1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. billbo

Beiträge von billbo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 1. Dezember 2015 um 00:01

    Als gelernter 'Rundfunk- und Fernsehtechniker' oute ich mich ebenfalls als notorischer Hotelfernseherantennenkabelreparateur. Digitale Revolution hin oder her - was so tief drinnen steckt geht nicht mehr weg. :D

    Für ein anderes Problem suche ich allerdings noch eine Lösung: kennt jemand ein handgepäcktaugliches Werkzeug, mit welchem man nachträglich angebrachte Sicherungsmechanismen abschrauben kann, mit deren Hilfe böswillige Hoteliers einem vorschreiben wollen, dass man bei halb- oder vollständig geschlossenem Kippfenster zu schlafen hat? Nicht immer ist dafür der (bei Flugreisen aufgegebene) Werkzeugkoffer eines mitreisenden Backliners unkompliziert zugänglich... :(

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digialpult für kleinere Spielstätte - amtlich/ridertauglich

    • billbo
    • 28. November 2015 um 20:48

    Streng genommen sind das natürlich alles Luxusproblemchen für die Anwendung 'Hauspult für kleines Venue', wo's letztendlich darum geht, +/- 24 Bühnenkanäle möglichst unfallfrei auf L/R plus 6 Monitorwege o.ä. zu verteilen.

    Witzig finde ich allerdings, wie relativ überwältigend das allgemeine Plädoyer für M7 in diesem Fall ausfällt. War das Teil in den letzten Jahren doch (zumindest gefühlt hier im Forum :roll: ) bereits auf dem besten Weg in Richtung 'No Go'.
    Wie lange noch bis zum ersten Thread "Vintage Digitalpulte: so gut wird's nie wieder werden! ECHTE Bedienelemente - das könnte heutzutage niemand mehr bezahlen!" ? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digialpult für kleinere Spielstätte - amtlich/ridertauglich

    • billbo
    • 26. November 2015 um 17:20

    Wobei 'riderfest' damit natürlich entfällt - das gibt's nicht für Peanuts. :wink:
    Auch ein M7 stellt in diesem Zusammenhang übrigens lediglich die Untergrenze dessen dar, worauf man sich diesbezüglich als kleinsten gemeinsamen Nenner in aller Regel einigen kann. Und das nicht, weil's so super toll ist, sondern aufgrund von Bekanntheitsgrad und Verbreitung. Aber das liegt halt leider nur gebraucht mal so gerade eben noch im Rahmen deiner Preisvorstellungen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digialpult für kleinere Spielstätte - amtlich/ridertauglich

    • billbo
    • 26. November 2015 um 16:46

    Obwohl eher Yamaha- affin, muss ich da zustimmen: wenn M7 das Pult ist, bei dem du vermutlich am wenigsten Diskussionen hättest, dann ist LS9 sicherlich so mit DER Kandidat für tagtägliche Diskussionen :D. Dann tatsächlich eher GLD.

  • Digialpult für kleinere Spielstätte - amtlich/ridertauglich

    • billbo
    • 26. November 2015 um 10:52

    Okay, um der Form genüge zu tun: selbstverständlich stellt man heutzutage als Haus zusätzlich zum Analogcore noch ein paar billige CAT Installationsstrippen zur Verfügung. Bei 30 oder 50 Meter Gesamtlänge funktioniert praktisch jede. An jedem Pultsystem. Dann kann der Hauptact problemlos sein mitgebrachtes Lieblingspult anschließen, und das Vorprogramm gleichzeitig bequem über's Hauspult abgefertigt werden.
    Irgendwie kommt mir das alles seeehr bekannt vor... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Digialpult für kleinere Spielstätte - amtlich/ridertauglich

    • billbo
    • 25. November 2015 um 20:28

    Antwort 1 ist die einzig richtige, zumal ja offenbar schon ein analoges Muco liegt. Auch wenn's mittlerweile uncool scheint und relativ wenig dran ist was bunt blinkt - mit 'nem gut erhaltenen M7 gibt's garantiert in jeder Hinsicht (Zuverlässigkeit/ 'Ridertauglichkeit'/ Babysitterstress/ Mail- Orgien im Vorfeld) am wenigsten Ärger.
    Jeder Toni findet mit Sicherheit irgend ein anderes Pult ganz toll - aber jeder reisende Toni kann das Ding halbwegs unfallfrei bedienen, und wirklich jeder hat ein Bandfile dafür. Und nur darauf kommt es an, wenn (wie in diesem Fall) persönliche Vorlieben sowieso außen vor bleiben müssen.
    Und diejenigen, die in dieser Spielklasse ihren Rider tatsächlich auch durchsetzen können, bringen mittlerweile so gut wie immer ihr Pult selbst mit. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Speakon Pro und Contra

    • billbo
    • 24. November 2015 um 12:05
    Zitat

    Meine bescheidene Erfahrung ist bei flexiblen Kabeln: alles raus und Löten.

    Deckt sich mit meiner. Elektrische Klemmverbindungen sind die Notlösung für den Fall, dass Löten zu aufwändig/ unpraktisch ist.

    Zitat

    … und kaputte Buchsen häufig dadurch umgehen, dass die meisten Boxen zwei haben.

    Murphy meint: wo die erste kaputt ist, taugt auch die zweite nichts mehr. Aber natürlich kenne ich das Boxenpärchenspielchen "die da muss unbedingt ans Ende, da geht nur noch eine Buchse" aus der Realität nur zu gut. Blöd, wenn es nur noch 'Endboxen' gibt.

    Zitat

    Konsequentes female-male geht nur, wenn die Hersteller von Verstärkern und Boxen mitziehen.

    Nö – an Boxen ist (war) sowieso immer beides. Lediglich der Ausgang (die Steckdose, die Amprackblende, ...) muss passen, dann passt der ganze Rest automatisch. Bei Systemen wie XLR, EP(4, 6, 8 ), CEE, Schuko, Socapex, Harting, Powercon(!) geht das bzw. ist das eine Selbstverständlichkeit. NUR beim unseligen Speakon- System ist man gezwungen, mit albernem Adapterkram rumzumurksen.

    Zitat

    Nein, ja gerade eben nicht. Die alten Endstufen hatten alle XLR male als Ausgang.

    Ja, das war in der Tat eine Dummheit. Aber leicht zu ändern. 'Richtige' Amps für den Rackeinbau hatten/ haben übrigens Bananenbuchsen-/ Schraubklemmenkombis am Ausgang.

    Zitat

    Und wenn ich Altbestände weiter betreibe, ist das was anderes, als wenn ich neue Systeme auf ein altes Anschlusssystem umbaue.

    Zustimmung.

    Zitat

    Verlängerbarkeit ist auch kein wirkliches Argument, so 2-4 Spookies im Toolcase machen den Braten auf nicht fett.

    Oha. Kleines Gegenbeispiel: wir verfügen noch über ein stattliches Kontingent betagter EV Deltamax 12“/2“, und benutzen das häufig für Straßenbeschallungen (Karneval, Radrennen, Marathon, usw.). Lowtech, aber lukrativ: An jeder zweiten Straßenlaterne ein Boxenpärchen; bisschen Sprache, bisschen Remmidemmi, und gut. Aufbau läuft an einer Seite noch, während die VA an der anderen Seite bereits begonnen hat – und geht dort nahtlos in den Abbau über, während VA noch läuft. Leitungslängen 50m, 25m, 10m. Völlig unvorstellbar, solches mit einem unflexiblen, nicht verlängerbaren Stecksystem durchführen zu müssen.
    Es gibt nun mal auch andere Beschallungen als solche in Verbindung mit 'ner 6x8m Bühne. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Speakon Pro und Contra

    • billbo
    • 23. November 2015 um 20:25
    Zitat

    Es ist ein recht wartungsintensives System.

    Es ist vor allem ein Stecksystem, dessen technischer Zustand sich nicht ganz nebenbei mit einem schnellen Blick während des normalen Gebrauchs beurteilen lässt. Und eines, welches mit den daran zerrenden Kräften (gerne ja schon mal bis zu 8x 4mm²) in der Praxis mobiler Anwendungen bereits nach kurzer Zeit völlig überfordert ist.

    Mit True PC fehlt mir noch die Langzeiterfahrung; wirkt zumindest im Neuzustand vertrauenerweckender. Aber das dachte man bei Speakon/ Powercon damals ja leider auch.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Speakon Pro und Contra

    • billbo
    • 23. November 2015 um 15:59

    Du hast nicht zuende gelesen? Oder zumindest mal kurz den nächsten Teilsatz... ? :roll: :D

    Das Experiment 'Speakon' war eine kurze, unrühmliche und ziemlich nervige Episode in meinem Beschallerleben. Bei uns befinden sich, von 6,5" bis 2x 21", z. Zt. so an die 400 betriebsbereite Schallschachteln mit einwandfrei funktionierenden Anschlüssen in der Halle (bzw. natürlich viel lieber auf Baustelle). Und nicht ein einziges Speakonkabel; Powercon nervt schon genug. Geht also.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Aktive PA Anlage aber Amp für Bass/Top im Bass

    • billbo
    • 23. November 2015 um 12:55
    Zitat

    Für 600 Leute braucht man schon eine Delay line!

    Also ich sach' mal so: auf gängigen größeren Baustellen werden die ersten tausend Männekes vor der Bühne von den Nearfills beschallt. Die nächsten zehn- bis zwanzig-/ dreißigtausend vom Hauptsystem. Und danach fängt man an, Delaylines zumindest mal in Erwägung zu ziehen.
    Was machen die da falsch?

    audiobo: danke für deine simple Beispielrechnung. Man kann es nicht oft genug wiederholen: ausschlaggebend für den Beschallungserfolg ist in allererster Linie die korrekte Positionierung des Lautsprechers. In der Praxis heißt das zumeist mindestens mehrere (besser viele!) Meter hoch über den Köpfen des Zielpublikums, und von dort selbstverständlich immer korrekt auf dieses ausgerichtet. Verglichen damit ist die Frage WAS das dann genau für ein Lautsprecher ist geradezu bedeutungslos.
    Also: 5000 Euro in geeignete Schwerlast- Kurbelstative, Riggingmaterial, Schwenkneiger, usw. investieren. Und für die andere Hälfte dann irgendwelche dazu passende tönende Hamsterkäfige kaufen. Dann wird’s auch was mit der (annnähernd) gleichmäßigen Beschallung von der ersten bis zur letzten Reihe.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Speakon Pro und Contra

    • billbo
    • 23. November 2015 um 12:17

    Ihr habt vielleicht Sorgen. :D

    Zwar habe ich mit Djobi's traumatischer XLR- Nahtoderfahrung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts zu tun, trotzdem oute ich mich: ich betreibe bis heute verbliebene Reste ehemals größerer Tourneesysteme aus den 80ern/ 90ern mit XLR- Lautsprecherverkabelung. Völlig stressfrei, besten Gewissens, und das bei z. T. noch dreistelligen Einsätzen im Jahr; incl. einer internen 'Firmennorm' (Biampbetrieb mit gemeinsamer Masse) aus der damaligen Zeit. Wer Aufbau und Sinn einer Schukoverlängerung o.ä. begriffen hat, hat (Berührungsschutz) schon vor 30 Jahren Weibchen statt Männchen in seine Ampracks gebaut. Dreimaleinsfünfquadrat, notfalls aus dem Baumarkt nebenan und beliebig verlängerbar – feddisch. Spielt bis heute regelmäßig und klaglos die halbe Welt drüber, incl. teils illustrer Prominenz.
    Hin und wieder gab's seitens der allgegenwärtigen amtlichen Referenzklassenpremiumhersteller – Dummschwätztonlerfraktion mal einen Spruch bzgl. Leitungsquerschnitt und Leistungsverlust und Dämpfungsfaktor und so Sachen. Aber die Anregung, etwa ein Pärchen 2x12“/2“ Wedges statt mit einem 10m LS- Kabel und einem 5m Link dann vielleicht besser gleich mit zwei 10m Leitungen anzuschließen (was Kupfer und Dämpfungsfaktor mit einem Handgriff mal eben verdoppelt) wurde – sofern zumindest verstanden - von einschlägiger Expertenseite nicht ein einziges Mal aufgegriffen. Sooo wichtig war/ ist die Sache dann anscheinend auch wieder nicht. :wink:

    Nicht XLR- Lautsprecherverkabelung ist ein Anachronismus. Sondern die technisch alberne Vorgehensweise, Leistungen im Kilowattbereich an der dafür ungünstigsten (weil niederohmigsten) Stelle im gesamten System über viele Meter mittels zentnerschwerer Kupferleitungen mit nicht verlängerbaren, notorisch unzuverlässigen Gardenaplastesteckern dran übertragen zu wollen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Aktive PA Anlage aber Amp für Bass/Top im Bass

    • billbo
    • 17. November 2015 um 11:34
    Zitat

    Sicher schicke Teile, aber reicht ein Pärchen 108p wirklich für so viele Zuschauer?

    Doch, doch. Macht sich ganz gut als Nearfill für die ersten 15-20 Zuhörer direkt vor der 4x 15"/2" Center Wedge- Position.

    Aber klar, Referenzklasse. Nur noch Phantasten unterwegs. Kopfschüttel.

  • JBL P723

    • billbo
    • 12. November 2015 um 01:18

    Das Horn kenn' ich nicht, und Gewicht richtete sich im Wesentlichen immer danach, welches Magnetmaterial zur jeweiligen Zeit en vogue bzw. in ausreichenden Mengen beschaffbar war.

    Komme ja eher so aus der Praxis und bin weniger der Spezialist für Messschriebe und Abstrahldiagramme. Stöff, hast du jemals mit so was:
    https://tse1.mm.bing.net/th?&id=OIP.M3a4e75f22e05820f2c30e42da90ce5e8o0&w=300&h=300&c=0&pid=1.9&rs=0&p=0
    Monitor gemacht? Ein unscheinbares Rundhorn (die Harten haben die Akustiklinse weggelassen) mit 'nem stinknormalen JBL Standard- Zweizöller hinten drauf. In den 80ern gab es (z. B. in Japan :roll: ) mal so Wedgekonstruktionen, da war nur der 15“er oder 2x 12“ im Gehäuse, und so ein Teil im Extrakästchen einzeln oben drauf geflanscht. Sah, zugegeben, etwas merkwürdig aus, aber ich versichere dir: damit bringst du einen taubstummen Sänger mit 'nem ollen SM58, Bronchialkatarrh und Stimmbandentzündung innerhalb von 5 Sekunden dazu dich zu bitten leiser zu machen. VIEL leiser. Ehrenwort! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • JBL P723

    • billbo
    • 11. November 2015 um 16:43

    Willkommen im Club! :lol:

    Aber durchaus ernst gemeinter Gedanke: wie sehr werden wir eigentlich belogen (bzw. noch schlimmer: wie sehr belügen wir uns ständig selbst), dass wir, wenn wir mal ein 50 Jahre altes oder noch älteres Lautsprecherkonzept in top Zustand hören dürfen, erstaunt feststellen müssen "boah, das klingt aber geil"?
    (Und Wora ist ja jetzt nicht irgendein Jüngelchen, sondern jemand dem ich ohne Weiteres attestieren würde, über ein überdurchschnittlich hohes Maß an Hörerfahrung zu verfügen)

    Weiterphilosophieren! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • JBL P723

    • billbo
    • 11. November 2015 um 14:56
    Zitat

    und was soll ich sagen: diese wedges sind ja echt traumhaft!

    Echt jetzt? JBL 15"/2" funktioniert? Wie kann das... :shock: ?

    Und wenn man sich jetzt vergegenwärtigt, dass das vor 50 Jahren schon ziemlich genau so gut funktioniert hat (2227 ist nichts anderes als ein marginal verbesserter 2205, 2451 nichts anderes als ein marginal verbesserter LE375; ich glaube die Conekits sind bis heute untereinander kompatibel): shocking!
    Dabei wird, dank revolutionärer Technologien, doch von Jahr zu Jahr alles viiieeel besser?

    (Sorry, musste sein: habe vor Jahrzehnten mal mit JBL 15"/2" 'Pepperpot' Wedges gearbeitet und seither niemals wieder etwas nennenswert besseres auf der Bühne gehört :D )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Verineart und verkempert ...

    • billbo
    • 10. November 2015 um 13:25

    Ja, so was kann ganz schön ernüchternd sein.
    Auf einmal hört man, was der Bassist wirklich spielt. Dass der SPX- Schepperhall, der in Verbindung mit ungünstiger Liveakustik super funktioniert, tatsächlich ein SPX- Schepperhall ist. Dass die bewährten Kompressorparameter für die Vocals vielleicht doch noch mal ein wenig Überarbeitung vertragen könnten. Dass die schlanke, beherzt von Mulm befreite E- Gitarre plötzlich dünn und schräpig klingt. Dass 4 Effekte ganz schön wenig sein können. Usw., usw.
    Wenn dann auch noch, wie in Gumas Fall, die PA nix kann, freut man sich vor allem auf eines: dass nach 1 ½ Stunden zum Glück Schluss ist.
    Ist ein bisschen so, wie wenn der Gitarrentec punktgenau zum entscheidenden Solo seines Chefs und Arbeitgebers, anstatt den doppelt verzerrten, dreifach geboosteten, mehrfach gedoppelten, hyperkomprimierten Übersolosound abzurufen, aus Versehen die 'Clean'- Taste erwischt (und nichts davon bemerkt, weil er ja eigentlich gerade die Ersatzklampfe neu besaitet). Und sowohl Chef als auch Publikum und Bandkollegen jetzt für einige Zeit mitanhören müssen, was da denn tatsächlich so gespielt wird. Das jähe Ende manch einer Backlinerkarriere.

    Fazit: ungünstige Hallenakustik in Verbindung mit lauter Backline muss nicht IMMER nur ein Fluch sein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Verineart und verkempert ...

    • billbo
    • 9. November 2015 um 21:18

    wora: heutzutage auf jedem größeren Festival und bei vielen Tourneekonzerten. Allerdings nicht in Verbindung mit 10"/1".

    Ein gutes Rockkonzert ist ein physisches Erlebnis, sowohl auf als auch vor der Bühne. Und sowohl Physik als auch Erfahrung sagen: Membranfläche ist dabei durch nichts zu ersetzen. Von mir aus könnte man Rockveranstaltungen unter 16x 18“/ 16x 12“/ 8x 2“ (am besten natürlich pro Seite :D) gerne generell verbieten. Egal, wie viele Zuschauer da sind; man muss bzw. sollte das Zeug ja sowieso nie bis zur Kotzgrenze ausreizen. Und In Ear wurde ursprünglich nicht für Clubkonzerte erfunden, sondern für Großbühnen, auf denen die Musiker wegen der Entfernungen zueinander nicht mehr sauber zusammenspielen können.

    Der Grat für ein ordentliches Club- Rockkonzert ist mittlerweile ziemlich schmal geworden.
    Ich hab' ja den Vorteil, die Entwicklung (z. T. sogar an immer gleicher Spielstelle) über fast 4 Jahrzehnte mitverfolgt haben zu können. Von sinnlosen Lärmorgien der späten 70er/ frühen 80er ("Wenn Qualm aus den Boxen kommt und die Ersten ohnmächtig umkippen - nur noch in Maßen lauter machen!") bis hin zum Schlagzeug hinter Plexiglas + Kemper + In Ear nebst perfekt nivelliertem HiFi - Studiomix über PA (wo die ersten Zuhörer nach ½ Stunde in den Biergarten gehen, weil's ihnen zu unspektakulär, blutleer und langweilig ist) war's ein ziemlich langer Weg.
    Am besten funktioniert die Sache erfahrungsgemäß, wenn die Band in leerer Halle schon von sich aus mit eigenen Mitteln von der Bühne ein schlüssiges Bild mit einigermaßen 'Pfund' dahinter (so 92 bis 95dB/A Leq) abliefert; ohne dass ein bestimmtes Instrument oder ein bestimmter Frequenzbereich dabei unrühmlich in den Vordergrund tritt. Dann braucht man das später über PA eigentlich nur noch an den Hallenfüllstand anzupassen. Gerne natürlich unter Zuhilfenahme aller möglichen Tricks: Laufzeitverzögerung für bessere Ortbarkeit, Hallräume zur Schaffung künstlicher Liveatmosphäre und 'Lautheit', Ausdünnung bestimmter Frequenzbereiche zwecks Besänftigung des ansonsten ziemlich unerbittlichen Pegelschreibers, Multibandkompression für besseres Durchsetzungsvermögen ohne mehr Spitzenpegel, und vieles mehr. Dann sind am Ende alle zufrieden, die Ohren pfeifen höchstens ein ganz kleines bisschen, und die magische 99 steht ebenfalls noch.

    Kleines Problem: dazu müssen alle, wirklich alle Beteiligten ziemlich genau wissen, was sie tun. Und das ist in Verbindung mit 'Rockkonzert' höchst selten bzw. aus Prinzip eigentlich gar nicht vorstellbar. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Verineart und verkempert ...

    • billbo
    • 9. November 2015 um 14:20

    Klar wird das mit Stöpseln nicht besser. Aber gerade auch Drummer trommeln mit zugestopftem Gehörgang nicht unbedingt automatisch banddienlich- zurückhaltender. Und die anderen verlieren ebenfalls oft ganz schnell das Gefühl für akustische Realwelten.

    Ich bin öfter mal als Monitorer für 'ne Kapelle unterwegs, die (wenn überhaupt mal) auch im Proberaum komplett In Ear spielt; ebenfalls mit 1x SansAmp und 2x Kemper. Die headlinen 10.000er Festivals. Und selbst da hat der FOHler häufig echte Probleme, den Sänger ordentlich über den Bühnenradau (der sich vergleichsweise wirklich sehr zahm gestaltet) drüber zu kriegen. Der hört sich halt immer super, egal wie leise er singt oder wie weit weg gerade das Mikro ist.
    Als Krönung gibt’s, sofern die Nearfillgeschichte nicht wirklich perfekt gelöst ist, aus den ersten Reihen dann gerne "Lauter! Lauter!" - Rufe, weil Backline und Sidefills dort natürlich fehlen; gerade denen, die sowieso immer da vorne stehen, und für die es bei der Band zuvor dort noch so richtig schön gekesselt hat.
    Ist mir natürlich egal – ich mach' ja nur Monitor... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Verineart und verkempert ...

    • billbo
    • 9. November 2015 um 12:18
    Zitat

    Wie sieht denn z.b. Das Mikrofon Signal aus? Kommt der Sänger da noch gut rüber oder ist er in die "ich brauch jetzt nicht mehr laut singen, hab ja in ear" Falle getappt?

    Ja, einschlägige In Ear- Problematiken kommen vermutlich noch dazu.
    'Junge Band komplett auf In Ear'. Wie sollen die Jungs lernen was sie beim Musizieren ihrer Umwelt antun, wenn sie im Proberaum und auf der Bühne in ihrer steril versiegelten akustischen Kunstwelt leben? Steck die mit Schlagzeug und Verstärkern, aber ohne In Ear, in einen allseits gekachelten 6x8 Meter Proberaum (altes Schlachthaus oder so was) und lass sie dort üben wie man es anstellt, dauerhaft ohne Ohrenschäden und Stimmbandentzündung zusammen Musik zu machen. Das reicht von Arrangement über Spieltechnik bis hin zu Investitionen in passende Ausstattung (also z. B. leise Snaredrum, leise Becken). Dann klappt das anschließend auch auf der Schweineclubbühne.

    Und daran anschließend noch mal wieder meine Lieblingsthese: PA ist 'ne technische Notlösung für den Fall, dass das Original akustisch nicht ausreicht. Und nicht dafür, wenn's ohne PA schon zu laut ist. Unterhalb von 'PA' (und 10"/1" ist in Verbindung mit Rockmusik deutlichst :Dunterhalb) daher besser auf die Kammerer'schen Bosestäbchen setzen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Verineart und verkempert ...

    • billbo
    • 8. November 2015 um 22:30
    Zitat

    Ich gebe der PA und der fehlenden Ortung die Schuld.

    Jepp.

    Die Gesangsanlagen in einer Zeit, in der die ersten Beatbands Livemusik öffentlich vernehmlicher darzubieten versuchten als die Tanzteecombo im Kneipensaal, bestanden aus zwei 4x 12“- Säulen + Horn drüber o. ä.; und konnten damit (auch auf Grund der Ortung) mal so gerade eben mit Schlagzeug (akustisch) und Bass/ Gitarre/ Orgel (jeweils eigene Verstärkeranlagen auf der Bühne) mithalten. Zumindest, wenn der Sänger stimmlich halbwegs was drauf hatte.
    Und das soll heute ALLES über zwei 10“/ 1“ Loungehintergrundmusikschächtelchen gequetscht werden? Finde ich etwas... na ja... gewagt. Intelligenter Kompressor- und Dynamikeq- Einsatz in allen Ehren. Aber wenn ich schon mit dem ersten etwas lauter gehusteten oder gesungenen Satz mühelos die komplette 'PA' an ihr Limit bringe, eigentlich komplett sinnlos. :D

    Komplette Band über Mini- PA: das funktioniert, wenn das sitzende Konzertpublikum andächtig lauscht und eventuell anwesende Damen mit gar zu hörbar raschelnder Abendgarderobe mittels vernichtender Blicke rigoros abstraft/ diszipliniert. Solche VAs mache ich regelmäßig; und den LEQ von knapp unter 80dB/A versaut mir dabei höchstens der Applaus zwischen den Stücken.
    Sofern ich deine Schilderungen zutreffend interpretiere, würde ich mich das bei deiner Band allerdings auf gar keinen Fall trauen. :shock: :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  2. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  3. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  4. Frontschaum in "Würfeloptik"

    Blancblue
    28. September 2026 um 15:41
  5. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  6. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  7. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  8. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  9. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  10. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™