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Beiträge von FF

  • Hitzetod im Gehäuse – Max.Temperatur hier selbst berechnen !

    • FF
    • 15. September 2005 um 00:41

    Hitzetod im Gehäuse – Maximale Temperatur einfach selbst berechnen ! Von Hand oder mit „Axel-Shit“

    Nachdem ich es schon mehrmals angekündigt habe in diversen Diskussionen, habe ich mich jetzt hingesetzt und ein kleines „Axel“-Shit (äh, Excel-Sheet) erstellt, mit dem man sehr einfach berechnen kann, wie heiss es beim Betrieb im Innern einer Lautsprecherbox wird. Das Ganze ist allerdings vom Prinzip her so einfach, dass man es auch in ein paar Schritten mit jedem Taschenrechner berechnen kann, aber lest selbst:

    Grundlegende Formel zur Berechnung des maximalen Temperaturanstiegs im Gehäuse ist
    ∆T = P / Q [K]
    mit P als effektiv anliegender elektrischen Durchschnittsleistung und Q als flächenbezogener Gesamt-Transmissions-Leistung. Es geht eigentlich nur darum, zu ermitteln, wann die durch den Temperaturanstieg verursachten Transmissionsverluste, die mit steigender Temperaturdifferenz innen zu aussen immer größer werden, die gleiche Größe errechen, wie die angelegte Leistung – sehr simpel also.

    Der Einfachheit halber wird als „Leistungslieferant“ P der Lautsprecher(-magnet) als Ganzes anstelle der Schwingspule betrachtet. Die komplizierten Vorgänge innerhalb der Chassis, also die Ableitung der Schwingspulentemperatur an Polplatten, Magnet, etc. bleiben bei dieser Berechnung aussen vor, mit einfachen Modellen sind diese Zusammenhänge sowieso nur ungenügend zu beschreiben. Weiter ist für die Berechnung des maximalen Temperaturanstiegs nur die effektiv abgegebene Durchschnittsleistung relevant, große Dynamik- und damit Leistungswechsel verkomplizieren die Rechnung unnötig bzw. haben auf die Erwärmung der Gehäuseluft (fast) keinen direkten Einfluss, da der Lautsprechermagnet mit seiner großen Masse als Pufferelement wirkt. Er kann daher als konstanter Leistungslieferant in die Berechnung einfließen – passt perfekt! Eine weitere Vereinfachung ist die Annahme, dass der Magnet als „Energiequelle“ quasi auf Knopfdruck sofort seine volle Durchschnittsleistung in das Gehäuse einbringt; die Erwärmungsphase des Magneten selbst bleibt also ebenso aussen vor – diese hat, wie das Gehäusevolumen auch, aber nur auf die Zeit bis zum Erreichen der Maximaltemperatur einen Einfluss, auf die Höhe des Temperaturanstieges dagegen nicht; die Vereinfachung ist aus dieser Sicht daher zulässig.

    Wie sich weiter unten zeigen wird, scheinen bei noch akzeptablen Temperaturanstiegen die anliegenden Leistungswerte nur sehr gering zu sein, aber nicht vergessen, es handelt sich nur um die Durchschnittsleistung des Systems über die Zeit. Wenn also z.B. eine Box mit max. 1.000 W geampt wird und die Peaks 10dB über dem Durchschnittspegel liegen, dann liegt die anliegende Durchschnittsleistung bei gerade mal 100 W. In diesem Punkt besteht (auch bei mir) ja sehr viel Unsicherheit, siehe auch die unzähligen Beiträge über Crest-Faktor etc.. Ich denke das ich mit meiner Pi-mal-Daumen-Festlegung der Durchschnittsleistung aber ganz gut liege, wenn nicht bzw. wenn dazu einer mehr weiss, nur zu, korrigiert und verbessert mich bitte!

    Ich habe an diesem Punkt anfangs auch lange gezweifelt, ob sich da kein Fehler eingeschlichen hat, weil mir die Leistungswerte als zu gering vorkamen, andererseits: ein normales Wohnhaus hat eine Aussenberfläche von 250-450 m² und wird im Winter mit gerade mal 5-10 kW auf 30 K Temperaturunterschied von innen zu aussen beheizt, die Relation stimmt also schon!

    Über die anliegende Durchschnittsleistung werden auch Hitzeschäden z.B. bei Techno- und Discoveranstaltungen oder durch Keyboardsounds durchaus nachvollziehbar, wenn z.B. über längeren Zeitraum konstante Sinustöne o.ä. mit 1.000W Peak an den Lautsprecher angelegt werden, da hier die Durchschnittsleistung P dann deutlich höher ist als bei „normalem“ Musikmaterial. Aber erst mal weiter...

    Die flächenbezogene Transmissionsleistung Q addiert sich aus den Q-Werten der Einzelflächen Q_1, Q_2, ...
    Q = Q_1 + Q_2 +...+ Q_n [W/K]
    Die Einzelflächen werden nur nach ihrem Schichtaufbau unterschieden. Also nicht nach Boden, Deckel, Front usw. sortiert, sondern nur nach gleichem Schichtaufbau zusammengefasst: d.h. alle Flächen mit gleichem Aufbau, die z.B. an die Aussenluft grenzen, sind dann Schicht-1, die Membran an Aussenluft ist Schicht-2, die Standfläche grenzt an den Fußboden statt an die Luft und ist deshalb Schicht-3 usw.. Aussenflächen, die an anderen Stack-Elementen anliegen, bleiben unberücksichtigt, da zwischen ihnen kein Wärmeaustausch stattfindet (gleiche Innentemperatur, kein Temperaturgefälle). Eine freistehende Box wir damit immer kühler sein als die gleiche Box im Stack, da sie mehr transmissionsrelevante Aussenflächen hat.

    Der flächenbezogene Transmissionsleistung Q_n der Einzelflächen multipliziert sich aus dem k-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) und der zugehörigen Einzelfläche
    Q_n = k_n * A_n [W/m²K] + [m²] = [W/K].

    Der k-Wert einer Einzelfläche bestehend aus mehreren Schichten (z.B. von innen nach aussen bestehend aus Bedämpfung->Multiplex->Befilzung) errechnet sich wie folgt:
    k = 1 / (1/α-innen + s_1/ λ_1 + s_2/ λ_2 +…+ s_n/ λ_n + 1/α-aussen) [W/m²K]

    s_n : Schichtdicke der Einzelschichten des Wandaufbaus in [m]; nach o.g. Bsp. ist s_1 der dann Bedämpfung, s_2 dem Multiplex und s_3 der Befilzung zugeordnet. Bei einschichtigen Aussenwänden gibt es dann (unter Vernachlässigung der Lackierung) eben nur den Quotient s_1/ λ_1.
    λ_n: Wärmeleitfähigkeit des Schichtmaterials in [W/mK]; einige Wärmeleitfähigkeitswerte gängiger Materialien sind Schaumstoffe, Bedämpfungen, etc. 0,04 - 0,06, Holzwerkstoffe 0,15 - 0,20; Membran (Papier ist ähnlich zu Holz); Luft mit Schichtdicken von 2-50cm 5,88; Stahl 60,0; Aluminium 200,0; Filz verklebt 0,04.
    1/α-innen: Wärmeübergangswiderstand auf der Innenseite vom Material zur angrenzenden Luft, sollte generell auf 0,13 [m²K/W] gesetzt werden, außer beim Wärmestrom von oben nach unten (Bodenfläche): hier sind 0,17 [m²K/W] zu verwenden.
    1/α-aussen: Wärmeübergangswiderstand auf der Aussenseite vom Material zur angrenzenden Luft oder zu angrenzenden Flächen wie z.B. dem Boden. Dieser Wert kann je nach vorhandener Konvektion variiert werden: 0,13 [m²K/W] gegen die Luft in Innenräumen; 0,04 gegen Bodenflächen; 0,08 gegen Zeltluft; 0,04 gegen Aussenluft bei Open-Air.

    So, ich denke, jetzt habt ihr alles zusammen, um mit ∆T = P / Q den Temperaturanstieg in eurer Box in Abhängigkeit von der angelegten Durchschnittsleistung zu berechnen. Das Ganze sollte hinreichend genau sein, vielleicht auf etwa 5 [K] Abweichung, mehr sicher nicht, da alles aus der Bauphysik Relevante Einzug gehalten hat ins Modell. Interessant ist vielleicht noch, dass alle anderen Werte, die in meinem auf die Schnelle zusammengeschluderten Excel-Blatt verwendet werden (Volumen der Box, Luftdichte, spezifische Wärmekapazität) nur darauf einen Einfluss haben, wie lange es dauert, bis die Maximaltemperatur erreicht ist, nicht aber auf deren Höhe – der Verlauf nach der Zeit ist aus o.g. Vereinfachungen aber sowieso nur qualitativ zu sehen. Als Beispiel habe ich eine fiktive Box berechnen lassen, die zwei Excel-Blätter sind als Bilder verlinkt und erklären hoffentlich alle noch offenen Fragen. Die Temperaturkurve zeigt auch den Abkühlungsprozess, auch hier mit der Vereinfachung, dass der Magnet quasi sofort „abgeschaltet“ wird und keine Leistung mehr ins Gehäuse schafft.


    Wer möchte, kann die Vorlage gerne von mir zugemailt bekommen, wenn es sehr viele Anfragen sind, dauert es wahrscheinlich immer ein wenig. Vielleicht kann es bei häufiger Abfrage auch jemand auf einer Homepage zum Downloaden bereitstellen (ich habe diese Möglichkeit leider nicht)? Ach ja, die Tabellenblätter sind bis auf die grau hinterlegten Felder gesperrt, damit keiner was unabsichtlich durcheinanderbringt. Wer möchte, kann den Schutz mit meinem Usernamen (FF) aufheben und nach Herzenslust drin „rumschaffen“.

    Prinzipiell ist die Methode auch für Hornkonstruktionen anwendbar, wobei die Abweichung von der Realität sicher sehr viel höher ist als bei BR- und Closed-Boxen. Als Bsp. habe ich eine Simulation eines mittleren SK-Bastelhorn-Elementes im 2x3-Stack durchlaufen lassen, die zugrundeliegenden Abstrahlflächen sind aus der Skizze zu entnehmen, die Farbmarkierungen entsprechen natürlich denen in der Tabelle, ich denke, man kapiert es. Durch den Hornweg wird extrem wenig Wärme transportiert werden, weil die Luft als schlechter Leiter in Verbindung mit der Hornlänge einen sehr effektiven Widerstand darstellt – dieser Weg wurde daher von mir nicht berücksichtigt. In der Skizze bzw. der Tabelle ist zu sehen, wie die Teile der Rückkammer, die an den Hornweg angrenzen, quasi als 3-schichtige Bauteile behandelt werden, bestehend aus Holz, mittlerer Luftschichtdicke im Hornweg und wieder das Holz der Aussenwand – klar, oder?



    Wer will, kann auch mal Metalle als Aussenwandmaterialien ausprobieren (es gab ja die Diskussion im Beitrag zur Kühlung des Bastelhorns http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=42298) und sehen, wie wenig das im Endeffekt ausmacht. Allerdings kann man auch sehen, dass beim SK-Horn schon recht anständige Temperaturanstiege erreicht werden, selbst wenn man dem errechneten Wert eine sehr hohe Abweichung nach oben zugesteht.

    Viel Spaß damit und Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 15. September 2005 um 00:30

    Ich habe den Thread nochmal hochgeholt, um ihn mit einem neuen Beitrag von mir zu verlinken, bei dem ich erklärt Habe, wie man selbst sehr einfach den Temperaturanstieg in einer Box beim Betrieb in Abhängigkeit von der angelegten Leistung berechnen kann.

    Beitrag: Hitzetod im Gehäuse – Maximale Temperatur einfach selbst berechnen ! Von Hand oder mit „Axel-Shit“
    Guckst du hier: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=372462#372462


    Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 9. September 2005 um 13:16

    @ Sound-Klinik:

    Zitat

    Ehe ich einen Kühlkörper (Kosten / Aufwand ?) an ein Chassis schraube ... oder die Box teilweise aus Metallteilen baue (dto.) ... könnte ich auch EUR 20,- ... 40,- für ein thermisch belastbareres Chassis ausgeben ...

    Da hast du allerdings recht!

    Wie gesagt, ich sehe das Problem mit der Wärmeabfuhr auch nicht als vorrangig, aber nachdem ich trotzdem angefangen hatte, Vorschläge zu machen, wollte ich auf jeden Fall den Fehler, der mir aufgefallen ist, korrigieren bzw. klarstellen.

    Vielleicht war mein ganzer Senf zu dem Thema ja dennoch hilfreich, einfach, weil am Ende rauskommt, dass Aufwand und Nutzen offensichtlich nicht mehr in sinnvollem Verhältnis zueinander stehen. Aber das muss natürlich jeder selbst für sich entscheiden...

    Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 9. September 2005 um 12:24

    Ergebnisse der k-Werte editiert bzw. korrigiert wegen Zahlendreher am 09.09. um 19:41

    Ich habe letzte Nacht nicht pennen können (ooohh) und da sind mir zu der Wärmeabführung über Alucore. Vollalu etc. ein paar Dinge eingefallen. D.h. eigentlich ist mir mehr ein grundsätzlicher Fehler in den überschlägigen Berechnung eingefallen, der die ermittelten Werte von z.B. moe völlig hinfällig macht, ist mir peinlicherweise zuerst auch nicht aufgefallen! :oops:

    Der Fehler besteht darin, nur die Wärmeleitfähigkeit des Materials selbst zu bewerten. Wenn man von der Wärmeabfuhr aus der Rückkammer redet, sieht das System schon ohne Berücksichtigung der Verhältnisse innerhalb des Treibers aber wie folgt aus:

    Warme Luft i.d. Rückkammer – Wand-Material (Holz, Alu, Alucore) – Luft ausserhalb des Gehäuses.

    D.h., zusätzlich zur Wärmeleitfähigkeit des Materials selbst ist die Aufnahme der Wärme ins Material von der warmen Rückkammerluft und die Abgabe der Wärme vom Material an die Aussenluft zu berücksichtigen. Dafür gibt es in der Bauphysik sogenannte Wärmeübergangskoeffizienten, für die je nach Konvektion an der Oberfläche bestimmte Werte festgelegt werden. Eigentlich hätte ich das von vorneherein beachten und erwähnen müssen, allerdings kann man normalerweise für eine überschlägige Bauteilberechnung diese Koeffizienten vernachlässigen, da diese im Vergleich zu den hochgedämmten Bauteilen nur wenig zum Ergebnis beisteuern. Die an das Bauteil angrenzenden Luftschichten haben im Vergleich zum Bauteil eine deutlich höhere Leitfähigkeit, die Wärme kann also gut zum Bauteil und davon weg geleitet werden.

    Hier ist der Fall ein völlig anderer: je leitfähiger das Wandmaterial wird, desto mehr spielen diese Koeffizienten eine Rolle (siehe Formel unten). In unserem Fall geht das soweit, dass die angrenzenden Luftschichten im Vergleich zum Alucore, vor allem aber zu Vollaluminium oder Kupfer eine so schlechte Leitfähigkeit haben, dass die hohe Wärmeleitfähigkeit der Metalle überhaupt nicht zum tragen kommt.

    Die Formel zur Berechnung sieht wie folgt aus:

    K = 1 / ( 1/alpha_i + S_1/lambda_1 + 1/alpha_a) für einschichtige Bauteile

    K = 1 / ( 1/alpha_i + S_1/lambda_1 + … + S_n/lambda_n + 1/alpha_a) für mehrschichtige Bauteile

    K: Gesamtwärmedurchlasskoeffizient [W/m²K] ->k-Wert bzw. Wärmemenge in [J], die in einer Sekunde durch 1m² eines Bauteils übertragen wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen der beiderseits angrenzenden Luft 1 K beträgt.

    1/alpha_i und 1/alpha_a: Wärmeübergang innen/aussen [m²K/W], Werte varirieren je nach Konvektion, hier dürften für beide 1/alpha-Werte 0,13[m²K/W] angemessen sein.

    S_1, S_n: Schichtdicke in [m], bei mehrschichtigen Bauteilen Dicke der jeweiligen Einzelschichten

    lambda_1, lambda_n: Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Schichtmaterialien in [W/mK]

    Für eine 5mm starke Aluplatte (lambda 200 W/mK) mit 1m² ergibt sich damit:
    K_alu = 3,846 W/m²K -> kleinere Flächen kann jeder Proportional umrechnen (korrigierter Wert, erste Angabe von 0,065 basierte auf Zahlendreher, sorry, aber jetzt stimmt´s definitiv)

    Für eine 15mm starke Alucoreplatte (lambda 1,78 W/mK) mit 1m² ergibt sich damit:
    K_alucore-15mm = 3,725 W/m²K -> und hoppla, fast der gleiche Wert wie bei Voll-Alu! :D i](korrigierter Wert, erste Angabe von 0,065 basierte auf Zahlendreher, sorry, aber jetzt stimmt´s definitiv)[/i]

    -> und beide Ergebnisse meilenweit entfernt von den 40.000 W/m²K, die das Vollalumium selbst auf 1m² weiterleiten kann!

    Und jetzt? Jetzt kann man es entweder über die Fläche versuchen rauszuholen (Vorteil fürs Alucore, weil großflächig ohne Versteifungen stabil bei geringem Gewicht), oder man muss einen ganz anderen Ansatz fahren (wahrscheinlich sinnvoller!):

    Wieviel Energie gibt das Chassis, der Magnet usw. über die Strahlungswärme ab, also den Teil der Energie, der im Bereich der Infrarotstrahlung abgegeben wird? Der wird nämlich von der Luft nicht behindert, sondern vom Wandmaterial, auf das die Strahlung auftritt, direkt absorbiert, der innere Wärmeübergangskoeffizient beim Luft-Wand-Luft-Austausch „entfällt“ dann schon mal. Allerdings müssten die Metalle dann innen beschichtet werden (am besten schwarz), damit die Infrarotstrahlung nicht einfach reflektiert wird und bestmögliche Absorption erreicht wird.

    Die absorbierte Wärme kann dann mit der hohen Leitfähigkeit der Metalle nach aussen transportiert werden, und dort teils an die Luft wie oben beschrieben, teils wieder als Infrarotstrahlung direkt abgegeben werden.

    Ich versuche mal, mehr über das Verhältnis rauszubekommen, wie viel Energie in Form von Infrarotstrahlung abgegeben wird etc.(vielleicht hilft mir ja wieder die Bauphysik, Thema Konvektions-Heizkörper :D ).

    Ach ja, bei direkt an das Chassis angekoppelten Alukonstruktionen muss man aufpassen, dass nicht der Großteil der Energie an die Rückkammer wieder abgegeben wird! Das Flächenverhältnis der Aluoberflächen innen-aussen sollte also deutlich nach aussen tendieren und es könnte helfen, das Alurohr oder was auch immer in der Rückkammer zu dämmen, um dort die Energieabgabe zu reduzieren (z.B. Heizungsrohrummantelung)!

    Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 8. September 2005 um 18:57

    @ moe:

    Erstmal: gut gekontert, alle Achtung. Und gleich noch eine nachvollziehbare, stimmige Berechnung dazu. Wenn nur alle hier so schreiben würden :roll:

    Ich habe mich einfach geärgert, weil genau die gleiche Aussage so schon einmal gefallen war und ich ausgiebigst dazu Stellung bezogen hatte, nun ja, Schwamm drüber...

    Natürlich hat Vollaluminium eine ungleich höhere Leitfähigkeit, das habe ich auch immer erwähnt. Die Verwendung von ALUCORE zur Wärmeabfuhr macht nur in größeren Flächen Sinn und hat dann deutliche Vorteile zum Holzgehäuse in Sachen Wärmeabfuhr als selbiges, nicht mehr, und nicht weniger. Bei bei vernünftiger Verwendung ist das Übertragen des Materials auf eine bestehende Konstruktion einfach, weil es sehr stabil ist, ich kann also einfach Holzplatten durch den Sandwichverbund ersetzen und fertig.

    Deshalb war auch mein Vorschlag:
    Beim SK-Bastelhorn könnte man z.B. das kleine senkrechte Stück Schallwand und die ersten 2 Hornverlaufsbrettchen aus einem Stück mit den entsprechenden Abkantungen fertigen, umlaufend entlang der Seitenwände auf Holzleisten mit unterlegten Dichtstreifen geschraubt und gut ist: ein abnehmbarer wärmeabführender Revisionsdeckel.

    Und wie gesagt: Der Reiz, Alucore einzusetzen, liegt für mich selbst auch nicht an den Wärme ableitenden Eigenschaften, weil ich selbst das Thema Lautsprecher-Hitzetod im Gehäuse nicht unbedingt als Vorrangig erachte,... (sondern)... eher bei der Gewichtsersparnis.

    Freundlicher :wink: Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 8. September 2005 um 14:29

    moe schrieb:

    Zitat

    Zu den Alucore Geschichten ... das Material hat eine denkbar schlechte Wärmeleitfähigkeit, da die Waben mit den Alublechen verklebt sind ! Desweiteren isoliert die Luft in den Waben natürlich ausgezeichnet. Also lieber Vollalu, oder gar ein Kühlprofil nehmen.

    Geht das jetzt wider los? :evil: Ich denke, dass ich ausführlichst mit allen zur Berechnung aus der Bauphysik wichtigen Werten gezeigt habe, dass ALUCORE eine gute Wärmeleitfähigkeit hat (nochmal, im Vergleich zum Holz, je nach ALUCORE-Stärke um bis zu Faktor 18-fach höher=schlechter=wärmeleitfähiger).

    Ob da Luftkammern drin sind oder das Material verklebt ist, ist völlig egal - der Lambda-Wert für die Wärmeleitzahl spricht eine eindeutige Sprache und wird am fertigen Plattenmaterial ermittelt, Klebungen, Luftkammern etc. sind damit in diesem Wert enthalten! Diese ewige Uminterpretiererei von Fakten ist mir völlig unverständlich :evil:

    Wenn ihr mir nicht glaubt, dann geht halt auf die Hersteller-Homepage und macht mal selbst ein paar Wärmedurchgangsberechnungen im Vergleich zu Multiplex. Natürlich hat Vollaluminum eine noch höhere Wärmeleitzahl, aber das ist dann halt auch entsprechend schwerer bei einer Dicke für ausreichende bzw. gleiche Stabilität! Viel Spaß beim Tragen, wenn größere Gehäuseteile aus 10mm Alu hergestellt werden oder sogar Kühlkörper eingebaut werden - vom Preis von Kühlrippen mal ganz abgesehen. Tolle Idee, echt!

    Aber anscheinend wird lieber X-mal das nachgeplappert, was zur eigenen Meinung passt, egal ob richtig oder falsch. Viel ausführlicher als meine Postings zu ALUCORE kann es wohl wirklich nicht mehr sein, wem das nicht hilft, also ich weiß nicht? Übrigens, hat einer von den Schlaumeiern das Material überhaupt schon mal gesehen oder in der Hand gehabt, geschweige denn verarbeitet?

    Bringt mal ein paar Fakten, mit denen ihr die angeblich so schlechte Wärmeleitfähigkeit zu belegen glauben könnt! Ich habe meine Fakten bereits in meinen Postings offengelegt, ...

    Gruß FF

  • Horn-Response: Wie interpretiere ich Akustische Impedanz?

    • FF
    • 6. September 2005 um 21:25

    Neulich hatten wir doch diesen "Kappa-12 Subwoofer-geeignet?"-Beitrag, der sich dann zu einem "Wann sind Hörner Hörner?"-Beitrag weiterentwickelt hat. Da gibt es vielleicht den eine oder anderen Interessierten...
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=41359

    In den Beitrag über dein Bastelhorn würde es natürlich auch passen, vielleicht mache ich da auch einen Link zu diesem Beitrag hier hin?
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=32139

    Gruß FF

  • Horn-Response: Wie interpretiere ich Akustische Impedanz?

    • FF
    • 5. September 2005 um 22:24

    Sound-Klinik schrieb:

    Zitat

    ... durch die Schnelletransformation wird der Strahlungswiderstand zusätzlich vergrössert


    -> dann schaue ich mir mal an, was ich dazu an Literatur habe bzw. finde, ich hatte mir schon gedacht, dass da noch was eine Rolle spielt...

    Zitat

    Und die Reduzierung der Schnelle im Horn mit wachsendem Abstand vom Hals erfolgt einfach durch die Verteilung auf eine größere Fläche ... d.h.: man "verliert" dadurch letztendlich keine Schall-Leistung,...


    -> Ja, das war klar. Hier trifft ja ebenfalls zu, was ich mit dem Faktor "k" in meiner Antwort Nr.3 gemeint habe: „k“ (=A_mund / A_hals) erklärt, warum Hörner effizienter sind als direktstrahlende Treiber, selbst wenn die Membranfläche der Hornfläche entspricht

    Zitat

    ...und das Produkt aus Schalldruck und -schnelle (Leistung ...) wird insgesamt größer, als wenn bei einem Horn keine Druckkammer verwendet wird.


    -> das bezieht sich aber nur durch den in deinem zuerst zitierten Satz des erhöhten Strahlungswiderstand durch die Schnelletransformation in der Druckkammer und nicht auf das Mund-Hals-Verhältnis, oder? Also, bei zwei identischen Horngeometrien, nur eines mit Druckkammer und eines ohne, dürfte es keinen Unterschied geben, wenn am Hornhals=Hornbeginn bei beiden jeweils die gleiche Schallschnelle vorliegt, korrekt? (Die Treiber würden natürlich unterschiedliche belastet werden in dieser Konstellation)

    Zitat


    ... ein Effekt, der bei direkabstrahlenden Bass-Arrays nicht genutzt werden kann ...


    -> ja da bin ich auch ins grübeln gekommen, wenn man Ra von Hörner mit Direktstrahlern vergleicht, das ist ja echt ein riesen Unterschied! Ansonsten gehe ichmal davon aus, dass der Ra-Wert eines BR-Kanals sich genauso berechnet wie meine o.g. Formel des Direktstrahlers. Das erklärt mir dann auch, warum der Pegel bei verschiedenen Kanaldimensionierung (unabhängig von Strömungsgeräuschen) immer gleich bleibt, da bei größerem Kanalquerschnitt die Schnelle entsprechend geringer ist.

    Und ansonsten: sind meine Schlüsse etc. halbwegs korrekt? Stimmen die errechneten Werte bzw. die Formeln?

    Danke übrigens, ich kann mit deinen Postings gerade richtig viel anfangen, ich hoffe, ich überschwemme dich nicht :? Es ist mir auch ein Rätsel, warum sowas so selten dikutiert wird bzw. warum so wenige sich an solchen Beiträgen beteiligen: interessiert es keinen, oder bin ich der einzig Dumme, der es im Gegensatz zu den anderen noch nicht kapiert hat? Denn wichtig schienen mir die Punkte doch zu sein?

    Gruß FF

  • Horn-Response: Wie interpretiere ich Akustische Impedanz?

    • FF
    • 5. September 2005 um 17:04

    Um mit dem Verständnis der akustischen Impedanz weiterzukommen, habe ich auf der Basis von SKs Bastelhorn 3 Varianten in Hornresponse simuliert und mich mal wieder ein wenig in die 2 Bücher von Jörg Panzer * vertieft, vor allem in Kapitel 1 aus „Frequenzweichen für Lautsprecher“.

    Die 3 Varianten des SK-Horns, alle bestückt mit einem Omega-18, sehen folgendermaßen aus, alle simuliert in Bodenaufstellung:
    A: ein einzelnes Horn
    B: ein 8er-Stack; da Hornresponse Stacking (Befehl „Multiple Speakers“) aber nur auf den SPL anwendet, habe ich den Omega-18 durch einen virtuellen Treiber ersetzt, der 8x Omega-18 entspricht, was das Programm ja glücklicherweise auch kann (Befehl „Multiple Drivers“), dann noch Mund, Hals, Rückkammer und Druckkammer mit Faktor 8 skaliert und fertig ist das 8er-Stack (8-fach, damit der Mund auch wirklich groß genug für die gewählte Hornkonstante ist)
    C: ein einzelnes Horn mit einem Omega-18 und der gleichen Hornfunktion, aber soweit verlängert, dass die Mundfläche dem 8-fachen eines Einzelhorns entspricht (= Gesamt-Mundfläche Var-B)

    Mein Ziel war, mehr über das Verhalten der akustischen Impedanz herauszubekommen. Die Graphen der 3 o.g. Hörner sind im ersten Excel-Diagramm übereinandergelegt, sowohl der Realteil Ra, als auch der komplexe Anteil Xa (nach HELP-Funktion beide als normierte Werte). @ SK: die rote (und die gepunkteten) Kurve soll also keine Phasendarstellung sein.

    Schön zu sehen ist die starke Welligkeit beim Einzelhorn, hervorgerufen durch die Reflexionen zurück in den Trichter durch die zu kleinen Hornabmessungen. Diese Welligkeit geht bei den Varianten B u. C stark zurück. Weiter ist zu sehen, dass bei B u. C aufgrund der größeren Mundfläche die erste Resonanz zu tiefen Frequenzen hin verschoben wird, was erklärt, warum Hörner erst im Stacking Tiefbass als „Hörner“ produzieren.

    Unklar waren zunächst 4 Punkte:
    1. Warum nähern sich alle 3 Ra-Kurven dem Wert 1 an, das schien mir unlogisch zu sein, die „großen“ Hörner sollten doch eigentlich mehr herausholen? Da schien etwas nicht zu stimmen mit den Export-Werten aus Hornresponse...
    2. Warum erreichen die Resonanzen des Einzelhorns weit höhere Werte als die Stacking-Kurven – das schien mir die gleiche Ursache wie Frage 1 zu haben
    3. Warum hat Variante C eine tiefere 1. Resonanz als Var-B? In den Horn-Threads war meist nur die Bedeutung der Gesamtmundfläche ein Thema für Fg, ab und zu noch was in Richtung “lange Hörner sind besser als kurze für Tiefbass”, aber ohne sichtliche Erklärung. Das schien sich also hier auch anzudeuten.
    4. Was sollen bitte „akustische Ohm“ für eine seltsame Einheit sein

    Bei J. Panzer bin ich dann weitergekommen: ok, klar war, der Gesamtstrahlungswiederstand Za setzt sich zusammen aus dem Realteil Ra und dem komplexen Anteil Xa. Xa addiert sich zur bewegten Masse Mms und kann deshalb für die weitere Betrachtung der Zusammenhänge um Schalldruck, Fg von Hörnern etc. mal aussen vor bleiben. Ra gibt das Verhältnis an von Schalldruck zu Schallschnelle, also je größer der Ra wir, desto mehr Schalldruck kann aus der Schnellebewegung erzeugt werden, ok, kapiert.

    Zur akustischen Ausgangsleistung habe ich folgende Formel gefunden:

    Pel = ½ x Ra x v² (mit v= Schallschnelle) -> dann ist das das Integral zu o.g. Schalldruckformel, klingt logisch, passt zusammen...

    Zu Errechnnung des Asymptotenwertes, an den sich Ra zu höheren Frequenzen annähert, habe ich dann auch 2 Formeln gefunden:

    Ra = A_membran x Luftdichte x Schallgeschwindigkeit -> für freistrahlende Treiber

    Ra = (A_mund² / A_hals) x Luftdichte x Schallgeschwindigkeit -> für Hörner

    Die 2. Formel für Hörner kann ich umformen zu:

    Ra = k x A_mund x Luftdichte x Schallgeschwindigkeit mit k = A_mund / A_hals

    Sie entspricht damit genau der 1. Formel, oder enthält diese vielmehr einfach. Bei direktstrahlenden Treibern ist k=1.

    Damit waren alle 4 Fragen beantwortet und es entstand Diagramm 2:
    1. ich konnte den Asymptotenwert für alle 3 Varianten berechnen und die Ra-Graphen auf diesen Wert hin Skalieren, jetzt waren die großen Hörner dem Einzelhorn deutlich voraus, was ja auch mit der Erfahrung usw. übereinstimmt. Jetzt hatte ich es auch mathematisch nachvollziehen können.
    2. hatte sich damit erledigt, selbst die Resonanzen von A lagen unter den Kurben B u. C
    3. der Faktor „k“ erklärt, warum Hörner effizienter sind als direktstrahlende Treiber, selbst wenn die Membranfläche der Hornfläche entspricht. „k“ erklärt auch, warum Kurzhörner einen geringeren Strahlungswiderstand erreichen als lange Hörner mit gleicher Mundfläche (bei gleicher Horn-Konstante), weil k bei den Kurzhörnern dann zwangsläufig kleiner ist. Im Diagramm sieht man sehr gut, um wie viel das große lange Einzelhorn (grün) dem 8er-Stack überlegen ist. Die große Welligkeit der grünen Kurve täuscht, die ist nur absolut, die relative Welligkeit zeigt ja Diagramm 1, die ist also relativ geringer als Var-A.
    4. Was „akustische Ohm“ sein sollen, weiss ich immer noch nicht, aber Ra muss als Einheit [kg / s] haben, Panzer schreibt manchmal auch [(N x s) / m]

    Die Wirkungsweise von Ra auf die Membranauslenkung ist mir jetzt auch klar, mit den weiter oben angehängten Diagrammen verglichen, sieht man schön, wie beim Einzelhorn die Resonanzen von Ra mit den Tiefpunkten der Membranauslenkung zusammenfallen. Umgekehrt ist die Membranauslenkung genau wie die elektrische Impedanz bei den Tiefpunkten von Ra am größten, so dass der Verstärker an diesen Stellen weniger Leistung bringen kann (wenn P = U² / R, dann ist P bei hohem R kleiner).

    Noch nicht sicher bin ich mir bei den errechneten Asymptoten-Werten, der Formel nach schon, aber ich habe keine Vergleichswerte, vielleicht kann mir ja einer sagen, ob die Größenordnungen im 2. Diagramm stimmen (können)?

    Noch ein paar Punkte:
    - Zur Schallschnelle eines direktstrahlenden Treibers unmittelbar an der Membran: die entspricht doch genau der Membrangeschwindigkeit, oder? Und die Membranauslenkung (f) ist dann Schnelle(f) durch Frequenz=f ?
    - Zur Schallschnelle: In der Druckkammer wird die Membranbewegung bzw. Die Schallschenlle an der Membran um das Verhältnis A_membran zu A_hornhals multipliziert. Der Hornverlauf reduziert dann wieder die Schnelle zum Hornmund hin um das Verhältnis von A_hornhals zu A_hornmund, oder? Das heisst, insgesamt wird die Schnelle transformiert bzw. verkleinert um A_ membran zu A_hornmund?

    Ich weiss, es ist sehr lange geworden, aber vielleicht kann mir ja jemand sagen, ob ich richtig liege mit meinen Schlussfolgerungen, das würde mir ein ganzes Stück weiterhelfen...

    Gruß FF

    * Als ich so mit 14-15 mich für Lautsprecher zu interessieren begann, war ich sehr schnell von den Büchern der Herren Stark & Co enttäuscht. Überall am Anfang ausführlichste seitenlange Erklärungen über einfachste Grundlagen wie den Zusammenhang von Wellenlänge, Frequenz und Schallgeschwindigkeit, dann für jedes Gehäuse hopplahopp eine Handvoll Formeln zur Berechung mit dem Taschenrechner, wobei bei jedem Buch ein anderes Ergebnis rauskam. Dann noch, natürlich, Absätze über Hörner und TMLs, die leider nie alle grundlegenden Formeln zur Berechnung beinhalteten und zum Ende hin jede Menge uralte Bauvorschläge mit Chassis, die es schon damals nicht mehr gab. Zu der Zeit bin ich in der Bibliothek auch über den Panzer gestolpert. Da waren auch einfache Formeln und Tabellen drin und dann noch jede Menge Mathe, die mir zu dem Zeitpunkt genau gar nichts sagte, viel zu kompliziert – deshalb habe ich mir genau diese 2 Bücher damals gekauft. Ich dachte mir, wenn ich das mal alles nachvollziehen könnte in allen Rechen- und Umformungsschritten, dann hätte ich alles zusammen, was nötig ist, um gute Lautsprecher selbst konstruieren zu können. Das ist jetzt über 15 Jahre her, und ich kann immer noch nicht alles nachvollziehen was er schreibt (es ist halt Hobby geblieben), aber jedes Mal wenn ich mir gezielt einen Punkt rausgreife, finde ich ein weiteres Mosaiksteinchen fürs Puzzle, oder hoffe es zumindest.. Siehe oben.

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 2. September 2005 um 12:58
    Zitat

    Zitat:

    die bemerkung bezog sich auf die Vermeidung von Kondensationserscheinungen, aber anyway....

    ......damit ist das Material nur wenig besser wie Holz.

    Mir ist zwar nicht klar, was du mir damit sagen möchtest? Es wird schon nicht regnen in der Box - nein, Scherz beiseite, die Rückkammer ist ja ein abgeschlossenes Volumen, und damit ist der absolute Feuchtegehalt darin immer konstant. Ok, wenn ich die Teile aus dem warmen Lager in die Kälte Rolle, werden sich innen ein paar Tropfen am Alusandwich anlagern, und genauso wieder verdampfen, wenn es zurück ins Warme geht, ist ja ein abgeschlossenes System. Und wenn ich die Lautsprecher aus der Kälte ins warme Lager rolle, dann kondesiert halt aussen was am noch kalten Alu, na und? Ist doch genausoschnell wieder trocken.

    Nur wenig besser als Holz? - ist halt etwas allgemein formuliert... Als Brennmaterial im Ofen ist Holz sicherlich leicht überlegen :D , als Fassadenplatte im 25. Stockwerk eher nicht. Kommt halt darauf an, was man draus macht - um es mal genauso allgemein zu sagen.... Kurz gesagt: Leichter, höhere Durchbiegungsfestigkeit, 6-18x höherer Wärmedurchlass, ähnliche Schalldämmung, leider teurer und schwieriger zu verarbeiten. Aber gut, ich wiederhole mich...


    Der Reiz, Alucore einzusetzen, liegt für mich selbst auch nicht an den Wärme ableitenden Eigenschaften, weil ich selbst das Thema Lautsprecher-Hitzetod im Gehäuse nicht unbedingt als Vorrangig erachte, ich denke auch, dass die Problematik dann eher beim Chassis selbst liegt - deswegen möchte ich auch mal eine überschlägige Berechnung machen, wie heiß die Luft in einem Bsp.-Gehäuse aus Holz überhaupt werden kann bei einer bestimmten Aussentemperatur. Mal sehen, wann ich dazukomme?

    Für mich liegt der Anreiz eher bei der Gewichtsersparnis. Klar muss man da genau abwägen, ob das am Ende dann den höheren Preis rechtfertigt, und die Konstruktion eines kompletten Gehäuses aus Alucore ist auch deutlich aufwendiger als eine Holz-Alu-Kombination. Aber wenn ich über meine Kontakte einen guten Preis angeboten bekomme, wäre es einen (exotischen) Versuch wert.

    Ich möchte da absolut niemanden mit Gewalt überzeugen, Holz ist mit Sicherheit alles in allem das sinnvollere Material in der Summe seiner Eigenschaften, vor allem was Preis und Verarbeitungmöglichkeiten angeht. Aber es war eben die Frage nach Kühlung der Beitragsanlass am Anfang, und da ist Alucore allemal einen Tipp wert - vor allem im Vergleich mit irgendwelchen Selbstbau-Kühlkörpern, Wasserkühlung, Rohr am Polkern und was es sonst noch an Ideen gab.

    Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 2. September 2005 um 10:24
    Zitat

    SRAM schrieb:

    Die Wabenstrukturen zwischen Platten wurden insbesondere wegen der ISOLIERENDEN Eigenschaften entwickelt, die Waermeleitfaehigkeit ist schlecht.

    Falsch. Du hättest recht, wenn der Wabenkern aus irgendeinem anderen Material wäre, aber die Wabenstruktur besteht aus Aluminium. ALUCORE hat definitiv keine wärmeisolierenden Eigenschaften (natürlich ist der Wärmedurchganng nicht so groß, wie bei Aluminium-Vollmaterial gleicher Stärke, aber das ist ja etwas ganz anderes).

    Die Wärmeletfähigkeit Lambda von Alucore entspricht mit 0,95 W/mK (bei 6mm Plattenstärke) etwa der von ordinärem Mauerwerk, bei 25mm ist der Lamda-Wert mit 2,7 W/mK sogar schlechter als bei einer Betonwand. Zum Vergleich, schon ein Dämmstoff minderer Qualität erreicht locker einen Lambda-Wert von 0,040 W/mK... Eine Sperrholzplatte o.ä. liegt bei Lambda = 0,15 W/mK, also bereits zwischen Faktor 6-18x besser. Als grob vereinfachte Milchmädchenrechnung: bei gleichem Temperaturunterschied innen-zu-aussen wird durch den Alucore-Sandwich 6-18x mehr Wärmeenergie nach draußen transportiert als durch eine Multiplexplatte. Innerhalb der für die Wärmedämmung relevanten Konstruktion hat deshalb Alucore nichts zu suchen!

    Übrigens, weil es ein paar hier angesprochen haben, ist nicht nur die Luft selbst für die Weiterleitung der Wärme vom Lautsprecher zur Aussenwand maßgeblich. Ein nicht unerheblicher Teil wird auch als Strahlungswärme vom Lautsprecher-(magnet) direkt abgegeben (das ist die Strahlung, die den Kachelofen im ganzen Raum so angenehm warm anfühlen lässt, obwohl die Raumtemperatur gar nicht so hoch ist. Oder das Campingfeuer in der Nacht, am Rücken friert man wie Sau und mit Blick aufs Feuer ists vorne schön warm, obwohl der messbare Temperaturunterschied gar nicht so groß ist), und die Strahlung, die auf die Aussenwand des Gehäuses auftrifft, kann je nach Material mal mehr, mal weniger effektiv absorbiert und abgeleitet werden.

    Die Wabenstruktur wurde entwickelt, um ein leichtes und gleichzeitig sehr stabiles Plattenmaterial für die Architektur zu entwickeln, dass z.B. den extremen Belastungen in Fassadenanwendungen (Wind) standhält, ohne zuviel Gewicht in die Konstruktion einzutragen. Quasi "Eton"-Membran für Häuser :D

    Zum Gewichtvon Alucore:
    5mm = 4,9 kg/qm
    10mm = 5,3 kg/qm (5+10mm haben als Aussenbleche 1x 1,0mm u. 1x 0,5mm)
    15mm = 7,0 kg/qm (ab 15mm Stärke sind beide Aussenbleche 1,0mm stark)
    20mm = 7,4 kg/qm
    25mm = 7,8 kg/qm

    Z.B. hat eine 15mm starke ALUCORE-Platte die gleiche Biegefestigkeit wie 10,5mm Alu-Vollmaterial, wiegt aber nur 7,0kg/qm im Vergleich zu 28,4kg/qm beim Alu-Vollmaterial...

    Das bewertete Schalldämmmaß Rw der 15mm Platte liegt mit 22dB fast so gut wie bei einer Multiplexplatte (ca. 25dB). Wohl gibt es im Vergleich der Schalldämmmaße in der Oktavband-Mittenbewertung Unterschiede, aber die sind recht gering. Bis 250Hz liegt Multiplex mit 2-3dB leicht besser, ab 500Hz ist der Alusandwich im Vorteil.

    Verarbeitung ist recht einfach, zum Herstellen von Knicken etc. fräst man von der Rückseite (=Innenwinkel des gewünschten Knicks) mit einem Kegelförmigen Fräser in der Oberfräse eine V-Nut durch das innerre Deckblech und den Wabenkern, das Aussenblech bleibt unberührt. Danach kann man Das Material entlang dieser Nut sauber von Hand umkanten. FÜr Winkel bis 90° langt eine 45°-Kegelfräser, für Größere Winkel halt flachere Kegelfräser. Gesägt wird mit der Kreissäge, (lässt sich alles sogar vor Ort auf der Baustelle erledigen). Ansonsten Bohren, Kleben usw. alles kein Problem. Aber bitte: Schutzbrille aufsetzen, Aluspäne sind fies, vor allem im Auge!

    Beim SK-Bastelhorn könnte man z.B. das kleine senkrechte Stück Schallwand und die ersten 2 Hornverlaufsbrettchen aus einem Stück mit den entsprechenden Abkantungen fertigen, umlaufend entlang der Seitenwände auf Holzleisten mit unterlegten Dichtstreifen geschraubt und gut ist: ein abnehmbarer wärmeabführender Revisionsdeckel. Ganz hinten im Horn wird die Schrauberei natürlich etwas Kniffelig, vielleicht müsste man etwas früher auf Holz wechseln, oder man nimmt nur den Schallwandteil und die erste Hornschräge, muss jeder selbst wissen. Erst wenn man ein Vollgehäuse aus dem Zeug machhen möchte, muss man sich über geeignete Kantenverbinfungen Gedanken machen. Aber bei "hybriden" :D Konstruktionen aus Multiplex und Alucore ist die Verschraubung unkompliziert, da braucht man keine Spezial-Profile.

    Alucobond, das Verbundmaterial von Alu-Deckblechen mit Kunststoffkern, würde ich für Lautsprecher dagegen nicht verwenden. Zum einen wird es mit der Stabilität schwierig, weil es nur in 5, 6 u. 8mm Stärke erhältlich ist, zum anderen ist da der Vorteil der Wärmableitung nicht gegeben. Dieses Material kann z.B. bei Aussen-Verkleidungen von Holzkonstruktionen direkt aufs Holz montiert werden, weil es aufgrund des Kunststoffkernes am inneren Blech nicht zur Holz schädigenden Kondensatbildung kommt. Denn Normalerweise ist Metall direkt auf Holz tabu, mit Alucobond gehts, wegen der schlechten Wärmeleitfähigkeit.

    Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 1. September 2005 um 21:20

    @ cyberlight:

    Ja, das wäre eine Möglichkeit. Oder du fragst bei Fassadenbaufirmen, da wird es nämlich sehr viel verwendet. Die Produkte Alucore, Alucobond etc. gehören zu Architektens Lieblingen :D

    Wenn man mehrere Gehäuse baut, lohnt es sich aber vielleicht auch schon, ganze Platten abzunehmen. Gibt es übrigens sowohl in RAL-Farben, als auch in Alu-klar, ganz nach Wunsch...

    Gruß FF

  • Kühlung für Sound Klinik's "Bastelhorn" ??

    • FF
    • 1. September 2005 um 18:27

    Eine Möglichkeit wäre, einen Teil des Gehäuses aus einem Aluminium-Verbundwerkstoff herzustellen, z.B. die Rückwand der Rückkammer. Da gibt es das Material "Alucore", das sind 2 Aluminiumbleche, zwischen denen ein Aluminium-Wabengitter eingeklebt ist, kommt aus der Baubranche. Nun ja, die Wärmeableitung wäre aufrund des Alus auf jeden Fall sehr gut...

    Gibt es in verschiedenen Stärken bis rauf auf 25 mm, wenn ich es recht im Kopf habe. Ist leichter und stabiler, d.h. z.B. auf Durchbiegung, als Multiplex in vergleichbarer Stärke, extrem resonanzarm, sehr gute Schalldämmung usw. Einziges Manko: TEUER! :(

    Verarbeitung dagegen mit Sägen, Fräsen und bohren recht einfach, Alu eben. Habe schon öfters überlegt, ob ich nicht mal versuche, ein komplettes Gehäuse daraus zu bauen. Zur weiteren Resonanzdämpfung könnte man es innen noch mit Weichfaserplatten o.ä. bekleben (wobei die Wärmeabfuhr dann wieder versaut wäre)

    Wer Lust hat, kann es ja mal googeln oder direkt bei http://www.alucore.de nachsehen

    Vielleicht muss ich mich auch mal hinsetzen, und den Wärmedurchgang eines Bsp.-Holz-Gehäuses zu berechnen, um herauszubekommen, wie hoch die Temperatur im Innern überhaupt werden kann. Eigentlich muss ich dazu nur eines der vielen Bauphysik-Programme zweckentfremden. Das ist dann auch "Wärmeschutz im Bauherren-Interesse", nur nicht nach der Energieeinsparverordnung, und die (Lautsprecher-)Bauherren sind auch ein anderer Typus :D Mal sehen, wann ich dazukomme?

    Gruß FF

  • Horn-Response: Wie interpretiere ich Akustische Impedanz?

    • FF
    • 1. September 2005 um 10:30

    So, nun hat es doch noch geklappt mit Image-Shack, meine ersten Versuche waren Bilder, die nicht im RGB-Farbmodus waren, das konnte natürlich nichts werden...

    Also, den 2 Diagrammen zugrunde liegt eine Simulation von 1 Stück SK-Bastelhorn in Bodenaufstellung bestückt mit Omega-18 bei 2,83V.

    Im 1. Diagramm sind SPL (schwarz), elektr. Impedanz (blau), Phase (schwarz) und Membranauslenkung (rot) übereinandergelegt, im 2. Diagramm dann SPL (wieder schwarz), akustische Impedanz (schwarz und rot) und elektrische Impedanz (wieder blau).

    Horngeometrie, wie ich sie aus SKs Zeichnung ermittelt habe (kann durchaus auch falsch sein, korrigiert mich da bitte):

    Halsfläche 456 qcm
    Mundfläche 2.109 qcm
    Hornlänge 120 cm
    Hyperbolische Kontur

    (mit exponetiell komme ich mit o.g. Hals, Mund, Länge nicht auf die gleichen Teilquerschnitte, die sind dann immer zu groß im Vergleich mit der Skizze, allerdings machen verschiedene Konturen in den Simus fast keinen Unterschied, nur marginal)

    Druckkammer 12 Liter
    Rückkammer 52 Liter

    Hornresponse schreibt in der HELP-Datei zur Darstellung der akustischen Impedanz:

    Horn throat acoustical resistance and reactance in normalised acoustical ohms versus frequency in hertz. The actual acoustical resistance and reactance can be determined by multiplying the chart values by the given scaling factor.

    acoustical resitance = realer Strahlungswiderstand? ->Und wie lese ich diese Kurve bzw. welche ist es, die rote oder die schwarze? Auf was kommt es an, also wann sagt mir eine Kurve: "Gut gemacht", und wann sagt sie mir "Scheiß-Entwurf" (mal salopp formuliert)

    reactance = komplexer Anteildes Strahlunswiderstandes? Rote oder schwarze Kurve? Ansonsten Fragen wie oben...

    Also, wenn mir einer konkret an den 2 Diagrammen sagen könnte, wie ich die Darstellung der akustischen Impedanz lese, interpretiere, was man beachten muss etc., dann wäre das super!

    Gruß FF

  • Eminence Kappa 15LF als günstiger DBA Woofer geeignet?

    • FF
    • 1. September 2005 um 01:04

    nun ja, den TL-Sub mit dem HCM 12 T fand ich dann doch deutlich zu groß!

    Vor allem wenn man bedenkt, dass man mit dem HCM 12 T im geschlossenen Gehäuse bereits mit 40 Litern bei F3 = ca. 35-40Hz rauskommt und bei der möglichen Maximalauslenkung ja noch aktiv ein wenig anheben kann. Mit 6 Treibern erreicht man bei 30 Hz und Maximalauslenkung rund 120 dB, Freifeld wohlgemerkt, im Raum also nochmal deutlich mehr, wem das nicht langt, dem ist nicht zu helfen (die rückseitigen 6 Treiber habe ich natürlich nicht eingerechnet...). Bei 20Hz macht das im Freifeld immer noch 113dB, zudem kann der Treiber auch mehr als 10mm ab, 16mm Hub macht er klaglos mit. Allerdings ist er leistungshungrig wegen der schweren Membran und des daraus sich ergebenden geringen Wirkungsgrades. Aber wer vorhat, 1.800 EUR für eine Subwoofer-Konstruktion auszugeben, wird sich auch noch die eine oder andere potente Enstufe leisten können :grin:

    Für die 18-er Ravemaster muss er ja genausoviel ausgeben...

    BR-Konstruktionen sind mit 40-80 Litern möglich, und bei letzterem hat man dann sogar F3 im Bereich von 20 Hz, wobei ich das geschlossenen Gehäuse mit aktiver Bassanhebung wohl vorziehen würde.

    Gruß FF

  • Horn-Response: Wie interpretiere ich Akustische Impedanz?

    • FF
    • 1. September 2005 um 00:48

    Ich wollte gerade 2 Diagramme einer Simulation von 1 Stück SK-Bastelhorn in Bodenaufstellung bestückt mit Omega-18 über Image-Shack für diesen Beitrag hier hereinstellen, im 1. Diagramm sind SPL, elektr. Impedanz, Phase und Membranauslenkung übereinandergelegt, im 2. Diagramm dann SPL, akustische Impedanz und elektrische Impedanz.

    Das war auch die Simu, die ich bei Threaderöffnung beschrieben habe. Ich denke, die Diagramme wären gut zum Erklären, was die jeweiligen Diskussionsteilnehmer meinen etc.,

    -> Leider bin ich entweder zu blöd für Image-Shack, zu müde oder sonst was, der Upload der Bilder hat leider nicht hingehauen. :( Also entweder prbiere ich es morgen nochmals, oder es bietet sich einer an, dem ich die DIagramme mailen kann, um sie ins Netz zu stellen, ich habe nämlich keine eigene Site.

    ich bleibe am Ball,

    Gruß FF

  • Eminence Kappa 15LF als günstiger DBA Woofer geeignet?

    • FF
    • 31. August 2005 um 11:51

    @ Poison Nuke:

    Warum nimmst du von Speakertrade nicht den "HCM 12 T" Titanwoofer, die hauen den jetzt als Abschiedsgeschenk für 149 EUR raus, und das ist wirklich ein toller Speaker. Preis lag ursprünglich mal bei erst 449.-, später bei 299 EUR, ein echtes Schnäppli also. Vor allem ist die Membran dem Kolbenschwinger so nahe wie nur wenige andere, was will man mehr. Und kostet wie gesagt genausoviel, oder wenig in diesem Zusammenhang, wie dein 18er.

    Ist zwar nur ein 30er, aber +/- 10mm linearen Hub, da bist du vom bewegten Luftvolumen in der gleichen Dimension wie dein 18er. Zudem hat er ein Reso von knapp 20Hz, läuft in BR sehr gut, und auch geschlossen sind F3=35 Hz gut drin.

    OK, mit PA hat das jetzt nix mehr zu tun, aber was solls. Und du solltest schnell bestellen, wenn die verkauft sind, gibts keine mehr, die Produktion läuft aus.

    Gruß FF

  • Ecken und Kantenschutz

    • FF
    • 30. August 2005 um 18:08
    Zitat

    Und dieser Leim klebt?

    Und wie PU-Leim klebt :twisted: Er erreicht höhere Festigkeiten als normaler Weißleim, vor allem aber ist er je nach Produkt auch in der Lage, verschiedene Materialien miteinander zu verkleben, so z. B. Holz mit Kunststoffen oder Metallen oder sogar mit Steinzeug etc. Also genau das richtige bei Film-Sieb-Platten. Allerdings verarbeitet er sich etwas anders als normaler Weißleim, vor allem die offenen Zeit ist recht kurz i.d.R.

    Google einfach mal nach PU-Leim, da findest du genug Infos für den Anfang. Oder mal ins woodworker-Forum reinschauen.

    Gruß FF

  • Ecken und Kantenschutz

    • FF
    • 30. August 2005 um 09:12

    @ Schoppeclub

    Zitat

    .....hmm...wo habe ich denn geschrieben, daß Meranti ein Weichholz ist?

    Stimmt, hast du nirgends. Ich habe einfach etwas zu schlampig gelesen, sorry :oops:

    Gruß FF

  • Ecken und Kantenschutz

    • FF
    • 29. August 2005 um 17:45

    Meranti würde ich definitiv nicht als "Weichholz" bezeichnen, die Festigkeitswerte (Druck, Zug, Abscheren) entsprechen ziemlich genau denen von Eiche und Buche, und die sind ja nicht sonderlich weich :D Das Gewicht ist im Vergleich allerdings niedriger, das stimmt!

    Als Weichholz könnte man o.g. 3 Sorten nur im Vergleich mit Bongossi (=Azobe) bezeichnen, das ist so hart und schwer, dass man da keinen Nagel reinbekommt! Ich weiss noch genau, wie mein damaliger Chef am Anfang meiner Zimmererlehre meinte, ich solle mit einem Kollegen die Bongossi-Dielen aufladen. "Ne, Quatsch, die Brettchen trage ich alleine..." Bis ich dann unter dem ersten in die Knie gegangen bin :D

    Also was Feuchte etc. angeht, da sind die Filmsiebplatten auf jeden Fall resistenter als Multiplex, die Kombination aus Oberfläche und verleimung macht es halt. Mechanisch dagegen nicht, da gibt es keinen Grund für, da hat der Schoppeclub schon recht.

    Gruß FF

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