Jepp, mit so was würde ich in diesem Fall auch das Rechnen anfangen; damit ist immerhin schon mal für Wirkungsgrad pro Euro gesorgt. Auch der eine oder andere Mitbewerber in Sachen Religion nutzt solche Teile ja erfolgreich, wenn's um den Aufruf an die Gemeinde geht.
Aber ich denke, das reine Betrachten des Schalldrucks greift in dem Zusammenhang nicht weit genug. Der überwältigende Eindruck von Wucht/ Macht/ Dominanz/ Klangfülle eines echten Geläuts (mit schwingenden Großglocken) rührt ja auch daher, dass hier die tonnenschweren Klangerzeuger selbst mit erheblichem Aufwand durch die Luft bewegt werden. Deren Output sich im quadratisch gemauerten Turm dann ständig wechselnd mehrfach überlagert, bis er über die Lamellen an die Außenwelt gelangt. Eigentlich so eine Art Leslie für die ganz großen Jungs :D. Und den Lesliesound versucht man seit Jahrzehnten schon elektronisch zu kopieren. Mal mehr, mal weniger gelungen - aber an das echte Leslie- Klangerlebnis reicht das trotzdem nie heran.
Auch das Vergleichen von benötigten Leistungen ist hier einigermaßen sinnfrei. Der Lautsprecher verbrät 95% der zugeführten Energie in Wärme, dafür ist er in der Lage, (nahezu) jede Frequenz gleich gut wiederzugeben. Beim Geläut wird dagegen (gleich mehrfach) mit Resonanzen gearbeitet - die des Schwingers, und die der Glocke selbst. Und Resonanzen führen bekanntlich mit einem Minimum an eingebrachter Energie zu den spektakulärsten Ergebnissen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo