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Beiträge von billbo

  • HK Elements

    • billbo
    • 11. April 2012 um 18:14

    Cooler Link. Der Effekt, der uns am meisten ärgert, wird allerdings noch besser unter 2 - Schallwandform ersichtlich.
    Und nicht vergessen: das, was da je nach Schallwandbreite vorne heraus so krass abfällt, ist nicht etwa weg. Genau die Energie, die vorne fehlt ärgert jetzt unsere Mikros auf der Bühne (und regt natürlich zusätzlich noch überflüssig den Raum an, wird von irgendwo reflektiert und verursacht Interferenzen, usw.. Aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema).

    Fazit: (zu) kleine Lautsprechergehäuse sind für den Transport toll. Und fürs Beschallen Käse.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 11. April 2012 um 16:40
    Zitat

    Wenn ein Säulen-PA gebaut würde, welches deutlich breiter als die verbauten Treiber wäre, dann würden ja diesbezüglich nach Deiner Logic weniger Probleme entstehen, oder? Also irgendwelche 10 4-Zöller in einem 12-Zoll breiten Gehäuse.

    Richtig. Je breiter die Schallwand, um so niedriger die Frequenz, ab der die Schallwellen um sie herum gebeugt werden.
    Deshalb funktionieren die Stängele auch prima, wenn man sie auf eine Wand schraubt. Oder auf eine schöne meterbreite gotische Dom – Säule. Oder auf ein Guckkastenbühnenportal (dann nur bitte möglichst nicht direkt am Rand :roll:). Da gibts ab der BS – Frequenz lediglich ein paar unschöne Welligkeiten wegen Phasenproblemen, sofern das Stängele nicht plan in die Oberfläche eingearbeitet ist. Welche die HiFi/ Hi End Jünger in tiefe Verzweiflung stürzen; was in der eher rustikalen Beschallungspraxis aber verschmerzbar ist. (Um den Effekt abzumildern sitzen die Lautsprecher bei fast allen HiFi Kompaktboxen so 'komisch' asymmetrisch verteilt auf der Schallwand).

    Zitat

    ... und hier fehlt mir definitiv das physikalische Wissen, um das objektiv beurteilen zu können.

    Mir definitiv auch :D. Grob gesagt fangen die Probleme an, sobald die abzustrahlende Wellenlänge größer ist als die halbe Schallwandbreite – dort wechselst Du von Halbraum auf Vollraum. D. h., bei einer 17cm breiten Box darfst Du getrost davon ausgehen, dass sie alles unter 1 kHz nach hinten und zur Seite genau so laut abstrahlt wie nach vorne. Deshalb klingen schmale LAs, kleine Boxen und erst recht dünne Stäbchen so 'dünn'. Und machen Probleme auf der Bühne, da man ja unwillkürlich versucht, den Frequenzgangfehler durch – wie auch immer geartetes – EQing auszugleichen und damit noch mehr zurück zur Bühne schickt.
    Google mal nach 'Bafflestep' – irgendwo gibt’s ne Formel, mit der man ausrechnen kann, was da wo mit welcher Flankensteilheit passiert.
    Aber Vorsicht! Du triffst dabei unweigerlich auf Foren, in denen sich die Diskussionsteilnehmer nach wenigen Beiträgen derart spinnefeind sind, dass danach viele davon nur noch unter 'gelöscht' laufen. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. April 2012 um 13:44

    IDN: einen Verwarnungsgeldbescheid von EUR 10,- wegen Geschwingkeitsüberschreitung von stolzen 8 km/h. Mutterseelenallein auf der Autobahn, bei Annäherung an ein AB – Dreieck, bin ich am 80 – Schild offensichtlich nicht hart genug vom Gas gegangen oder habe den Tempomat eine Viertelsekunde zu spät ausgeschaltet. Oder vielleicht auch nur die schicke Designer – Rundsäulen - Blitzanlage nicht rechtzeitig gesehen...
    Nicht dass die 10 Euro nicht noch irgendwie ins Quartalsbudget zu quetschen wären. Trotzdem erlaube ich mir ausnahmsweise mal, den Sinn dieser verkehrserzieherischen Maßnahme dezent anzuzweifeln.

    Liebe untere Verkehrsaufsichtsbehörde: ICH FAHR' GENAU SO WEITER!!!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 11. April 2012 um 13:29

    "Mein" erstes Stängele PA war 1973/74. Gilt das, oder lauf' ich damit unter 'außer Konkurrenz'?

    Die Teile waren orange, gut 1 ½ m hoch und gut 1/2m breit, und bestückt mit je 4 25W Celestion 12“ Twin Cones. Als 'Gesangssäulen' machten die einen prima Job, allein schon wegen der stattlichen Ausmaße ihrer Schallwand (wovon ich damals natürlich keine Ahnung hatte). Unter bestimmten Voraussetzungen hätte ich auch heute überhaupt kein Problem damit, darüber eine Band abzumischen.
    Blöd war allerdings, wenn sich jemand davor stellte. Dann hörten die hinter ihm mit Glück noch ein bisschen was vom obersten Chassis; der Rest ging buchstäblich in die Hose.
    Deshalb haben in den darauf folgenden Jahrzehnten schlaue Leute Lautsprecheranlagen entwickelt, mit denen das besser funktioniert. Große Lautsprecheranlagen für große Veranstaltungen, die man an Gerüste oder unter die Decke hängen kann. Mittlere Lautsprecheranlagen für mittlere Veranstaltungen, die man so stapeln kann, dass die Chassis für Mitten und Höhen oben sind, und die für Lowmid und Bass darunter. Und kleine Lautsprecher für kleine Veranstaltungen, die man auf Stative stellen kann. All das nur, damit sie auch für die hinteren Reihen hörbar sind – sogar dann, wenn Publikum im Saal ist. Ein durchaus bewährtes Prinzip.

    Kollege Heusler, Du ignorierst schlicht die konstruktionsbedingten Schwächen von (zu) schmalen Lautsprechergehäusen, die es noch dazu aufgrund ihrer Länge und Wandlerverteilung dem Anwender häufig nicht ermöglichen, wenigstens den nach vorne abgestrahlten Schallanteil :roll: sinnvoll in Richtung Ohren des Publikums zu leiten. Du möchtest (?) auch nicht verstehen, dass das in vielen Standard – Beschallungssituationen echte Probleme bereitet (übrigens nicht nur bei Stäbchen, sondern auch bei Small – und Midsize – Linearrays, wenn sie zu nah an der Bühne hängen und man sie zu tief zu trennen versucht). Und Du gehst auch nicht auf die Bedenken der praxiserfahrenen Kollegen ein, die hier von ihren diesbezüglichen Erlebnissen schreiben.
    Damit ist eine weitere Diskussion irgendwie sinnlos.

    Eins möchte ich trotzdem anfügen: sollte es den Konstrukteuren mal gelingen, ihren Stäbchen per Rechenpower und kontrolliertem 'Gegenschall' ein annähernd cardioides Abstrahlverhalten anzuzüchten (bei Bässen und Arrays wie Nexo GeoT oder EAW Slam funktioniert das ja bereits) – dann werden (falls es so was nicht schon gibt :roll:) hier die Karten sicherlich noch mal neu gemischt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 10. April 2012 um 16:55

    Vorsicht! Soviel besser verhalten sich 8“/ 1“ da auch nicht – auch dann nicht, wenn sie richtig Geld kosten.

    Ich toure seit 25 Jahren regelmäßig immer mal wieder mit einem kleinen, aber hochkarätigen Akusticact durch die Lande (kleine Clubs, Kulturstätten, Schulaulen, Theatersäle, usw,) und habe da viele Möglichkeiten, immer mal wieder den einen oder anderen theoretischen Gedankengang in der Praxis auszuprobieren. Da haben wir vor einiger Zeit mal probehalber auf RCF TT08A umgestellt – eine wirklich fein klingende und bei Bedarf auch sehr kräftig Pegel liefernde kleine Aktivbox. Das hat aufgrund der beschriebenen Abstrahlungsprobleme (auch die Dinger sind eben sehr klein) live leider überhaupt nicht zufriedenstellend funktioniert. Inzwischen sind wir (sofern wir uns nicht an die oft sowieso vorhandene Hausinstallation andocken) wieder bei 1 – 2 EV SXA100 pro Seite gelandet...
    Moment – SXA100?? Diese alberne, billige Plastik C- Klasse – Kiste mit gerade mal 150W Endstufenleistung? Ja, genau die. Ist für diesen Zweck laut genug, wiegt nix, ist groß genug, um auch Mitten vernünftig abzustrahlen, und klingt bei moderatem Pegel mindestens mal ordentlich. Und von den 12 Stück, die ich davon seit 10 Jahren regelmäßig im Tourbetrieb habe, war bisher nicht eine einzige defekt. (Mussten allerdings direkt nach Kauf erst mal modifiziert werden – die nervige EV – typische extreme 'Hornkorrektur' gehört gebändigt; und ein aktiver 'Durchschleifausgang', der 6dB mehr Ausgangspegel liefert als er im Eingang bekommt, ist ein absolutes No Go).

    Für die Bedürfnisse des Threadstarters wären solche Kisten vermutlich einfach zu leise. Wenn er wirklich mit nur einer Box pro Seite (plus ggfs. Subunterstützung) auskommen will fährt er mit 2 30 Jahre alten guten 15/3 wahrscheinlich noch am besten. Gibt es so was eigentlich in neu und leicht?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Netzspannung (230V) am Cinch-Ausgang CD-Player

    • billbo
    • 10. April 2012 um 14:29

    Auf jeden Fall lernte man auf diese Weise
    - dass richtiges Messen seine Tücken hat,
    - dass es wichtig ist zu überlegen, was man da eigentlich genau messen will,
    - dass es unerlässlich ist, sich dafür über die theoretischen Hintergründe im Klaren zu sein,
    - dass man gut daran tut, jedes vermeintlich eindeutige Messergebnis auf seine Sinnhaftigkeit zu hinterfragen,
    - und dass der Praktiker häufig mit Schraubenziehergriff und feuchtem Daumen schneller und besser ist :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 10. April 2012 um 13:28

    Sorry, Kollege Heusler, bitte nicht persönlich nehmen: mit solcherlei Rechenspielchen auf Katalogweisheitenbasis zeigst Du mir lediglich, dass Du vom Thema Bühnenlivebeschallungen entweder keinen blassen Schimmer hast, oder um des Recht haben Wollens in dieser Diskussion die damit einhergehenden spezifischen Problematiken schlicht leugnest/ ignorierst/ nicht zur Kenntnis nehmen willst.

    Natürlich kann ich im banalsten aller Beschallungssonderfälle 'Vollplayback/ Konserve' auf elektronischem Wege (fast) nach Belieben die physischen Übertragungsschwächen meiner Schallwandler auszugleichen versuchen. Notfalls kann ich die Dinger sogar rückwärts gegen die Wand richten und so lange frequenzabhängig an der Systemverstärkung rumkorrigieren, bis ich trotzdem noch ein brauchbares Ergebnis erziele.
    Genau das kann ich bei Mikros und Lautsprechern auf engstem Raum aber eben nicht, oder nur in sehr engen Grenzen. Deshalb benutze ich dafür Mikros mit Nierencharakteristik. Und Lautsprecher mit sinnvoll definiertem Abstrahlverhalten über einen möglichst weiten Nutzfrequenzbereich. Die darüber hinaus möglichst so konstruiert sind, dass ich sämtliche Schall abstrahlende Komponenten in der mobilen Alltagspraxis problemlos so positionieren kann, dass sie nicht komplett oder in Teilen bereits vom ersten davor stehenden oder sitzenden Zuhörer für den Rest des Raumes abgeschattet werden.

    Und genau dafür sucht der Threaderöffner eine Lösung. Nicht eine, die unter ganz bestimmten Voraussetzungen ganz toll funktionieren kann. Sondern eine mit der er die Chance hat, unter täglich wechselnden Bedingungen problemlos brauchbare Ergebnisse zu erzielen. :roll:

    Nichts für ungut,
    mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Netzspannung (230V) am Cinch-Ausgang CD-Player

    • billbo
    • 10. April 2012 um 00:11

    Ohm pro Volt :wink:
    Kennwert für den Innenwiderstand von Drehspulspannungsmessgeräten. Multiplizierst Du mit dem Endwert des gewählten Messbereiches und weißt damit, wie hoch Dein Messgerät das Messobjekt belastet (und das Messergebnis damit ggfs. verfälscht).
    War wichtig zu Zeiten hochohmiger Schaltungen und niederohmiger Messtechnik. Sozusagen die (ungewollte) Duspol - Lastzuschaltung im Kleinformat.
    Wenn in alten Schaltbildern Spannungen angegeben sind, dann immer auch mit welchem Ri/ Volt sie ermittelt wurden.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 9. April 2012 um 23:12
    Zitat

    ... mir fällt das regelmäßig in der Praxis auf...

    Ist aber auch in der Theorie ganz logisch. Jede geschlossene Lautsprecherbox arbeitet im Freifeld oberhalb der Baffle Step Frequenz ihrer Schallwand sozusagen im durch ihre eigenen Maße definierten Halbraum. Und wird darunter zum Kugelstrahler. Auf gut Deutsch: die "Low" Mids, die bei Kleinstboxen vorne fehlen, machen hinten Ärger.

    Zitat

    ... Bereich von 100 bis 200 Hz weggelassen ..

    Bei so ganz extrem dünnen Stängelchen bewegen wir uns da u. U. sogar noch im kHz – Bereich! Da musst Du also schon ganz schön viel 'weglassen'...

    Gewagte These: in dem Maße, in dem über die Jahre Lautsprecheranlagen kleiner und mickriger werden, wird die mögliche Eckfrequenz gängiger Livemischpult – Kanal - Lowcuts höher. Früher reichte da mal ein schaltbarer 100Hz "Rumpelfilter" :roll:.
    Was das wohl für die Qualität/ Originalität von live verstärkten Schallereignissen bedeutet mag jeder für sich selbst entscheiden.


    Zitat

    Meiner Meinung nach kein Problem. Das Bose Tonematch komprimiert auch in jedem Preset. Ein einzelner Gesang bei gemäßigtem Pegel macht mit solchen Säulen echt kein Problem.

    Das kommt selbstverständlich ganz darauf an, wie laut der Sänger ins wie nah stehende Mikro singt und wie weit man ihn mit wie viel Grundtonanteil wie laut hören soll. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 7. April 2012 um 18:31
    Zitat

    erneut: Meißt haben die Dinger nur Vorteile.

    :roll:

    Zitat

    Low Mid Pegel fällt schneller ab, als der Rest. Das kann bei vielen Musikrichtungen aber relativ unbedeutend sein

    Jep. Die Einen nennen das Ergebnis dann durchsichtig, die Anderen drucklos :wink:

    Zitat

    Deswegen haben z.B, Naturmusiker ab einem gewünschten Zielpegel so Ihre Not damit.

    ... und auch der Einsatz von z. B. Kompessoren auf Gesangsmikros verbietet sich damit quasi von selbst. Obwohl man sich gerade den bei dem dünnen Geplärre dann besonders wünscht.

    Noch mal: es gibt unzweifelhaft sinnvolle Anwendungen für Kleinschallzeilen. Dazu gehört explizit nicht der mobile Livebetrieb unter nicht vorhersehbaren Bedingungen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 7. April 2012 um 17:46

    Mögt Ihr mir zugestehen, dass ich in den letzten 40 Jahren mit so ziemlich jeder denkbaren Beschallungssituation konkrete praktische Erfahrungen gesammelt habe? :wink:

    Zitat

    Immer unter Berücksichtigung des Anwendungszwecks für Spike_Mirror.

    Eben. Der möchte Livemusik unter wechselnden beengten räumlichen Bedingungen übertragen. Incl. hoher Wahrscheinlichkeit, dabei täglich auf neue, unvorhersehbare akustische Problemstellungen zu treffen. Kleine Bühnen, niedrige Decken, unkonventionelle Raummaße, nicht kalkulierbare Schallwandlerpositionen, unerwartete Forderungen seitens des Lokalbetreibers, ...

    Um dem alltagsgerecht begegnen zu können braucht er
    - 2, besser mehrere gute Kurbelstative, die ihm ermöglichen
    - 2, besser mehrere möglichst leichte Fullrangeboxen mit möglichst definiertem vertikalen und horizontalen Abstrahlverhalten je nach Bedarf so hoch wie eben möglich über den Köpfen der Zuhörer in Richtung der jeweils als zu beschallende Zonen definierten Bereiche schnell und unaufwendig aufzubauen.
    - Dazu ein paar T – Gabeln und Schwenkneiger, um möglichst variabel zu sein.
    - Und wenn’s noch ein bisschen Blubb machen soll 1 oder 2 möglichst tief getrennte Subs dazu (die in solchen Situationen sowieso da stehen müssen, wo gerade Platz ist).

    Zitat

    Aber ohne diese theoretischen "Vor- oder Nachteile" auch selbst gehört zu haben, bleiben sie eben was sie sind.

    Richtig. Unter solchen Voraussetzungen an so was wie "Verzerrungsarmut im Präsenzbereich" oder "absolut gleichmäßigen Klangeindruck für alle Zuhörer" auch nur zu denken erübrigt sich dem Praktiker von selbst. Denn genau das

    Zitat

    Einzig bei Nahfeldbeschallung <6m und Räumen die weniger als 2.5m hoch sind greife ich auf "normale" 10" oder 12" Tops zurück.

    sind die Einsätze, mit denen es der Threadstarter täglich zu tun bekommen wird.

    Zitat

    völlig daneben jedoch die frühe Produktiv/Cordier Variante mit 1-2 Martinbin-Copien und einer einsamen 4560 darauf + 1 x Horn/Treiberkombi. :wink:

    Na ja, zum Glück hat der C.C. das ja wohl noch so gerade rechtzeitig gemerkt. Und sich reumütig aufs S4 stapeln ( :idea: Schallzeile :!:) verlegt. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 7. April 2012 um 13:16

    Richtig Es gibt durchaus sinnvolle Anwendungen für Schallzeilen. Als Portallautsprecher von Guckkastenbühnen z. B. geben sie, nicht nur unter Kosten/ Nutzenaspekten, theoretisch und auch praktisch seit vielen Jahrzehnten ein bestes Bild ab.
    Als portable Universalproblemlöser - Topteile sind sie dagegen zwar gerade modisch, aber ziemlich ungeeignet. Es sei denn, man baute sie mindestens 1½ bis 2 Meter breit :roll:.

    Ich vergleiche das ein wenig mit der wohl berühmtesten aller JBL - Boxen, Typ 4560. Die war ursprünglich als Lautsprechergehäuse in einer ziemlich riesengroßen Kinoschallwandkonstruktion konzipiert und funktionierte dort tadellos. Verkauft wurde sie später (für den 'universellen' Betrieb) an Laien in Riesenmengen ohne diese Schallwand - völlig ungeachtet der Tatsache, dass sie einsam und allein als Bassbox eigentlich ein schlechter Witz war.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Der vernachlässigte Bass - interessanter Artikel

    • billbo
    • 7. April 2012 um 12:53

    Das Paradebeispiel für Realsatire auf diesem Gebiet dürfte der damals neue Plenarsaal des Bundestages in Bonn gewesen sein: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682080.html
    Da wurde ein millionenteurer Stararchitektenentwurf für DAS Vorzeigegebäude ausgeschrieben, dessen Sinn und Zweck es sein sollte, darin mit möglichst hoher Sprachverständlichkeit debattieren zu können. Und die Crème de la Crème der deutschen Ela – Akustiker durfte sich anschließend jahrelang (im Prinzip bis zum Umzug nach Berlin) damit beschäftigen, die hoch dotierte katastrophale Fehlleistung des Stararchitekten wenigstens notdürftig auszubügeln.

    Dass es auch anders geht zeigt ganz unspektakulär so manch eine der oben schon mal erwähnten Waldorfschulaulen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK Elements

    • billbo
    • 6. April 2012 um 23:12
    Zitat

    Welche Nachteile gibt es denn mit diesen Kirchen-Säulen?

    Das kommt ganz darauf an, was wer unter Beschallung versteht. :wink:

    Eine wichtige Eigenschaft jeder Schallwand ist, dass sie unterhalb einer bestimmten Frequenz zum Rundstrahler mutiert; je kleiner (bzw. schmaler) die Box, um so höher diese Frequenz (google mal nach Baffle Step).
    Bei elektronischem Programmmaterial (Playback, Radio, Sampler, DJ, ...) ist der Effekt vordergründig erst mal egal. Schraubt man die 'Kirchensäule', wie in Kirchen und Stadthallen üblich, direkt an die Wand, ebenfalls.
    Die meisten von uns werden unter 'Beschallung' aber eine Situation verstehen, bei der seitlich hinter einer Lautsprecherlinie (also im einfachsten Fall PA L/R) Mikrofone auf einer Bühne stehen, deren Signale es zu übertragen gilt. Und da ist es natürlich ganz und gar nicht egal, wenn die nicht weit entfernt stehende Box genau so viel Schalldruck zurück Richtung Mikro schickt wie Richtung Publikum. Deshalb sind diese Stäbchen unter Livebedingungen sehr problematisch; schon kleine und mittlere 'richtige' Linearrays bereiten da im Low Mid Bereich oft ungeahnte Probleme.
    Da die Dinger aber gerade Mode sind und LS Hersteller gern auch hin und wieder was neues verkaufen wollen, schreiben sie davon vorsichtshalber mal nicht groß was in die Spec Sheets (wer liest schon Richtdiagramme?). Das darf der Anwender (nach dem Kauf!) schön selbst rausfinden :D.

    Sofern der Anwender jedoch lediglich irgendwelchen DJ Kram abnudeln möchte ist das alles natürlich sowieso wurscht...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Der vernachlässigte Bass - interessanter Artikel

    • billbo
    • 6. April 2012 um 19:11
    Zitat

    Der Vorteil einer passiven Lösung zeigt sich in dem Beispiel: sie braucht keinen Strom, kann schön aussehen und die Wartung beschränkt sich auf das Entstauben

    . ... sowie die sorgfältige Archivierung und Pflege der Bauunterlagen. Q. e. d. :D
    Klar macht so eine stationäre Lösung Sinn; noch viel besser wäre es fraglos, wenn die Raumgeometrie von vorn herein (auch) nach akustischen Gesichtspunkten gestaltet würde.

    Trotzdem: der Gedanke "hier Jungs, schiebt mal die Entdröhner da hinten in die Ecken und schaltet auf Auto" hat schon was. (Nein, ich glaube nicht, dass es ganz so einfach wird).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Line6 und Wireless LAN - Welche Erfahrungen? Lösungen?

    • billbo
    • 6. April 2012 um 14:20

    Ja, unglaublich aber wahr: die Frage "wie is’n hier das Kennwort?" hat das jahrzehntelang übliche "gibt’s schon irgendwo 'n Kaffee?" als erste morgendliche Lautäußerung einer jeden Tourfraktion vollständig abgelöst.
    Man muss Prioritäten setzen. Was, W-Lan geht nicht :shock: ? Gib dem blöden Sänger 'n Kabel!!!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Der vernachlässigte Bass - interessanter Artikel

    • billbo
    • 6. April 2012 um 13:12

    Ja, irgendwie befürchte ich so was :? :lol:

  • Der vernachlässigte Bass - interessanter Artikel

    • billbo
    • 6. April 2012 um 12:47

    (Verhältnismäßig) neu ist eben auch die Möglichkeit, in quasi Echtzeit (bezogen auf die relative Trägheit der Raumresonanzen) vergleichen und ausrechnen zu können, was das Korrekturelement genau tun muss, um das akustische Ergebnis dem (NF Signal-) Soll möglichst nahe zu bringen. Deshalb finde ich die Idee ebenfalls sehr verfolgenswert.
    Die Krux wird, wie bei jeder Messung :D, u. a. natürlich in der Position des Messmikros liegen. Wo genau finde ich bei dem Gedankenmodell das 'gültige' Hallenakustiksignal?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Line6 und Wireless LAN - Welche Erfahrungen? Lösungen?

    • billbo
    • 6. April 2012 um 12:24

    Denjenigen, die gedanklich mit einem W-Lan Verbot während einer laufenden Veranstaltung liebäugeln, gebe ich zu bedenken: versucht das mal in der heutigen Zeit auf einem x – beliebigen Feld, Wald und Wiesenfestival mit diversen beteiligten Tourfraktionen durchzusetzen.
    Damit schafft Ihr’s todsicher in die B...zeitung! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Der vernachlässigte Bass - interessanter Artikel

    • billbo
    • 5. April 2012 um 00:32

    Wenn Du mal ganz nüchtern überlegst: wie hoch ist der Prozentsatz an Indoorveranstaltungen, bei denen die Raumakustikprobleme im Bassbereich nicht um Größenordnungen schlimmer sind als selbst die allerschlimmste Bassbox?
    Noch gemeiner gefragt: angenommen Du müsstest entscheiden, ob Du den Differenzbetrag zwischen einer 08/15 - Durchschnittslautsprecheranlage und einem entsprechenden Höchstpreis - Szeneprodukt in eben dieses Höchstpreisprodukt oder in Maßnahmen zur Raumakustikverbesserung investieren sollst - womit glaubst Du am Ende das bessere Gesamtergebnis zu erreichen? Also, Klartext: 50 Mille Zusatzbudget für das hippere Label oder 50 Mille Zusatzbudget für die geeignet dimensionierten Absorber?

    Vorsicht! Auf dem Absorbermaterial haften die Blechdeckel mit den coolen Buchstaben drauf so schlecht :wink:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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