Und was genau hat dich der Überzeugung nahe gebracht, dass sie es mit einem 200.000 Euro teuren Surface besser hinbekommen hätten? Oder von mir aus auch mit der CL5 oder dem alten Analogschiff...
Überhaupt nichts. Sie haben's mit dem Tablet absolut nicht gebacken bekommen, nicht mehr und nicht weniger. Über die Qualifikation der beiden Kandidaten weiß ich ansonsten nichts zu berichten, außer dass der Club- Haustech anschließend für 'meine' Band hinterm Monitorpult stand und diese sich danach nicht beklagt hat.
Über die sonstigen Umstände dagegen schon: beide Beschallungsanlagen waren anständig ausgeführt und dimensioniert, auf dem Festival war der Sound bei allen anderen Bands in Ordnung, und in beiden Fällen hätte ich persönlich überhaupt kein Problem damit gehabt, 'meine' Band(s) auch über ein X- oder M32 abzumischen, wenn ich's denn in physischer Form am FOH vorgefunden hätte.
Darüber hinaus erheben die beiden zufällig in ganz kurzem Abstand erlebten Ereignisse selbstverständlich auch keinerlei Anspruch auf statistische Relevanz oder so was; bei mir sorgen sie (bislang) lediglich für ein nachdrückliches 'Aha'- Erlebnis. Ein weitergehendes Urteil darüber, ob und in wie weit 'Tabletmixing' und Selbstüberschätzung geeignet sind, in unheilvoller Kombination miteinander die zukünftige Konzertsoundwelt qualitativ nachhaltig umzugestalten, werde ich mir frühestens nach weiteren Feldbeobachtungen erlauben.
(Nebenbei, ganz ehrlich: schon den jungdynamischen Universalveranstaltungstechniker, der sich beim Soundcheck ungefragt mit dem iPad neben dem Star aufpflanzt und damit wichtig im Monitorsound rumrührt, find' ich SO was von daneben... aber das ist, zugegeben, tatsächlich zunächst mal nur eine Frage von persönlichem Stil und Geschmack.)
Mit freundlichem Gruß
BillBo