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Beiträge von billbo

  • Schlanke Fliegelösung für L-ACOUSTICS ARC Wide and Focus

    • billbo
    • 14. Oktober 2014 um 20:41

    Bei 'horizontal' ist aber nichts mehr mit der messerscharfen Abgrenzung von den Wänden...

    Kein Angriff, allenfalls ein Verständnisproblem. Entschuldige die Direktheit – Ruhrgebietler sind so.

    Ich lese die Eckdaten: L-Acoustics, bestuhlte Turnhalle(n), Kabarettprogramm vor 250 (+x?) Zuschauern, keine Subs.
    Daraus abgeleitet die Anforderungen an die Beschallung: hohe Sprachverständlichkeit bei möglichst gleicher Lautstärke für alle Plätze, moderate Pegel, mögl. wenig Anregung der Hallenakustik, braun.
    Bedeutet für das Beschallungskonzept, in der Reihenfolge von 'wichtig' nach 'weniger wichtig': die Beschallung muss
    - hoch!!! Vier, fünf Meter oder mehr, um Pegeldifferenzen zwischen erster und letzter Reihe zu minimieren und akustische Abschattungseffekte für weiter hinten Sitzende zu vermeiden,
    - sauber geneigt und eingedreht sein, um die Schallenergie gezielt Richtung Publikum zu richten (und vor allem weg von der gegenüberliegenden Stirnwand),
    - möglichst unverfärbt und sauber klingen,
    - braun sein.

    Annähernd perfekte Lösung, falls ein geflogenes Monocluster über der Bühne nicht machbar ist: 2 standsichere Kurbelstative/ Lifte ausreichender Höhe und Tragfähigkeit und allerbester Qualität. 2x 12XT + Schwenkneiger. Nearfills etc. bei Bedarf.
    Mit einem auf 1,60m Höhe gestackten WiFo – Cluster erreichst du dagegen in nahezu allen Belangen das komplette Gegenteil: vorne zu laut, hinten zu leise. Hintere Reihen zusätzlich durch die davor Sitzenden mehr und mehr vom Direktschallfeld abgeschnitten. Trotzdem landet ein Großteil der Schallenergie an der gegenüberliegenden Wand und anschließend mit fataler Laufzeitdifferenz wieder im Publikum (verglichen damit sind Reflektionen von mitlaufenden Wänden nahezu bedeutungslos).

    Nichttechnische Aspekte (evtl. 'sollen' aus politischen oder sonstigen Gründen bestimmte Boxen oder Materialmengen verwendet werden) ausdrücklich außen vor. Vielleicht habe ich aber auch das, was du vor hast, wirklich nicht richtig verstanden?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schlanke Fliegelösung für L-ACOUSTICS ARC Wide and Focus

    • billbo
    • 14. Oktober 2014 um 13:04

    Sorry für etwas o.t., aber ich muss die Frage doch mal stellen:
    Was sind das für Kabarett – Veranstaltungen, bei denen man mittels einer knapp über Ohrhöhe montierten Batterie von Hochleistungsbeschallungskisten mit 137dB auf das zahlende Publikum eindrischt?
    Ich kenn' das so:
    Kabarett/ Kleinkunst 'klein'/ vor bis zu ein paar hundert Zuschauern - je ein gutes, hoch sprachverständliches Kompakttop der 15-20 Kilo- Klasse L und R sinnvoll geneigt auf hohem! Kurbelstativ; plus ggfs. auf der Bühnenkante ein paar Nearfills in Kofferradiogröße.
    Kabarett/ Kleinkunst 'groß'/ vor bis zu ein paar tausend Zuschauern – der typische Anwendungsfall für Minilinearrays maximal der Größenordnung Nexo Geo-S/ RCF TTL-31/ o. ä., plus ggfs. ein paar intelligent verteilte Filler/ Nearfills/ Delays/ etc. in Kofferradiogröße.

    Ich schließe mich der Meinung von F. Nachtigall* an: das Material ist für bestimmte Anwendungsfälle top – aber für den hier konstruierten vollkommen fehl am Platz.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    *Edit: und den Anmerkungen von Verstärkerberserker; hat sich zeitlich überschnitten

  • Frage an Billbo und Simonstpauli:

    • billbo
    • 13. Oktober 2014 um 17:00

    Um nicht missverstanden zu werden: 'Hole' lass' ich mir durchaus noch gefallen. Das ist, wie von Oton treffend angemerkt, prima Krawall; mit gutem Unterhaltungswert und einem hohen Maß an Selbstironie. Und erst wo's an letzterer fehlt wird's auf Distanz wirklich bitter. Und zwar bei weitem nicht nur bei Berufspunks. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Frage an Billbo und Simonstpauli:

    • billbo
    • 13. Oktober 2014 um 12:13

    Leute - das ist Punk. Das Gegenteil von Topliga. Das muss so.
    Für die jüngeren hier: Punk - ein Kunst-/ Lebenskonzept bzw. Jugendkulturphänomen der 70er/ frühen 80er. Ich kann nichts, ich weiß nichts, ich bin nichts – aber ich will dennoch Star sein, traue mich trotzdem (oder gerade deshalb) auf eine Bühne, und finde mich toll dabei. Der Punker von heute versucht sich gerne als 'DJ'.
    Das generelle Problem solcher Konzepte: sie sind nicht zu Ende gedacht. Ein Altern in Würde ist darin z. B. nicht vorgesehen. Und für manch einen 'Kult' - Szeneprotagonisten stellt die Erfindung von Youtube & Co. daher eine durchaus tragische Entwicklung dar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Frage an Billbo und Simonstpauli:

    • billbo
    • 9. Oktober 2014 um 12:05

    Fake oder nicht - es könnte echt sein. Einfach hin und wieder mal während der einen oder anderen Show den PFL- Kopfhörer benutzen, wenn's gerade mal wieder ein bisschen langweilig zu werden droht. :D

    Vor vielen Jahren hab' ich mal (im Rahmen einer 'letzte Tourshow' Aktion) einem damals gerade schwer angesagten Bratgitarrengitarristen sein cleanes, unbearbeitetes, unverzerrtes Gitarrensignal auf den Monitor gegeben. Das bot sich so an, weil er zufällig auf der selben Frequenz sendete wie die Handfunke des Vorgruppensängers.
    Der musste über das, was er da wirklich zum Besten gab, dermaßen lachen, dass die Show kurzzeitig unterbrochen werden musste... :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Soundcraft ViSi Remote - Keine Mutegruppen?

    • billbo
    • 9. Oktober 2014 um 11:50
    Zitat

    ABER: mich würde interessieren, ob die VT-Buden und das Personal mehr Geld mit den "richtigen" Konzerten verdienen oder mit dem großen Rest. ;)

    Das ist gar keine Frage. Hinter teilautomatisierten Mc Donalds – Touchscreenfleischbrätern verdienen ungleich mehr, ehm, Köche ihr Geld als in der Sternerestaurantküche. Trotzdem gilt 'Fleischklopse wenden' in der Gastronomiearbeitswelt deshalb nicht als das Maß der Dinge oder gar erstrebenswertes Karrieretraumendziel. Hier im Forum dagegen kommt mir das allerdings manchmal ein bisschen so vor. :wink:
    Und auch wenn ich – wie vermutlich die meisten hier – selbst oft genug Fleischklopse wenden muss: die Jobs, auf die ich mich wirklich freue, gibt es zum Glück auch; und die sehen Gott sei Dank (noch?) völlig anders aus.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Soundcraft ViSi Remote - Keine Mutegruppen?

    • billbo
    • 7. Oktober 2014 um 15:01
    Zitat


    Wo ist Billbo, letzte Bastion gegen die finale iPad Mischerei ???

    Hier! Gerade zurück von quasi ausverkaufter gepflegter Altherren - R&R Tour, und daher in allerbester Laune für dicke Hose :D . Bitteschön:

    Grundsätzlich gibt's ja 2 unterschiedliche Arten von Mischerjobs (mit, zugegeben, manchmal fließenden Übergängen zwischen beiden).
    a) das richtige Konzert, wofür viele Menschen um der (musikalischen) Darbietung Willen richtig Eintritt latzen, und wo die Künstler nebst deren Tross daher einen hohen Stellenwert genießen. Dort gibt es richtige Mischpulte zum richtig dran arbeiten; und die stehen auch stets an einer Stelle, wo es Sinn macht (andernfalls werden sie halt rechtzeitig vor Arbeitsbeginn noch dort hingestellt. GANZ sicher!). Und fürs Mischen gibt's da auch tatsächlich so eine Art Gage.
    b) den großen Rest. Buntes Remmidemmi, Musik/ Ton als Nebensache. VT Meister-/ Hausmeister Nebenjob - einschalten, einstellen bis sich niemand mehr unnötig gestört fühlt, Kaffee trinken gehen.

    Zumindest für mich persönlich gilt: solange ich von a) noch einigermaßen angenehm leben kann, benutze ich i-Pads auf dem Job ausschließlich für das, wozu sie gemacht sind: im Internet rumdaddeln, Emails beantworten, Fliegen verscheuchen, und die Tageslangeweile mit Bubble Shooter und Forumsposterei vertreiben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • billbo
    • 4. Oktober 2014 um 14:53

    Vor 10 Jahren oder so hab' ich hier mal reingeschrieben: in 10-15 Jahren sitzen wir alle mit einem Laptop oder so was ähnlichem auf der Parkbank neben dem Stadion und helfen dem Bon Jovi Mischer ein bisschen beim mischen.

    Ultimate Single Point of Failure. Das war aber doch nicht so schwer.

    Mit freundlichem Gruß
    (von einem modernen, platzsparenden XL3 FOH in einem gemütlichen 400er/ bzw. jetzt nur noch 350er Rockclub)
    BillBo

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • billbo
    • 4. Oktober 2014 um 14:08

    Jepp. Dann brauchen wir nur noch eine schicke neue Abkürzung dafür: USPF :D

    Wir sollten dann aber auch zurück zur modernen Strategie 'mit einem Motor über den Atlantik'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gain Sharing oder Compensation nicht möglich 2014

    • billbo
    • 3. Oktober 2014 um 17:12
    Zitat

    Mir ist bewusst, das jetzt Preampliebhaber Sturm laufen werden, da ihr Lieblings-
    Spielzeug nicht mehr greifbar ist. Dennoch - korrekt einpegeln kann auch ein Chip.

    Von Szene- Preampmystik gleich welcher Art bin ich sicherlich seeehr weit entfernt. Gleichwohl tue ich als Dienstleister gut daran auch für Kundschaft gerüstet zu sein, die das - warum auch immer - ein bisschen anders sieht. Es gibt eben nicht 'den' Nutzer. Gegen die Erhabenheit von Religion ist auch an dieser Stelle die Ratio leider häufig machtlos. Und Diskussionen darüber daher fast immer sinnlos.

    Mit freundlichem Gruß (aus Karlsruhe :D / in tapferem Kampf gegen albern kalibrierte dB- Limits/ hoffentlich rufen die nachher bloß nicht wieder alle "lauter! LAUTER!!!")
    BillBo

  • Sinn oder Unsinn: Szenenautomation im Bandmix

    • billbo
    • 3. Oktober 2014 um 11:03

    EDIT MOD:
    Da das eigentlich ein eigenständiges interessantes Thema ist, trenne ich das hier aus dem 'gainsharing' Thread ab

    Nun ja - ist es denn wirklich so, dass die Hersteller für anspruchsvolle Mehrfacharbeitsplatzanwendungen (Foh/ Mon/ Rec/ ... ) explizit versprochen haben, dass an Platz 2, 3, ... nur noch jeweils ein halbes Mischpult gebraucht wird? Oder ist das schlicht wunschdenkengesteuerte Fehlinterpretation einiger Geiz-ist-auch-hier-megageil - Anwender?

    Und zweite Frage: gibt es (außer in der 'teilautomatisierten' Theater-/ Musicalwelt, da ist die Sache klar) tatsächlich Kollegen, die während einer Liveshow einfach vorgefertigte Files abrufen?
    Egal ob auf Tour oder auf Festivals: wie das Venue im gefüllten Zustand 'akustisch tickt', wie die Tagesform der Musiker ist, welche Effekte in dieser Akustik jetzt tatsächlich funktionieren, auf welche Spontanideen der Bandchef so kommt - das alles und noch viel mehr stelle ich doch als Livetonler erst während der ersten Programmminuten fest und habe deshalb in dieser Zeit auch richtig viel zu tun; gegebenenfalls merke ich, dass ich die Hallenakustik im leeren Nachmittagszustand völlig falsch eingeschätzt habe und baue notgedrungen meine komplette Mixstruktur um. Mit anderen Worten: der gesamte Tagesmix ergibt sich doch erst während der ersten paar Songs. Und je nach dem, was die Musikanten auf der Bühne so treiben, wird er ständig (minütlich/ sekündlich) korrigiert/ modifiziert/ angepasst.
    Und wenn ich nach ein paar Minuten endlich einigermaßen damit fertig bin gehe ich hin und rufe eine andere Szene auf? :shock: Dann mache ich ja im Prinzip auch nichts anderes als der Tanzmuckerchef, der von der Bühne aus 'seinen' Sound auf dem Powermixer einstellt und hofft, dass das auch hier und heute schon so einigermaßen unfallfrei hinhauen wird... :roll:
    Ich kenne keinen Kollegen, der live so arbeitet; von Sonderanwendungen (fester Bandinearmix, ALLES auf Recall Safe außer ein paar Spezialeffekten, o. ä.) mal abgesehen. Und am anderen Ende des Muco ist's nicht viel anders, für einen gestandenen Monitorer ist der Channel Gain in den ersten Minuten oft eines der meistgebrauchten Bedienfeatures. Und nein, es ist aus technischer Sicht eben nicht möglich, diesen einmal für mehrere Arbeitsplätze perfekt einzustellen und danach für zwei Stunden nicht mehr anzufassen. Ein Konzertmix ist ein dynamischer Vorgang, ganz ähnlich wie das Geschehen auf der Bühne selbst. Und das funktioniert auf zwei Beinen einfach um Welten besser als im Rollstuhl.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gain Sharing oder Compensation nicht möglich 2014

    • billbo
    • 2. Oktober 2014 um 23:27

    Sorry, dass ich ein bisschen am technischen Thema vorbei schreibe. Allerdings, speziell aus dieser Theaterwelt ist mir keine gebräuchliche Anwendung/ Installation bekannt, in der von unterschiedlichen Bedienoberflächen gleichzeitig auf gemeinsame 'Stageboxen' zugegriffen wird (also nach Art klassischer FOH/ Monitor Anwendung).
    Dabei gebe ich gerne zu, dass ich mit dieser Szene nur gelegentlich in Berührung komme, und dass meine Erfahrungen dort daher mit einigem Wohlwollen als 'eher lückenhaft' zu bezeichnen sind. :roll:

    Meine Gainsharing - Erfahrungen sehen dagegen ähnlich aus wie die von Simonsanktpauli: man hat die Problematik mitlerweile verstanden und umgeht sie per Analogsplit (vielleicht liest man ja in Einzelfällen sogar meine Rider :shock: - aber das geht mir dann jetzt doch allzusehr ins rein Spekulative... )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gain Sharing oder Compensation nicht möglich 2014

    • billbo
    • 2. Oktober 2014 um 18:10

    Dann versuche ich mich mal als Mischpultherstellerversteher:

    Angenommen, ich bin als solcher bestens am Markt positioniert und verkaufe ein stattliches Portfolio von netzwerkfähigen Mischpulten und Peripheriegeräten. Ein Großteil meiner Zielkundschaft (aus den unterschiedlichsten Anwenderbereichen) kommt mit den Nachteilen der Möglichkeit meines 'Gainsharing' - Konzeptes prima klar. Ein kleiner Teil - nämlich die verrückten Stadtfest- und Livekonzert/ -festivaljungs, die nach althergebrachter Arbeitsweise schnell wechselnde Programmpunkte an unterschiedlichen Arbeitsplätzen ohne vorherigen richtigen Check abarbeiten müssen, hat ein Problem damit und besteht daher aus gutem Grund prinzipiell auf Analogsplit.
    WARUM um alles in der Welt sollte ich ausgerechnet für die exotischen Probleme dieser Jungs meine sündteure Entwicklungsabteilung von der Arbeit abhalten? Viel, viel lieber verkaufe ich diesem speziellen Teil meiner Klientel doch ein paar schöne Container voller RIOs zusätzlich. Dann haben die Jungs genau das, was sie wollen - und ich habe auch genau das, was ich will.
    Schon wieder mal die beste aller Welten.
    Also - ich würd's so machen (für den Fall, dass die böse Konkurrenz da irgendwelche überraschenden Dummheiten vor hat, kann ich ja, sofern's nicht übermäßig weh tut, trotzdem schon mal ein Ass im Ärmel vorhalten). Oder hab' ich als ökonomisch orientierter Konzernlenker/ Produktlinienchef/ was auch immer/ da was übersehen?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was darf ich, was darf ich nicht?

    • billbo
    • 30. September 2014 um 19:32
    Zitat

    Zur Info: Der Gesuchte soll den LKW fahren und den Follow bedienen ferner hilft er dem eigentlichen Lichtmann beim Einrichten.

    Du suchst also einen Trucker in Festanstellung, der auch 'ein bisschen am Licht mit anfassen' soll. Gut so, kommt in der Stellenausschreibung halt auf den ersten Blick nicht ganz so rüber. Wäre anderfalls ja auch ein glasklarer Verstoß gegen die Fahrpersonalverordnung, und so halbseidene Sachen wollen wir hier natürlich auf gar keinen Fall.

    Lieber Kollege WoMü: eine der ganz wesentlichen, grundsätzlichen sicherheitstechnischen Errungenschaften des Tourneebetriebes ist es, dass die Fahrer (also die Nachtschicht) nachts die Trucks und Nightliner trotz ihrer unglücklichen Arbeitszeiten so sicher wie irgend möglich von A nach B bewegen - und ansonsten nichts, absolut gar nichts, mit dem Tagesgeschehen am VA Ort zu tun haben. Das ist aus gutem Grund so, das funktioniert auf Schweineclubtour heutzutage ebenso problemlos wie auf Arenawelttournee, und das hat sich die Branche im Laufe der Jahre ganz von allein erarbeitet. Die meisten Älteren, die hier mitlesen und -schreiben, kennen das noch ganz anders. In den 70ern/ 80ern fuhr das arme Schwein mit dem richtigen 'Schein' halt nach 15 Stunden Knüppelei noch 500km den überladenen Zwölftonner. Zumindest so lange, bis absolut nichts mehr ging; danach übernahm halt notgedrungen auch schon mal jemand, der keinen Schein hatte. Und die meisten, die das über Jahre und Jahrzehnte so durchgezogen haben, haben's sogar ohne größere Schäden überlebt.

    Wenn daher jemand, der hier im Forum gern ungefragt den unbeugsamen Paragraphenhengst gibt, ein paar Zeilen weiter unten auch nur den ganz leisen Anschein erweckt, als wolle er diesbezüglich im tatsächlichen (Geschäfts-) Leben zurück in's finsterste Tourneemittelalter - dann möge er über die eine oder andere anzüglich Bemerkung dazu nicht all zu sehr verwundert sein.
    Aber ist ja zum Glück alles bloß ein Missverständnis.

    Gut, dass wir drüber gesprochen haben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Was darf ich, was darf ich nicht?

    • billbo
    • 29. September 2014 um 12:55

    :lol: Wie ging noch gleich die Geschichte mit dem Wasser und dem Wein?

  • "Brummende Gitarreneffekte" eliminieren.

    • billbo
    • 23. September 2014 um 20:27
    Zitat

    Ist das Brücken von Tip und Shield eigentlich die spanische Lösung für Brumm Probleme "wo nix Ton da nix Brumm", oder ist das der Hottip der Londoner Live Szene?

    Neulich irgendwo hinter dem Ural empirisch ermittelt. 8)
    Es gibt da so Klinkenstecker mit einem eingebauten Kurzschlussschalter. So lange, wie der nicht wirklich 100%ig bis zum Anschlag drin steckt, herrscht an der Stromgitarrenfront geradezu himmlische Ruhe. Brummtechnisch, und auch ganz im allgemeinen. Check it out!

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 23. September 2014 um 17:04
    Zitat

    manche kollegen benötigen eben auch eine hohe Anzahl an eingängen am FOH.

    Es gibt aber in der Konzertwelt nicht nur FOH :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "Brummende Gitarreneffekte" eliminieren.

    • billbo
    • 23. September 2014 um 16:59

    Beim Klinkenkabel, welches vom Stressbrett zum Amp geht, gehört auf jeden Fall schon mal eine Brücke zwischen 'Tip' und 'Shield'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 22. September 2014 um 14:41
    Zitat von "ThoSchu"

    und wie würde eine perfekte DiGiCo SDX für euch aussehen?

    Als Nachfolger der SD7?

    Und da sind sie wieder, die Parallelwelten: auf PM5 (und dessen analogen Vorgängern ab PM2000 :D ) habe ich sicherlich eine schöne vierstellige Zahl von Shows gemischt. SD7 habe ich bewusst genau ein Mal im Leben gesehen (als Endorsement- FOH bei Aerosmith). Und auch das analoge Vorgänger- Brand Soundtracs ist, anders als damals Soundcraft/ TAC/ Midas/ Yamaha/ Crest/ u.v.a. mehr, nie wirklich in meiner Arbeitswelt angekommen.

    PM5 habe ich übrigens nie wirklich als 'Flaggschiff' empfunden, sondern eher als ein erwachsenes universelles Arbeitspferd. Breit akzeptiert, zuverlässig, unkompliziert, annähernd narrensicher. Nicht Maybach, sondern E- Klasse Turbodiesel mit AHK. So eine Art digitaler XL200 plus 2x PCM, 2x SPX, 1x Tapdelay, 10x Gate, 10x Comp, 2x DN300.
    Und mitlerweile technologisch ein bisschen in die Jahre gekommen; Viersegment- Kanaldisplays und PCMCIA sind Jahrtausendwende- Standard. Manchmal frag' ich mich, wo die so was heute überhaupt noch her bekommen; schließlich ist das Teil ja immer noch unverändert im Programm. (PM1 wurde dagegen m.W. eingestellt, weil seitens der Zulieferer irgendwelche zentralen Bauteile abgekündigt wurden). Das Bedienkonzept hingegen empfinde ich bis heute als absolut auf Höhe der Zeit.
    Yamaha muss also und wird m.E. auch etwas tun und nachlegen. Würde mich eventuell in Versuchung führen, nach >20 Jahren zum ersten Mal wieder eine 'Musikmesse' (das heißt aber heutzutage glaub' ich anders) zu besuchen. :D

    Mit freundlichem Gruß (aus einem Ü50-bis-Mitte60- Tourbus :D )
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 21. September 2014 um 19:50
    Zitat

    Soviel dazu von der bildschirmgeprägten Nachfolgegeneration

    Tz tz tz. Junggemüse... :D

    Wer braucht in Zeiten von LED Metern über oder neben jedem Fader noch eine Meterbridge? Ob Bildschirmjungspund oder Stellhebeloldie - seine Gainstruktur muss man auch ohne im Griff haben, wenn man's denn überhaupt im Griff haben will.

    Helle(re) Displays sind immer eine berechtigte Forderung, und es gibt da auch durchaus Unterschiede. Aber draußen ist einfach irgendwann mal Schluss mit allen Arten von selbstleuchtenden Anzeigesystemen, auch LED Kränze helfen ab einer bestimmten Luxzahl genau gar nichts mehr. Und auch bei Großpulten auf Großfestivals zeigt die Erfahrung, dass genau bei meiner Nachmittagsband die Sonne einen direkten Weg auf mein Display finden wird. Glaubst du nicht? Probier's aus!
    Und gibt's eigentlich überhaupt noch Pulte ohne regelbare Bedienoberflächenhelligkeit?

    Und selbstverständlich gehört beim Livemischen der Blick auf die Bühne! Beim Autofahren schaust du ja auch die meiste Zeit auf die Straße und nicht auf deine Pedale oder irgendwelche Bildschirme. Und zwar aus gutem Grund!

    Zitat

    Nicht umsonst diskutieren hier auch mehrheitlich alte Männer ... :D:D:D

    Hm. Ich befinde mich gerade in einer Phase in der ich ein wenig Mühe damit habe, die Existenz von mentalen und körperlichen Alterswehwehchen für mich zu akzeptieren. Ach Quatsch - in Erwägung zu ziehen. Kann ja sein, dass das angeblich bei anderen so ist - aber doch bitteschön bei mir nicht! :D
    Irgendwie finde ich mitlerweile aber trotzdem, dass sämtliche Anzeigeeinrichtungen und Beschriftungen vor allem eins sein müssten: Größer!!! :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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