverse Banken.....