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Beiträge von billbo

  • Sollen Mikrofone zu PA-Systemen "passen" ?

    • billbo
    • 8. Juli 2012 um 15:09
    Zitat

    Alles zusammen sind das aber 'perfect world' Ansichten, die mit unserer realen Beschallungswelt leider zu oft wenig zu tun haben.

    Da das so nicht aus allen Deinen Beiträgen immer zwingend hervorgeht :D, finde ich diesen Post ausgesprochen erfreulich (und natürlich auch sonst).

    Und damit’s wegen zu weniger möglicher Variablen :D nicht gar zu langweilig wird, stelle ich gleich noch mal explizit folgende These in den Thread (die allerdings im Bassdrum – Eingangsbeispiel schon anklingt): viele, wenn nicht sogar die meisten von uns im Konzertalltag gemeinhin achselzuckend als 'Rückkopplungsproblem' registrierten Phänomene haben wenig mit Raumeinflüssen, kaum was mit Wandlerunterschieden, dafür aber um so mehr mit spezifischen Eigenschaften der Quellen, also der Instrumente selbst, zu tun.
    Der dröhnenden BD, dem unbotmäßig lang ausschwingenden Tom, ... zwinge ich in der Praxis mittels Gate zur Not die erwünschte Hüllkurve künstlich von außen auf. Bei der Akustikgitarrendecke, dem Flügelboden, dem Kontrabass ist das leider nicht möglich. Auch Art und Form der Mikrofonierung ändern an deren Verhalten wenig. Und selbst die Charakteristik des verwendeten Lautsprechersystems hat im realen Venue auf das erreichbare GbF oft weniger Einfluss als die Änderung der Bühnenposition des Problemkandidaten um wenige Zentimeter.
    Was kann ich also tun? Ich muss mir die Souveränität draufschaffen, zugunsten des Gesamtergebnisses falls erforderlich jederzeit von meinen Idealvorstellungen (und erst recht von meinen Erwartungshaltungen/ "mit dem sauteuren XYZ – Kleinmembran muss es doch einfach funktionieren") abzuweichen. Dann steht der Lowcut eben eine Oktave höher, als ich mir das eigentlich gedacht hatte, und der 160Hz Notchfilter zusätzlich noch bei – 12dB. Und das ins Rahmenloch gestopfte SM57 macht den Job, statt des mühselig kunstvoll installierten Schoepspärchens. So what?
    Als Livetonler bin ich Impressionist, ob ich will oder nicht. Und darf kein Problem damit haben, die Feinheiten der reinen Lehre im Zweifel den Ingenieuren zu überlassen.

    Zitat von "Karel Noon"

    Vielleicht kann dieser Thread auch den ein oder anderen zum nachdenken anregen was die Lautsprecher "Wunschliste" auf Ridern angeht, das ist nicht immer nur eine liste teurer Namen, sondern durchaus auch mal der passende Gegenpart zu den von mir mitgebrachten restlichen Werkzeugen.


    M. a. W.: der Beschaller möge den Inhalt seiner Sattelschlepper doch bitteschön dem Inhalt Deines Mikrofonköfferchens anpassen? Auf gutes Gelingen! :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Iron Maiden auf dem "Summerfest" Milwaukee

    • billbo
    • 7. Juli 2012 um 00:12

    Jagutalsoichsachma’ (was politisch in allerhöchstem Maße inkorrektes):

    Vermutlich gibt es auch in USA empfohlene/ verbindliche/ bundesstaatlich festgelegte/ mit Bußgeld bei Überschreitung bedrohte dB – Limits.

    Bei Besuchern einer solchen Veranstaltung kann man mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass niemand nachher wegen 'zu laut' zum Anwalt rennt.

    Bleibt zur Risikoabwägung übrig das Verhältnis von Bandgage + Merch zur Höhe des potentiell zu erwartenden Bußgeldbescheides. Und das liegt, bei Kalibern dieser Größenordnung, ganz sicher im megatiefdunkelgrünen Bereich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo
    (der sich auch bei Programmmaterial der deftigeren Art mit max. 99dBA/ Leq sehr wohl fühlt)

  • Netzwerkkabel CAT... als Digitalmulticore

    • billbo
    • 6. Juli 2012 um 13:03
    Zitat

    Wenn das allerdings häufiger so läuft, ...

    Davon ist auszugehen. Ich nehme nicht an, dass ich einer Weltpremiere beiwohnen durfte.

    Bei so einem dreitägigen Großereignis gehen schon mal 10 oder mehr Fremd – FOHs durch den Tower. Solche, die angekündigt sind. Solche, die nicht angekündigt sind. Solche, die angekündigt sind, aber dann bringt der neue Bandmischer doch was anderes mit. Solche, die angekündigt sind; aber dann wird’s überrschend das Festivalpult, weil irgendjemand im Vorfeld bei der Tourplanung das Routing unterschätzt hat, man feststellt, dass der Truck das unmöglich schaffen kann, und die eingeflogene Band mit dem Festivalmaterial und 2 Koffern Dekoschals im Handgepäck ein Notset spielt.

    Ganz ehrlich: was soll der Festivalausstatter da vorbeugend machen? Er kann
    - das Headlinerkabel bereitstellen (sofern sich das 3 Tage vorher angeforderte spezielle Whirlwind sowieso Dings mal eben besorgen lässt),
    - 2 verschiedene Kabelsorten bereitstellen (min. 2 Pärchen legt er sowieso, wg. Redundanz und weil 2 aufeinander folgende Gäste ja unabhängig arbeiten können müssen),
    - im Zweifel sich beim einen oder anderen Hersteller bzgl. Kompatibilität rückzuversichern versuchen. Dessen sinngemäße Antwort sein wird: müsste funktionieren, garantieren tu' ich das allerdings nicht.

    Und das war's im wesentlichen schon. Er kann und wird dagegen unmöglich alle denkbaren Kombinationen im Vorfeld ausprobieren. Und auch nicht ob die immer noch spielen, wenn dann alle Super Trouper laufen, die über's im selben Kabelschacht verlegte 63er versorgt werden.

    Sehr schön auch, wenn 4 Stagehands ein paar Minuten vor Changeover fluchend das monströse Stagerack über den Stoppelacker zum FOH wuchten, und die ganze Angelegenheit dann dort ans Analogcore angeschlossen wird. 2 kurze Baumarktstrippen hat man ja sicherheitshalber immer dabei. (Letzteres kenne ich allerdings auch nur vom Hörensagen. Halte es aber nichtsdestotrotz für ausgesprochen schlüssig :D.)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Feuerwerk... aber mal richtig! *grins*

    • billbo
    • 6. Juli 2012 um 12:09
    Zitat

    there were 3 barges it was a computer error

    (aus den Kommentaren)

    Ethercon? :roll: :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Netzwerkkabel CAT... als Digitalmulticore

    • billbo
    • 5. Juli 2012 um 23:25
    Zitat

    ...oder zumindest hofft...

    Problem: es interessiert den 'großen Verleiher' u. U. gar nicht so besonders. Es werden 2 Gastleitungen gelegt; das steht so in der Ausschreibung, und also dann später auch so im Festivalrider. Wenn der Gasttech damit klar kommt: prima! Wenn jemand nicht: Pech. Legt er halt sein eigenes, wenn er möchte. Und außerdem gibt’s da ja auch noch das Festivalpult...

    Selbst schon genau so erlebt, wenn auch nicht direkt involviert. Nachdem der Kollege vor mir (nach Auskunft des Örtlichen über 2 Std. lang) vergeblich versucht hatte, sein Bedienteil und seine Stagebox mittels Festival CAT5 zur zuverlässigen Kommunikation miteinander zu bewegen, wurde es am Ende das Festival H2000. Ob das nun an Kabelunverträglichkeiten oder an sonst was lag – keine Ahnung. War A&H Ilive; weiß aber nicht mal ob mit oder ohne 'T'. Was soll’s, offensichtlich nicht zu ändern, und zum Glück war's nicht meine Baustelle.
    Geärgert hat’s mich aber trotzdem. Denn aus der eigentlich geplanten gemütlichen Vorbereitung des Festival FOH (während gleichzeitig die Band davor ihr eigenes Besteck nutzt) wurde so an diesem Tag für mich natürlich leider nix. :(

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "heimische hölzer" (test kleiner, deutscher LS-her

    • billbo
    • 5. Juli 2012 um 14:45
    Zitat

    Kann mir mal einer erklären, wieso sich vor allem in BW derart viele Lautsprecher-Buden entwickelt haben? Mit "Proaudiotechnologie" gibts' ja jetzt nochmal eine neue Firma!

    BW ist das Flächenbundesland mit der höchsten Millionärsdichte und den meisten leerstehenden Scheunen! 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Amprack-Patchpanel: wie reichhaltig ist sinnvoll?

    • billbo
    • 4. Juli 2012 um 16:21

    Meine Lösung (vor ca. 1990): 1 (ein) Harting pro 4er Amp – Einheit. "Patchfeld" ist die zum Lautsprechersystem passende/ gehörende Auflösung, die da drauf (oder aufs andere Ende des Lakas) gesteckt wird. Je Rack 3 Einheiten; 32er CEE rot rein/ raus. Fertig; läuft bis heute.

    Meine Lösung (seit ca. 2010): Racks? Amps? Weichen/ Controller? Systemblenden/ Patchfelder? LS-/ Lastkabel? NL4, NL8, Socapex, XLR, EP4, EP5? Was ist das?
    Future is self powered. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Sollen Mikrofone zu PA-Systemen "passen" ?

    • billbo
    • 3. Juli 2012 um 12:45

    ... und c) nach 40m Luft praktisch nicht mehr vorhanden. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Inter-M Endstufe Leistungsdaten

    • billbo
    • 3. Juli 2012 um 12:41

    Will nicht stören beim Impedanzenraten. Aber wie wärs denn mal mit dem Überprüfen von Lüftern/ Lüftersteuerung? Da wird bei den Fernost - Billigbombern gerne gespart.
    Hab mal eine ganze Serie von T-Amps mit neuen Lüftern versehen, weil die nach gut einem Jahr im Dauerinstallationsbetrieb immer häufiger im Laufe des Abends einfach ausstiegen. Und ein Funktionstest nach dem Reklamationsanruf am nächsten Tag ergab dann natürlich erst mal wieder keinerlei Fehler.
    Seither ist dort jedenfalls alles wieder in Butter.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Basedrum ohne Loch im Resonanzfell

    • billbo
    • 2. Juli 2012 um 23:31

    Nicht alle Jobs sind Traumjobs. Auch so was will anständig über die Bühne gebracht werden.

    Und nie vergessen: der Dir völlig unmusikalisch vorkommende Schreihals da vorne auf dem Podium mit dem lächerlichen Gehabe und dem aberwitzigen Styling, dessen nervige Eltern Dir energisch klar zu machen versuchen, dass man ihren Sprössling viel, viel lauter hören können muss... ... könnte irgendwann mal Dein Hauptkunde sein. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 2. Juli 2012 um 16:20

    Völlig klar. Das Finden der richtigen Balance zwischen "Optimal wäre es, wenn" und "Wichtig is' auf'm Platz" ist mit Sicherheit eine der komplexeren Problembaustellen im Leben; und auf jeden Fall eine sehr persönliche Angelegenheit. Letzteres aber bitte nicht mit stumpfem "Ist doch eh alles scheißegal" - Fatalismus verwechseln.

    Wie war das noch: der Optimist glaubt, in der bestmöglichen aller Welten zu leben. Der Pessimist fürchtet, dass das stimmt. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Basedrum ohne Loch im Resonanzfell

    • billbo
    • 2. Juli 2012 um 14:29

    Ich hatte am WE die ehrenvolle Aufgabe, ein Musikinitiativennachwuchsfestival – nun ja – abzuarbeiten. Mit einem Musikinitiativennachwuchsfestivaldrumkit incl. Bassdrum ohne Loch. Zum Glück open air.
    Was soll ich sagen. 602 davor, extrem – EQing, extrem steiles Gating, fertig. Klappte überraschend gut. Und klang, stark abhängig vom jeweiligen Drummer, sogar nach Rock.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Yamaha M7 touchsreen fast unlesbar

    • billbo
    • 2. Juli 2012 um 14:04

    Da ist ein heller Rahmen ums Bild. Total falsch!!!
    Aber zum Glück ist die Sonne ja weit weg.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 2. Juli 2012 um 13:56

    Da isser ja :D

    Zitat

    Die andere Variante heißt

    Fleiß, Kooperation und Kommunikation.

    Das scheitert an den Niederungen der Natur des Durchschnittsmenschen.

    Ja, wer hätte das gedacht?

    Die Sache funktioniert ja nicht einmal auf internationalen Großbaustellen. Große (und weniger große :roll:) tourende Acts geben lieber sechsstellige Summen aus, um ihr eigenes Set rund um die Welt zu schippern, als sich auf die Unwägbarkeiten lokaler IT – Bastelbaustellen einzulassen. Und das darf spätestens seit dem letzten Komplettabsturz selbstverständlich niemand berühren außer dem Tourpersonal selbst (oder dem eingeflogenen Herstellersupport :D). Weshalb für nationales oder örtliches Vor – und Beiprogramm zusätzlichlich überall mindestens ein eigenes Set zur Verfügung gestellt werden muss.

    Was soll ich da dann auf der Ebene des gemeinen regionalen Stadtfestes erwarten? Wo bis 2 Tage vor Veranstaltung nicht feststeht, welches Pult denn jetzt genau wo hin kommt? Wer es dann wirklich vor Ort betreut? Oder ob ich den FOH an dieser Bühne gleich einem Sub nebst seinem Personal und Material in die Hände gebe?
    Von wem bitte soll ich da verlangen, dass er sich im Vorfeld über meine Pultfilewehwehchen Gedanken macht? Von dem Mädel, das den Telefonhörer abhebt? Von dem Tonler, der vermutlich den Örtlichen machen wird (falls das reisetechnisch hinhaut), und der dafür zwei seiner Tour – Offdays opfert? Vom lokalen Kulturamtschef?

    Also funktioniert das dann vor Ort irgendwie – oder halt nicht. Dann gibt’s eben

    Zitat

    "Standard - Sound".

    Falls es die Wetterbedingungen (oder der Hallengrundlärm) zulassen. Merkt außer mir (und vielleicht der Freundin des Sängers) sowieso niemand.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Yamaha M7 touchsreen fast unlesbar

    • billbo
    • 2. Juli 2012 um 13:10
    Zitat

    hat jemand hier im Forum schon mal ein Midas PRO in der Sonne erlebt? Sind die Screens wirklich so gut, wie man immer wieder liest, leider hatte ich bis jetzt noch nicht wirklich die Gelegenheit da mal Open Air dranzustehen.

    Funktioniert nach meinen (spärlichen) Pro 06 Erfahrungen tatsächlich besser. Das liegt m. E. aber vor allem daran, dass die Dinger sehr viel cleverer eingebaut sind. Sehr senkrecht, z. T. regelrecht in einer Höhle, und mit verhältnismäßig großem dunklen Kontrastrahmen drumherum. Also sozusagen das exakte Gegenteil des SD8 Konzeptes – sofern man da diesbezüglich überhaupt von einem Konzept reden mag :roll:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Yamaha M7 touchsreen fast unlesbar

    • billbo
    • 1. Juli 2012 um 22:47

    Zum eigentlichen Thema kann ich zwar wenig sinnvolles beitragen – außer der wiederholten Erfahrung, dass Yamaha Screens bei zu viel Umgebungslicht genau so besch... abzulesen sind wie alle anderen auch. Und dass ich mal in einem südlichen Land um die Mittagszeit einer örtlichen Crew 1 ½ Stunden verzweifelt – belustigt dabei zugeschaut habe, wie sie vergeblich versuchten, ihren beiden damals nagelneuen M7 (bei denen man kaum erkennen konnte, ob sie an oder aus waren) einen Multicorekanalton zu entlocken. Nichts. Absolut nichts.
    Es war der analoge BSS Splitter. Der zwar glühend heiß war, aber nicht am Strom hing. Und dem man das ebenfalls nicht ansehen konnte.

    Allerdings hat mich otons wunderschönes Bild gerade an einen meiner Lieblingsthreads erinnert:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=28&t=79958&start=0&hilit=Digitalpultverwaltung

    Kann man das irgendwie verlinken; sozusagen als Referenz/ Status Quo 2012?
    Standen dahinter eigentlich noch mal zwei? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Spinnen die bei EAW???

    • billbo
    • 30. Juni 2012 um 14:21

    Ja, kann man. Die Steckverbinder selbst sitzen zurückgesetz unter so Gummiohren und sind damit automatisch auch transportgeschützt.
    Andererseits zählt man beim Pakete konfigurieren die benötigten Linkkabel auch gerne persönlich händisch durch. Ohne sich drauf verlassen zu müssen, dass die, die eigentlich in den 4 er Dollies stecken müssten (die natürlich schon auf dem Lkw sind) auch wirklich da stecken.

    Und "the Ssnake" verbietet sich da oben natürlich von selbst. Diesbezüglich bin/ war ich bei dem zunächst mitgelieferten Kabelzeugs einigermaßen, ehm, irritiert.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Spinnen die bei EAW???

    • billbo
    • 30. Juni 2012 um 11:56

    Zumindest nicht bei RCF. Eine Seite Powercon in/ out, andere Seite XLR und (wer mag) Netzwerk. Bin ich auch froh drum. Standardsteckverbindungen, keine teuren Insel – Sonderlösungen.
    Regenschutz funktioniert eher so nach dem Dachschindelprinzip :D. Sieht ein bisschen gewöhnungsbedürftig aus, wenn das Wasser in Sturzbächen an den Ampmodulen runterläuft; und ich war anfangs auch mehr als skeptisch. Bis jetzt aber nach knapp 3 Jahren gemischtem Kraut und Rüben Betrieb keine Ausfälle.
    Linkkabel sollten zweckmäßiger Weise natürlich lang genug sein, damit sich automatisch eine Abtropfschlaufe ergibt :roll:.

    Seit ein paar Wochen ist auch die mittlere Serie netzwerkfähig. Ich bau gerade 40 33er auf die neuen Eingangsmodule um. Dort ist zum Glück endlich auch der unsägliche Pegelsteller Vergangenheit. Und ja, es ist sehr schick, wenn quasi jedes Chassis einzeln anfahrbar/ überwachbar ist. Hier liegt eindeutig die Zukunft.
    Erstaunlich auch, wie schnell man sich umgewöhnt. Unser 'modernes' Zeugs ist in diesem Sommer viel in größeren Blöcken für irgendwelche Festivals etc. fremdvermietet, sodass die eine oder andere örtliche Krambaustelle aus Geldgier wieder mit dem alten Gedöns abgearbeitet wird. Systemrampacks (aus den Achtzigern, puh!), Harting – Lakas, Auflösungen, Line Delays/Controller, und und und. Alles tonnenschwer und unpraktisch; damit hab’ ich 25 Jahre lang Beschallungen gemacht? Kaum zu glauben. So ähnlich, wie wenn man nach 100 PM5/ M7 Jobs mal wieder 'nen vollausgestatteten XL3 Frontplatz verwalten muss. :shock:. :?:. :idea:: "Staaagehaaands!!!"

    Nichts gegen schwäbische oder braune (oder auch schwarze amerikanische) Kisten. Klingen meist fabelhaft, und ich freue mich immer, wenn die irgendwo hängen – Hauptsache, ich muss das nicht selber machen.
    Aber auch andere Mütter haben schöne Töchter. Und die Zukunft heißt 'aktiv'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Spinnen die bei EAW???

    • billbo
    • 28. Juni 2012 um 00:01

    Zwar ist mir der Herr Rat manchmal einen Tick zu blumig – selbstgefällig – US Amerikanisch, aber er weiß zweifelsfrei was Sache ist; so auch hier.
    Genau um die von Niggles dargestellte Problematik geht es. Dabei braucht man nicht mal die hohen Wattzahlen zu bemühen. Schon eine simple 5 Watt Pappmöhre arbeitet um Längen schlechter, wenn der Klingeldraht zwischen Verstärker und Lautsprecher den möglichen Dämpfungsfaktor von 1:100 mal eben auf 1: 2 reduziert. Die immer höheren Leistungen verschärfen das Problem (durch Kabelerwärmung) lediglich noch.

    Es ist schon einigermaßen absurd, dass wir mittlerweile die längsten analogen Kabelverbindungen (so’n LS Truss - LaKa Baum ist ja schon mal 50m + lang; da wir für ungünstige Fälle planen und so was dann nicht auch noch verlängern wollen gerne auch noch länger – und zwar auch dann, wenn er zu ¾ in der Gitterbox liegen bleibt) an der dafür kritischsten Stelle des Gesamtsystems einsetzen. Genau dort, wo man sie unter allen nur möglichen Aspekten (hohe Leistungen, hohes Gewicht, extreme Niederohmigkeit bei gleichzeitig geforderter bestmöglicher Spannungsanpassung) eigentlich unbedingt vermeiden bzw. so kurz wie möglich halten sollte. Geflogene Ampracks kenne ich in der Praxis auch so gut wie überhaupt nicht bzw. ordne sie eher unter so was wie Verzweiflungslösung ein.
    Das alles ist in etwa so sinnvoll und clever als würden die großen Stromversorger ihr unter tausend Auflagen mühsam erzeugtes Endprodukt als 12V Gleichstrom in die Überlandleitungen einspeisen.

    Zitat

    Dafür braucht man sinnvolle Stromdistos ...

    Jepp! Erfreulicherweise kann man mit 400V Drehstromkabeln sehr unaufgeregt recht hohe Leistungen übertragen. Unter Verwendung von preiswerten, erprobten, mechanisch äußerst belastbaren, Europa - bzw. sogar weltweit standardisierten Leitungen und Steckverbindern. Die man im Elektrohandel um die Ecke bestellen kann, ganz ohne dabei auf irgendwelche sündteuren herstellerspezifischen 'System' Insellösungen angewiesen zu sein.
    Und wenn damit dann ganz nebenbei noch jedes Chassis automatisch immer von der perfekt darauf zugeschnittenen, weder über- noch unterdimensionierten Endstufe versorgt wird... mit 50cm Lautsprecherleitung dazwischen ... und niemand mehr auf die Idee kommt, ob man nicht doch ausnahmsweise mal mithilfe der heimlich gelöteten Y – Stücke die 2 Ohm – Tauglichkeit testen soll, weil das eigentlich benötigte zusätzliche 20.000 Euro Systemrack leider auf eine andere Baustelle disponiert wurde: dann sind wir wieder einen ganz großen Schritt weiter.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Spinnen die bei EAW???

    • billbo
    • 26. Juni 2012 um 11:13

    Ja. Und wenn dann im nächsten Schritt die Racks völlig wegfallen wird die Sache noch mal erheblich einfacher.
    Sorry, musste natürlich sein. :wink:

    Der Weg ist vorgezeichnet. Und andere gehen ihn bereits. Als Casehersteller würde ich mich heute nicht mehr unbedingt auf 19“ Racks spezialisieren wollen...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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