ich muss hier noch zwei emails die ich gekommen habe mal ungefilter posten.
1. hab das Thema URPS mal bei Anselm Goertz mit Hinweis auf den Link den Du mir
zuletzt geschickt hast anklingen lassen. Nachfolgend sein Kommentar.
2.> Von den URPS Tieftönern habe ich so direkt noch nichts gehört.
> Das scheint mir aber nicht anderes als die Pol/Nullstellen Kompensation
für
> einen Lautsprecher in einem geschlossenen Gehäuse zu sein.
> Das kann man auch mit Bassreflexgehäusen machen, wenn das Gehäuse für die
> Abstimmung zu klein gewählt wird. Von Dynacord gibt es sowas.
>
2.
So einfach würde ich das allerdings mittlerweile nicht mehr darstellen.
Ich weiß nicht ob sich der Vorteil des URPS der starken Bedämpfung im
geschlossenen Gehäuse, sowie der gleichmäßig niedrigen Impedanz unterhalb
der Resofrequenz direkt auf ein zu kleines Reflexgehäuse übertragen lässt.
Zumindest das Impedanzproblem des Reflexgehäuses ist nun mal gegeben.
Bleibt die Frage nach dem tatsächlichen Wirkungsgrad des URPS und des daraus
generierbaren Max-Pegels.
Ich halte, wenn dann eine 8x10er Anordnung für am sinnvollsten.
Dies passt von der Frontfläche und von der Impedanz am besten.
Je zwei 10er in Reihe und dann wieder ein Päärle parallel, so hat man 2x 8
Ohm je Box, also wie ESX.
Schau Dir mal den 10W400 von 18sound an und
simuliere mal.
Beim Vergleich immer an die Impedanz denken !
Die meisten Programme rechnen mit 2,83 V Spannung, woraus sich je nach Impedanz des
Speakers die Leistung ergibt (bei 8 Ohm -> 1W).
Es macht also keinen Sinn
eine 6x 12er Kombi mit 2x2,7 Ohm gegen eine Box mit 2x8 Ohm ohne Anpassung
der Generatorspannung zu vergleichen !!
Ich werd glaub auch mal kurz meinen
bassyst befragen.
3.so nochmal ich, hab mit bassyst simuliert, die Wirkungsgrad-Ergebnisse sind
(wie nicht anders erwartet ernüchternd) für den URPS.
Sowohl 4x10er (10W400) als auch 3x12 (unsere Ciare Custom aus BM12) sind im gleichen! Volumen (220L, also rieig !)
und bei gleicher Leistung wie ein 18LW1400 im Reflexgehäuse (42 Hz Tuning) bei 40 Hz um 8 dB und bei 30 Hz immer noch um 3 dB leiser als der 18er Reflex.
Bei kleineren Volumen wird das ganze noch schlecher.
Der Membranhub der URPSe wird erst unterhalb 32Hz kleiner als der der Refllexkiste. Deshalb fehlen den URPSen im Max-Pegel trotz doppelter Eingsngsleistung über 12 dB bei 40 Hz im Vergleich zum 18er Reflex.
Erst unterhalb 28 Hz können sie einen kleinen Vorteil ausspielen (bei doppelter Leistung wohlgemerkt!).
Stellt sich natürlich die Frage, was im großen Array passiert.
Durch die Kopplung sinkt hier nämlich auch die Tuningfrequenz der Reflexkisten !!
Die Simulation der Reflexbox übrigens berücksichtigt noch nicht mal den Wirkungsgradgewinn von 4 dB durch die Ankopplung des Reflex im ESX !!
Ich wäre an Wellenfronts Stelle deshalb vorsichtig mit der Aussage, eine Gegenüberstellung ESX zu URPS-Array käme einem Treffen von David (ESX) und Goliath (URPS) gleich.
Vielmehr wird mein Glauben bestätigt, dass der ESX Sub ganzweit vorne liegt. Als ebenbürdigen Gegner sehe ich da eher beispielsweise die neuen EAW 2x12er Hörner.
Da fährt man halt statt Amps entsprechend größere Holzkisten durch die Gegend und die gehen vermutlich im Array sogar tiefer als der ESX.
Im höheren Bassbereich sehe ich die TSW121 von Turbosound, die in entsprechenden Blöcken von je mindestens 4 oder 6 Stück auch tiefer können.
Die OHM Hörner habe ich noch nie gehört, machen auf mich aber den Eindruck, Kopien der TSE118 von Turbosound zu sein.