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Beiträge von billbo

  • PMxD

    • billbo
    • 20. September 2014 um 20:52

    Danke für die Versachlichung der Diskussion.

    Da ich aber direkt gefragt wurde, hier auch meine Antwort:
    1.) Der (nicht nur) menschliche Sehsinn ist evolutionsgeschichtlich primär auf das Erfassen von Formen und Helligkeitsänderungen ausgelegt. Das Erfassen unterschiedlicher Wellenlängen (also Farben) kam erst später dazu, funktioniert nicht bei allen Menschen und auch nicht unter allen Rahmenbedingungen gleich gut (unterhalb bestimmter Helligkeitswerte/ bei Dämmerung z. B. gar nicht). Und wird daher vom Gehirn erst in zweiter Instanz zur Informationsgewinnung herangezogen.
    Quelle: mein Biologielehrer, ca. 1972, Unter- oder Obertertia. Verifizierung der Quelle z. Zt. aus biologischen Gründen nicht möglich; zumindest gehe ich aber davon aus, dass er uns damals nicht bewusst angelogen hat.

    2.) Wahrgenommene Bewegung/ Veränderung, selbst solche außerhalb des direkten Sehfeldes, auf welches man sich gerade konzentriert, gelangt auf direktem Wege ins 'Alarmzentrum' des Wahrnehmungsapparates. Eine Vergrößerung einer bestimmten Teilfläche wird dabei (ebenfalls evolutionsbedingt) unwillkürlich als Annäherung eines Objektes und damit mögliche Gefahr missinterpretiert, und überspielt für kurze Zeit alle anderen visuellen Eindrücke.
    Quelle: irgendein 'Spektrum der Wissenschaft' - Artikel und/ oder popularwissenschaftlicher Fernsehbeitrag aus den letzten 3 bis 4 Jahrzehnten.

    Beides würde ich als 'erweitertes Allgemeinwissen' bezeichnen; und beides hilft mir zu verstehen, warum ich eine sich vergrößernde Drehkranzfläche um einen Encoder herum augenblicklich und ohne Umwege über irgendeine notwendige Abstraktionsebene erfassen und zutreffend einordnen kann. Für eine Dissertation wird's nicht reichen - als Beitrag zu einer Forumsdiskussion über Mischpultbedienoberflächen solte es für jedermann verständlich und akzeptabel sein.

    @a.wild: Avid, insbesondere Profile, stellt in der professionellen Festival-/ Tour- und Hausinstallationsszene durchaus eine zahlenmäßig beachtliche Größe dar, wie üblich mit regionalen Unterschieden. Allein in London fallen mir dazu auf Anhieb 4-5 nahezu täglich bespielte Tourläden ein; die letzten wo ich's unter den Fingern hatten waren 'The Garage' und 'O2 Acadamy Islington'; und in 'meinem' Hausladen ist's eins der häufigsten Gastpulte. Hier im Forum gibt's allerdings z. Zt. keinen 'Fanboy' dafür, deshalb ist's hier eher ein bisschen unterrepräsentiert.
    Persönlich wollte ich mich anfangs damit (vermutlich wegen der für Yamaha- Lehrlinge etwas ungewöhnlichen Bildschirmsprache) nicht auf Anhieb anfreunden - musste dann aber doch ziemlich schnell erkennen, dass es sich hierbei um ein ergonomisch gut durchdachtes und sehr intuitiv bedienbares Bedienkonzept handelt; und im übrigen um ein mechanisch äußerst vertrauenerweckendes Stück Technik. Natürlich mit ein paar Nachteilen (nur einer statt zweier Dynamics- Encodersätze, Effekte editieren geht nicht per Software bzw. zumindest nicht bei mir, aufgrund unterschiedlicher möglicher Pluginausstattung passt das File von gestern nicht automatisch in das örtliche Pult von morgen); aber irgendwas ist ja sowieso immer.
    Alles in allem der m. E. bisher beste PMxD- Oberflächen- Copyversuch. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 19. September 2014 um 19:42
    Zitat

    ... und das geht sogar noch übersichtlicher per balkendiagrammen wie im Yamaha editor, ...

    Finde ich überhaupt nicht!
    Das 'Technikerauge' ist seit vielen Jahrzehnten an die Aussagekraft der 19:00-17:00 -Darstellung gewöhnt. Ein Sekundenbruchteilblick, und die Sache ist klar. Schaue ich dagegen auf die 8 oder 16 orangebraunen Strichelchen eines Vi - Auxsend - Segmentes, sagt mir das zwar dass da was ist, vermittelt mir aber keine verbindliche Vorstellung von 'wie viel'. Bei einem Potikranz kann das auf Anhieb fast db- genau einschätzen - auch wieder ohne überhaupt einen bewussten Gedanken daran verschwenden zu müssen. (Die aktuellen Soundcraft Kränze gefallen mir da übrigens in jeder Hinsicht ausgesprochen gut!)
    Der meschliche Sehsinn reagiert nun mal evolutionsbedingt zuallererst auf Formen und Größenänderungen (wird größer = kommt näher und könnte gefährlich sein), und ein sich vergrößernder Drehkranz passt perfekt in dieses Muster. Farbunterschiede und lineare Skalen stehen da meilenweit hintenan, erstere funktionieren bei manchen Menschen sogar nur eingeschränkt oder gar überhaupt nicht.

    Encoder im Sceen könnte prima sein - kenne ich bisher leider nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    (von einer bildhübschen H3000 Echtzeitoberfläche :D )
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 18. September 2014 um 22:02

    Klar akzeptier' ich das. Sonst wär's ja auch langweilig.
    Und ich gestehe gerne: selbst bei der an sich völlig eindeutigen 'Centralogic' - Encoderzuordnung meines ansonsten Lieblingsherstellers unterlaufen mir gelegentlich (Flüchtigkeits-?) Fehler und kleine, zeitkostende 'Gedankenhakler', die mir bei PM in dieser Form nicht passieren. Heißt für mich: es geht auch besser.

    So, zurück zur Realität. Traumoberfläche (LS9 :? ) unter den Arm geklemmt und ab auf Tour...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 18. September 2014 um 21:04

    Selbstverständlich hab' ich ganz bewusst das unglücklichste Beispiel herausgesucht. :D Nichts gegen zusätzliche Informationen auf einem frei zuweisbaren 2. oder 3. Bildschirm. Kosten ja schließlich auch nichts, die Dinger.
    Trotzdem kann das immer nur höchstens die zweitbeste Lösung sein. Ein Encoder, der mir unmittelbare visuelle Rückmeldung über den mit ihm verknüpften Eingabewert gibt, ist ein intuitiv wertvolles Bedienelement; er ermöglicht mir selbsterklärend flüssiges, gedanklich 'teilautomatisiertes' Arbeiten. Ein Encoder, bei dem ich gedanklich immer erst eine zusätzliche Verknüpfung zu einer (eventuell weit entfernten und in keiner sich offensichtlich aufdrängendem Zusammenhang stehender) Bildschirmdarstellung herstellen muss, ist ein totes Ding ohne unmittelbaren Nutzwert, welches mich ggfs. sogar eher behindert als dass es mir eine Hilfe ist. Das hat man ja sogar in der Behringer-/ Expression-/ was-weiß-ich- Liga verstanden und kriegt es dort ohne weiteres hin; je nach Preisklasse mal mehr, mal weniger ästhetisch ansprechend.
    Diese auf den ersten (und manchmal auch zweiten und dritten) Blick völlige Beziehungslosigkeit ist übrigens auch der Hauptgrund dafür, dass ich mich hinter deinem Lieblingspult ausgesprochen unwohl fühle. Anstatt mich aufs Mischen von Tonsignalen konzentrieren zu können verbringe ich fast die gesamte Zeit damit herauszufinden, welcher Encoder wohl gerade wofür zuständig sein könnte, und wo ich wohl das, was ich gerne damit machen würde, auf dem Bildschirm wiederfinde. Und das wird selbst nach 2 Stunden Show nicht wesentlich besser. Für mich der Prototyp einer Bedienoberfläche, die völlig unnötiger Weise intuitives Arbeiten so schwer wie nur irgend möglich macht.
    Also so ziemlich das genaue Gegenteil meines Traum – PMxD. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 18. September 2014 um 17:28
    Zitat

    Ich verstehe auch nicht so ganz das bei allen momentan erscheinenden Pulten 24 Busse die Grenze zu sein scheint, löbliche Ausnahme ist das S3L, welches wenigstens 24+3+8 Matrixe bietet.

    CL hat doch ebenfalls 24+8 (bzw. auf Wunsch 32, da 'Input-to-Matrix' - fähig) +3. Also fast so viel wie PM5 vor 10 Jahren schon... :roll:

    Zitat

    ... aufgeblasenen CL5 mit zwei tageslichtfähigen Schirmen ...

    Ausgerechnet 'Multibildschirm' ist genau das, was mich in der Praxis an Vi4/6 nervt. Immer gerade dann, wenn man sich an den ersten gewöhnt hat, gilt plötzlich der zweite... :lol: .
    Da finde ich sogar Vi1 weitaus schlüssiger; wobei 'Tageslichtfähigkeit' dort getrost mit genau Null Punkten bewertet werden darf. (Hatte im Sommer mal das Vergnügen: gestelltes Vi1 für 'meine' Vorband, daneben das mitgeführte PRO2 des Hauptacts. Während man bei letzterem noch alles ziemlich problemlos erkennen konnte, gab's für mich eine karierte hellgraue Fläche ohne jedweden Informationsgehalt :cry: . Und nach energischen Protesten immerhin einen schicken schwarzen Molltonrest.)
    LED- Kranz (also Bedienelement und optische Statusmeldung als Quasi-Einheit) finde ich für zügiges Arbeiten unschlagbar. Wobei natürlich auch bei LEDs in der Sonne irgendwann mal Schluss mit lustig ist.

    Als regelmäßiger Bediener und gelegentlicher Käufer werde ich mit derart kostspieligen Gerätschaften der nächsten Generation vermutlich nicht mehr nachhaltig in Berührung kommen. Und darf daher frohgemut einfach alles fordern, was mir daran gefallen würde. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 18. September 2014 um 14:05

    18x Stereo In Ear, 8 Effekte, Sidefills SL/ SR, Drum Sub. Bleibt sogar noch 1x spare! :cool:
    Bzw. bei 'Monitor von vorne' muss die PA dann halt mono... oder an den Kopfhörerausgang :D

    Zitat

    ... Nuage ...

    Donnerwetter! Dass das SO schnell geht mit der doppelten Kanalencoderreihe hätte ich jetzt nicht gedacht. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 17. September 2014 um 21:02

    Die Flagshipproblematik ist mir bekannt und bewusst. Das kann, wenn überhaupt, wirtschaftlich nur einer der ganz Großen aus einem bestehenden und gut eingeführten Komponentenbaukasten heraus stemmen. Daher meine kleine Stegreifvision auch genau an dieser Stelle. Und bis das dann irgendwann endlich bis zu meiner Alltagsbaustellengröße vordringen würde, wäre ich vermutlich in Rente.

    Vielleicht hat es ja einen gewissen positiven Einfluss auf Unternehmergeist und Risikobereitschaft des Herstellers, wenn wir 'PM6D' ab sofort alle als eine der Wunschoptionen in unsere (Festival-) Rider aufnehmen? :D

    Lass Gnade vor Recht ergehen und betrachte es als PM- Schlusswort. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • PMxD

    • billbo
    • 17. September 2014 um 13:49
    Zitat

    Ist das CL5 wirklich der pm5 Ersatz den sich die Befürworter des festen Formats wünschen? Ich zweifle ein wenig lasse mich aber belehren :)

    Da möchte ich noch mal einhaken: ich gehe schon davon aus, dass es bei Yammi in absehbarer Zeit auch mal noch einen 'echten' PM- Nachfolger geben wird. Die CL- Oberfläche ist ja eigentlich eher ein aufgebohrter M7 mit den softwareseitigen Möglichkeiten eines PM; letztere kosten schließlich nichts.
    Auch wenn damit alles geht, was der normale Brot-und-Butter – Bandjob so mit sich bringt (und noch einiges darüber hinaus), und auch wenn ich die 8er- Block Philosophie als den besten Kompromiss zwischen 'fester Struktur' und freier Konfigurierbarkeit ansehe (ist ja nicht ohne Grund bei Avid, Soundcraft. u. a. genauso bzw. sehr ähnlich gelöst): der Bedienkomfort einer echten Volloberfläche à la PM - also beispielsweise gleichzeitiger Zugriff auf Inputs und alle Busse, sowie ein wirklich kompletter Kanalzug auf echten Knöpfen - ist schon noch mal eine andere Welt. Insbesondere, wenn es um mehr als einen schlichten L-R Mix (sprich: Monitor im Live-/ Festivalbetrieb) geht.

    Vor meinem inneren Auge sehe ich einen PM6 mit 4 statt 2 Inputlayern (also 96 Kanälen/ DSP5D sozusagen eingebaut), 16er Centerblock, 8er 'Returnblock'. Zusätzlich bitte HiCuts (vermisse ich mittlerweile bei Yammi ein bisschen), eine zweite Kanalencoderreihe (ist ungeheuer praktisch, wenn man da beispielsweise Gain und LowCut drauflegen kann) sowie Keyfilterfunktionen in Knopfform im Kanalzug. Von mir aus auch ohne Touchscreen (geht bei Avid ja auch); dafür groß, hell und klappbar, damit das graphische Hilfsinstrument auch bei ungünstigen Betriebsbedingungen tatsächlich eine Hilfe und kein Ärgernis ist.
    Und unbedingt wieder LED- Kränze! :D Klar ist das teuer, 10.000 LEDs plus Antrieb kosten halt 'etwas' mehr als ein ordinärer 08/15 Touchscreen von der Stange. Aber ein Blick auf die Oberfläche reicht um intuitiv genau zu erfassen, was Sache ist. Und Technik sollte ja auf den Menschen zugeschnitten sein, und nicht etwa umgekehrt. Oder? :wink:

    Mit dem Wegfall des PCMCIA- Slots könnte ich dagegen notfalls leben :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 16. September 2014 um 19:17

    Kommt drauf an, wie voll deine 'Show' ist.
    Besteht die nur aus einer einzigen Bandstartszene, ist's eine Sache von wenigen Sekunden. Hat sie 299 Szenen und sämtliche Libraries sind ausgereizt, zieht sich das auch schon mal in den (zumindest gefühlten) Minutenbereich.
    Wirklich gemessen habe ich aber noch nie.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    (Edit: wenn ich Wora richtig verstanden habe, geht's um das Laden der ganzen Show und nicht um das Recallen einer einzelnen Szene. Auch wenn das in der Betriebsart 'R&R- und Festivalpraxis' sehr oft das gleiche ist.)

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 16. September 2014 um 12:14

    Für alle, die jetzt neugierig sind :lol: :
    http://www.german-vintage-loudspeakers.com/navid.211/phil…-diffusor-h.htm

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 16. September 2014 um 11:43

    Keineswegs. 'Filelose' Jobs (Vertretungen, Einmal- Besetzungen, "Du bist doch eh mit ... auf diesem Festival - kannst du uns da eventuell gleich mitverarzten?") gehören zu meinem ganz normalen Alltag.

    Ich werde dem Kollegen mein File anvertrauen. Er passt den Patch auf die örtlichen Besonderheiten an, lässt den Rest unangetastet, und spielt das ganze anschließend mit neuem Namen (Ortsangabe, Datum, ... ) zurück auf den USB Stick. Zum Changeover nach dem Abendessen bring ich ihm 'nen Kaffee mit, lade das geänderte File aus meinem Stick, und habe anschließend mein Pult mit seinem Patch.
    Falls nicht, trägt er natürlich die Alleinschuld :D. Dann spiele ich mein altes File wieder ein, und er muss halt noch mal umpatchen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 16. September 2014 um 00:00

    Messerscharf argumentiert - aber das Zweitpult ist vor allem dann ein echter Segen, wenn man a) das Pult/ Fabrikat nicht oder nur schlecht kennt, b) daher natürlich auch schlicht gar kein File dafür besitzt, und c) eine funktionierende Kommunikation mit dem örtlichen FOHler aufgrund von Lautstärke/ Charakter der VA/ Sprach- oder sonstigen Verständigungsproblemen nicht zustande kommen will. Gemäß Murphy selbstverständlich alles gleichzeitig.
    DANN ist das eingangs mal erwähnte Malen nach Zahlen das Mittel der Wahl (außer Gain sollte jeder, der das regelmäßig macht, einen einigermaßen funktionierenden Mix auch aus dem Gedächtnis heraus blind bzw. taub nach gelernten Parametern 'nachbauen' können; zumindest wenn er seine Quellen und ggfs. Mikros gut kennt). Und DANN ist jede Minute kostbar.
    Wenn du mir eine oder eineinhalb Stunden Zeit gibst, baue ich mir auf jeder Kiste ein funktionierendes Startfile, selbst wenn ich die vorher noch nie gesehen habe. Und hab' anschließend sogar noch ein paar Minuten Zeit, mich auf einen spannenden ersten Song zu freuen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ilive-T Tipps and Tricks

    • billbo
    • 15. September 2014 um 20:32

    Analog zur Unterspannung würde ich 'analoges PCM 70' noch mal überdenken :D

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 15. September 2014 um 17:13

    Das hat sich ein bisschen geändert. Inzwischen behält man gerne die Bühnenordnung bei und patcht es dem Gast (an FOH und/ oder Monitor) auf Softwareebene zurecht. Ein guter und geübter Sitter kriegt das auch nahezu in Sekundenschnelle fehlerfrei gebacken.

    Das mit dem vorher einigen ist klar. Man muss es dann bloß auch machen.
    Zusammen mit einem sehr fähigen Kollegen (als Sitter) stand ich schon mal einige Minuten vor einem PM5 (den wir eigentlich beide ganz gut kennen) und haben nicht gecheckt, wieso auf der Bühne keine 48V ankamen - schließlich leuchtete doch die entsprechende Kanal - LED, wie immer. Bis wir auf die Idee kamen, dass aufgrund des Patchangleiches Port nicht gleich Kanal sein konnte.
    Typischer Fall von 'Brett vor dem Kopf' - Angst hatten wir aber (noch) keine :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 15. September 2014 um 15:05

    Vierkanal? Okay, dann ginge ja u. U. auch die horizontale Clusterung völlig in Ordnung... :!:

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 15. September 2014 um 14:56
    Zitat

    Mit Digital und Files wird ein 1 zu 1 Patch immer einfacher.

    J... ein! :D
    Natürlich möchte ich, wenn ich schon ein ordentliches File habe, auch wirklich die vertraute Oberfläche vorfinden - also alle Kanäle da, wo sie halt immer sind. (Vi4/ Vi6 sind natürlich eigenes Thema). Dazu überlassse ich den Locals dann in aller Regel, wie sie das am besten hinbekommen - Bühnenpatch, Monitorpatch und FOH Patch sind da ja heutzutage weitgehend unabhängig.
    Nicht selten bekommen sie das dann allerdings leider nicht wirklich hin, zumindest nicht auf Anhieb. :? Immerhin müssen mindestens 3 Arbeitsplätze sich dazu genauestens absprechen.
    Und ein paar fiese kleine Fallen, die man sich selbst bauen kann, gibt's da natürlich auch. Klassiker (am PM5) etwa: fehlende Phantomspeisung auf Ports, wo sie gebraucht wird - was man auf der Oberfläche aber erst mal nicht ohne weiteres verifiziert, sofern im Pult nicht 1:1 gepatcht ist.
    Trotzdem bestehe ich aber wann immer möglich auf USB Stick bzw. Speicherkarte (statt irgendwelcher Umwege/ 'einpflegen' über Studiomanager o.ä.). Nur dann weiß ich, dass ich auch wirklich 'mein' Pult vor mir habe; incl. aller Preferences, UDKs, und was sonst noch gerne mal im Festivalbetrieb auf Recall Safe geschaltet wird. Aber selbstverständlich auch incl. aller persönlichen Dummheiten aus dem letzten Speichervorgang... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 15. September 2014 um 13:14

    Mit Luftpolsterfolie liegst du ziemlich gut. Das sind Luftballons, die zertreten werden, und ähnlicher Kram. Massive Syncstörungen kommen da 'etwas' drastischer rüber. Wenn's nur mal so funktioniert hätte wie ein ordinäres YouTube Video!

    schallereignissortierer:
    1.)Schon vor 50 Jahren wusste man, dass es zu 'Selfpowered' keine sinnvollen technischen Alternativen gibt.
    2.)Die 10“ Philips Alnico- Breitbänder mit inversem Dispersionskegel vor dem Polkern klingen fantastisch sauber, homogen und sprachverständlich. Und das bei extrem hohem Wirkungsgrad und völlig ohne 'elektronische Entzerrung'. Ausprobieren!
    3.)Die konkaven Hochtonarrays sind per Stacking korrekt zu einem akustischen Zentrum zusammengefasst.
    4.)Die horizontale Winkelung der Stacks zueinander ist... diskussionswürdig. :D Gehen wir davon aus, dass der Fotograf das so haben wollte und anschließend wieder gerichtet wurde. (Sofern's nicht eh eine Fotomontage ist)
    5.)Die Veranstaltung war ziemlich sicher völlig frei von fatalen Syncstörungen.

    Ich gehe davon aus, dass die tonale 'Overall- Performance' dieses Ereignisses vom Publikum als signifikant besser wahrgenommen wurde als die vom letzten WE. 50 Jahre technischer Fortschritt lassen sich nicht so ohne weiteres verbergen.

    Jetzt du! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 14. September 2014 um 22:38

    Letzteren bin ich mir bewusst, und trage es mit Fassung. Aber die vier 2m XLR- Strippen vom analogen WDR Splitter zu meiner Stagebox waren's nicht. Ehrenwort! :D
    (Sonst hätten die Anstaltstonler vermutlich auch nicht ihre Diensthandys leertelefoniert... )

    schallereignissortierer: war eine WDR- Veranstaltung - also eher nicht in Hannover (sondern in Dortmund).
    Und mitgesungen haben am Ende trotzdem alle. Alles eine Frage der Organisation des Getränkedurchlaufs in den kurzen Spiel- und Übertragungspausen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 14. September 2014 um 18:58

    Wo genau in Deutschland?
    'Unterverteilung' für D war wohl der NDR. Und dort war auf mehrfache energische Nachfrage hin (für verantwortliche Redakteure/ Regisseure/ Produktionsleiter ist so was ja wohl auch ein mittlerer Alptraum) angeblich alles in bester Ordnung. Das, was dann aus beiden Ü-Wagen (ARD Fensehen und WDR 3) analog bei mir in der Halle ankam, leider ganz und gar nicht...
    Als letztes Glied in der Kette ist man da an der Ursachenforschung mangels Einblick zwar sowieso eher unbeteiligt; trotzdem wär's mal ganz interessant zu erfahren, wie so etwas passieren kann, und vor allem wieso es in 3 (!) Stunden niemand schafft, irgendwas daran zu ändern. Bei absolut gleichen Störungsmustern über 2 gänzlich unabhängige Übertragungswege muss es doch ein Leichtes sein, den letzten Punkt vor der Übergabe zu identizifieren, an dem noch alles in Ordnung ist.
    Oder ist nach 20:00 bei manchen ö. r. Rundfunkanstalten mittlerweile der einzige technische Verantwortliche der Pförtner?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 14. September 2014 um 18:29

    Absolut zutreffende Beschreibung der Realität!

    Vielleicht noch eine Anmerkung zu 'geteilter Backline': die Aussage des Managements "Da fliegen/ reisen wir einfach so hin; es gibt dort eine professionelle Festivalbackline, wird also alles ganz easy!" bedeutet für den Showtag/ Changeover in praktischer Konsequenz fast immer das genaue Gegenteil. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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