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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 23. Juli 2012 um 20:40
    Zitat

    So und noch mal eine Erfahrung aus dem echten Leben: ...

    Guma, glaub mir, wenn Dir solche Sachen in einer Festivalsaison 20, 30, 40 mal hintereinander passieren hast Du nicht mal mehr Lust, anschließend darüber zu schreiben.
    Aber ich. :D

    Mittwoch: Anreise per Bus & Bahn zum Studio. Kommuniziert ist "unbedingt pünktlich sein, 21:30 Bandprobe zu Ende, einpacken, sofort los!" Vor Ort 21:15 – prima, Nightliner bereits da. Band auch, bereitet sich (Pizza holen) darauf vor, demnächst mit dem Proben anzufangen...

    Donnerstag: Land unter. Zum Glück die 5000er Zeltbühne. Kommuniziert sind 2x M7 + nachmittags ein bisschen Zeit. Also File rein, ein wenig auf geändertes Schlagzeug, geändertes Programm und geänderten Gitarristen anpassen, und los geht's; guter Plan. Vor Ort sind 1x Vi6 (FoH) und 1x Vi1 (Mon.). Klasse, vor Monaten zuletzt unter den Fingern gehabt, natürlich kein File. Wie ging das alles noch? Vorsorglich erklärt mir der (freundliche und nette) Betreuer gleich mal, dass er ebenfalls vor vollendete Tatsachen gestellt wurde und das Pult weder besonders gut kennt noch besonders mag. Okay, wird schon. "Ach, und übrigens, Gain machst Du!" Ähm, wie bitte? 4 Tage Rollriserfestival mit wild wechselndem Programm und homöopathischen Changeoverzeiten, und der (Band oder Festival) – Monitorer muss jedesmal warten, bis der FOHler fertig ist? Jetzt bin ich doch ein wenig irritiert; sorry Leute, das ist Amateurscheiß. Meckern beim Veranstalter? Wohl kaum zielführend – dem ist gerade das Dach der Mainstage weggeflogen, der hat jetzt andere Sorgen. Aber wir haben ja Zeit, und die brauchen wir dann halt auch. Ausbaden muss das Ganze vor allem die Festivalcrew. Deren Pausenplanungen für die nächsten Tage müssen wohl noch mal überarbeitet werden. Und die Vi6 erfreut derweil den überraschten Bediener mit einigen widerspenstigen Fadern, die lustig hin und her springen und partout nicht das machen wollen, was ich will.

    Freitag: Schotterplatz, 2 Bühnen nebeneinander im Wechsel. Linecheck während Nachbarbühne spielt über Kopfhörer, und los. Kommuniziert ist gar nichts. Vor Ort H3000 + Standard – Peripherie. Ordentlich vorbereitet, problemloses Arbeiten, die Fader knirschen leise im Staub. Alles gut. Veranstalter schaut vorbei und lockert von sich aus persönlich das lachhafte, von einem Nachbarn per einstweiliger Verfügung erwirkte 90 dB/A Soundlimit am FoH. Sachen gibt’s...

    Samstag: Schlammbaden in Holland. Riesen Festival; Changeover eher gemütliche 45 Min., lauter Linecheck. Zig Areas; unsere Bühne heißt 'Metal Weide'. Sieht auch genau so aus. Und riecht auch genau so. Kommuniziert ist: nix. Vor Ort ein altehrwürdiger, aber kompletter MH3 Platz. Und 1x M7. Exklusiv und explizit von einer der Bands geordert. Die ihn wegen geänderter Crew jetzt doch nicht braucht. Ich habe also freie Auswahl, da könnte ich jetzt mit meinem File in aller Ruhe... ... andererseits: die Bands vor uns klingen prima. Die örtliche Crew hat sich 3 Tage lang an ihren Festivalpatch gewöhnt und meine paar Sonderkanäle auch schon liebevoll über’s MH3 verteilt. Effekte und Inserts sind alte Bekannte und in 5 Minuten angepasst, und die Mucoauflösung kann stecken bleiben wo sie steckt. Was soll’s, wer 30 Kanäle mit 'nem MH3 nicht hinkriegt kriegt’s sowieso nicht hin. Lasst bitte alles wie es ist, ich übernehm dann einfach mal.

    Sonntag: völlig andere Baustelle. Eigenes Material, Kultur, klein, leise. Relativ komplexes LS9 Setup mit Monitor von vorne aus der zweiten Ebene. Band die seit 20 Jahren das Wort Soundcheck nicht mehr kennt; aufbauen, einschalten, abendessen, anfangen. Auf der 400km Fahrt fällt mir siedend heiß ein, dass das Pult zwischendurch raus war. Und mein USB Stick ist irgendwie... weg. Und das Backup zuhause auf der Festplatte. Letzte Hoffnung: der Spare spare Stick, der sich eigentlich noch irgendwo im Pultcase befinden müsste. Bange Sekunden beim Aufbau. Puh, Glück gehabt!

    Kurz und gut: keine besonderen Vorkommnisse; Festivalwochenende halt. Morgen geht’s weiter: 1x PKW, 2x DB, 2 verschiedene Nightliner, 3 verschiedene Bands, 5 Veranstaltungen. Wird schon.

    In diesem Sinne: allen, die dem ganz normalen Festivalwahnsinn mit ein bisschen persönlichem IT – Baustellen – Bastelmumpitz noch ein wenig zusätzliche Würze verleihen möchten, wünsche ich weiterhin gutes Gelingen! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Dach von Festivalbühne, durch Windboen zerstört.

    • billbo
    • 21. Juli 2012 um 00:04
    Zitat

    Der Billbo ist vor Ort

    Nö. Hab das Szenario längst mit einem schnuckeligen, absolut trockenen und windstillen Schotterparkplatz Marke Steinstaublunge getauscht. Alles wird grau und immer grauer, ganz sanft und sachte und unspektakulär. Beim Fader schubsen knirscht’s schon.

    Das, was ich von meiner Nebenbaustelle aus mitbekommen habe, lief sehr ruhig und geregelt ab. Die Dachverplanung hatte nach Kollegenaussagen wohl schon vorher keinen all zu guten Eindruck gemacht. Wetterdienst funktionierte. Man war also ausreichend vorgewarnt. Und alles, was im Landkreis Blaulicht hat, war sowieso vorbeugend vor Ort.
    LA per Manitou war aufgrund der klaren Windrichtung relativ gefahrlos. Nach vorne wäre da ganz sicher nichts geweht worden. :D
    Hinter den Bühnen wurde großflächig abgesperrt. Auch das mit Augenmaß: Unser Bus stand zwar einige Meter im abgesperrten Bereich; der Hinweis, dass dies trotzdem wohl einer der sichersten Orte auf dem ganzen Gelände sei und wir uns der Gefahren auf den 10m dort hin hinreichend bewusst wären wurde aber akzeptiert.
    Bei der 2. Hauptbühne, eine eher leichte Towerkonstruktion, wurden alle Seitenplanen unten und seitlich gelöst. Sah zwar im Sturm spektakulär aus, so ein bisschen nach fliegendem Holländer, und neue Planen werden da auch her müssen. Aber statisch wirkte das alles wohl durchdacht.

    Think positive: nach dem WE wird’s ganz sicher ein paar neue Erkenntnisse über die Unwettertauglichkeit aktiver Großbeschallungslautsprecher geben. 'Regensicher' ist ein schöner Begriff; aber das hier ging dann doch eher Richtung Unterwassereignung. Bin ehrlich gespannt wie das aussieht, was da nächste Woche zurück kommen wird.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 20. Juli 2012 um 16:22

    :roll: Du kannst gerne hinfahren und die Reste abnehmen. Ich glaube, die suchen da noch ein paar Freiwillige...

    Die haben die Abendveranstaltung tatsächlich noch durchgeführt; Zeltbühne samt Zelt wurden für ausreichend sicher befunden. Mal eben das Hauptareal abgesperrt, für einige tausend Leutchen den Einlass einen Kilometer verlegt, Running Order angepasst. Und eine Art Regentanz - Techno Open Air Areal gabs auch noch.

    Der Chardonnay für die Chefin war 2, 3 Grad zu warm - aber den Rest haben sie gemessen an den Umständen prima hingekriegt. Alle Achtung!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 19. Juli 2012 um 19:11

    Auf einem (richtig großen) Festival sitzen, welches der Sturm gerade in seine Einzelteile zerlegt. Zum Glück nur als Bandmischer - aber sogar der Nightliner schwankt bedenklich.
    Das Dach der Hauptbühne existiert seit ein paar Stunden nicht mehr, bzw. fliegt in handlichen Fetzen durch den Backstagebereich. Leider hängt an den Resten noch das LA meiner Fa. dran... :(
    Da das Publikum gerade in Scharen richtung Campingarea strömt gehe ich mal davon aus, dass zumindest für heute (Warm up Day/ Zeltshow/ steht noch) die Sache abgesagt ist. Gleich ist Krisensitzung.

    Auf jeden Fall dürfte die Kollegen eine wenig erbauliche Nachtschicht erwarten.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • XLRs für AES multicore

    • billbo
    • 19. Juli 2012 um 00:02
    Zitat

    Wir reden hier über HF Einstreuungen oder über Brummschleifen?

    Darüber, dass beides nichts miteinander zu tun hat, wenn man's richtig macht. Wir verkabeln mit NF Leitungen nicht nur Mikrofone.
    Goldene Regel 1: Masseführung hat von der Quelle aus zu erfolgen. Warum, kannst Du unter Gumas Link nachlesen.
    Goldene Regel 2: Schirmung so lückenlos wie möglich. Anders als bei der Masseführung ist es für die Schirmung (relativ) unerheblich, von welchem Punkt der Gerätekette aus sie erfolgt.
    Goldene Regel 3: an der Signalempfängerseite muss ich in einem Gerätenetzwerk bzgl. der Masseführung variabel sein. Ein Gerät ohne Masse (Mikro...) bekommt sie von dort. Ein Gerät mit eigener Masse bringt sie bis dort hin mit. Dafür gibts, ganz richtig, je nach Konzept des Herstellers Groundlifts/ offenen Pin1/ virtuelle HF Masse (ohne galvanische Verbindung) über Kondensator/ auch schon mal über einen 1k Widerstand (die Wirkweise letzteren müsste ich jetzt ergoogeln).

    Die Lösung für all das ist: Gehäusebrücke im Weibchen ja (wenn Schirmung wichtig ist). Incl. des Nachteils ungewollter zufälliger Massekontakte. Gehâusebrücke im Männchen nein (das letzte Männchen kriegt seine Schirmung über das Gehäuse des Empfängers, und Pin 1 ist Pin1 und hat damit nichts zu tun).

    Es ist wirklich so einfach :)
    (sorry, schreibe im fahrenden Bus, da ist das alles etwas 'holpriger')

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • XLRs für AES multicore

    • billbo
    • 18. Juli 2012 um 13:34

    Och mönsch Kinners :roll:

    Ich selbst mach das ja auch nicht anders. Nicht weil’s viele so machen, sondern weil ich irgendwann für mich mal entschieden habe, dass in meiner Welt/ Marke laut + niederohmig/ partielle Mängel bei der Schirmung nicht das größte Problem darstellen. Aber nur weil 80% aller sog. 'Pro' User den Sinn eines technischen Details nicht verstehen und/ oder ignorieren heißt das nicht, dass es den nicht gibt.
    Bei nahezu allen industriell gefertigten XLR Leitungen, die auf ominösen Wegen übers Jahr bei mir auf dem Tisch landen und dort turnusmäßig überprüft/ entsorgt/ eingepflegt werden ist diese Verbindung im Weibchen vorhanden. Die machen das kaum aus Langeweile so oder weil sie zu viele 8mm – Drahtstückchen rumliegen haben. Wer über die Zusammenhänge zwischen Signalführung, Masseführung, Erdung, Schirmung (alles Geschwister, aber keine eineiigen Zwillinge) nicht nur was gelesen, sondern sie auch verstanden hat, weiß eben auch warum.

    Guma, Du hast ja wohl gelegentlich gute Kontakte zum Rundfunkumfeld. Red’ mal mit einem alten ÜWagen – Spezi über die Bedeutung von Schirmung und die korrekte Belegung von XLR Leitungen.

    Ansonsten empfehle ich folgenden Versuchsaufbau: ein schönes, altes, mittelmäßig entstörtes Dimmerrack (Powerlock –Liga) mit abenteuerlich verwurstelt ausschauendem Hotpatching oben drauf. Darauf 2 XLR Verbindungen; eine mit Einbeziehung in die Schirmung, eine ohne. Eine Seite 25m NF – Kabel mit 1k Abschlusswiderstand am anderen Ende, andere Seite 100m Multicore mit Mischpulteingang freier Wahl.
    Die korrekt geschirmte Variante so pegeln, dass das Ergebnis vertretbar erscheint. Die mangelhaft geschirmte genau so pegeln. Und dann dazu schalten.

    Vorsicht. PAD Schalter nicht vergessen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Zitat

    möglicherweise einfach um der diskussion willen? :D

    Jo. Das träfe den Sinn eines Diskussionsforums dann relativ gut. :D

  • XLRs für AES multicore

    • billbo
    • 17. Juli 2012 um 23:53

    1) ist klar,
    2) natürlich auch. Und weil es dort "vulnerable" ist, bedarf es dort auch besonderer Aufmerksamkeit. Wie z. B. bestmöglicher Schirmung.
    Und denkt man über beides nach und versteht darüberhinaus die Notwendigkeit, im Signalempfänger über Masse/ HF Masse/ gar keine Masse entscheiden zu können, kommt man zwangsläufig zur einzig richtigen Lösung female Kabelstecker = Verbindungspunkt für die Schirmung. Sofern man denn auf dieselbige Wert legt.

    Gelesen (und verstanden :roll:) hab ich das Ding früher schon mal, den Videoteil und die an den US Heimanwender gerichteten Abhandlungen daher diesmal großzügig ausgespart.

    Bestell Dir ein original Belden XLR NF Kabel, schraub’s auf, und überleg Dir, warum das so beschaltet ist wie es beschaltet ist.

    Gute Nacht. :D

  • XLRs für AES multicore

    • billbo
    • 17. Juli 2012 um 21:44
    Zitat

    Jungs tut mir doch einfach jetzt mal den Gefallen und lest wenigstens das eine paper von Bill. Der Mann ist wirklich der Weltkrack für dieses Thema und erzählt mir jetzt nicht, er wäre befangen, weil er ne Übertragerfirma hat. Er wäre sicher nicht AES Präsi geworden, wenn er nichts auf der Pfanne hätte.

    Aber hallo. Ihr Wunsch sei mir Befehl.
    Und was soll ich sagen: ich bin überzeugt, der gute Mann würde ebenfalls vehement für die Verbindung Gehäuse – Pin 1 im Kabelsteckerweibchen (und nur dort!) plädieren:

    Zitat

    ….Therefore, for shielded balanced audio cables, the shield should ALWAYS be grounded at the driver — whether or not the receiving end is grounded….

    Zitat

    ….This is especially important in low level microphone circuits. Remember that wiring at terminal or punch-down blocks and inside XLR connectors is vulnerable because the twisting is opened up, effectively creating magnetic pickup loops…


    Nicht zufällig ist das in jedem Mikrofon so (sicher ist sicher, sonst sitzt bei nicht verbundenem Weibchengehäuse die dickste Antenne direkt am Anfang). Aber u. a. auch in jeder einzelnen der von ihm erwähnten/ propagierten/ favorisierten Belden Qualitäts - XLR Leitungen, sofern Du sie fertig konfektioniert irgendwo in einem US – Music Store oder Radio Shack kaufst.

    Es geht dabei auch überhaupt nicht um die Pin1 Problematik (bzgl. Gleichtaktunterdrückung/ Masseführung behält man so alle Möglichkeiten, auch wenn das Einbauweibchen wie üblich direkt ins Gehäuseblech geschraubt ist) sondern um die Frage, ob (wem/ wann/ ...) lückenlose Schirmung wichtiger sein kann als die damit verbundene Möglichkeit, sich mittels ungewollter Fremdpotentialberührung von zusammengesteckten Kabelsteckergehäusen ungleich schwerwiegendere Probleme ins Haus zu holen. Ich behaupte: kann sie. Frag mal Leute, die Klassik aufnehmen; mit u. a. Mikros, die an der selben Truss hängen und verkabelt sind wie die 24 komfortabel gedimmten Arri 5kW.

    Da wir aber Pragmatiker sind verzichten wir auf High End und bemühen uns stattdessen, Kabel der richtigen Länge zu benutzen. So konsistent es eben geht. :wink:

    Zitat

    Verlängerungen versuche ich immer wo es geht zu vermeiden. Wenn man merkt, daß ein 5m Kabel nicht reicht, verlängere ich es nicht mal schnell um weitere 5m, sondern nehme es wieder heraus und baue ein 10m Kabel ein.
    Für längere Strecken liegen auch längere Kabel bereit.

    Ganz genau. Und nach ein par hundert wieder aufgewickelter, weil zu kurzer Kabel ist diese Arbeitsweise, incl. richtiger Abschätzung der benötigten Längen, auch ganz wie von selbst in Fleisch und Blut übergegangen.
    Ich lasse, sofern es die Zeit erlaubt, grundsätzlich jedes von einem Helfer oder Azubi unnötigerweise zusammengestöpseltes Verlängerungsgewirr neu verlegen.
    Gelegentliche, auf Unverständnis :lol: schließen lassende Gesten und Blicke weiß ich dabei gekonnt zu ignorieren. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • XLRs für AES multicore

    • billbo
    • 17. Juli 2012 um 14:14

    Ja - hm – ähm - Moment. Das Thema hatten wir ja schon mal. Und verschiedene Anwender werden das unterschiedlich sehen. Teufel oder Beelzebub?

    Steckergehäuse in die Schirmung mit einbezogen: bestmögliche Abschirmung gegen (HF etc.) Einstreuungen aller Art. Aber, je nachdem wo eine Kabelverbindung zufällig gerade rumliegt (metallische Bühnenpodestverbindung), jederzeit die Möglichkeit, sich die Mutter aller Brummschleifen einzufangen.
    Steckergehäuse ohne Verbindung zur Schirmung: kein Stress mit ungewollten Brummschleifen, aber eben auch keine Schirmung an dieser Stelle. Sondern das Gegenteil; so eine Art Sammler und Projektor für Einstreuungen aller Art.
    Wie drastisch die Auswirkungen bei so was sein können konnte man bei einigen besonders hochwertigen Empfängern aus der AM – Radiozeit leicht ausprobieren. Die besaßen um ihre drehbare Ferritstabantenne in Längsrichtung ein rohrförmiges Drahtgeflecht zur Abschirmung. Lag das korrekt an Gerätemasse war alles prima. War das Massedrähtchen abgerissen konnte man damit alles empfangen. Wirklich alles: Kühlschränke, Bohrmaschinen, Leuchtstoffröhren, Zündverteilerfunken, was die Zeit halt so her gab (heute sind’s vor allem billige Schaltnetzteile und mies entstörte Dimmer).

    Inwieweit so was in unserer niederohmigen Zeit für komplexere/ empfindlichere Signale als 'nur' NF – Audio ein Problem sein kann weiß ich allerdings nicht.

    Fazit + einmal mehr goldene Aufbauregel: Verlängerungen sind Mist. Wenn ich sicher gehen will nehme ich gleich die passende Kabellänge.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • XLRs für AES multicore

    • billbo
    • 16. Juli 2012 um 23:46
    Zitat

    Dann fungiert das Gehäuse besser als Abschirmung.

    NUR dann! Ansonsten nennt man so was 'Antenne'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sperrstunde in London

    • billbo
    • 16. Juli 2012 um 21:55

    Veranstalter > Stagemanager: ACHTUNG! WICHTIG! Behördenstress. Strict Curfew! Die wissen bescheid, steht ganz dick im Vertrag. Keine Diskussionen, zieh das unbedingt durch, notfalls Stecker raus!!!
    Stagemanager > Bandproduktion: Ihr wisst, wir haben da ein Problem mit den Behörden, müssen zur vereinbarten Zeit wirklich pünktlich Schluss machen. Bitte redet noch mal mit den Musikern und versucht, denen das irgendwie klar zu machen!
    Bandproduktion > Künstler: Entschuldigung, darf ich kurz stören? Also, wie Ihr ja wahrscheinlich wisst haben die hier ein kleines Zeitproblem; wäre wirklich sehr schön, wenn Ihr diesmal möglichst nicht überzieht und rechtzeitig fertig seid.
    Künstler (vor der Show): klar, wissen wir. Keine Panik, Chef. Du kennst uns, wir sind Profis.
    Künstler (Ende der Show): echt geiles Ding heute! Scheiß was drauf, einen spielen wir noch...

    Das läuft im Hyde Park auch nicht wesentlich anders als beim Schützenfestzelt - Nachwuchsbandwettbewerb.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Kling und Freitag 1215-6

    • billbo
    • 13. Juli 2012 um 23:25
    Zitat

    Zu guter Letzt: Ja Kling&Freitag ist gegenüber dem Kleinanwender scheinbar nicht (mehr) unbedingt sehr hilfsbereich. Aber das ist auch der Anwenderbereich gegen den sich Kling&Freitag wohl bewusst entschieden hat.

    Ach so. Man mag sich mit der gewöhnlichen Straßenkundschaft nur noch ungern abgeben, weil man sich für ein weitaus lukrativeres Geschäftsmodell im Bereich internationaler Premium - Großkundenbetreuung entschieden hat?
    Ähnliches hat auch in ganz anderen Wirtschaftszweigen schon hervorragend geklappt:
    http://www.wallstreet-online.de/aktien/commerzbank-aktie#t:5y||s:lines||a:abs||v:week||l:vol

    Scnr. Ich kenn’ die Firma kaum. Aber hier mitzulesen ist durchaus... vergnüglich. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Einfach bedienbarer Zonencontroller für Gastronomie

    • billbo
    • 13. Juli 2012 um 16:57

    Am Behringer Dings klingt überhaupt nichts. Das Signal durchläuft auf Line Level wertneutral 2, 3 Standard – OpAmps, die in jedem Gerät der Welt verbaut sind; das war's schon. Natürlich ist jeder Halbleiter im Signalweg streng genommen einer zu viel, und nach ein paar tausend hintereinander hört man im AB – Vergleich tatsächlich Unterschiede (allerdings eher nicht bei Gastro – Hintergrundbeschallung).
    Es erfreut seine sparsamen Nutzer aber z. B. mit katastrophalem Gleichlauf der beiden Master – Tandempotis; das addiert sich je nach Stellung auf bis zu 6dB Unterschied. Kann man also nur fest verbauen, wenn man ganz genau weiß, was man tut. Ansonsten sind ein paar anständige Y – Kabel genauer, zuverlässiger, problemloser (und teurer).
    Und für den angedachten Zweck ist es völlig ungeeignet, weil (als Bediengerät) viel zu filigran und viel zu komplex.

    Nach meinen Erfahrungen (und ich hab da ein paar) hat im Gastrobereich nichts zu suchen, was wesentlich komplizierter zu bedienen ist als der Putzlichtschalter. Und genau dort hin gehört auch der (Stufen-) Schalter für 'Musik'. Ich kenne eine kleine Delayline, die für leise und/oder komplett ausverkaufte Liveveranstaltungen gebraucht wird. Zu anderen Gelegenheiten (laute Disco o. ä.) eher nicht, weil sie da gegebenenfalls einen mobilen Tresenbereich sinnlos zulärmt. Die besitzt genau ein (1) Bedienelement – einen beleuchteten Netz Ein/Aus Schalter. Wer möchte eine Zahl nennen, wie oft ich schon spät abends einen Anruf der Sorte "warum ist das denn heute so laut hier unten?" bekommen habe? Einmal sogar in Südamerika :lol:.

    marcoboy: zwar bin ich auch nicht so der 100V Experte. Aber Lautsprecher in solchen Anlagen gehen, selbst bei brutaler Fehlbedienung, praktisch nie kaputt – allein schon weil die Anpassungsübertrager so knapp bemessen sind, dass sie gemütlich in die Sättigung gehen, bevor dem armen LS irgendwas passieren kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Einfach bedienbarer Zonencontroller für Gastronomie

    • billbo
    • 13. Juli 2012 um 00:00

    (Fast) alle Vorschläge beschäftigen sich mit Audiospielzeug für Audiospielkinder, statt mit dem Problem:

    Zitat

    da dort keiner Ahnung von der Materie hat.


    'Bedienbarkeit' in Verbindung mit Gastropersonal bedeutet: pro Zone 1 robuster Unterputzdrehschalter MUSIK AUS - 25% - 50% - 100%. Und eine technische Einweisung für die Schichtleiter.

    Von daher: +1 für Mechwerkandi.

    Und weiter machen mit 19" Vorschlägen... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sollen Mikrofone zu PA-Systemen "passen" ?

    • billbo
    • 11. Juli 2012 um 13:27

    Was also tun? Jede angehende oder frisch gebackene Tonfachkraft erst mal 1 Jahr auf Tour mit Echolette M40 (Bässe UND! Höhen im Master 8)) schicken, und den Rest mittels Boxenaufstellung und Mikroauswahl lösen lassen? Klingt verlockend, scheitert aber an Materialmangel und ist nicht digital.

    Wie so oft kann man bestimmte neuzeitliche Entwicklungen aber auch positiv sehen: praktisch alle modischen Sokleinundsolautwiemöglichkisten (gefühlte 80% aller Neuthreads fragen sinngemäß "welche Box ist die kleinste und lauteste?") haben unterhalb des Hochtöners ein derart besch...enes Abstrahlverhalten, dass man sich als Benutzer einfach mit solchen Zusammenhängen beschäftigen MUSS, will man nicht gnadenlos untergehen.

    Und die Gilde der älteren, im Club da manchmal durchaus etwas überfordert erscheinenden 'Ich mach sonst nur Arena und Stadion' Herren setzt sich ja irgendwann auch mal zur Ruhe.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Endstufen gesucht für 8x18" Subs

    • billbo
    • 10. Juli 2012 um 22:42

    Boah. Kann mich nicht erinnern. Muss wohl kurz vor meiner Zeit gewesen sein. :D

    Ob allerdings die (Zitat) 1,5mm Aluminiummwellblechplatte heutigen audiophilen Gemütern akzeptabel erschienen wäre?

    Die Western Electric (u. ä). Kinoanlagen wären es ganz sicher, wenn man mal von dem Quatsch mit der obersten und untersten Oktave absieht. So ein paar 5x3 Multicellularhörner hab’ ich tatsächlich mal besessen; Teile der Nachkriegstonanlage der Essener Lichtburg. Handverlötetes Messingblech, sorgsam verfüllt mit Sand und Sägespänen. Je 2 Gusseisen – Alnico Treiber von Philips, in die ganz zufällig Diaphragmen vom Vitavox S2 passten (auch sonst verdächtige Ähnlichkeiten... :roll: alles Lug und Trug, schon damals).
    Schier unfassbar, was da beim Betrieb mit einer dazugehörigen 2x EL12 (also so ca. 10 – 15W) Endstufe unbekannter Provenienz raus kam. Vollkommen nullenfrei. Okay, ein bisschen unhandlich waren sie schon.
    Hab’ ich unbegreiflicher Weise im Proberaum meiner allerersten Ex – Hobbyband vergessen. Von wo das 'alte Gerümpel' dann irgendwann mal im Container landete. :cry:

    Heutzutage gäb’s für so was absolut unmoralische Ebay - Sofortkaufangebote aus aller Herren Länder.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Endstufen gesucht für 8x18" Subs

    • billbo
    • 10. Juli 2012 um 15:19
    Zitat

    Schon lustig... Endstufen benötigen demnächst einen roten CEE.. während Licht bald nur noch Schuko braucht. Verkehrte Welt ^^

    Welche Rückschlüsse erlaubt uns das auf 8 Jahrzehnte Fortschritt bei der Entwicklung von Lautsprechersystemen im Vergleich zu derjenigen im Lichtbereich?

    1930, Wirkungsgrad ca. 5%
    http://www.mikeswerkstatt.at/uploads/objekte/1306398766.jpg

    1930, Wirkungsgrad ca. 25%:
    http://www.silbatoneacoustics.com/mirro.html

    2012, Wirkungsgrad bis ca. 50%
    http://www.feiner-lichttechnik.de/tl_files/Bilde…lite-led-vw.gif

    2012, Wirkungsgrad ca. 1%:
    http://www.prosoundweb.com/images/uploads…perdomeGand.jpg

    :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sollen Mikrofone zu PA-Systemen "passen" ?

    • billbo
    • 9. Juli 2012 um 23:12
    Zitat

    Vieles was hier besprochen wird , sind doch Binsenweisheiten ,
    welche nun wirklich keiner Erklärung mehr bedürfen (sollten) ...

    Du ahnst wahrscheinlich nicht hinter wie vielen Tonlern man im Laufe von ein paar Jahren stehen kann, bei denen nach wenigen Minuten klar ist, dass sie sich über die hinter solchen Binsenweisheiten stehenden Zusammenhänge niemals auch nur die geringsten Gedanken gemacht haben. Geschweige denn, von daraus u. U. gewonnenen Erkenntnissen für ihre Arbeit irgendetwas zu nutzen wissen.
    Nein, keine Schülerbandmischer. Leute, die für Top Künstler arbeiten. Deren Namen zu nennen die Höflichkeit verbietet.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sollen Mikrofone zu PA-Systemen "passen" ?

    • billbo
    • 9. Juli 2012 um 13:44
    Zitat

    ( Stichwort 'Schertler' )

    Ich wollte noch (Wandlereinflüsse) geschrieben haben: außer man klebt sie direkt auf den Resonanzboden. :D

    Zitat

    ... Tauschen des MD421 gegen ein M69 ( zugegebenermaßen Superniere ) Problem weg !

    Tja. Probieren geht über studieren. Dumm nur, dass es genau so gut anders herum hätte ausgehen können. Immerhin ist so schon mal klar, dass es in diesem Fall weniger an Eigenschaften des Instruments als an Wechselwirkungen zwischen Wandler – Raumakustik – Wandler gelegen hat.

    Bei aller Komplexität reduziert sich die Angelegenheit eigentlich immer auf eine einzige banale Ursache: wir wollen/ müssen in einer zunächst annähernd linear funktionierende Übertragungskette so viel verstärken, dass irgendwann die Schwelle zur Selbsterregung erreicht wird, an der das ganze ziemlich plötzlich zu einem Schwingkreis ungewollt hoher Güte mutiert. Und was immer ich auch anstelle, um das zu verhindern, läuft am Ende auf eine simple Gainreduzierung hinaus. Welche möglichst selektiv sein (also zielgerichtet die Kreisgüte herabsetzen) sollte, um das Gesamtergebnis nicht unnötig zu verfälschen. Wie und wo ich da ansetze bleibt meinem Einfallsreichtum und meinem Erfahrungsschatz überlassen.

    Habe ich das Instrument in Verdacht, kann ich eine Gummimatte auf den Resonanzboden legen. Wird der Konzertpianist nicht so toll finden; bei Akugitarren oder Toms (Moon Gel) wird’s aber nicht selten tatsächlich gemacht.
    Hab ich Richtcharakteristik/ Übertragungsverhalten des Mikros in Verdacht, probiere ich ein anderes; oder zumindest eine andere Ausrichtung.
    Hab ich die Klemme/ Halterung in Verdacht, probiere ich eine andere. Clip oder Stativ am Standtom kann einen riesen Unterschied machen.
    Habe ich eine ungünstige Addition zweier Mikrosignale in Verdacht, von denen jedes nur für eine Einzelschallquelle zuständig ist, ändere ich bei einem versuchsweise die Polarität. Manchmal bringt's gar nichts, manchmal ist der Erfolg verblüffend. Dafür ein wunderschönes Beispiel incl. 'um die Ecke denken': in meinem berüchtigten Heimatvenue (im und vor dem Bühnenbereich relativ rechteckig – symmetrisch) hängt L + R ein ca. 60 cm breites Linearray; mitsamt der damit verbundenen Lowmid – Richtschwäche. Sehr oft steht auf beiden Seiten der Bühne, kaum 1 ½m davon entfernt, je ein Backingvocal Mic. Resultat: entweder beide dünn - oder koppelfreudig. Sind diese mono geroutet und mit etwa gleicher Verstärkung betrieben, addiert sich die Lowmidproblematik beider Seiten nahezu perfekt. Vertausche ich bei einem die Polarität, ändert das für die einzelnen Stimmen gar nichts – aber der Spuk ist komplett verschwunden. Das bringt in diesem Fall für beide Mikros ganz konkret eine ganze Oktave weniger Lowcut!

    Habe ich mich selbst in Verdacht – drehe ich einfach mal alles 6dB leiser. Vielleicht wollte ich im Eifer des Gefechts ja ein bisschen zu viel?
    Und wenn mir nichts besseres einfällt, all das nichts nützt oder keine Zeit fürs Suchen ist, habe ich ein Werkzeug direkt unter meinen Fingern, mit dem ich fast nach Belieben und in jedem Signalweg die Verstärkung frequenzselektiv selbst bestimmen kann. Schöne Sache, das. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Netzwerkkabel CAT... als Digitalmulticore

    • billbo
    • 8. Juli 2012 um 23:27

    Das Neutrik Dings betrachte ich geradezu als Military Standard angesichts der Tatsache, dass die zentrale Schnittstelle so manch einer Großveranstaltung heute aus einer 3,5mm Klinkensteckerverbindung besteht. Zum Glück hängt letzterer in der Regel nicht direkt am Ende einer eingebuddelten 100m Leitung.

    Für den Fall der Fälle ein Crimpwerkzeug für RJ45 am Start zu haben halte ich allerdings auch für eine gute Idee. Mal schaun, was es da so gibt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  10. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
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