Bei 'horizontal' ist aber nichts mehr mit der messerscharfen Abgrenzung von den Wänden...
Kein Angriff, allenfalls ein Verständnisproblem. Entschuldige die Direktheit – Ruhrgebietler sind so.
Ich lese die Eckdaten: L-Acoustics, bestuhlte Turnhalle(n), Kabarettprogramm vor 250 (+x?) Zuschauern, keine Subs.
Daraus abgeleitet die Anforderungen an die Beschallung: hohe Sprachverständlichkeit bei möglichst gleicher Lautstärke für alle Plätze, moderate Pegel, mögl. wenig Anregung der Hallenakustik, braun.
Bedeutet für das Beschallungskonzept, in der Reihenfolge von 'wichtig' nach 'weniger wichtig': die Beschallung muss
- hoch!!! Vier, fünf Meter oder mehr, um Pegeldifferenzen zwischen erster und letzter Reihe zu minimieren und akustische Abschattungseffekte für weiter hinten Sitzende zu vermeiden,
- sauber geneigt und eingedreht sein, um die Schallenergie gezielt Richtung Publikum zu richten (und vor allem weg von der gegenüberliegenden Stirnwand),
- möglichst unverfärbt und sauber klingen,
- braun sein.
Annähernd perfekte Lösung, falls ein geflogenes Monocluster über der Bühne nicht machbar ist: 2 standsichere Kurbelstative/ Lifte ausreichender Höhe und Tragfähigkeit und allerbester Qualität. 2x 12XT + Schwenkneiger. Nearfills etc. bei Bedarf.
Mit einem auf 1,60m Höhe gestackten WiFo – Cluster erreichst du dagegen in nahezu allen Belangen das komplette Gegenteil: vorne zu laut, hinten zu leise. Hintere Reihen zusätzlich durch die davor Sitzenden mehr und mehr vom Direktschallfeld abgeschnitten. Trotzdem landet ein Großteil der Schallenergie an der gegenüberliegenden Wand und anschließend mit fataler Laufzeitdifferenz wieder im Publikum (verglichen damit sind Reflektionen von mitlaufenden Wänden nahezu bedeutungslos).
Nichttechnische Aspekte (evtl. 'sollen' aus politischen oder sonstigen Gründen bestimmte Boxen oder Materialmengen verwendet werden) ausdrücklich außen vor. Vielleicht habe ich aber auch das, was du vor hast, wirklich nicht richtig verstanden?
Mit freundlichem Gruß
BillBo