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Beiträge von billbo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 15. April 2016 um 20:05

    Heute:
    FOH - M7. Ein bisschen abgerockt, aber noch machen sämtliche Fader in etwa das, was sie sollen - über eine etwas eigenwillige Null dB- Linie in der Centralogic kann man problemlos hinwegsehen.
    Dafür erfreut die Vi1 am Monitorplatz mit einem originellen Feature: der PFL- Bus funktioniert nur vom zweiten Layer aus, auf dem ersten ist er mausetot (die PFL active LED meint allerdings, dass er doch funktioniert... ). Der Örtliche ist ratlos, ich bin's erst recht. Ein kompletter Neustart hat das Problem vorerst beseitigt - aber noch hat ja auch die Show nicht angefangen. Es bleibt also erst mal noch spannend. :roll:

    In diesem Zusammenhang am Rande: dort, wo der schöne Pro6 stand (eins der unzähligen neuen niederländischen Venues, wo dank öffentlicher Förderung Geld offenbar keine Rolle spielt; u.a. gab es dort neben einer stadionfähigen Clair- PA auch noch gleich mehrere Pro2) haben sie gerade wieder eine guterhaltene H3000 angeschafft. O-Ton des (topfitten) Babysitters: "I don't like the daily stress anymore!" :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 14. April 2016 um 18:28

    Wenn es heißt 'Pult stellt Band' ist längst nicht in jedem Fall gesagt, dass dann zusätzlich auch ein örtliches vorhanden ist. Und spätestens wenn man gelegentlich mit dem Flieger reist hat sich das sowieso erledigt - und dann ist man froh, wenn man 'im Training' ist und sich eben nicht selbst freiwillig über die Jahre zum Fachidioten degradiert hat, der mit seinem Pult super klar kommt, und mit allen anderen eher nicht so.

    wora: klar läuft dann in so einem Fall alles ein bisschen anders als gewohnt. Die Backliner checken schon mal Monitor, während der FOHler parallel dazu im Schnellgang an seinem Basissetup bastelt. Bandsoundcheck enfällt ersatzlos (findet bei dieser Band allerdings eh fast nie statt); stattdessen baut die Supportband gleichzeitig schon mal ihren Kram (der ja ansonsten noch in der Halle rum und dem Einlass im Weg steht) auf die Bühne, sodass der Einlass kaum oder nur um ein paar Minuten verzögert werden muss. Und beim Changeover gibt's dann halt einen klassischen lauten Linecheck - das funktioniert bei Festivals, warum dann nicht auch im Club? Auf perfekte Beschriftung, einen super schicken User Layer, ausgebuffte Spezialeffekte, usw. muss man halt verzichten. Hat man während der Show eben noch ein bisschen mehr zu tun als sonst. :lol:

    So, jetzt geht's zum Offday- Tourdinner; Chef zahlt alles. Könnte alles in allem also durchaus noch ein bisschen schlimmer kommen... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 13. April 2016 um 23:50

    Du hast ja so Recht!

    Zitat

    ... "Trockenübungen" ...

    :shock: Auf gar keinen Fall! :D

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 13. April 2016 um 18:26

    Ja - wie jetzt? Files? Wie meinst du das? :shock:
    Bisher hatte ich 6 Pulte in 5 Tagen; mit einer Band, deren aktuelles Setup sich am ersten Tourtag 'ergab': SC48 (da ging alles). Pro2 (abgekackt, speichern ging auch nicht mehr). SD8 (Notbetrieb, speichern lohnte nicht :D ). Pro6 (alles top). Profile (da passte das modifizierte SC48-File, allerdings tauchten beim Recall zur Show dann diverse Preampwerte (Gain, Phase) nicht wieder auf bzw. waren auf default; hatte ich schon öfter bei Avid). Vi6 (schickt vom Effekt 'Detune' nur den linken Kanal zurück, vorläufig gelöst mit einem 2. 'Detune' für den rechten Kanal; außerdem reagiert einer der Touchscreens ausgesprochen zickig und schreibt auch mal ungefragt 4 oder 5 gleiche Buchstaben hintereinander). Diverse Yammis, 'irgendwas von AH' und 1 oder 2x Heritage kommen noch. Wenn ich alle Files beisammen habe ist der Tourabschnitt zuende; das Setup für den nächsten steht noch in den Sternen.
    Und: nein, ich setze mich trotzdem nicht in meiner Freizeit an einen Computer und bastle mir für alle erdenklichen Pulte und alle infragekommenden Bandsetups dieser Welt ein Alibi- Startfile. So. :roll: :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 12. April 2016 um 20:16

    EDIT MOD
    AUF VIELFACHEN WUNSCH AUS IDN AUSGEKOPPELT

    Idn: Digitalblues, revisited.

    Kleiner, aber renommierter und korrekter Liveclub im nahen Ausland; incl. aller dazugehörigen räumlichen/ technischen/ personellen Beschränkungen. Klarer Deal: wer keine tausend Leute zieht und in diesem Land spielen will spielt hier. Oder spielt eben nicht; allerdings ist der Besitzer auch der Booker/ Mitveranstalter des größten mehrtägigen Open Airs dieses Landes (und nebenbei eines der bestorganisierten überhaupt) :roll:
    Foh = Midas Pro2. Nicht mein Wunschkandidat, aber natürlich völlig in Ordnung. Ist schließlich kein hektisches Festival, sondern ein ganz normaler Tourgig; mit nachmittags reichlich Zeit zum Einrichten/ Effekte Basteln/ Bedienkonzept (wieder) draufzuschaffen/ aufzufrischen. Babysitter gibt's nicht bzw. ist der auch örtlicher Monitorer/ Systemer/ Verkabler/ Mikrofonierer/ Mädchen für alles in Personalunion; der hat auch ohne Gasttechwehwehchen gut zu tun. Kein Problem, alles prima, nach 2 Stunden oder so steht das Ding.
    Beim anschließenden gemeinsamen Verkabeln auf der Bühne gibt's aus der PA irgendwann mal ein merkwürdiges, kurzes, sehr lautes Geräusch. Kurzes Erstaunen - irgendwelche Mutes vergessen, vielleicht? - nö, alles in Ordnung - weiter im Text. Soundcheck.
    Kick - klingt irgenwie komisch heute. Snare - auch komisch; irgendwas klappert/ schnarrt/ rasselt da mit. 'Ne Bassbox? Ausgeleierte Caserollen? Die Hallenlüftung? Alle weiteren Kanäle 'schnarren' auch, und zwar leider, leider auch unterm Kopfhörer. Außerdem ziehen alle Effekte eine hässliche, metallisch klirrende 'Fahne' hinter sich her. Ganz langsam dämmert es: offensichtlich ist das schöne Pro2 irgendwie... abgekackt.
    Allgemeine Ratlosigkeit; neu booten bringt genau so wenig wie hektisches Telefonieren mit dem Pultbesitzer. Zur allgemeinen Freude muss wohl oder übel ein anderes Pult her.
    Das kommt 1/2 Stunde vor Einlass und entpuppt sich anstatt des angekündgten M7 als komplett 'leeres' SD8. a) nach wie vor mein persönlicher Alptraum in Sachen übersichtliche Bedienbarkeit aus dem Stehgreif, b) komplett andere Bedienlogik, c) kennt es der Örtliche auch eher schlecht als recht, d) ist jetzt gleich Einlass, und die Supportband muss auch noch irgendwie auf die Bühne.
    Mischtechnisch und auch sonst wurde es dann schließlich noch ein sehr... abwechslungsreicher Abend. :lol:

    To be continued.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Durchsetzten der Stimme.

    • billbo
    • 12. April 2016 um 11:48

    'Rockstars'
    - wohnen in Beverly Hills,
    - haben eine Ferrarisammlung,
    - kennen eine fähige Anwaltskanzlei für Alimenteangelegenheiten,
    - reisen per Lear Jet (sofern es für 'ne bandeigene 747 noch nicht ganz reicht),
    - und leisten sich meist Tonler, die das mit der Stimme schon irgendwie hinkriegen.

    Also die Ausgangslage in diesem Fall vielleicht lieber noch mal neu definieren. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Durchsetzten der Stimme.

    • billbo
    • 5. April 2016 um 23:53

    Ihr seid langweilig und voll analog 90er. Wir haben 2016; da muss es doch eine App für so was geben!!!?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Miet preis für Digital Konsole

    • billbo
    • 5. April 2016 um 22:43

    Wow! :D
    Für Bauteile aus der Zeit der Montanunion gelten allerdings EU- weit grüne Kennzeichen! :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Miet preis für Digital Konsole

    • billbo
    • 5. April 2016 um 12:23
    Zitat

    Und zuzutrauen ist der EU das ja durchaus... :roll:

    Genau das ist das Problem. Stünde nicht an ein paar Stellen offensichtlicher technischer Unfug, würde man's achselzuckend unter 'eine überflüssige Verordnung mehr, die mir am Arsch vorbei geht' abtun und nicht mal bemerken, dass das Satire sein soll. Motivierung zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln geht anders.
    In Abwandlung eines alten Kalauers: "Zu viel Bürokratie macht dumm und gleichgültig." "Versteh' ich nicht, ist mir auch egal."

    B.t.t. :D : wäre vielleicht interessant, den damaligen Ansatz des threaderöffnenden Betriebswirtes mal zu weiterzuverfolgen/ hochzurechnen.
    Damals: 'amtlicher' 40-Kanal FOH (XL200 o.ä.) mit 5x FX/ 8x Gates, 8x Comp, 2-3 Zusatzschmankerl – Straßenmietpreis EUR 250,- bis 400,-/ Tag.
    Heute (aus Bequemlichkeit zitiere ich mal aus einem aktuellen Mischpultthread):

    Zitat

    The SD5 upgrade will include:

    An increase from 124 channel strips to a maximum of 253
    An increase from 56 output busses to a maximum of 128 including Master + 24 x 24 Matrix
    An increase from 24 to 253 DiGiTuBes
    An increase from 24 to 253 Multiband Dynamic options
    An increase from 24 to 253 Dynamic EQs
    Digital FX rises from 24 to 48 units
    Control Groups rise from 24 to 36

    Alles anzeigen

    Mal abgesehen von der heimlichen Frage "kann ich damit auch ganz normal telefonier... ähm ... ein Konzert abmischen?" - heißt das dann Straßenmietpreis EUR 5000,-/ Tag?

    Reich werden mit VT! :cool:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • SOFTPATCH - Konventionen der verschiedenen Pulthersteller

    • billbo
    • 2. April 2016 um 16:56
    Zitat

    Kollegen, die immer neu gainen mal ausgenommen :wink:

    Hier! :D Gehört zur (lästigen) Pflicht. Denn damit erschlage ich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) ganz nebenbei, dass
    - der Drummer kurz vorm Rausrollen nach einem halben Jahr spontan mal auf die Metallsnare gewechselt hat,
    - die Gitarristen heute einfach 2 Festival- 4x12“ nutzen statt der eigenen 1x12“ Combos sonst
    - sowie der Sänger einen Festivalhandsender, der mit Linelevel statt Miclevel überrascht,
    - der Keyboarder seine 4fach Passiv- Di, die er im Hotelzimmer neu beschriften wollte, ebendort vergessen hat,
    - der Festivalsplitter heute ausnahmsweise mal aktiv ist,
    - die Frage, ob die Polarität(en) von Sn top/ bottom und Stereokanälen tatsächlich auch so sind, wie es die Kanalzuganzeigen suggerieren,
    - usw. usw.
    Wer sich hier blind auf Total Recall verlässt, fühlt sich anschließend dann ganz schnell auch mal wie vom Glück verlassen... recht so! :wink:

    Trotzdem ist es natürlich eine feine Sache, wenn man zumindest als Ausgangsbasis schon mal seine Eingangssektion so vorfindet, wie man sie vom letzten Einsatz in Erinnerung hat (oder eben auch nicht mehr hat :roll: ). Deshalb: ja, eigentlich gehört das so. Der Einwand von Robert Müller (ein Preamp für mehrere Kanäle) ist in Zeiten grenzenlos ausufernder potentiell verfügbarer Pultkanäle dabei allerdings sehr berechtigt.

    Ist für mich aber auch eine ganz prinzipielle Frage, inwieweit man sich selbst zum reinen Presetabrufer degradiert oder reduzieren lässt. Denn auch damit ist man, je nach örtlicher Konfiguration, ja niemals auf der sicheren Seite. Kleines, aber feines Praxisbeispiel: die Phantomspeisungsanzeigen auf einem PM5D/RH. Normalerweise reicht da ein einziger Blick auf die Pultoberfläche für 'jepp, diesbezüglich alles im Lack'. AUSSER, wenn die Festivalcrew im Vorfeld freundlicherweise das Bandfile auf den Festivalpatch angeglichen und dabei eine Kleinigkeit übersehen hat...

    Fazit: schön, wenn's geht. Echtzeitkontrolle/ Korrekturen beim Linecheck ersetzt man damit aber nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PLS 2016 - der alternative Thread

    • billbo
    • 2. April 2016 um 11:15

    Wo ist das Problem? Das sind doch gerade mal 0,1 MW. The sky is the limit - alles nur eine Frage der Nomenklatur.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Miet preis für Digital Konsole

    • billbo
    • 2. April 2016 um 10:58

    :shock: Wat is denn dat? :lol:

    Für einen Aprilscherz wurde das Datum knapp verfehlt (30.03.16).
    Die Elektronenröhrenindustrie wird’s hart treffen – wäre sie nicht vor knapp 50 Jahren praktisch komplett ausgestorben.
    Was sind 'Solid State Valves'?
    Was sind 'Transistorröhrenmodule'?
    Rettet das Verbot von Röhrenkompressoren die Eisbären?
    Sollten unbelehrbare Fransenlederjackengitarristen allerspätestens jetzt anfangen, konspirative Geheimdepots mit EL34/ EL84/ ECC83 anzulegen? Fragen über Fragen.

    Sofern das wirklich keine schlecht gemachte Satire ist (auch im Impressum finde ich dazu nix): das EU- Parlament scheint tatsächlich ein noch spaßigerer Haufen zu sein, als bislang schon gelegentlich vermutet. Falls ich auch mal ein bisschen Spaß haben möchte - wie kann ich da mitmachen?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • DIE HÄRTESTEN SPRÜCHE DIE EIN PA TECHNIKER

    • billbo
    • 30. März 2016 um 11:43

    Lehrbuchhaft lakonisch- schweigsamer finnischer Bandtonler, der sich im Laufe des Tages als ausgesprochen fähig erweist (Filekonvertierung M7 > PM5, Monitor vom FOH, originelle Mikrofonierung, wuchtiger kerniger Rocksound hart an der 100dB/A LEQ- Grenze, incl. div. unkonventioneller Effekte – alles kein Problem, alles top). Nach der Show wird er ganz kurz etwas gesprächiger:

    "Today was fun. Yesterday was not. Started with they gave me Soundcraft Si Depression. Whole gig was like that piece of shit. Only few days in life you whish it was X32. Thank you."

    :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • innovatives Wurfmikrofon!

    • billbo
    • 25. März 2016 um 20:07

    Bastler und Freaks haben die Arche gebaut. Erwerbsprofis haben die Titanic gebaut.

    Ich hab' schon so manche Titanic sang- und klanglos absaufen sehen. Und von den Jungs (und Mädels), die heute maßgeblich das technische Sagen auf und hinter den wirklich großen Konzert- und Industrieveranstaltungsbühnen haben, haben sicherlich die allermeisten als Tüftler, Freaks und Hobbybastelbeschaller angefangen. Ausnahmslos weiß ich das zumindest von den paar, die ich davon kenne. ;)
    So - und jetzt geht's erst mal noch für ein, zwei Stündchen in den Bastelkeller... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gisen / Sanway FP-Baureihe - mögliche Gefährdung

    • billbo
    • 24. März 2016 um 11:34
    Zitat

    vieleicht sollten wir erstmal die frage klären, wie du "profi" definierst ?

    :shock:? Profi ist man in der Live- und Veranstaltungstechnikszene, wenn die Kohle von Papi oder vom Papi vom Chef für all die schicken Kisteln und Kasteln reicht, an denen der 'Profi'- Schriftzug dran steht.
    Also eigentlich dachte ich ja, bzgl. derlei Basiswissen wäre mittlerweile wirklich alles hinreichend geklärt?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Selfpowered– erfreuliche und weniger erfreuliche Erfahrungen

    • billbo
    • 22. März 2016 um 23:34
    Zitat

    Nachteil Selfpowered: Ich muss dafür auf 'ne Leiter

    Vermutlich stehe ich ja wirklich nicht unter dem Verdacht, in besonderem Maße IT- und Netzwerk- affin zu sein. Aber damit hätte die Leiter in diesem Fall zusammengeklappt bleiben können.
    Erst so spielt Selfpowered in größeren Systemen (sprich: viele Kisten an vielen besch..... zugänglichen Positionen) seine Trümpfe wirklich aus. Es hat schon einen ziemlichen Charme, per Fernbedienung an jedem Weg jeder einzelnen Kiste nach Lust und Laune herumschrauben zu können. (Z. B. kann man mal eben ausprobieren wie es sich anhört, wenn in einer Banane eine Box 'versehentlich' polaritätsvertauscht läuft :D).
    Zum ganz großen Glück fehlt eigentlich nur noch der Pan/ Tilt- Stellmotor. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Selfpowered– erfreuliche und weniger erfreuliche Erfahrungen

    • billbo
    • 22. März 2016 um 19:35

    Das sehe ich in diesem Fall genauso.
    Selfpowered bietet (abgesehen natürlich von der Möglichkeit, jedes Einzelelement eines komplexen Systems komplett unabhängig zu konfigurieren/ steuern/ ggfs. überwachen/ anzusprechen) ja 2 wesentliche Vorteile:
    1.) Intelligentest möglicher Transport hoher elektrischer Leistungen.
    2.) Größtmögliche Redundanz wg. völlig autarker Einzelsysteme.
    Wenn ich dagegen nur ein Element aktiv mache, dessen einwandfreie Funktion zwingend notwendig ist für den Betrieb zweier weiterer, dann ist das in Sachen Redundanz/ Notfall- Weiterbetriebsmöglichkeit ähnlich intelligent gelöst wie ein einziger Vierkanalamp für PA L + PA R + 2x Sub oder Monitorweg 1-4. Zumindest ein Vorteil von Selfpowered wäre mit einer solchen halbherzigen Lösung also komplett verschenkt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • für Wora

    • billbo
    • 21. März 2016 um 17:39

    Okay, von der Theorie jetzt mal zur Praxis. Wer eine Vorstellung davon bekommen möchte, zu welchem Zweck er sein schönes Geld in Flightcases investieren soll, die den Namen auch tatsächlich verdient haben, empfehle ich folgende Übung:
    Gemütlich einchecken auf den Inlandsflug einer südrussischen Regionalfluggesellschaft. Zusehen, dass man den ersten Shuttlebus zum Flieger weit draußen auf dem Rollfeld bekommt.
    Variante 1: geeigneten Fensterplatz einnehmen und dabei zuschauen, mit welchem Schwung und welcher Freude bei der Arbeit sich das örtliche Bodenpersonal des Tour- und insbesondere des Sperrgepäcks (Gitarrencases etc.) annimmt.
    Variante 2: geeigneten Gangplatz einnehmen und die Gesichter der Musiker auf den Fensterplätzen beobachten während sie interessiert dabei zuschauen, mit welchem Schwung und welcher Freude bei der Arbeit sich das örtliche Bodenpersonal des Tour- und insbesondere des Sperrgepäcks (Gitarrencases etc.) annimmt.

    Wetten, dass der Casebauer an der nächsten Kiste, die er zusammennieten soll, auch mal ein bisschen was verdient? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • für Wora

    • billbo
    • 20. März 2016 um 23:03

    Jepp - so was wäre dann die Evolution von 5cm Verbundschaumstoff.
    Indes: Preis auf Anfrage. Für 'nen 15W RGB- Laser sicherlich angemessen - dessen Preis gibt's ja auch nur auf Anfrage. :D
    Für 'nen 295 Euro Amp von Thomann kauft so was aber einfach keiner. Dann lieber noch mal 2 - 5 Amps dazu. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • für Wora

    • billbo
    • 20. März 2016 um 14:07
    Zitat

    Ein Ordentlich gebautes Case nimmt die Kräfte auf ohne das der Inhalt beschädigt wird.

    Eine Holzkiste, welche starr mit ihrem Inhalt verschraubt ist, nimmt überhaupt keine Kräfte auf, sondern leitet sie lediglich bestmöglich an ihren Inhalt weiter ;-). Außer vor Spritzwasser und Rumfummeln durch Unbefugte schützt sie also praktisch vor garnichts. Immerhin kann man einen Griff dran bauen, das ist manchmal ja auch ganz nützlich.
    Natürlich kann man Cases auch so bauen, dass sie das ihnen anvertraute Transportgut mechanisch bis zu einem gewissen Grad schützen. Das Zauberwort heißt Knautschzone; ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen ein 19“- Rack mit teurem und/ oder empfindlichem Inhalt selbstverständlich für den Transport in 5cm Verbundschaum mit fester Hülle drumherum verpackt wurde. DAS ist dann ein Flightcase. Und so etwas gibt es durchaus auch heute noch. Beim Militär, für Flugzeugersatzteile oder wissenschaftliche Gerätschaften, bei Amibands mit teuren Gitarren und ohne Budgetprobleme...

    Das Problem von 'Pro' Audio: der Plunder IN den Kisten ist heute vielfach wesentlich billiger als es eine wirklich gute Casekonstruktion dafür wäre; vom Aufwand diese klobigen Konstruktionen dann transportieren zu müssen mal ganz abgesehen. Also arbeitet man nach dem Prinzip Hoffnung und bastelt das Zeugs in billigste Alibipappschachteln; die kann man dann Im Schadensfall gleich mit entsorgen.

    Interessant dabei: da, wo bei Audio (und Video/ Licht/ Bühnendeko/ Garderobe/ mobiler Showproduktionstechnik ganz allgemein) 'Pro' nicht nur dransteht, sondern auch so geplant und gedacht wird, findet man kaum noch Flightcases. Das meiste wird dort, in einsatzgerechten Portionen gelagert/ vormontiert in oder auf Dollies, vom Sattelschlepper auf die Bühne und anschließend wieder zurück in den Auflieger oder Seecontainer gerollt. Das Rumhantieren mit einzelnen Kisten und Kästen oder irgendwelche tagtäglichen Stapel-/ Stackingaktionen in Trucks und Hallen wären dort schlicht und einfach viel zu langwierig und teuer.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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