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Beiträge von billbo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 25. Oktober 2011 um 21:23

    Na warte! Wenn das der Guma liest!

    Schlimmer als Diven sind für mich die, die behaupten "alles überhaupt kein Problem; ich komm sowieso klar" und dann anschließend kläglichen Murks abliefern; lag dann an der fehlenden Pultbeleuchtung. Oder aber der Örtliche der mir wortreich erklärt, dass und warum gerade SEIN Liebling die ultimativ beste Lösung für sein Festival ist – und bei der ersten konkreten Nachfrage nach einer bestimmten Änderungen ein ¾ Stunde lang hilflos in Setup – Submenüs herumrührt bevor er schließlich zugibt, dass er’s auch nicht besser weiß als ich.

    Der Verkehrspilot fliegt EIN Baumuster – nämlich das, wofür er gerade eine gültige Lizenz besitzt. Will er wechseln, muss er in einen (Auffrischungs-) Lehrgang. Übertrag das mal auf tourende Tonler.

    Ich habe gerade wieder mal so 'ne Rutsche hinter mir. Knapp 30 Tage, 20 Shows, 10 Länder. Z. T. per Flieger; das meiste im Bus. Alles dabei: Vi4/ 6; Si4, alle Yammis, Digico, Digidesign, div. Analogzeugs von okay bis Schrott. Einzelgigs und Festivals. Da gibt es genau 2 Möglichkeiten: entweder ich kenne das Vor Ort – Teil (zufällig); dann gibt’s nach Load In/ Aufbau/ Mikrofonierung/ Crew Check nette Tagesfreizeit mit Stadtspaziergang und lecker Abendessen, und anschließend 'ne entspannte Show. Oder aber nicht (und der Babysitter auch nicht wirklich); dann gibt’s Krampf und kalte Pizza im Stehen, damit die Show am Ende wenigstens einigermaßen regulär über die Bühne gehen kann.

    Man (ich) kann nicht alle Pultkonzepte kennen. Aber ich esse gerne und gehe gerne spazieren. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digitalpult-Verwaltung im Festivalbetrieb

    • billbo
    • 25. Oktober 2011 um 15:49

    Weil’s für mich gerade das vermutlich letzte Festival dieses Jahres war (ein etwas kleineres in Belgien) und weil es so schön ist, das hier nachzutragen:

    Im letzten (oder vorletzten?) Jahr gab es dort noch zur Auswahl
    - 1x Digico SD8 (wollte keiner)
    - 1x Midas Verona (für die Digitalverweigerer, wollte aber natürlich auch keiner)
    und in der Folge viel Gemecker/ endlose Diskussionen/ schicke Changeover – Überziehungszeiten (mit natürlich wieder Diskussionen)/ katastrophale Fehlstartsounds.

    In diesem Jahr stand dort wieder ein klassischer H3000 – Platz. Und alles lief vollkommen stressfrei und geschmeidig.

    Da haben die Verwalter noch ne Menge zu tun, bis die Sache mittels Nullen und Einsen mal ähnlich rund läuft.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Bitte Kaufempfehlung - Kleinmixer Yamaha, Mackie,oder was?

    • billbo
    • 25. Oktober 2011 um 15:08
    Zitat

    ... "Semi-Profi" Bands … Forderungen ...

    Jo. Je semi die Profis, desto kühner die Forderungen. So z. B. nach 'klingenden' Pulten... :roll:

    Persönlich möchte ich mit so was überhaupt nie mehr eine Band mischen müssen, in keinem Umfeld. Vierfach – Parametrik und vor allem durchstimmbare Lowcuts sollten dafür heute selbstverständliche Grundvoraussetzungen sein.
    Wenn das aber jemand von mir will und tatsächlich Gage zu zahlen bereit ist mache ich das trotzdem – völlig wurst, was da steht. Genau deswegen bin ich ja Profi.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Livemitschnitte

    • billbo
    • 12. Oktober 2011 um 22:53

    @ Teddytaste: keine Sorge, spielt. Ziel ist 'ohne Nearfills', probier mal.

    Dir ist aber schon klar, dass Du die gesamte (deutsche :roll: ) Livemischoberliga düpierst?
    Yamaha klingt nicht.
    M7 ist indiskutabel.
    Yammieffekte sind schäbiges Teufelswerk.

    Weiß doch jeder.

    Gruß von zwei stressigen Day Offs an der Costa Brava (Luft 29 Grad, Wasser 23 Grad).
    Wir geben hier wirklich ALLES!

    BillBo

  • Bässe gleichmäßiger abstrahlen lassen - Wie?

    • billbo
    • 28. September 2011 um 10:48
    Zitat

    Für mich hört sich das eher danach an das hier ein Kammfiltereffekt Grundlage des Problems ist.

    Oha.
    Bündelung und Kammfiltereffekt sind bei Arrays grundsätzlich dasselbe – nur eben aus unterschiedlicher Perspektive. Sowohl das Problem als auch die Lösung. Es bündelt immer genau deshalb, weil es sich außerhalb der Achse mehr oder weniger auslöscht. Das sollte, als kleinstes denkbares Array - 1x1, aber inzwischen doch jedem, der Lautsprecher aufbaut, irgendwie klar sein. Sogar ohne bunte Laptopbildchen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Halloween 2011 kein Tanz!

    • billbo
    • 20. September 2011 um 21:04

    Halloween nicht. Helloween schon. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gravis 12

    • billbo
    • 17. September 2011 um 16:10

    Für den 'kommerziellen User' mit ein bisschen technischem Sachverstand dürfte das Ganze (nicht das Zusatzweichenangebot als solches) doch in jeder Hinsicht eine Farce sein. Oder meinst Du damit vielleicht den treudoofen Amtlichbuchstabensuppenkäufer mit eigener Unternehmensgruppe, dem man für Papis Kohle alles, wirklich alles verkaufen kann, wenn nur das richtige Label drauf pappt?
    Dafür finde ich den aufgerufenen empfohlenen VK ehrlich gesagt ein wenig unentschlossen. Da gehen andere Branchen (Handtäschchen/ Edelchronometer/ Klingeltöne/ Sportauspüffe) aber mit ganz anderen Gewinnspannen zur Sache.

    Zitat

    Vielleicht die Original-Weiche zumindest aufbewahren?

    Nix da. Ab zu E-Dingsbums.
    "Anschauen! Gelegenheit!! Original Frequenzmanagementsysteme aus professionellem High End – Bühnenhochleistungslautsprecherkonvolut!!! Leider kenne ich mich nicht aus, aber Kenner werden schon wissen, was das genau für Teile sind!!!!"
    (Achtung: Privatverkauf ohne Rücknahme und Garantie)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gravis 12

    • billbo
    • 16. September 2011 um 10:50
    Zitat

    wo welcher Preisklasse liegt denn die Gravis?

    Bis sie funktioniert, im Set incl. 4 Kanal Zwangssystemamping schlanke 5 – 6 kEUR; wenn Du nur 2 einzelne brauchst musst Du halt dementsprechend noch ein Tickchen draufrechnen.
    Peanuts. In verwandten, ähnlich labelgläubigen High End Szenen gibt man ein Vielfaches davon für Kabel mit linksdrehender Reinkupferlegierung aus.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • kann InEar-Mix einen Monitormann ersetzen?

    • billbo
    • 15. September 2011 um 22:28

    :D Das richtete sich weniger gegen iPad und W-Lan als gegen den Gedanken '2 Mann an einem Pult'.
    In meinem Pult wurstelt keiner rum. Nicht abwechselnd, und auch nicht auf irgendeiner versteckten Subebene :!:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gravis 12

    • billbo
    • 15. September 2011 um 22:19
    Zitat

    Das würde ich als Zwang sehen, ...

    Richtig. Ich auch. Deshalb beziehe ich solcherlei Geschäftspolitik in meine Investitionsentscheidungen auch zwingend :D mit ein. Und mein Geld wandert woanders hin.

    Die ewige DryHire/ Zumietargumentation kann ich nur schwer nachvollziehen. Wenn ich ein komplettes System/ ein spezielles Pult/ ein exotisches Sonderteil benötige geht das noch an; dann kaufe ich das (möglichst als Komplettdienstleistung incl. Transport und Personal) halt zu, wenn es sich denn rechnet. Aber zwei mal zig Kilometer durch die Gegend zu orgeln um sich 2 oder 4 fehlende Standardböxlein zuzumieten (weil die so teuer sind, dass man niemals genug davon im Lager haben wird) rechnet sich kaufmännisch in den seltensten Fällen; da ist der organisatorische Zusatzaufwand schnell höher als der zu erwartende Gewinn. Diesbezüglich gibt es so manchen Verdrängungskünstler am Markt: koste es was es wolle; Hauptsache ICH hab den Job.

    Aber bitte, gern, mach mal.
    Wenigstens ein paar freie Wochenenden im Jahr sind auch ganz schön. Und vor allem: unbezahlbar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • passiv getrennt, aktiv entzerrt - falsch gemacht

    • billbo
    • 15. September 2011 um 21:29

    Und das ist der Punkt. Ernst zu nehmende Wedges waren schon vor 30 Jahren 'biamped'. Damals wog die extra Hornendstufe 25 Kilo, plus BSS – Weiche, Rackspace und Verkabelung. Heute wiegt so was in einer Aktivbox 200 Gramm und kostet in der Herstellung weniger als früher die Kabel.
    Und da kommt ein, hüstel, "Premiumprodukt" mit 2 Spülchen und 2 Kondensatörchen und einem Supidupi – Exklusiv – Prozessorsetup daher? Das ist lächerlich. Dann will ich auch die 24V – Soffitte zurück.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • kann InEar-Mix einen Monitormann ersetzen?

    • billbo
    • 15. September 2011 um 21:13
    Zitat

    Dass der FoH-Sound darunter leidet zweifel ich an, ...

    Nach meinen Erfahrungen leidet er indirekt doch. Ich bin nicht mehr völlig frei in meinen Entscheidungen, weil ich als technisch denkender Mensch immer im Hinterkopf habe 'was bedeutet diese oder jene Änderung jetzt für die Balance auf der Bühne?' Wobei mir das bei DER Aufgabenstellung eigentlich wohl schon eher wieder wurscht wäre... :D.

    Zitat

    Bei einer Band dieser Größe kanns doch nicht am Finanziellen für eine Person mehr liegen, oder?

    Falsch gedacht. Je mehr gagenfressende Musiker, um so weniger Geld bleibt übrig für’s Gesinde.

    Die Gesamtkosten für eine mitreisende Person sind nicht zu unterschätzen. Das sind halt nicht nur die 200 oder 250 Euro Nominalgage, sondern auch Offdays/ Reisetage (50%), Catering, das Nightlinerbett, Hotel, Flüge, sonstige An – und Abreisekosten; da kommt so einiges zusammen. Ich habe das mal für eine Truppe, für die ich regelmäßig als Monitorer unterwegs bin, und die u. a. häufig Festivals per Flugreise bedient, über ein Jahr zusammengerechnet: das ergab im Schnitt pro Show eine Summe sehr deutlich jenseits der 500 – Euro – Marke. Das waren mal tausend D – Mark! Das muss eine Band (keine Topstars) für ein bisschen mehr Wohlgefühl auf der Bühne denn auch erst mal ausgeben wollen.

    Zitat

    Der Monitormann könnte auch mit iPad/Notebook und WLAN ...

    Um Himmels Willen! Nur über meine Leiche! So was ähnliches hat man mir mal für einen Gig in Peking (ausgerechnet... :roll: ) allen Ernstes vorgeschlagen: es gäbe zwar einen örtlichen Monitormann, aber leider (PM5) kein 2. Pult; da müssten wir uns eben abwechseln beim Arbeiten. Den darauf folgenden Emailwechsel habe ich mir im Anschluss abgespeichert :lol: .
    Es gab dann doch ein zweites Pult :D . Was an dem Abend trotzdem nichts genützt hat :roll: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gravis 12

    • billbo
    • 15. September 2011 um 10:27
    Zitat

    ... die Kunden kaufen sie wie nahezu erzwungen ...

    Ein Lieferant, der mich zu etwas zwingen wollte, hätte ziemlich schnell ein Problem.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wer "verdient" einen Monitormann ?

    • billbo
    • 15. September 2011 um 10:18

    "Konkret aus der Praxis": in der 'kleinen Profitourwelt' (Läden so ab 500er Kapazität aufwärts) ist Monitorplatz generell Pflicht, weil i. d. R. sowieso vorhanden. Es sei denn die Vorverkäufe sind so mies, dass die Band niemanden dafür mitbringen kann/ will und ein örtlicher Mann aus Kostengründen ebenfalls abgewählt wird.

    Der eigene FOHler statt des eigenen Monitorers ist deshalb Standard weil auch blöde und verwöhnte Bands wissen, dass sie von der gelungenen Präsentation nach außen leben und weniger vom eigenen Wohlfühlfaktor.

    Aus der Covertruppen – Szene kenne ich eine ganze Reihe von Profikapellen, die das Problem mit eigenem Material und aus eigener Kraft lösen. Eigenes Mikro-/ Kabel-/ Bühnenverteilungssystem inclusive typischem LS9 + In Ear – Rack und 32er Peitsche zur örtlichen Stagebox. Jeder Akteur übernimmt beim Aufbau ganz bestimmte Aufgaben; sind alle gut eingespielt geht das reibungslos und blitzschnell. Und bei 100 oder 150 Gigs im Jahr rechnet sich das auch ziemlich bald. Mal ganz davon abgesehen, dass man nach einiger Zeit ganz einfach keine Lust mehr dazu hat, jeden Abend aufs neue die (manchmal am Ende völlig zwecklose :roll: ) Kommunikation mit örtlichen Monitor'technikern' unterschiedlichster Qualifikation zu suchen.

    Es bleibt aber dabei: wenn Anspruch und Investitionsbereitschaft auf Seiten der Künstler all zu sehr divergieren reicht’s halt häufig nur zu allseits unbefriedigenden Notlösungen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festinstallation Sportplatz Musiktaugliche ELA

    • billbo
    • 13. September 2011 um 23:04

    Warum? An der Erdkrümmung wird’s noch nicht gelegen haben.
    Lautsprecher hängen hoch, damit sich möglichst wenige Hindernisse zwischen LS und Ohren befinden können. Beim Prinzip – Testaufbau ohne Publikum ist es auf 70m Entfernung völlig wurscht, ob das Ding in 1m oder 10m Höhe hängt.
    Richtige Hochleistungs – Druckkammertröten befinden sich außerdem auch aus Sicherheitsgründen weit oberhalb des Publikums. Die machen auf 1m teilweise Peakpegel im 150dB – Bereich; wer da im falschen Moment vor stünde hätte sofort einen akuten Hörschaden.

    Jungs, die Beschallung von ein paar Hektar Sportfreigelände ist was für Erwachsene. Vergesst getrost alles, was Ihr an Höreindruck und Performance aus Partykeller/ Schuldisco/ Clubkonzert o. ä. im Hinterkopf habt. Schall lässt sich breitbandig nicht zufriedenstellend über Entfernungen im dreistelligen Meterbereich durch Wind und Wetter übertragen. Selbst im Sprachbereich zwischen etwa 500Hz und 4 kHz klappt das nur unvollkommen; und das auch nur mit sehr speziellen Werkzeugen.
    Ganz und gar nicht kann das aber mit all dem klappen, was Ihr an hübschen Spielwaren aus dem Musikalien – und DJ - Zubehörkaufhaus kennt. Egal wie bunt die Internetseiten und wie blumig die Herstellerbeschreibungen: das sind allesamt Nahkampfwaffen. Mal bessere, mal schlechtere, keine Frage. Aber selbst die beste Hightech - Zwille ist vollkommen nutzlos, wenn man eine Kanone braucht.

    Musiktauglich, was ist das? Klar, ein bisschen Bumm Bumm geht immer. Nehmen wir an, ich träume da von 100Hz bis 10 kHz +/- 6 oder 10 dB; Schalldruck halbwegs gleichmäßig im Bereich von 80 bis 90 dB (irgendwo dort liegt auch das sich 'normal laut’ amüsierende Publikum). Klirrfaktor etc. lassen wir außen vor. Was brauche ich auf welche Entfernung?
    1 – 2m: Nahfeldabhöre.
    5 – 10m: Papas gute Stereoanlage.
    15 – 20m: durchschnittliche Direktstrahler – PA.
    30 – 40m: Hochleistungs – Hornstack. Und gutes Wetter.
    50 – 100m: 2x 18 V – DOSC. Und einen Exklusivvertrag mit Petrus.
    Noch weiter? Eine neue Physik. In Luft, wie wir sie kennen, nicht machbar.

    Machbar ist so was dezentral; natürlich incl. all dem damit verbundenen organisatorischen, technischen und baulichen Aufwand. Für 2000 Euro gibt’s da vielleicht schon mal den KVA für die Erdaushubarbeiten. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festinstallation Sportplatz Musiktaugliche ELA

    • billbo
    • 13. September 2011 um 09:27

    Die wahre Musik in dieser Spielklasse ist das Knirschen des Ascheplatzes unter den Stollen der Athleten. Und da mach’ ich mir bei der zuletzt vorgeschlagenen, von profundem Verständnis für die akustische Problematik zeugenden Lösung überhaupt keine Sorgen drum.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gravis 12

    • billbo
    • 12. September 2011 um 21:33
    Zitat

    ich finde es legitim, wenn ein Zusatztool angeboten wird; ...

    Natürlich ist das legitim. Und es wirft darüber hinaus ein bezeichnendes Licht auf blinde Markenhörigkeit und Wertigkeitsgeschwafel in unserer Branche.

    Zitat

    Die eigentliche Frage sollte ja sein, ist diese Kiste für sich selbst gesehen so gut das es eine Notwendigkeit gibt, ...

    Die einen sagen so, die anderen so. Es geht das Gerücht, dass es sich um einen geschreinerten Holzkasten mit zwei Lautsprecherchassis drin handelt... :o

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wer "verdient" einen Monitormann ?

    • billbo
    • 12. September 2011 um 16:38

    Na ja, der 'experienced/ competent/ qualified/ english speaking monitor engineer' ist, seit er seit 25 Jahren auf wirklich jede Bühnenanweisung kopiert wird, für den Eingeweihten auch nur ein Synonym für 'wir können/ wollen uns keinen eigenen leisten, also leben wir notgedrungen eh mit dem, der zufällig gerade Zeit hat'. Ich kenne jedenfalls keinen Veranstalter, der deshalb Sorgenfalten im Gesicht bekäme. 'Kompetenz' ist begrifflich dehnbar.
    Sorgt immerhin für allabendlichen Gesprächsstoff im Tourbus. "Mein Gott, das war vielleicht wieder ein kompletter Vollidiot heute; wo haben sie den bloß ausgegraben?!“ - und schon ist der Grundstein für angeregte Fachdiskussionen gelegt. Und auf jeden Fall schon mal klar, warum die Show wieder mal gepflegt versemmelt worden ist. It's a long way to the top.

    Viele Bands der mittleren Preislage lösen das über eine qualifizierte Backlinecrew, die beim Linecheck präzise Ansagen machen kann. So merkt man ganz schnell, ob der 'Engineer' was drauf hat. Falls ja – prima, lässt man ihn machen. Falls nein - gibt’s notfalls nach dem Changeover erst mal Berührungsverbot für's Pult; Änderungen nur nach ausdrücklicher Ansage.

    Fazit: nur wer bereit ist, für sein Personal selbst zu sorgen, ist einigermaßen auf der sicheren Seite.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wer "verdient" einen Monitormann ?

    • billbo
    • 11. September 2011 um 22:38

    Der Komfortfaktor macht sich am eindringlichsten dann bemerkbar, wenn 10 Sekunden nach Showstart 12 von 12 Musikern gleichzeitig alles völlig anders auf ihrem Mix haben wollen, als sie es beim Soundcheck (sofern es den gab) noch für ideal befunden haben. Und genau dann zeigt sich auch, ob da ein Monitorer am Pult steht oder ein Statist.
    Ob sich Dein Chefmucker wohl fühlt, solltest Du auf der Bühne seinem Lächeln entnehmen können. Es gibt zwei verschiedene: das eine bedeutet 'alles prima'. Das andere bedeutet 'Du bist entlassen'.

    Aber selbstverständlich gibt’s neben der räumlichen Nähe auch echte technische Unterschiede. Was ich in Sachen Gain/ Kanal – EQ/ Gating/ Kompressor/ Lowcut/ usw. aus bestimmten Gründen in einer bestimmten Beschallungssituation am FOH – Pult machen muss kann und wird oft nicht das Geringste mit dem zu tun haben, was sich der Künstler auf seinem Ohr, in seinen Wedges oder im freien Bereich zwischen den Sidefills wünscht. Die selben Knöpfe können eben genau nicht zwei unterschiedliche Sachen gleichzeitig. Natürlich gibt’s da Notlösungen; wie per Y die wichtigsten Kanäle doppeln oder die berühmte 2. Kanalebene im LS9. Aber das sind dann eben Notlösungen; mit gut hat das nichts mehr zu tun. Am Ende ist’s weder vorne wirklich überzeugend (weil ich bei jeder Aktion bedenken muss, was das für die Bühne bedeutet) noch auf der Bühne (weil’s dort mit jeder kleinen Änderung einen Schritt mehr Richtung Zufall geht).

    Und deshalb gibt’s für Ansprüche jenseits von Kneipe oder Bierzelt eben 'Monitorworld'.

    (Klauston war schneller. Aber jetzt habe ich mir so viel Mühe gegeben... )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wer "verdient" einen Monitormann ?

    • billbo
    • 11. September 2011 um 20:39

    Sorry, falsch zitiert. "Azubibereuungslösung" ist aber noch viel schöner...

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