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Beiträge von billbo

  • Aufhängesystem für Kabelwand

    • billbo
    • 22. Juli 2016 um 17:20

    :lol: Genau so hab' ich das vor Urzeiten auch probiert; die finale Ausbaustufe war eine geschweißte Konstruktion aus 2“ Gerüstrohr. Aber die Erkenntnis, dass sich das Prinzip eher zum Dekoprojekt als zum ernsthaften Lagern von größeren Kabelmengen eignet, lies sich auf Dauer trotzdem nicht verdrängen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • billbo
    • 22. Juli 2016 um 17:07
    Zitat

    … ist doch nun wirklich eine Grundfähigkeit, die ein Festival-Systemer beherrschen sollte.

    Again: Sollte! ;)
    Und damit sind wir auch ganz nah bei Gumas 'Auskennen'. Wer hier mag denn für sich reklamieren, dass er sich mit allen Funktionen aller Pulte (und sonstiger Signalverteilungseinrichtungen), die ihm heutzutage in der Praxis in unregelmäßiger Reihenfolge über den Weg laufen, wirklich auskennt? Also 'auskennen' nicht im Sinne von Google, sondern von flüssigem Beherrschen sämtlicher versteckter Möglichkeiten und Funktionen, ohne sich dadurch vom Ideal des intuitiven Arbeitens unnötig weit entfernen zu müssen?
    Ich selbst für mich ganz sicher nicht, nicht einmal bei meinen 2 oder 3 Lieblingspulten. Es reicht halt meistens irgendwie zur Schadensbegrenzung, und eher selten auch mal für mehr. Das Ganze ist a) ziemlich unbefriedigend (außer man hat ein Faible für gelebten Sarkasmus im Chaos), und b) geht offensichtlich – das lehrt die tägliche Praxis – nicht nur mir so. Jugend forscht und Prinzip Hoffnung überall; ganz gleich ob im Jugendzentrumskeller, im Bierzelt oder auf den größten Festivalbühnen der Welt. (Klar gibt’s immer welche, die alles ganz ganz genau wissen, zumindest im Internet. Aber live begegnet man solchen irgendwie nirgendwo, oder sie kriegen's letztendlich dort im Ernstfall nicht auf die Kette – was dann stets an den 'Umständen' liegt).

    Persönliches Zwischenfazit in Sachen 'Prozessanpassung':
    1.) Keep it simple. Im Zweifel so nah wie möglich am Default (deshalb sind mir Pulte ohne ein solches prinzipiell ein Gräuel).
    2.) Erarbeite dir für häufiger genutzte Gerätschaften und Setups ein paar Bedienungserleichterungen. Und zwar dergestalt, dass nicht nur du sie als solche empfindest, sondern ggfs. auch dein Vertreter oder ein unsicherer/ unerfahrener Gasttech (du wirst irgendwann einen Vertreter brauchen und/ oder einen unsicheren Gastmischer betreuen).
    3.) Richte dich darauf ein dass, sobald du das Gefühl hast ein Pult bestmöglich an deine Bedürfnisse angepasst zu haben, du diesem Pult frühestens dann wieder begegnen wirst wenn du vergessen hast, was du dir damals eigentlich dabei gedacht hast.

    Allseits fröhliches Weiterforschen!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    (@ Guma: in der Zeit, in der ich zu verstehen versuche was mir ein typisches Digico- Popup eigentlich sagen will, habe ich auf anderen Gerätschaften auch schon mal den kompletten Monitormix fertig... :D)

  • D.A.S. Aero 20

    • billbo
    • 22. Juli 2016 um 13:06
    Zitat

    betrachtet man sich den Markt der letzten Jahre und den aktuellen Verlauf, steht da meines Erachtens mal unabhängig vom Sound der falsche Hersteller drauf...

    Auf dem Höhepunkt eines Hypes ausgerechnet den Hype zu kaufen muss aus kaufmännischer oder gar aus Investorensicht aber auch nicht unbedingt die cleverste Entscheidung sein. Beispiele aus der Vergangenheit gibt's dafür gerade in unserer Branche mehr als genug. :wink:

    Ich 'kenne' DAS nicht wirklich, hatte aber schon ein paar Mal das Vergnügen - und konnte dabei nichts feststellen, was das Vernügen aus Performancesicht in irgend einer Weise beeinträchtigt hätte.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Prozeßanpassung in der Digitalpultpraxis

    • billbo
    • 21. Juli 2016 um 21:39

    Hätte – könnte – sollte – müsste – wäre. Fakt ist: der Festivalsatz "Überhaupt kein Problem, gib mir schon mal dein File, ich patche dir das auf digitaler Ebene alles genau so, wie du es nachher zum Linecheck brauchst" wird in seinem praktischen Wahrheitsgehalt allenfalls noch vom Häkchen unter "Ich habe die AGB gelesen, verstanden, und erkläre mich mit ihnen in allen Punkten einverstanden" auf irgendwelchen windigen Abo- Internetseiten übertroffen. Zumindest für dieses Jahr kann ich mich bisher jedenfalls an keinen einzigen Fall erinnern, wo das von vorne bis hinten problemlos/ fehlerfrei geklappt hätte (und es gab schon eine ganze Menge Festivals... ).
    Beispiel vom letzten WE, respektables Doppelbühnenfestival mit L/C/R Hang im Wechselbetrieb, bei dem je nach Zuschauerandrang auch der Außenhang der gerade nicht bespielten Bühnenseite zugeschaltet wurde: beim zugebilligten 'Zweiminutensystemlautcheck' fällt mir auf, dass der Centerhang das (für meine Bühnenseite korrekte) L – Signal des genutzten Festivalpultes(!) wiedergibt, der Außenhang dagegen ein Summensignal aus L und R abbekommt (keine Ahnung, wo/ wie/ auf welche Weise die unterschiedlichen Festival- und Gastpulte dort vermatrixt/ verpatcht wurden). Okay, Stereo wird überbewertet – trotzdem blöd, wenn man viel mit Pingpongeffekten und Dual Pitch macht. Übermäßig gewundert hat mich der Fehler indes nicht, und die örtlichen (Oberliga-) Kollegen haben's auch blitzschnell lösen können. Bemerkenswert fand ich eher die Tatsache, dass das offenbar bereits zwei Tage lang so lief und niemandem der diversen dort in dieser Zeit tätigen Orts- und Gasttonler (die meisten davon nicht gerade Schülerbandpersonal :roll:) aufgefallen war.... :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie gestalten sich eure Mikrofonkoffer ? (nicht der Inhalt)

    • billbo
    • 21. Juli 2016 um 10:14
    Zitat

    ... billbo spielt wohl meist auf grösseren bühnen ;)

    :D Tatsächlich habe ich mir irgendwann mal gesagt: wenn's noch nicht mal mehr für den Mikrokoffer reicht, dann ist das hier nichts für mich.
    Allerdings sind das Gewinnen solcher Erkenntnisse und deren Umsetzung in die Realität dann leider oft zwei sehr verschiedene Paar Schuhe... egal, die Mikrodinger werden mich überleben :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie gestalten sich eure Mikrofonkoffer ? (nicht der Inhalt)

    • billbo
    • 20. Juli 2016 um 21:44
    Zitat

    Ah, die Dierk Dengel Variante :D

    Nix da D.D.! Das Original davon hat er damals (Mitte der 80er :lol: ) genau nach MEINEN Vorgaben zusammengenietet. Das Beweisstück existiert noch heute - immer noch als Mikrocase. :D

    Zitat

    Die von Billbo genannte flache Kiste steht dabei hoch im Kurs, ich finde sie aber zum tragen etwas schwer daher muß es optimiert werden.

    Du musst endlich mal im Alleingang einen leicht chaotisch unorganisierten Zechenjob machen (FOH- Betreuer und Monitorer für die Hauptband + 2x Vorgruppe komplett ohne eigenes Personal + strikter Curfew mit anschließender Teeniedisco) - danach weißt du zu schätzen, WIE praktisch genau diese Form von Mikrocase sein kann. :D
    Zum Transport legt man's halt auf 'ne Kiste mit Rollen. Und das Risiko, dass sich in irgendeiner unübersichtlichen Abbausituation ein Halunke mal eben das (ein... ) Mikroköfferchen schnappt und damit abhaut, gestaltet sich bei dem Kaliber ziemlich überschaubar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie gestalten sich eure Mikrofonkoffer ? (nicht der Inhalt)

    • billbo
    • 20. Juli 2016 um 16:50

    Großer, flacher (ca. 15cm) Koffer; ähnlich einem Keyboard- oder großem Gitarrencase. In beiden Deckeln üppig bemessener, stabiler Pyramidenschaum, der beim Zuklappen zur Hälfte ineinander greift.
    Vorteile:
    - da passen locker ca. 40++ Mikros incl. Clips (also ein Standardsatz; Clips gehören immer ans Mikro und nicht ans Stativ) + 12 DIs + div. Klammer- und Halterungskram rein. Wireless reist extra und hat eh Schubladen.
    - hat man sich erst mal an eine bestimmte Ordnung gewöhnt, erfasst man problemlos mit einem Blick, ob auch wirklich alles drin ist (vor und nach der Show),
    - so lange der Deckel offen ist hat der gesamte Inhalt Luft, und eben kein Mikro muss längere Zeit unbeachtet im eigenen Saft vor sich hin gammeln,
    - sämtliche Mikros + Zubehör befinden sich zum Gebrauch ohne irgendwelche lästige Sucherei auf Arbeitshöhe im Direktzugriff,
    - Fremdmischerfragen à la "was hast du denn für … und … und … so alles im Angebot" sind mit einem Fingerzeig erschöpfend beantwortet,
    - braucht kaum Stellplatz im Lager/ Transportfahrzeug (irgendeine schmale Lücke, die noch gefüllt werden möchte, gibt es immer).
    Nachteile:
    - braucht etwas mehr Stellplatz (auf 'nem leeren Wedgecase o.ä.) auf/ neben der Bühne als ein Schubladenrack (dafür aber keinen 'Bückplatz' daneben),
    - kein perfekter Kratzschutz für den Inhalt (ich transportiere auf diese Weise aber auch schon mal 40 Kondensatormikros – dann muss gröberes Zeugs eben in einen zweiten Koffer),
    - wird schon mal mit 'nem Keyboardcase verwechselt (ich musste - lang, lang ist's her – tatsächlich deswegen mal einem Nightliner hinterherfahren... :roll: ).

    Reicht so seit 30 Jahren für praktisch alle Standardjobgrößen. Falls wesentlich größer: 2. Koffer; noch größer (ausgewachsene Großfestivals mit mehreren gleichzeitig vormikrofonierten Backlines) ist als Örtlicher nicht meine Baustelle. Falls wesentlich kleiner: Wäschebeutel mit Minimalbesteck im Boardcase. Ganz zuoberst, weil man's beim Secucheck sowieso immer auspacken/ vorzeigen muss :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 19. Juli 2016 um 15:26

    IWMO: spanisches Festivalpublikum, welches den 'Nachtheadliner' (böse Zungen sagen dazu auch liebevoll 'Deadliner' :D) um 01:30 wieder genau so enthusiastisch feiert wie die wirklich fetten Acts (in diesem Fall die Kapelle mit der eigenen 747) um 21:00. Okay, für die Bands direkt danach war's ein ziemlich undankbarer Job – aber nach 1-2 Stunden Erholungspause oder so waren nachts dann anscheinend alle 25.000 wieder am Start.
    Die verstehen es offensichtlich zu feiern, die Katalanen - das hat jedenfalls mal richtig Spaß gemacht! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. Juli 2016 um 20:50

    Bzw.: wie habt ihr denn eigentlich die Halle verdunkelt, als ihr die 'Show' eingeleuchtet habt?
    :?:
    Hmm.
    Einleuchten - du weißt sicher, wovon bei diesem Wort die Rede ist. Oder? :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Yammi P7000S plötzlicher Tod

    • billbo
    • 5. Juli 2016 um 23:03

    Ohne mich an der Diskussion beteiligt zu haben: so was kann (zumindest im Erfolgsfall) auch ganz einfach Spaß machen. 'Tote' Tage gibt’s in unserem Metier immer mal wieder – warum dann nicht Instandsetzung und Kenntnisauffrischung so gut es geht miteinander verbinden? 'Learning by doing' par excellence; und nicht selten ist so ein Werkstatttag nüchtern betrachtet auch wirtschaftlich weitaus sinnvoller verbracht als irgendein Dumpingeinsatz auf dem Stadtfest von nebenan.
    Ich habe heute z.B. einen banalen, aber nervigen Fehler an einem M7 beseitigt; Ursache eine aus nicht nachvollziehbaren Gründen 'mittelohmig' gewordene Platinen- Durchkontaktierung. Yamaha wollte tauschen, Ersatzplatine xxx Euro. Für xxx Euro muss ich sonst manchmal ganz schön lange schlechter, lauter Musik beiwohnen... und zum Dank am Ende des Jahres auch noch mehr Gewerbesteuer zahlen. :roll:
    So dagegen habe ich viel Geld gespart + mittleres persönliches Erfolgserlebnis + mal wieder was gelernt. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 5. Juli 2016 um 20:56

    IWMO: zu erfahren, dass die frisch veröffentliche DVD eines meiner Live- Schützlinge in den internationalen Verkaufscharts vor z.B. U2 oder den Rolling Stones liegt. :D

    IDN: die Gewissheit, dass das in keinster Weise auch nur geringfügigst irgendetwas an meiner Tagesgage ändern wird. :?

    Was aber immerhin die interessante Frage aufwirft: wo und wie genau werden derartige Meldungen/ Charts/ Zahlen eigentlich getürkt? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Monitore am FOH

    • billbo
    • 3. Juli 2016 um 22:57
    Zitat

    Gibt es denn auch andere Anwendungen für Monitore?

    Linechecks bei Festivals, während die Nachbarbühne spielt.
    Hilfsmittel bei wenig idealen/ repräsentativen (oder auch ZU idealen :wink: ) FOH- Positionen. Denn, immer im Hinterkopf behalten:

    Zitat

    … andererseits stelle ich mir vor, verfälscht es den Eindruck über den Sound, der dann über die PA geht.

    Der Eindruck vom PA- Sound am FOH hat all zu oft auch nicht wirklich viel mit dem zu tun, was die Mehrheit der Zuhörerschaft davon zu hören bekommt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • die kompakten Dynamischen, eine Bestandsaufnahme

    • billbo
    • 3. Juli 2016 um 22:37

    Ergänzung zum EV PL35: habe ich nun mittlerweile doch schon seit ziemlich vielen Shows im regelmäßigen Einsatz. Angesichts der Erkenntnis, dass ca. 95% des Tomsounds darauf beruhen, wie gut welcher Trommler mit Sticks/ Fellen/ Kesseln/ Tuning/ pers. Spielweise umzugehen weiß, kann ich mit der elektroakustischen Performance dieser Mikros (zumindest nach der o.g. 'Bastelmodifikation') prima leben. Den EQ bedient man bei 'Dynamischen' an den Trommeln eh anders als bei Condensern, das war nach vielen Jahren favorisierter alter SM98 eine kleine Umgewöhnung.
    Drei Dinge möchte ich indes nicht mehr missen:
    - die zunächst mit Argwohn betrachtete Halterung. Das Ding hält wirklich bombenfest, da wackelt, schlackert, schwingt, verbiegt oder verrutscht absolut nichts; und dabei überlebt sie offenbar dann doch auch dauerhaft unsanften Tour- und Festivalbetrieb.
    - Die abgewinkelte Gehäuseform. Plötzlich passen dynamische Tommics in richtiger Ausrichtung zum Fell problemlos dort hin (unter Ridebecken u.ä.), wo sie früher nicht gepasst haben.
    - Die Gehäusequalität. Zinkdruckguss o.ä.; da kriegt kein Trommler und bisher auch nicht der ungeschickteste Drumtec, Stagehand oder örtliche Praktikant irgendwas dran kaputt.
    Wermutstropfen: das mit der Robustheit verbundene Gewicht. Das kollidiert unweigerlich mit der 'Handgepäcktauglichkeit'; für Fly-In-Shows heißt das mitunter "Wir müssen leider draußen bleiben".

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Suche Probenhalle

    • billbo
    • 30. Juni 2016 um 19:51

    Derlei Irrtümer gibt’s mittlerweile in jeder Stadt, in jedem Landkreis, in jeder Größenordnung. Und eigentlich immer nach dem gleichen Schema:
    - Planung mit ganz vielen Rosinen im Kopf.
    - Bau mit ganz viel öffentlichem Geld.
    - Eröffnung mit ganz viel lokaler Politprominenz.
    - Betrieb(sversuch) mit ganz vielen behördlichen Auflagen.
    - Absprung des Hauptsponsors mit ganz viel Bedauern.
    - Insolvenz mit ganz viel Anteilnahme der Lokalpresse.

    Das Problem: die Betriebskosten und -Auflagen sind dort so hoch, dass selbst unter Insolvenzverwaltung bei Leerstand niemand so etwas mieten kann oder will. Kennt irgendwer überhaupt einen Ort, in dem noch nicht mindestens ein öffentliches Eventzentrum/ Kongresszentrum/ Multifunktionshalle/ Bürgerhaus/ Kulturforum/ Messehalle/ o.ä. praktisch und faktisch leer steht? Erinnert mich immer an die einsamen Autobahnbrücken in den 70ern, für die dann nie eine Autobahn gebaut wurde, weil man anschließend feststellte, dass die viel zu teuer würde. :D

    (Selbstverständlich gibt’s auch in meiner Heimatstadt u.a. eine wunderhübsche leerstehende Eissporthalle. Stelle ich aber hier nicht rein, weil schon der Hausmeister, der den Schlüssel rumdrehen soll, unbezahlbar ist. Und außerdem hat der ab 15:30 Feierabend.)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • seltsame Klang-Abstimmungen von Monitoren neuester Bauart

    • billbo
    • 29. Juni 2016 um 21:45
    Zitat

    … Das mit der Reflexion ist Quark da die Phasen unterschiedlich sind. Die Arbeitsweise ist immer -3db unter dem Punkt wo es koppeln würde. Die Lautstärke die man damit erreicht ist so groß das man fast nie in die Verlegenheit kommt den Headroom voll auszunutzen.

    Den Headroom jeder mir bekannten Monitorbox nutze ich mit einem einzigen energisch in ein SM58 gesprochenen Wort problemlos aus. Und zwar vollständig.

    Marcoboy. Du hast vermutlich von Computer- und Speichertechnik, Netzwerkprotokollen, Programmiersprachen, AD-/ DA- Wandlerprinzipien, theoretischer Physik, …, usw. usw. zehnmal mehr Ahnung als ich.
    Okay - na ja, genau genommen heißt das jetzt auch erst mal nicht sooo viel. :D
    Aber bist du wirklich ganz sicher, dass du bereits zumindest ein einziges Mal im Leben bei einer auf halbwegs professionell- anspruchsvollem Niveau real existierenden (d.h. tatsächlich stattgefunden habenden :wink: ) Livemusikveranstaltung verantwortlich zuständig warst für System/ FOH/ Bühne/ Bandmix/ oder gar Monitor?

    Nimm dir bitte ruhig ausreichend viel Zeit für eine überzeugende Antwort.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Praktische Erfahrung: IEM-Mix und Atmo-Mikrofonie

    • billbo
    • 29. Juni 2016 um 15:18

    Es gab mal ein Crest Monitorpult mit einem speziellen Stereo Ambience Mic Kanal, welcher eine (eher gemütlich arbeitende) Dynamikprozessorfunktion beinhaltete. Venue = laut = Programm = Ambiencemics heruntergeregelt; Venue = leise = Programmpause = Ambiencemics offen. Bedingte natürlich, dass das Konzert deutlich lauter war als das Publikum – früher war das oftmals noch so.
    Das lässt sich im Digitalzeitalter sicherlich mit Leichtigkeit nachbauen, und mittels intelligent genutzter Sidechainfunktion heutzutage auch einigermaßen unabhängig von fehlender Lautstärkedifferenz gestalten.
    Trotzdem gilt natürlich: der Künstler muss es mögen. Und da ist wie so oft die Regel, dass es dafür keine Regel gibt. Manche lieben so was, manche hassen es.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    p.s.: Chris war eine Nanosekunde schneller...

  • seltsame Klang-Abstimmungen von Monitoren neuester Bauart

    • billbo
    • 29. Juni 2016 um 12:10

    Er schreibt ja auch nicht von GBF, sondern von

    Zitat

    ... Gain for feedback ...

    Das ist einfach ein ganz anderer Ansatz.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • seltsame Klang-Abstimmungen von Monitoren neuester Bauart

    • billbo
    • 29. Juni 2016 um 10:48

    marcoboy: das kommt mir (leider :? ) sehr bekannt vor. Und danach komme ich dann als Bandtonler auf die Bühne, spreche kurz ins Mikro, denke mir "oha, Jugend forscht", und gebe dir umgehend die Anweisung "bitte alles flat/ auf Null. Und ab jetzt machst du bitte genau das, was ich dir sage". Häufig muss ich dann erst mal noch mehrfach nachhaken bis der forschende Kollege verstanden hat, was 'alles flat' bedeutet. Flat means FLAT! Kein Kanal- EQ, kein Lowcut, kein Mix EQ, kein GEQ, keine 'Erfahrungswerte', kein 'Spezialsetup'.
    Anschließend spreche ich noch mal ins Mikro und weiß dann nach kurzer Zeit ziemlich gut, was die Lautsprecher-/ Endstufen-/ Schutzschaltungskombination kann. Und dann erst fängt die Arbeit an, aus dieser Kombination das für die konkrete vor- Ort- Situation bestmögliche Ergebnis herauszuholen.
    Und die sieht völlig anders aus als das, was du da beschreibst. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • seltsame Klang-Abstimmungen von Monitoren neuester Bauart

    • billbo
    • 28. Juni 2016 um 15:10

    Wie sollte ein 'Preset' für einen 15“/2“ Standardwedge dann aussehen? So, dass es für den halbhoch auf ein Case gebauten einsamen Single Wedge des Keyboarders auf einer gemauerten Open Air Bühne passt? Oder eher so, dass es für die Viererburg des Sängers auf einer dröhnigen Mehrzweckhallenbühne hinhaut? Wofür habt ihr eigentlich die ganzen Knöpfe an euren schönen bunten Digitalspielzeugen? Das Wedgepärchen da hinten in der Ecke liefert an seiner Position zu viel Pfund untenrum? Einmal kurz hinhören, EIN Handgriff am Mixausgangs- EQ, und das 'Problem' ist gelöst...
    Das alles ist und bleibt erfahrungsgestützte Handarbeit. Und zwar 'von Null'; jeden Tag und auf jeder Bühne für jede Position aufs Neue. Alles andere ist Murks, Faulheit oder Selbstbetrug; insofern ist diese Diskussion eigentlich nicht sonderlich sinnvoll. Genau so wenig übrigens wie Badewannenabstimmungen von Lautsprecheranlagen für Livedarbietungen.
    Wenn's dafür aus zeitlichen/ personellen/ motivationsbedingten/ sonstigen Gründen irgendwann nicht mehr reicht: auf Livekonzerte verzichten und Playbacks abspielen. Das schafft Zeit und Luft für's Rumspielen an 'Presets'. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • seltsame Klang-Abstimmungen von Monitoren neuester Bauart

    • billbo
    • 28. Juni 2016 um 13:09

    Monitore/ Monitoranlage "einmessen"? :roll:
    Nimm ein SM58, deine Stimme und deine Ohren - und dann üben, üben, üben; sonst wird das nichts. Das war vor 40 Jahren schon so. Und das ist heute, allen DSPs und Messprogrammen dieser Welt zum Trotz, immer noch so.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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