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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 27. August 2014 um 13:13
    Zitat

    Und auch wenn man die Ironie außen vor lässt, könnte die Neuregelung auch helfen die Tagessätze in einigen Region auf ein vernünftiges Niveau zu bekommen, ist schließlich mehr Arbeit da.

    Von wegen! Der Sicherheitsexperte darf gar nicht arbeiten. Der ist zur Überwachung der Sicherheit da, und daher nicht in sonstige Arbeitsabläufe/ bestimmte Gewerke einzubinden. Seine Gage geht deshalb zusätzlich von dem Geld ab welches für die übrig bleibt, die die Arbeit erledigen.

    "Amateurs built the arch. Professionals built the Titanic."
    Die Briten verstehen schon immer ein bisschen mehr von Sicherheit.


    Zitat

    140km im Regen durch sämtliche Baustellen des Ruhrgebiets zu fahren, nur um im Konferenzraum am Receiver den Schalter "Speaker A" zu drücken ist jetzt irgendwie ... unbefriedigend :?

    Kommt ganz drauf an, welche Anfahrtspauschalen man berechnen kann. Nebst angefangener Arbeitsstunde oder Tagespauschale, versteht sich. :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 25. August 2014 um 21:51
    Zitat

    Optimal: Zwei Verantwortliche ...

    So richtig optimal war’s demnach 2010 in Duisburg. Da gab’s sogar 'zig Verantwortliche – jeder einzelne heftigst bemüht, nicht schuld zu sein, falls die Sache schief geht. Um im Zweifel aus dem Schneider zu sein wurde u.a. sogar ein international renommierter Abnickprofessor (wer googeln möchte: Schreckenberger) engagiert, der penibelst genau berechnen sollte, dass die Sache funktioniert (der wollte allerdings nicht so recht mitspielen und wurde daher später aus den konkreten Planungen vorsichtshalber ferngehalten). Sicherheit gab es deswegen leider trotzdem nicht.
    Die einzigen Warner waren übrigens Amateure – Anwohner, die den Engpass kannten, und denen ihr gesunder Menschenverstand sagte, dass das Ding unmöglich für eine halbe Million Gäste in Extrempartylaune ausgelegt sein kann.

    Sicherheit lässt sich nicht verordnen - sie ist das Resultat aus Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln. Das ist allerdings, zugegeben, nur meine persönliche Überzeugung.

    Was mir aber gegen den Strich geht: das Thema Sicherheit als vorgeschobenes Vehikel zur Frustbekämpfung darüber, dass dem bösen Kunden meine Nobelschachteln zu teuer sind und er stattdessen mit dem billig – bunten Schepperkram von Party-Ede von nebenan vorlieb nimmt. Kann ich aus fachlicher Sicht (und eigener Erfahrung :? ) zwar seeehr gut nachvollziehen – ist aber letztlich mein Problem, wenn meine Ansprüche nicht zu denen meiner Kundschaft passen wollen.
    Lufthansa Business Class Linie ist super. Trotzdem ist Ryan Air gut im Geschäft – auch wenn ich die persönlich Sch....e finde.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 25. August 2014 um 14:47
    Zitat

    Sollte diese Person fehlen, so ist die Veranstaltung, lt. VStättV, sofort zu beenden.

    Dafür muss aber erst einmal eine Person vor Ort sein die befähigt ist festzustellen, dass eine solche Person fehlt. :roll: 'Papier hält still' hat man das früher mal genannt.
    Und die zu stellen ist weder die Aufgabe des Chefs von Clair Brothers noch die des Einmann - Garagendiscoteams Remmidemmi. Dafür (geht ja um Stadtfeste) füttert mittlerweile jede Gemeinde ihren Alibiabnickmeister durch. Der auch nur feststellen kann, ob irgendjemand mal zur rechten Zeit ein alles-ist-gut - Schildchen auf die richtige Stelle gepappt hat, und ansonsten bei offensichtlich grobem Unfug einschreiten soll. Noch ist jeder für sein Tun selbst verantwortlich, und es gilt, wie überall im Leben, das Prinzip Verhältnismäßigkeit. Es muss schon ziemlich dicke kommen, bevor der Polizist schießt, die Bauaufsicht die U-Bahn - Baustelle schließt oder der VA- Meister die Veranstaltung.

    Zur Verhältnismäßigkeit: wie viele Menschen kommen in D bei einem durchschnittlichen Stadtfest aufgrund von Mängeln der dortigen VA- Infrastruktur zu Schaden? (Schlägerei im Bierzelt zählt nicht). Und wann sage ich angesichts dessen die VA ab? Wenn an den Bühnendreierdosen die IP44 - Deckel fehlen/ beschädigt sind oder der A3 - Button unleserlich ist?

    Gäbe es nur Verordnungen und nicht das Verhältnismäßigkeitsprinzip - dann gäbe es (u.a.) keine einzige Veranstaltung mehr.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Neue Klein-PA um ~ 5000€ mit Erweiterungsoptionen

    • billbo
    • 25. August 2014 um 11:11

    ... und erinnert ein bisschen an das hoch seriöse Geschäftsmodell von Börsenbriefschreiberlingen.
    Wenn die so genau wissen, wie man an der Börse/ mit Boxenvermieten leichtes Geld verdienen kann - warum machen sie das dann eigentlich nicht selbst? :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 24. August 2014 um 21:49
    Zitat

    ... Ikea-Steckerleisten ...

    Also bitte! Das Preis-/ Leistungs-/ Qualitäts-/ Nutzen-/ Performanceverhältnis des gemeinen Ikea Dreiers dürfte unübertroffen sein. Die Dinger gibt es zuhauf selbst auf den größten Produktionen; dort mitunter zu hunderten in eigens dafür vorgesehenen Gitterboxen.
    Nicht alles ist automatisch schlecht, nur weil es klein, leicht und billig ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • 19"-fähige Pulte casen

    • billbo
    • 24. August 2014 um 21:25
    Zitat

    Wie sehr Ihr das ?

    Genau so.
    Zum Glück sind 19" - Ohren zumeist optional (und manchmal sogar Sonderzbehör). Praktisch für den stationären Festeinbau, ungeeignet für den sicheren Mobilbetrieb in Einfachcases.
    Lösung: normales Haubencase mit min. 2-3cm Schaumstoff ringsum (und natürlich einer geeigneten Rückhaltevorrichtung auf der 'Knöpfeseite' im Deckel).
    Ist auch gut für die Betriebstemperatur, die Erreichbarkeit ungüstig liegender Anschlüsse, und die Platzverhältnisse an manchen Einsatzorten. (Ja. es gibt Gelegenheiten, da ist schon 19" zu groß, während es 'nackt' ohne Case so gerade eben noch passt. Notfalls mit ein paar Bierdeckeln auf die ohnehin kaputten oder fehlenden Knöpfe des völlig runtergerockten Hauspultes... :? :D )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Stadtfestkalkulation

    • billbo
    • 23. August 2014 um 12:46

    Jepp, so nüchtern muss man das ganz einfach sehen. Kempinski und Garni existieren auch friedlich nebeneinander. Und der Chef von Aldi Süd verfügt über ein deutlich besseres Jahreseinkommen als die Platinschmuckverkäuferin im KaDeWe.

    Stadtfest = Bier, Backwaren, Bratwurst – und irgendwo da vorne ein überdachtes Podest mit ein bisschen buntem Remmidemmi drauf für Umme. Zumindest ist das sehr häufig so oder ganz ähnlich, und wird vom umsonst und draußen Publikum auch nicht anders erwartet/ wahrgenommen. Wer hier mit dem Garagenlagermaterial oder den aufgepeppten Restbeständen seiner ehemaligen Hobbykellerkapelle anrückt wird, sofern er sich nicht völlig dämlich anstellt, ziemlich sicher auch ein bisschen Geld damit verdienen.
    Wer hingegen meint, mit solchen Aufträgen die Finanzierung der 800m² Neubaugewerbehalle und die Leasingraten für 12Tonner, VI6 und Edel – Linearray sicherstellen zu können, der hat sich schlicht und einfach verzockt. Bzw. in Korrektsprech "die auf die Bedürfnislage und Kaufkraft der potentiellen Zielkundschaft im angepeilten Marktsegment beruhenden mittelfristigen Ertragsentwicklungsmöglichkeiten unrichtig eingeschätzt". Und so was hat dann in aller Regel früher oder später zwangsläufig auch Einfluss auf die eigene Kaufkraft.

    (und ab zum persönlichen Schaffen in einer sorgfältig gepflegten Mittelpreis - Marktnische)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Stadtfestkalkulation

    • billbo
    • 23. August 2014 um 00:06

    Nein, DU irrst. Der erste war der Spielraum für die Preisnachlassverhandlungen.
    "Okay, wenn's unbedingt sein muss - ich versuch irgendwie auf fünfzehn netto zu kommen. Auch wenn's echt weh tut." ... . ... "Aber dann muss natürlich absolut sicher sein, dass meine Frau (Freundin/ Tochter/ ... ) in der Stellplatzverlosung wieder den Crèpebudenstandplatz in Premiumlage, direkt neben dem Großgetränkestand gegenüber der Hauptbühne, zugesprochen bekommt. Geht doch klar, oder?"

    Die Welt ist schlecht. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 21. August 2014 um 19:52
    Zitat

    Durch den Digitalwahn bei den Pulten kommt der HKS dann
    schon mal in die Verlegenheit mit einer GL4000 anzurücken .

    Kommt er nicht. Der Transport ist viel zu teuer. Das zeitgemäße Mischgerät des Profis kann doppelt so viel, und es passt locker auf den Beifahrersitz seines Testarossa.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Stadtfestkalkulation

    • billbo
    • 21. August 2014 um 12:19

    Marian Humann: erst lesen. Dann verstehen. Dann antworten. :wink:

    Okay, dann mal Realismus pur:
    ca. 60 gemischte Aktivkübel incl. Zubehör/ Ausführung 'brand doesn’t matter'/ = EUR 1800,-
    3x Digitalkleinpultplatz einfach/ kl. Mikrosatz/ Zubehör/ = EUR 600,-
    3x 4 Stufenlinsen + allerlei buntes LED- Geflacker + Ansteuerung/ Zubehör = EUR 900,-
    3x DJ Gedöns = EUR 300,-

    Gesamtposten Material/ übers WE Faktor 1,5/ = EUR 5400,-
    3x Trailerstage 8x6 (gibt’s hier übers WE incl. Auf/ Abbau für EUR 1200,-) = EUR 4600,- :roll:
    20x Personalpauschale à EUR 200,- = EUR 4000,-
    Transportkostenpauschale örtlich = EUR 1000,-
    Ein Tausender für den Chef (für Büro/ Planung/ Koordination/ Kaffeemaschine)

    Gesamtpreis EUR 16.000,- zzgl. Ust.
    Zusatzmaterial (Bandrider o. ä. ...) bei Bedarf auf Anfrage.
    VA sorgt für Bewachung außerhalb der Programmzeiten.
    "Auf Wunsch erstellen wir Ihnen alternativ gerne auch ein Angebot über anspruchsvollere/ technisch aufwendigere Lösungen."

    So oder ähnlich dürfte das in der Realität aussehen. Eine von 10.000 Firmen, die so was in Deutschland anbieten, wird den Zuschlag bekommen (normalerweise die, deren Chef mit dem Kulturamtsleiter abends in der selben Kneipe sein Bier trinkt) und damit auch durchaus Geld verdienen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Stadtfestkalkulation

    • billbo
    • 20. August 2014 um 21:16

    Darf man hypothetisieren, wie der Kunde sich das vorstellt (und der eine oder andere Mitbewerber das vermutlich anbietet)?

    Personalkosten Auf-/ Abbau + Betreuung - EUR 8000,-.
    Aufwendungen für Transport und sonstiges - EUR 2000,-.
    Werkzeug, Technik und übriges Material - klar, bringen wir natürlich mit.

    "Können wir uns auf 9999,- incl. Steuer einigen?" :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lagerhaltung in der Praxis - der Gitterboxen-Thread

    • billbo
    • 20. August 2014 um 16:59
    Zitat

    Eine überladene Transflex zieht man noch mit 6 Leuten über den Acker ...

    Kann man so und so sehen. Eine GiBo mit Gerüstschellen, Lakas oder CEE drin zieht man eben nicht 'zur Not noch mit 6 Leuten über den Acker' – und muss das deshalb auch erst gar niemals nicht versuchen. Das versteht auch der ignoranteste, skrupelloseste und abgebrühteste Produktionsleiter. :D

    Offensichtliche Nachteile GiBo: groß, schwer, nicht händisch bewegbar (außer per Gabelhubwagen auf geeignetem Untergrund). Nichts für den Sprinterjob mit Treppe in den zweiten Stock.
    Eher verborgener Nachteil: mit darin gelagertem/ geliefertem Material wird unwillkürlich gerne ähnlich zartfühlend und materialschonend umgegangen wie mit der vollen Gitterbox selbst...

    Offensichtliche Vorteile GiBo: passt (mechanisch) perfekt ins professionelle gewerbliche Logistik- und Lagerwesen; dafür ist sie schließlich gemacht bzw. ist Teil davon. Für das, was rein passt, ist sie zudem erstaunlich billig. Und bei Defekt beliebig austauschbar.
    Vorteile auf den zweiten Blick: abschließbar! (unbezahlbar z.B. beim Messebetrieb, wenn der Planenauflieger irgendwo zentral parkt und unterschiedliche Subbaustellen sich bei Bedarf nach und nach mit fehlendem Kleinkram versorgen). Luftdurchlässig! (feucht gewordenes Material kann nach dem Einsatz einfach wieder ins Hochregal gestellt werden und ist, anders als im geschlossenen Case, nicht nach Tagen oder Wochen still und heimlich weggegammelt).

    Wie in den Beiträgen zuvor z.T. bereits erwähnt: GiBos spielen ihre Vorteile vor allem dann aus, wenn es um 'sperriges Schwergut' geht. Sowie bei zunehmender Größe und Infrastruktur der Gesamtbaustelle. Gerne genutzt daher beim Bühnenbau, gerade wenn der über ein bisschen Spielerei mit Alu hinausgeht. Auf Messen. Bei den Kollegen, die die Strominfrastruktur großer Festivals einrichten. Usw.

    Problem für die angesprochene kleine/ mittlere R&R Firma: hat man sich erst mal darauf eingelassen und umgestellt, folgt als nächstes ein halbes Jahr mit ausschließlich Kleinfestivals auf abschüssigen, aufgeweichten Dorfwiesen, bei denen der Manitou überraschend doch nicht mehr im Budget war. Oder nur der besonders günstige, der zum Abbau nicht mehr anspringt.
    Und wo sie nur der Lagerhaltung dienen, können sie wiederum auch nur einen Teil ihrer Vorteile ausspielen.
    Murphy kennt sich auch bei GiBos ganz gut aus. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Yamaha MY8-AE96 ( S ) als "digitale Sammelschiene"

    • billbo
    • 19. August 2014 um 21:14

    'PA' ist sowieso mehr oder weniger mono. Fast immer...

    Wenn das so problemlos und narrensicher funktioniert, könnte es tatsächlich zu einer Art Standard am Festival - FOH werden. Redundanzgedanken in allen Ehren - das dient ja dort dann lediglich dem Komfort beim Arbeiten; die Beschallung läuft mit einmal umstecken auch ohne.

    Vielleicht ist's ja sogar eher umgekehrt: das Teil steht eh in jedem zweiten FOH als Notfallpult irgendwo rum, für den Fall der Fälle. Wenn es als Summierer genutzt wird ist vor Beginn der VA wenigstens schon mal sichergestellt, dass es auch tatsächlich funktioniert. :D
    Und eine defektes Yammi - Netzteil (irgendeins!) hab' auch ich tatsächlich noch nie erlebt. Und ich habe diesbezüglich vor Ort wirklich schon so allerlei gesehen. Respektive gerochen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 19. August 2014 um 16:54

    Alle Jahre wieder.

    Zitat

    Ich würde sagen 80% :D

    Romantiker! :D

    Der Versuch, mit dem Hobby Geld zu verdienen, war zu allen Zeiten ein riskantes Spiel. Wenn tausend "Vermieter" auf hundert potentielle Mieter treffen - welche 'Mietpreisstruktur' ist da wohl zu erwarten?

    Wer unbedingt als Vermieter sein Glück versuchen möchte, der vermietet am besten Dixieklos. Da ist das Engagement der Freizeitkonkurrenz überschaubar; dementsprechend das Verhältnis Preis/ Leistung seit Jahr(zehnt)en stabil.
    In unserem Bereich wird sich erst wieder etwas ändern, wenn's in diesem 'Branchenforum' in 99 Beiträgen um Betriebswirtschaft, Personalkalkulation, Flottenmanagement, Gabelstapler und Gitterboxenhandling geht - und in einem um Bassboxen. Bislang ist das Verhältnis leider umgekehrt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 19. August 2014 um 16:30
    Zitat

    Angenehm wäre es, würden die "Verantwortlichen" einem einfach mal so glauben... :roll:

    Also - ich hab' meinen Eltern nicht so ohne Weiteres geglaubt, dass die Herdplatte heiß ist. Gelernt hab' ich's trotzdem irgendwann mal... :D
    Warum sollte sich am Prinzip des nachhaltigen Lernens etwas geändert haben?

    Zitat

    aber es gibt ja durchaus beispiele, wo die veranstalter sehr gut mit den beschallern zusammenarbeiten...

    Richtig. Ab einer gewissen Größenordnung macht der VA das ja nicht mehr selbst, sondern engagiert technische Leiter/ Koordinatoren, die dann ihrerseits mit den ausführenden Firmen/ Technikern realistische Lösungen ausarbeiten und durchkalkulieren.
    Und manchmal hat die Technik auch einfach Glück. Die heute schon fast zum Standard gewordenen 'Wechselbbühnenphilosophie' entstand in erster Linie nicht aufgrund von Tontechnikerträumen, sondern weil auf diese Weise das Publikum am laufen (und konsumieren!!!) gehalten wird. Fast jeder VA ist zunächst mal Wirt. Dafür, dass die Food- und Nonfood - Konzessionäre bei einem diesbezüglich erwiesenermaßen gelungenen Festivalkonzept nahezu jede geforderte Standmiete abdrücken, wird dann auch mal eine 2. Großbühne spendiert. Komfortable Changeoverzeiten inclusive.
    'Kommerzscheiß' (sorry: streben nach Gewinnoptimierung) muss also nicht immer nur schlecht sein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • analoge Weiche gesucht

    • billbo
    • 18. August 2014 um 23:22

    http://www.electrovoice.com/downloadfile.php?i=971687
    'Digital' war 10 Jahre später... :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 18. August 2014 um 20:47

    Meine Bands gastieren selbstverständlich ausschließlich an prominenter Stelle bei diesbezüglich verständnisvollen, großzügigen, erfahrenen und respektvollen Profiveranstaltern!

    8)

    :oops:

    :D ( kleiner Scherz )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Festival FOH Management 2014

    • billbo
    • 18. August 2014 um 13:20
    Zitat

    Ich habe keine "paar Minuten", weil wir schon in der Changeover-Situation sind. Da ist teilweise schon eine halbe Minute eine Ewigkeit. ...

    Genau beobachtet und treffend beschrieben. In der Changeover-Situation bastele ich deshalb ja auch keine neue Bühnensubcoreverkabelung - die ist vorher fertig konfiguriert und beschriftet und wird nur noch per Multipin aufgesteckt.
    Und damit gleiches auch bei schlecht gemachten Editoren und nicht perfekten Operatoren zuverlässig und nicht erst mit Hängen und Würgen eher zufällig auf den letzten Drücker (oder gar nicht/ mit Verspätung) am FOH funktioniert, gibt's zur 2. Bedienoberfläche oder Bühne keine vernünftige Alternative. Darüber freut sich jeder, der das in der Praxis machen muss.
    Es ist einfach ein riesen Unterschied, ob die letzten 5 Minuten vor Showstart mit hektischem Schrauben und Fehlersuchen vergehen - oder mit einem netten Schwätzchen unter Kollegen am FOH oder per Intercom zum Monitorer. WIR sind fertig. Wo zum Teufel bleibt die Band schon wieder? :D
    (Hatte gerade ein diesbezüglich erfreuliches Erlebnis als Bandmonitorer: nicht nur Zeit zum schrauben, sondern sogar zum hören beim Linecheck auf der Bühne. Ergebnis: lächelnde Musikergesichter nach dem ersten Akkord statt hektischer Zeichensprache und über die Hinterbühne zum Monitorplatz sprintender Backliner. So soll das. Und so funktioniert das auch, wenn der Veranstalter die Problematik verstanden und eine funktionierende Lösung (in diesem Fall Wechselbühnenbetrieb) gefunden hat.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 17. August 2014 um 21:12

    Ja sischer dat! :D Berufsrennfahrer (oder solche die sich dafür halten) fahren halt prinzipiell lieber Formel 1 als Taxi. Oder wenigstens Rennkart.
    Aber in der Not frisst der Teufel manchmal Fliegen. Und außerdem muss es ja auch Taxifahrer geben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Redundanz in der Praxis

    • billbo
    • 17. August 2014 um 15:44
    Zitat

    Man muss eben zwischen DryHire und Full Service differenzieren.

    Das ist richtig und wichtig. Aber einen Plan B sollte es trotzdem in beiden Fällen geben.

    Für den durchführenden Beschaller ist die Sache klar: als Unternehmer stehe ich für die von mir zugesagte Leistung in vollem Umfang gerade. Für meine Planung, für mein Personal, für mein Material (auch zugemietetes!) – und auch für den Fall unerwünschter/ unvorhergesehener Ausfälle. Mein Job ist es sicherzustellen, dass das 'Gesamtwerk' in diesem Fall trotzdem nicht in Gefahr gerät. Und wie ich das anstelle, und welchen Plan B ich dann habe, ist mein Problem. PMZWO hat ein paar ganz realistische Möglichkeiten aufgezeigt.

    Als 'Dryverhirer' (was für’n Wort) hab ich’s vordergründig erst mal einfacher. Da ist der Gefahrenübergabepunkt in der Regel das Hallentor; mit der Unterschrift "Alles in einwandfrei funktionsfähigem Zustand erhalten" ist mein Kunde zuständig. Und Redundanz zu mieten ist keineswegs verboten.
    Trotzdem werde ich ihm gerne ein par Kabel mehr mitgeben als das abgezählte Minimum. Oder auch einen Reseveamp, falls ich einen übrig habe. Für ein Großfestival auch mal zwei Querhängeboxen mehr, als er eigentlich aufhängen will; wenn sie eh so auf Dollies stehen und nicht andernorts gebraucht werden. Auf jeden Fall aber meine Telefonnummer; für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes passieren sollte. Schließlich möchte ich ihn ja nach Möglichkeit als Kunden noch einmal wiedersehen.
    Abholen und zurückbringen sind allerdings in diesem Fall sein Problem. Hallentor bleibt Hallentor.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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